Liebe Naschis,
ich bin jetzt 2 Monate dabei bei euch, und natürlich ist das jetzt noch keine Erfolgsgeschichte im Sinne: ich hab es geschafft und hab meine Traumfigur und soundsoviel abgespeckt. (Wird es bei mir auch nie sein, denn darum geht es inzwischen nicht mehr.)
Aber es ist ein großes Danke! Und ein Denkanstoß, vielleicht.
Seit zwei Monaten ernähre ich mich ausreichend, ausgewogen, vielfältig, genussvoll... ich fühle mich gut, mache Sport, und habe in den zwei Monaten nun gute 2 Kilo verloren.
Das ist nicht viel. Aber für mich ist es der Wahnsinn.
Aus mehreren Gründen:
Ich esse mehr denn je und nehme langsam, aber stetig ab.
Ich habe gelernt, auf Gewichtsschwankungen, die regelmäßig vorkommen, nicht panisch sondern interessiert zu reagieren. Fast alles lässt sich erklären (saltzigeres Essen, Sport en masse, Tage...), und es ist spannend, zu verstehen, was passiert. Die Waage ist inzwischen mein Freund. Ja, ich wiege mich täglich, aber ich tue es nur, weil ich es mag. Nicht, weil ich es muss. Ich weiß, wenn ich will, in der Früh inzwischen sehr genau, was die Waage anzeigen wird *g* Ich spür mich wieder!
Meine anderen neuen Freunde neben der Waage sind gewisse Kleidungsstücke. An ihnen merke ich, dass diese 2 Kilo wirklich dort weg sind, wo sie weg sollten. Ich hab früher ganz andere Turbulenzen im Gewicht gehabt, ohne dass mir bestimmte Jeans maßgeblich besser gepasst hätten. Und da ging es um mehr als 2 Kilo. Ichhab vor einem guten monat eine Berghose gekauft, sie war mit zu eng. Die größere, die passte, gefiel mir nicht (andere Farbe), die Verkäuferin nervte, also hab ich gesagt: ich nehm sie, ich pass in ein paar Wochen rein. - ungläubiger Blick der Tusse. Seit zwei Wochen pass ich wirklich rein, heute passte sie fast perfekt. Weniger wiegen tu ich nicht wesentlich.

Sport ist nicht Mord!
Ich hab richtig Lust auf Bewegung, mach total viel, bin begeistert davon. Es fühlt sich so gut an.
Ich esse seit wahrscheinlich zehn Jahren zum ersten Mal wieder wirklich normal. Und kann mit Sünden leben. Ich bin nächste Woche in Uralub, und ich weiß, dass ich zunehmen werde, anderes Essen, weniger Sport - aber es ist mir egal. Das hab in kurzer Zeit wieder ausgeglichen, und es ist immerhin Urlaub. Es stresst mich nicht. Doch, in einem punkt, ich werd vermutlich aus einem Duell rausfliegen, aber das ist ja nur Spaß
Und hier setzt das an, was ich als Denkanstoß bezeichnet hatte vorher.
Wenn ich das, was ich jetzt weiß, vor zwei Monaten gewusst hätte, wenn ich all das, was in den letzten zehn Jahren bei mir passiert ist, so reflektieren hätte können, wie ich es jetzt kann, wäre mein "ich bin neu"-Posting anders ausgefallen, und ich wäre vermutlich hochkant rausgeflogen bei euch oder jedenfalls sehr kritisch begrüßt worden.
Ok, mein Posting hatte so genau null Antworten *g*, aber das ist mir (auch wenn ich damals traurig war drüber, ich glaub, das gibt's sonst gar nicht) im Nachhinein doch lieber als ein Posting der Art: Und tschüss!
Mir hat das in den lezten Tagen sehr zu denken gegeben, gerade wenn ich
haarsträubende Postings von Neulingen lese. Ich hab mehrere Jahre ähnlich gestört gedacht, und ich wäre froh gewesen, eine Hilfe wie hier im Forum schon viel früher zu kriegen. Ich wusste vieles ganz einfach nicht.
Ok, es ist ohnehin eine Themenverfehlung, dieses Posting, aber vielleicht kommt es trotzdem an - ich hab es unter anderem mit Hilfe dieses Forums geschafft, wieder normal zu ticken, und dafür bedank ich mich bei euch!
Lg,
Elisabeth