die menge macht das gift. wenn ich in einer stunde 10 liter wasser trinke, sterbe ich halt an ner wasservergiftung.
aber wiki sagt :
Zitat:
Lakritz kann den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen und zu Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Ödemen führen. Diese Wirkung beruht darauf, dass einer der Hauptinhaltsstoffe der Lakritze (Glycyrrhizin) den Mineralocorticoidstoffwechsel beeinflusst. Derselbe Mechanismus hemmt auch den Abbau von NNK. NNK ist das primäre Karzinogen der Zigarette bei Lungenkrebs.[9] In vielen Zigarettenmarken ist Lakritz als Aromastoff enthalten.[10]
Es gibt noch keine gesetzlichen Höchstgrenzen für Glycyrrhizin, das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt dennoch vor übermäßigem Lakritzgenuss. Lakritzprodukte, die mehr als 200 Milligramm Glycyrrhizin pro 100 Gramm Lakritze enthalten, müssen in Deutschland als Starklakritz gekennzeichnet sein.
Dass es bei anderen medizinischen Fragen Studien gibt, die jeweils das gegensätzliche aussagen, interessiert hierbei nicht wirklich. Bei diesem Thema gibt es eben das gerade nicht. Es gibt keine einzige Studie, die eine Insulinausschüttung aufzeigt. Gegenteilige Studien gibt es einige.
Und die Interessen seitens der Zuckerindustrie an einer Studie, die den Zusammenhang Süßstoff <> Heißhunger aufzeigt, wären ziemlich groß. Nur man kann halt nicht herbeizaubern was biologisch unmöglich ist.
@Grinsekatz
Der Stoffwechselweg würde mich interessieren, was das vorzeitige Insulin-
ausschütten angeht und wieso sich das von Mensch zu Mensch unterscheiden
soll.
Soweit ich informiert bin, "misst" die Bauchspeicheldrüse lokal den Blutzuckergehalt
und schüttet die dazu passende Insulinmenge aus. Ich sehe da keine Möglichkeiten
für Eingriffe über das Gehirn ("Ahh da kommt süß, produzieren wir mal präventiv
ein wenig Insulin").
Ist das so? Warum ist es "gefährlich"? Ich esse SEHR viel Lakritz in jeglicher Form und seit sehr vielen Jahren, ich meine diese Frage also wirklich ernst!
Weil das Zeug unglaublich viel Salz enthält und der Körper dieses Salz unter Umständen nicht loswerden kann, da er für das Ausschwemmen von Salz über die Wasser braucht. Das kann einen Bluthochdruck erzeugen (hüngt von vielen Faktoren ab). Ich wählte das Beispiel, weil es mal eine Amerikanerin gab, die nach 30 Jahren täglich mehreren hundert Gramm Lakritze (! das muss man erstmal schaffen... uff) die Firma verklagt hat, weil sie nen Bluthochdruck hatte. Auf den Tüten steht hierzulande auch immer drauf, dass man nur soundsoviel täglich essen soll.
(Ich weiß das Ergebnis nicht, es spricht für sich, dass es diesen Fall in Amerika und nicht in Europa gab - und letztlich bleibt natürlich auch völlig unklar, ob sie den Hochdruck nun letztlich ursächlich oder nur begleitend davon hatte... es gibt übrigens auch Studien darüber, dass unterschiedliche Völkergruppen aus genetischen Gründen besser oder schlechter mit Salz klarkommen und somit mit der westlichen Lebensweise und ihren Folgeerkrankungen, es spielt also schon eine Rolle.)
Ich wollte damit sagen: Die Menge macht das Gift. Die Relation.
