Ich könnte ja verstehen, wenn man die Quelle anzweifelt, aber da muss auch was hinter stecken, das sollte man (mit Quellen) belegen können. Nur das kannst du nicht.
weißt du, darauf hab ich dir längst geantwortet.lesen ist manchmal doch von vorteil.
mir geht es außerdem schon ziemlich lange nicht mehr um den süßstoff, sondern um die informationspolitik, die hier betrieben wird, und um die umgangsformen, die hier zu tage treten. aber danke für den link von der DGE, den finde werde ich mir gerne mal anschauen. und mit dem hab ich auch weniger probleme, als mit einem lobbyistenlink, da ich davon ausgehe, dass die DGE unabhängiger ist. das hat dann mit dem inhalt wenig zu tun.
Nur der Link sagt eben nichts anderes aus, sogar mit den selben wissenschaftlichen Quellen.
Wie gesagt, kann ich Zweifel an der Quelle durchaus verstehen. Nur wenn die Zweifel einfach nur in der Eigenschaft des Veröffentlichers begründet sind, reicht das nunmal nicht. Vor allem dann nicht, wenn man inhaltlich nichts gegen die Quelle vorzubringen hat.
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Wie gesagt, kann ich Zweifel an der Quelle durchaus verstehen. Nur wenn die Zweifel einfach nur in der Eigenschaft des Veröffentlichers begründet sind, reicht das nunmal nicht.
doch, meiner meinung nach reicht das leider sehr wohl aus. ich habe nämlich an der uni gelernt - und auch so von forschern bestätigt bekommen - das eine studie oftmals das ergebnis erbringt, das man bekommen wollte. und was will jemand rauskriegen, der von einer lobby bezahlt wird und gern weiter von ihnen bezahlt werden würde? genau.
außerdem, ja ich wiederhole mich, werden halt wirklich unliebsame studien einfach nicht veröffentlicht, ich glaube kaum, dass das bei diesem thema anders ist. und selbst wenn es gegenstudien gibt, was ich in der tat nicht weiß, werden die bestimmt nicht auf der seite des süßstoffverbands stehen, ist doch logisch.
mir geht es nun darum, dass durchaus auch forumsuser und -mitleser diesen link lesen, die das thema vielleicht zum ersten mal angehen und den verfasser der seite nicht reflektieren und dann denken "ist ja toll!" ohne auch nur auf den gedanken zu kommen, dass es eine gegenseite geben könnte. und das stört mich. ich glaube nämlich leider nicht, dass alle menschen immer und überall super reflektiert sind und deswegen denke ich, man sollte ihnen da ein bisschen auf die sprünge helfen und darauf hinweisen, dass sie kritisch bleiben müssen. das müssten sie auch bei einer inhaltlich komplett konträren seite des zuckerverbands, das ist inhaltlich unabhängig.
und wie gesagt, ich persönlich brauche keine gegenstudien, ich habe meinen körper. ich weiß, das ist empirisch irrelevant. aber, und auch das habe ich an der uni gelernt, eine einzelerfahrung kann der grundstein für eine empirische relevante tatsachenfindung sein. leider hab ich nur nicht die mittel, jetzt eine süßstoffstudie durchzuführen. also muss ich wohl bei der einzelerfahrung bleiben. die muss ja niemanden tangieren. äußern darf ich sie aber trotzdem.
und wenn du Deine Einzelerfahrung hier von Dir gibst, dann ist das für neue und unerfahrene User natürlich viel informativer, oder wie?
und es rechtfertigt noch lange nicht Deinen Ton.
Vielleicht könnte man Dich ernster nehmen und tatsächlich diskutieren, wenn Du mal sachlich bleiben würdest, statt rumzupöbeln.
__________________ Wenn wir an unsere Kraft glauben, werden wir jeden Tag stärker.
Ein Mensch erlebt den krassen Fall -es menschelt deutlich überall - und trotzdem merkt man weit und breit oft nicht die Spur von Menschlichkeit (Eugen Roth)
und wenn du Deine Einzelerfahrung hier von Dir gibst, dann ist das für neue und unerfahrene User natürlich viel informativer, oder wie?
und es rechtfertigt noch lange nicht Deinen Ton.
