|
Für den Muskelaufbau benötigt man keine Positive Energiebilanz. Warum auch? Positive Energiebilanz bedeutet nichts weiter als das Vorhandensein eines Energieüberschusses, welcher immer als Fett eingelagert wird. Das ist ein weiterer Mythos, weil nicht erkannt wird, dass sämtliche muskelaufbauenden Prozesse schon im Gesamtumsatz enthalten sind. Ein Bodybuilder, der genau seinen Gesamtumsatz futtert, baut genauso Muskeln auf. Dass trotzdem mehr gefuttert wird, liegt sicher an einer übersteigerten Bedeutungszuweisung (immerhin übertreiben es Bodybuilder auch gerne mit der Mindestproteinzufuhr, sodass du in BB-Foren teilweise unsinnige Empfehlungen von weit über 2g/kg oder Empfehlungen zu allen möglichen Supplements ließt) oder an der Sorge, zuwenig zu essen und deswegen zur Sicherheit lieber eine Schippe drauf zu legen.
Für den Muskelaufbau braucht es aber keinen Energieüberschuss. Das man das aber glaubt führt dann auch zwangsweise dazu, dass Bodybuilder ihr angefressenes Fett möglichst extrem schnell und kurz vor dem Wettkampf runterhaben wollen. Da dies mit der Gefahr eines Muskelverlustes einhergeht, machen sie es halt möglichst schnell und mit Unterstüztung von Steroiden, die im Wettkampfbodybuilding eh jeder nimmt. Allein deswegen ist das kein guter Vergleich zu Leuten, die einfach nur gesund abnehmen wollen. Ihren KFA könnten sie auch durch normales Training mit gemäßigter Negativbilanz erreichen, ja. Aber das würde halt zu lange dauern. Ein Blick in Bodybuildingforen zeigt, dass da viele genau wie beim Abnehmen zu Extrem- und Wundermethoden neigen.
Selbst die Weltspitze der Bodybuilder kann man kaum als Kompetenz für gesunde Ernährung oder die Bedeutung gesunder Muskelmasse heranziehen. Solche Leute wie Coleman und Cutler, die sich mit Steroiden vollhauen, egal ob sie es leugnen oder nicht, dürften sich recht wenig für gesunde Vorgehensweisen interessieren.
Der KFA eines Extremausdauersportlers dürfte auch nur während der Belastungsphase so extrem gering sein. 3% erscheinen mir wenig, hast du eine Quelle? Erinnere mich gelesen zu haben, dass ein KFA unter 5% schon lebensgefährlich sein kann.
Außerdem reden wir hier ja nicht über Extrembodybuilding mit der chemischen Keule, sondern nur über Krafttraining, um die natürliche, durch Diäten verlorene Muskulatur zurückzugewinnen bzw. zu während der Diät zu erhalten. Dabei hilft ein durch eine gesunde Muskelmasse ständig erhöhter bzw. normalisierter Grundumsatz mehr, als eine radikale Fettvernichtung durch mehrtägigen Extremausdauersport, die du als Vergleich heranziehst.
Geändert von Vercil (15.05.2008 um 12:10 Uhr).
|