Und wenn z.B. faserreiche traditionelle Ernährung oder z.B. scharfes Würzen statistisch gesehen durchaus einen nicht unerheblichen Unterschied in der weltweiten Statistik für Krankheitsverteilungen ausmachen, wieso sollte das ausgerechnet für solche Süßstoffe nicht so sein? Wenn es eine generelle Lebensweise ist, widerspräche das meiner Logik, denn es hinerlässt ja alles andere auch Spuren. Ob die nun gravierend sind oder nur Einzelfälle betreffen oder ob das vielleicht im Nachhinein wirklich sogar positiv ist, weil man ja annehmen könnte, dass ernährungsbewusste Leute weniger wiegen und demnach gesünder sind... - wer weiß?
Es ist ja auch nicht gesagt, dass man unbedingt dünn sein muss, um gesund zu sein. Ich hege ja den Verdacht, dass die fitten etwas Übergewichtigeren letztlich besser wegkommen als die nichtfitten Dünnen... Es sind Spekulationen.
@Grinsekatz
Der Stoffwechselweg würde mich interessieren, was das vorzeitige Insulin-
ausschütten angeht und wieso sich das von Mensch zu Mensch unterscheiden
soll.
Soweit ich informiert bin, "misst" die Bauchspeicheldrüse lokal den Blutzuckergehalt
und schüttet die dazu passende Insulinmenge aus. Ich sehe da keine Möglichkeiten
für Eingriffe über das Gehirn ("Ahh da kommt süß, produzieren wir mal präventiv
ein wenig Insulin").
Hast Du da Daten?
Wird ne Weile dauern, aber ja, da find ich was, ich schicks dir dann mal, ok? Generell sind das aber sicher noch weitgehend unerkannte Gebiete. Es spielen auch andere Dinge, wie z.B. die magendehnung eine Rolle, die mechanismen sind Komplex. Der Speichelfluss setzt ja auch "vorher" ein (denkt man an die Zitrone...)
Ich vertrete die Pro-Süßstoffseite (solange keine irren Mengen im Spiel sind)
eigentlich nur aus drei Gründen:
- weil mir "Argumente" wie der Schweinemast-Mist auf den Zeiger gehen
- weil ich es nicht lesen kann, wenn den Leuten "gesunder" Zucker empfohlen
wird und dieser viel diätgeeigneter als Süßstoff wäre
- weil mir noch kein einziges (!) Gegenargument mit Substanz untergekommen ist
Was den Gastrointestinaltrakt angeht, wirklich seeeeehr komplex. Da wird aber
auch viel hormonell geregelt, auch die Magendehnung sorgt für hormonelle
Kaskaden.
Speziell die Bauchspeicheldrüse hatte ich aber als sehr eigenständig in Erinnerung,
was die Insulinsekretion betrifft. Wird ein erhöhter Blutzuckerspiegel (durch
Eindringen von Glukosemolekülen in die ß-Zellen der Langhanserschen Inseln)
festgestellt, erfolgt durch die Verstoffwechselung der Glukose eine
Verschiebung des Membranpotentials und dadurch die erste Insulinfreisetzung.
Ich meine, dass auch Hormone zur Insulinsekretion beitragen aber keine so
bedeutende Rolle spielen, als dass sie für Heißhunger verantwortlich gemacht
werden könnten.
Sonst müsste ich mir bei jeder Kochsendung Dextrose bereitstellen um nicht
in den Unterzucker abzurutschen
Ich hatte vor einiger Zeit mal mit meinen Doc ein Gespräch über das Thema. Ich war immer der Ansicht Light Getränke seien nicht gut! Er sagte aber, dass Light Getränke durchaus Wasser als Hauptgetränk ersetzen können. Natürlich machte er die Einschränkung, Wasser sei natürlich am Besten.
Weiterhin sagte er, dass dies aber eine eine kleine Grundsatzfrage sei - einiger seiner Kollegen würden z.B. keine Light Getränke empfehlen, wegen den künstlichen Zusatzstoffen.
Ergo: Kalorienmäßig kann man sich durchaus von Light Getränken "ernähren" - wer aber auf gesunde "Kost" steht, sollte Wasser nehmen.
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