Vielleicht könnte man Dich ernster nehmen und tatsächlich diskutieren, wenn Du mal sachlich bleiben würdest, statt rumzupöbeln.
nun, es ist informativ insofern dass eine gegenmeinung dargestellt wird, das ist immer informativ. außerdem sag ich doch gar nicht, das meine einzelerfahrung empirisch relevant ist, hast du meinen beitrag nicht gelesen?
außerdem pöbele ich nicht, falls doch, könnte ich ähnliches auch von dir behaupten. und wie soll ich sachlich bleiben, wenn ich angegriffen und ausgelacht werde? mit meinem ton habe ich mich nur meiner umgebung angepasst, nichts weiter. mir sind höfliche umgangsformen durchaus auch lieber. aber die beinhalten halt auch, dass man nicht dauernd erstmal aus prinzip runtergebuttert wird. und wie gesagt, dieses lustigmachen passt leider auch nicht.
und ich denke durchaus, dass "man" mich ernstnehmen kann. wenn du das nicht kannst, ist das eine andere sache und ehrlich gesagt nur in maßen mein problem, auch wenn ich es natürlich dennoch schade finde.
Miss bitte deinen Blutzuckerspiegel nach dem Konsum einer Wasser-Süßstoff-Lösung, wenn der Blutzuckerspiegel danach fällt, wäre deine persönliche Erfahrung wahrscheinlich auch auf den Süßstoff zurückzuführen (wobei das Problem des Placebos dennoch bleibt). Unter diesen Umständen würde ich deine Einzelerfahrung durchaus als relevant ansehen. Allerdings kann man auch dann wieder keinen Rückschluss auf alle anderen Menschen ziehen.
Und dein Finanzierungsargument könnte ich ja durchaus noch verstehen, wenn wir hier nur von einer Studie reden würden. Aber es sind deutlich mehr Studien. Und allen zu unterstellen, sie wären gefälscht, weil sie angeblich durch Interessensgruppen finanziert sind? Und die Studien müssten gefälscht sein, denn auf (bewusste) Messfehler oder ähnlich kann man sich da nicht berufen, was für die entsprechenden Autoren der Studien doch eine erhebliche Rufschädigung zur Folge hätte. Das halte ich für sehr sehr weit hergeholt, im Prinzip sogar für Unsinn.
Und dass anderslautende Studien nicht veröffentlicht werden, mag in bestimmten Bereichen durchaus vorkommen, vor allem da wo es keine gegenseitigen Interessensgruppen gibt. Aber in diesem Fall steht auf der anderen Seite die Zuckerindustrie, welche ja nicht gerade klein ist und auch ein ziemlich großes Interesse an negativen Wirkungen von Süßstoff hat. Die Auswirkungen der Lobbyarbeit durch die Zuckerindustrie sieht man m.E. auch bei der Blockierung von Stevia. Und da willst du nun unterstellen, dass selbige nicht fähig wäre anderslautende Studien zu finanzieren bzw. deren Veröffentlich zu ermöglichen? Das Argument zieht also kein bisschen.
Die DGE empfinde ich immer als wenig stichhaltige Quelle, aber das muss jeder für sich entscheiden. Sie wehren sich für meinen Geschmack in so manchen Bereichen zu sehr gegen wissenschaftliche Erkenntnisse und sind sehr unaufgeschlossen, wenn es darum geht, ihre Empfehlungen zu überdenken. Ich bin allerdings nicht in Ernährungsmedizin ausgebildet oder so, d.h. bei mir handelt es sich auf weiten Strecken um ein Bauchgefühl der DGE gegenüber, ich will das nicht als belegte Wahrheit darstellen.
