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Alt 19.01.2008, 21:16
Benutzerbild von bluecat
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Stoffwechsel senken durch Kalorienmangel verlangsamt Altern

Ist schon seit einigen Jahren bekannt und wer sich für Forschung ein wenig interessiert, hat sicher schon darüber gelesen: Kalorienrestriktion verlängert das Leben von Versuchstieren.
Interesannte Seite hier:

Längeres Leben durch moderates Hungern - bei Mäusen funktioniert das, bei Menschen bleibt dies unklar

oder auch hier:

Patient | Kalorienbeschränkung | www.deutscheklinik.de | Deutsche Klinik für Anti-Ageing

Fazit: Mäuse leben 30-50% länger, wenn sie nur ein Drittel ihrer normalen Kalorienmenge bekommen. 40cal pro Woche statt 120cal, was sie normal essen würden!! Die armen Tierchen...
Auch bei Affen scheint es zu funktionieren und beim zweiten Link ist auch ein wenig über Sechs-Monats-Versuche an Menschen mit Kalorienrestriktion zu lesen. Offenbar hat denen das auch ganz gut getan. Aber die eine Gruppe, die anfangs nur 890cal bekam, hat mir schon ganz schön leid getan... obwohl es natürlich freiwillige waren und sich bei denen am Ende auch so einige Gesundheitsparameter verbessert hatten.

Entscheidend an der ganzen Sache ist aber wohl, dass nicht die Nahrung insgesamt reduziert wird, sondern die Kalorienmenge, die Nährstoffmenge (Vitamine u.a.) jedoch erhalten bleibt. Außerdem ganz entscheidend für das verlangsamte Altern scheint die Stoffwechselsenkung zu sein, die hier im Forum ja gern als das große Übel bei zu kalorienarmen Diäten angeprangert wird. Gerade das bewirkt aber offenbar weniger oxidative Zellschäden, Krebs und Herz-Kreislaufkrankheiten!

Für mich ist eigentlich klar, dass das nicht nur bei Mäusen, sondern auch bei Menschen so wirkt. Die Frage ist nur: Wieviel weniger muss man essen und mit wie wenig lässt sich ein (stressiges) Leben noch vereinbaren? Ich meine, es hat schon einen Grund, warum hier im Forum so oft davor gewarnt, wird, sich den "Stoffwechsel zu ruinieren": Man wird weniger leistungsfähig, schlapp, kann sich schlechter konzentrieren... Anscheinend verlängert man so aber auch seine Lebensspanne!

Was aber auch unklar ist (in den Artikeln wusste man dazu ja auch nicht sonderlich viel als die begründunslose Empfehlung, 10% weniger könnten nicht schlecht sein...) ist, wie ich nun ausrechnen soll, wieviel ich noch essen dürfte. Nehmen wir an, ich mache es so wie bei den Mäusen. Wenn ich essen dürfte, was ich wollte, würde ich vielleicht im Durchschnitt 2000cal/Tag essen. Oder sagen wir, bei einem Normalgewicht einer Frau meiner Größe hätte ich einen Bedarf von ca. 2000cal (hab das mal eben ausgerechnet). Nur ein Drittel davon zu essen ist unrealistisch, aber sagen wir mal ein Drittel weniger wären dann 1333 cal. Überrascht stelle ich fest, dass das fast genau das Kalorienlimit ist, das ich mir gerade bei meiner Diät gesetzt habe. Aber ein Leben lang...
Oder wie würdet ihr das ausrechnen?
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Alt 19.01.2008, 21:41
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jetzt wo ich weiß wie man mit einem "einigermaßen guten stoffwechsel" lebt will ich mit einem kaputten stoffwechsel garnicht länger leben
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Alt 19.01.2008, 22:01
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Hmm... irgendwie würde ich schon gern mit 100 noch mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren...
Aber ehrlich gesagt fühle ich mich ja schon mit normalem Stoffwechsel den Anforderungen im Studium oft nicht ganz gewachsen. Wenn ich dann sehe, was andere nebenbei noch alles machen und mir denke "Wie schaffen die das?"... Wie wäre das erst, wenn ich nur noch "die Hälfte Energie" hätte, sozusagen?
Das wirft fast schon philosophische Fragen auf: Karriere oder Gesundheit? Geld und Kinder oder langes Leben?
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Alt 19.01.2008, 22:09
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wenn du SO alt werden willst wirst du mit 100 kein fahrrad fahren können =P
ich bin der meinung..mit gesundem stoffwechsel einigermaßen alt werden als mit schlechtem stoffwechsel mieser laune und wenig kraft noch älter zu werden
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Alt 20.01.2008, 00:08
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Das mit dem Fahrradfahren stand in dem Bericht. Die 120jährige Französin machte das mit 100 noch... beneidenswert.
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Alt 20.01.2008, 18:35
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Zitat von bluecat Beitrag anzeigen
Ich meine, es hat schon einen Grund, warum hier im Forum so oft davor gewarnt, wird, sich den "Stoffwechsel zu ruinieren": Man wird weniger leistungsfähig, schlapp, kann sich schlechter konzentrieren... Anscheinend verlängert man so aber auch seine Lebensspanne!
Also, bei dieser Aussage rollen sich mir die Fussnägel hoch Das kannst du doch nicht wirklich als erstrebenswertes Ziel erachten...

Diese sogenannte "Forschung" ist meiner Meinung nach sehr gefährlich.
Das fällt *imho* in die gleiche Kategorie wie: "Ich rauche und saufe jeden Tag und bin trotzdem über 100." Es mag vielleicht Leute geben, die mit kaputtem Stoffwechsel super leben können und alt werden, aber das sind Ausnahmen und gesund isses schonmal NULL.

