habe heute in der aktuellen MAXI (Frauenzeitschrift) in einem Ernährungsspecial, das über meherere Seiten ging, gelesen, dass Kaffee nicht wie bisher angenommen ungesund ist, sondern 4-6 Tassen am Tag sind durchaus normal und gesund (irgendwelche Wirkstoffe drin). Auch das Märchen mit dem Entwässern wurde entkräftent.
So weit so gut.
Was mich jetzt richtig stutzig gemacht hat - einen Satz später steht drin, dass dafür Tee nur in Maßen genossen werden sollte. Zitat: "Maximal 1 Liter pro Tag"
Ich trinke zur Zeit 3-4 Liter am Tag, 3/4 davon Tee!!
Ansonsten noch Wasser und etwas Saft.
Hat schon jemand was davon gehört, wie wird das begründet und was sagen die Ernährungsexperten unter euch dazu?
Ich könnte mir vorstellen, dass damit schwarzer/grüner Tee gemeint ist... wenn man sich so die Tasse nach dem Trinken anguckt sind da schon ekelige Rückstände drin, die man auch beim spülen nur schwer raus bekommt... und sowas im Magen und an den Zähnen ist sicher auch nicht so toll Woraus die Rückstände jetzt genau bestehen weiß ich auch nicht.
Aber Kräuter- und Früchtetee ist soweit ich weiß unbedenklich
Ich glaube auch, dass Schwarz- und Grüntee gemeint sein könnte, da da ja auch Teein (ähnlich Koffein) drin ist. Ich hab aber zum Thema Tee (mit Teein, bin selbst auch erklärter Grünteejunkie) und Kaffee auch schon höchst wiedersprüchliches gelesen, mal heisst es das entwässert, mal wird Entwarnung gegeben etc. Ich mach mich da nicht mehr verrückt drum, ich drinke beides gerne aber natürlich in Maßen, allein schon, weil mich sowohl Kaffee und Grüntee schon sogut aufputschen, dass ich garnicht so viel davon trinken kann.
Das mit dem Kaffee habe ich auch schon an anderer Stelle gelesen - leider weiß ich nicht mehr, wo. Alles was unter einem Liter ist, kann man durchaus zur getrunkenen Menge Wasser rechnen, was heißt, das Entwässern ist im normalen Rahmen - aber das hängt wohl auch vom individuellen Empfinden ab.
Was mal interessant wäre, ist ein Vergleich zwischen der Koffeeindosis im Kaffee, schwarztee und grünem Tee.
Man hat nur das Gefühl zu entwässern, da man durch das enthaltene Koffein öfter auf Klo muss. D.h., dass das in der Blase vorhandene Wasser öfter und schneller ausgeschieden wird, es wird aber nicht mehr Wasser ausgeschieden wie sonst auch.
Stimmt so nicht, es gibt belegte Entwässerungswirkungen von Koffein, siehe dazu:
Ist Kaffee ein „Flüssigkeitsräuber“? DGE-aktuell 1/2005 vom 12. Januar 2005
Grandjean et al.: The Effect of Caffeinated, Non-Caffeinated, Caloric and Non-Caloric Beverages on Hydration Journal of the American College of Nutrition, Volume 19, No. 5, S. 591-600, 2000
Dort wird eine Entwässerungswirkung eben gerade verneint und stattdessen auf die von mir erwähnte harntreibende Wirkung hingewiesen. Die andere englischsprachige Studie sagt übrigens das selbe aus ( http://www.jacn.org/cgi/content/full/19/5/591 ).
Zwar wird teilweise auch von einer einmalig erhöhten Wasserausscheidung gesprochen, allerdings ist der Effekt aufgrund der Einmaligkeit zu vernachlässigen.
Dass Kaffee gesund ist, habe ich auch schon gehört. Allerdings sollte man nicht mehr als zwei Tassen pro Tag trinken. Das würde dann das Gedächtnis anregen....
Aber dass Tee schädlich ist? Solange es kein schwarzer Tee ist oder du Unmengen von Zucker reinkippst, sollte Tee nicht schädlich sein.
Was mich jetzt richtig stutzig gemacht hat - einen Satz später steht drin, dass dafür Tee nur in Maßen genossen werden sollte. Zitat: "Maximal 1 Liter pro Tag"
Das ist ja ne tolle journalistische Leistung. Erst "Kaffeemärchen" aus der Welt räumen und dann neue Behauptungen bezüglich Tee aufstellen, ohne einen Beleg oder eine Begründung zu nennen. Vielleicht ist das auch nur die Vorbereitung der nächsten Folge des Ernährungsratgebers mit dem Titel "Wir entkräften die Teemärchen"
Mir fallen jedenfalls keine logischen Argumente ein, weswegen man allerhöchstens einen Liter Tee pro Tag trinken sollte. Aber meiner Erfahrung nach stehen in diesen Frauenzeitschriften sowieso nicht immer die besten Ernährungstipps drin....