Ich halte nicht viel von Süßstoffen wie Aspartam z.B., weil sie dem Körper etwas vorgaukeln, was nicht da ist, und ich kann mich erinnern, dass ich bei meinen Abnehmversuchen in der Pubertät viel Flüssigsüßstoff verwendet hab und mich das nie zufrieden gestellt hat, ich hab immer mehr gegessen hinterher. Damals wusste ich noch nix von irgendwelchen Süßstoffnebenwirkungen. Das muss ja nicht am Blutzuckerspiegel liegen, kann auch eine psychologische Komponente sein. Und der Geschmackssinn bleibt mit Süßstoffen auf süß programmiert, sodass nach einer entsprechenden Diät mit Substitution von Zucker durch Süßstoff wieder genauso viel oder gar mehr Zucker gegessen wird. Besser ist es glaub ich, Süßes generell runterzufahren oder in natürlicher Form als Obst zu genießen, anstatt Zucker durch Süßstoff zu ersetzen.
Dann schreckt mich die chemische Herstellung ab, ich mag gern relativ natürliche Lebensmittel. Ich denke, das Thema ist noch nicht genügend erforscht. Ich frage mich nur, wieso in Japan so viele Süßstoffe verboten sind, Stevia aber in sehr vielen Lebensmitteln verwendet wird. Da muss ich mal etwas nachforschen. Ich finde es auf jeden Fall komisch, dass die - heißt sie Novel Food-Verordnung? - so extrem erfolgreich Stevia als Lebensmittel verhindert. Und die Praktiken von Monsanto sowie ihr großer Einfluss auf politische Entscheidungen machen mir ihre Süßstoffe nicht sympathischer.
Was meine kritische Haltung zu Süßstoffen etwas relativiert: Zucker ist nunmal auch sehr schädlich. Wer also mit Hilfe von Süßstoffen den Zuckerkonsum runterfährt muss nicht zwangsläufig ungesünder leben als vorher, denk ich. Es kommt bestimmt bei allem aufs Maß an. Und ich esse manchmal auch gern einen Linessa- oder Optiwellpudding, davon werd ich nicht tot umfallen, klar.
Ich finde aber auch immer wichtig, die gesamten Inhaltsstoffe eines Produktes zu betrachten. Cola light find ich zum Beispiel nicht besser als Cola, weil sie auch viel Phosphorsäure enthält.
Deine Links betreffen ja nicht das Heißhungerthema, sondern beschäftigen sich mit dem Krebsverdacht. Selbiger ist auch schon ganz anders zu diskutieren wie das Heißhungerthema.
Nur muss man bei der Krebsdiskussion zwei Dinge berücksichtigen:
- Die Studien beziehen sich größtenteils auf den Süßstoff "Aspartam", es gibt aber deutlich mehr Süßstoffe, die mit Aspartam nicht identisch sind und somit keinen Bezug zu den Studien haben. Allerdings ist auch zu sagen, dass z.B. in Cola Light Aspartam enthalten ist.
- Ein eventueller Krebsverdacht konnte in einigen Studien zum einen nur an Ratten bestätigt werden und zum anderen erst ab einer sehr hohen Menge.
Aber dennoch ist diesbzgl. durchaus Vorsicht geboten, weshalb man Süßstoff nicht unbedingt in Unmengen konsumieren sollte. Die Menge macht eben das Gift, was aber auch für viele andere eigtl. gesunde Stoffe genauso gilt.
Nicht alle Links beschäftigen sich mit dem Thema karzinogen oder nicht und der größte Teil ist durchaus positiv für die Süßstofflobby. Ich dachte einfach, ein paar Infolinks können nicht schaden, ich find das Thema Süßstoff im Ganzen spannend und denke auch, man sollte es ganzheitlich betrachten.
Bei wikipedia hab ich auch zuerst geschaut, natürlich ist wikipedia nicht unbedingt zitierfähig, deshalb hab ich mich (zumindest zum großen Teil) um mehr Wissenschaftlichkeit bemüht.
Ich denke schon, wir verstehen uns, Apus. Die Menge macht das Gift, das sehe ich auch so. Trotzdem stimme ich partiell schlecki zu, wenn auch ihr Umgangston mir nicht gefällt: den Süßstoffverband als Quelle find ich etwas problematisch, und das Thema bleibt heiß diskutiert. Einseitige Betrachtung ist meist nicht angebracht, ob von der Pro- oder Kontraseite her.