Ich kann mich da Jacy nur anschließen. Lieber mit einem gesunden Stoffwechsel, ausgewogener Ernährung und Lebensfreude 80 Jahre alt werden, als mit einem lebenslangen Diätplan am Kalorienminimum, den Folgeerscheinungen und der Frustration, dass man schon mit 1000 kcal/Tag zunimmt, 100 Jahre alt werden...
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Wiegestopp bis 30. Juli

Geändert von Sailor Lune (20.01.2008 um 18:38 Uhr).
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Alt 21.01.2008, 16:27
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naja..... dann werd ich wohl nicht besnoders alt.... bei meinem Stoffwechsel nehm ich noch bei 2500Kcal ab o.0.....

Naja aber Gene haben auch vie zu sagen und da sind alle über 80-90 ^^ reicht mir auch =p. 100 will ich gar nich werden.
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Alt 21.01.2008, 17:02
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*ironie-Modus* an:

juhuuuuu was ne Motivation Mäuse werden nicht 3 Jahre als sondern 4,5 Jahre alt.... also lasst uns uns gnadenlos runterhungern - Stoffwechsel auf Sparflamme treiben... Pfeiffen wir auf Haarausfall & Glatze wen juckt das schon, genauso wie Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit, Herzrythmusstörungen, Organversagen, Kreislaufkollaps oder Versagen, brüchige, butterweiche Fingernägel, Zahnfleisch was sich bis zu den Wurzelspitzen zurückbildet. Jojo-Effekt who cares ? Problematisches Hautbild - was solls dafür gibts ja Make up, Magen-Darmprobs der besonderen art alles doch kein Problem - weil Mäuse ja dem Metabolismus des Menschen so ähnlich sind - natürlich auch von der Alterserwartung und wir laut solcher ominösen Studien (welche sich WOW auf ganze Irre lange 6 Monate beschränken) älter werden, wenn wir den Stoffwechsel in die Knie zwingen * Ironie-Modus aus......

*sorry* aber wasn Schwachfug... schon alleine daran und die Folgekrankheiten einer ES z.B. gibt es Menschen die ihre Lebenserwartung auf diesem WEG deutlich verkürzen und daran sterben......


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Tue Deinem Körper Gutes, damit Seele und Geist Lust haben darin zu wohnen!
(Sir Winston Churchill)
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Alt 21.01.2008, 20:26
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"Haarausfall & Glatze wen juckt das schon, genauso wie Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit, Herzrythmusstörungen, Organversagen, Kreislaufkollaps oder Versagen, brüchige, butterweiche Fingernägel, Zahnfleisch was sich bis zu den Wurzelspitzen zurückbildet"

Meiner Meinung nach sind diese ganzen Symptome, die da aufgezählt werden und die bei Magersucht ohne Zweifel vorkommen, hauptsächlich durch Mineralstoff/Vitaminmangel bedingt. Das mit dem Zahnfleisch z.B. Vitamin C-Mangel, wie er früher bei Skorbut vorkam. Nicht aber durch den Kalorienmangel an sich. Durch ausgewogene Ernährung ist es auch bei einer geringeren Kalorienaufnahme durchaus möglich, seinen Bedarf an eben diesen Stoffen zu decken. Die Mäuse sind ja wohl im Allgemeinen sogar fitter als ihre Artgenossen, weil ihr Körper ein Selbstschutzprogramm anschaltet.
Für mich stellt sich eher die Frage: Wie wenig ist denn noch gesund und wo beginnt es, dem (sozialen, beruflichen) Leben eher hinderlich zu sein? Und dabei glaube ich allerdings auch, dass man Mäuse nicht so sehr mit Menschen vergleichen kann.
Eine "moderate" Kalorieneinschränkung würde ich aber durchaus für mich selbst befürworten, wenn ich sie denn ein Leben lang durchhalten könnte. Eben so, dass meine Leistungsfähigkeit nicht zu stark eingeschränkt ist, aber ich dennoch nicht ständig vom vielen Essen schwitze. Vielleicht versuche ich irgendwann mal im Selbstversuch herauszufinden, bei wievielen Kalorien diese Grenze liegt - falls die Wissenschaft es nicht so bald schafft, menschliche Daten auszuwerten...
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Alt 21.01.2008, 21:21
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Zitat von bluecat Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach sind diese ganzen Symptome, die da aufgezählt werden und die bei Magersucht ohne Zweifel vorkommen, hauptsächlich durch Mineralstoff/Vitaminmangel bedingt. Das mit dem Zahnfleisch z.B. Vitamin C-Mangel, wie er früher bei Skorbut vorkam. Nicht aber durch den Kalorienmangel an sich. Durch ausgewogene Ernährung ist es auch bei einer geringeren Kalorienaufnahme durchaus möglich, seinen Bedarf an eben diesen Stoffen zu decken.

NEIN, eben gerade NICHT. Der Körper braucht eine bestimmte Menge an Kalorien um daraus die für ihn ausreichende Nährstoffdosis zu gewinnen. Es ist, z.B., nicht möglich, dass ein 1,80m Mann, der 90 kg wiegt aus 1500 kcal täglich alle Nährstoffe (und das sind nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Fette, Kohlenhydrate und Proteine) gewinnt. Wenn er sich länger so ernährt kriegt er irgendwann DEFINITIV eben die Mangelerscheinungen die sun beschrieben hat

Bitte hör auf hier so pseudo-wissenschaftliche Aussagen zu verbreiten

Mäuse sind nämlich auf jeden Fall NICHT mit Menschen zu vergleichen
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