Nach einem knappen Jahr bin ich jetzt ungefähr da wo ich hin wollte, aber das soll für mich erst der Anfang sein. Wieviele Kilos jetzt am Ende runtergekommen sind kann ich gar nicht sagen weil ich den Gang auf die Waage am Anfang aus 2 Gründen nicht machen wollte oder gemieden habe.
1. Wie schlimm es wirklich um mich steht wollt ich net unbedingt wissen
2. Ich mich von den anfänglichen Erfolgen nicht verrückt machen wollte
In diesem Jahr hat sich für mich relativ viel geändert, angefangen beim Essen über Freizeitgestaltung und hin zum Alltag.
Wo fang ich am besten an? Am besten dem naheliegendsten dem Essen
Wenns normal läuft koche ich an 6Tagen in der Woche und Fertigprodukte sind komplett vom Speiseplan verschwunden. Ich weiß gar nicht wie oft ich früher TK Pizza gegessen hab, aber in diesem Jahr 2Stück (3Monate dazwischen)jeweils als ich bei nem Freund zu Besuch war und wir Abends keine Zeit hatten. Das andere Produkt das ich auf meiner Schwarzenliste hab und meide wie der Teufel das Weihwasser ist Sahne. Ka ob es von den reinen Kalorienzahlen kommt aber Sahne ist für mich einfach der Feind

Das gibts nur mit Milchgestreckt oder der Ersatz für mich ist Creme Fraiche legere und dass auch nur Behutsam. Ein Salat gehört für mich auch eigentlich jeden Tag dazu damit ich mich wohlfühle und ist auch des öfteren auch der Hauptgang, auch wenn ich net low carb esse versuche ich doch drauf zu verzichten und gemüse und salat zu essen z.b. im sommer wenn ich mit freunden gegrillt hab (gegrillt wird bei uns eigentlich öfter). Ich bin jetzt kein großer Koch geworden, aber weiß wenigstens endlich was in meinem essen drin ist
Jetzt zum Titel meines Threads. Ich bin im Alltag für meine Verhältnisse ziemlich uneffektiv geworden, was für einen Ingenieursstudenten gar nicht so einfach ist

Aber eigentlich sinds nur so Sachen wie das ich mir mehr Zeit einplan um jetzt einen Umweg zu gehen oder einfach von A nach B laufe. Zuhause hol z.b. auch maximal 2 Flaschen aus Keller damit ich öfter laufen muss oder ich hab keinen einkaufskorb mehr im Auto damit ich "zig" mal rein und raus muss um alles reinzuschaffen. Früher war ich in solchen Sachen immer sehr bequem und hab überlegt wie ich am wenigsten laufen muss, wobei ich auch da schon den Aufzug erst ab 3Stockwerken aufwärts benutzt hab.
Was mir aber sicherlich am meisten beim abnehmen geholfen hat war der Sport. Als ich den entschluss gefasst hab dass ich jetzt was ändern muss hab ich auch angefangen Laufen zu gehen. Was ich mittlerweile wirklich liebe war am Anfang wirklich eine Qual, da war noch nix wie „dabei fühlt man sich doch so klasse“. Erst gingen wirklich netmal 5Minuten amständig, aber als die Kilos purzelten und ich dran blieb hatts dann doch wirklich Spaß gemacht. Mittlerweile geh ich 4-5mal die Woche laufen, wobei jetzt bei dem Wetter und den glatten Laufwegen leider nicht mehr so oft

. Meine Sportlichen Ziele sind für dieses Jahr, dass ich immer schön konstant meine 40km in der Woche abspul, zumindest wenn die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen. Das andere was ich unbedingt machen möchte will ist Anfang September bei dem Halbmarathon in unserer Stadt mitzulaufen.
Für mich muss ich sagen dass ich mein Leben jetzt mehr genieße, auch wenns mir vorher auch schon gut ging

Ich war eigentlich immer dick auch wenn ich mal vor paar Jahren ne dünnere Phase hatte, aber ich hatte eigentlich nie mit Hänseleien zu kämpfen und war immer recht beliebt. Aber jetzt gehen neue Leute nocheinmal anders mit mir um und vorallem mit Frauen wurde es einfacher

Ah Klamotten einkaufen war auch immer so ein Thema, dass hab ich immer gehasst weil ich schauen musste irgendwas zu finden wo ich überhaupt reinpass und ich bis auf Hemden oder vielleicht Poloheshirts nix „modisches“ tragen konnte. Jetzt bummel ich eignetlich ganz gern um meine Gaderobe zu vervollständigen und fühl mich da teils schlimmer als meine Freundinnen (sollte kein Angriff sein

) ^^
Die 70kg die ich mir als Ziel gesetzt hab waren nur irgend ne Zahl die ich damals als angessen fand. Jetzt wo die Waage zwischen 70kg und 71kg liegt seh ich mich aber eigentlich nicht am Ziel sondern eher erst mitten drin. Bisher wollt ich, dass es auf der Waage nach unten geht aber ich seh mich jetzt an so nem Punkt wo weniger Gewicht nicht mehr gleichbedeutend mit gesünder und besser aussehen ist. Als Spargeltarzan wollte ich net enden aber das ein oder andere Gramm Fett würd ich schon gern gegen Muskelmasse tauschen.
Bin ich mal gespannt wie ich das von statten bringe da mein bisheriger Plan gegen Jojoeffekt eigetnlich nur darin bestand mich täglich zu wiegen. (In so ne Körperfettwaage investieren?)
Zum Schluss kann ich nur sagen dass ich mich kaum zufriedener mit mir fühlen könnte, gutes Gefühl.