Bad Nauheim (ddp).
Wenig Fett, viele Kohlenhydrate - so sieht der ideale Snack für die Bergtour oder den Mountainbike-Ausflug aus. «Ein Brot mit Kochschinken zum Beispiel ist ideal. Oder ein Käsebrötchen», sagt Ernährungswissenschaftler Uwe Schröder vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim. Alles Fette ist ungeeignet: Es bereitet dem Magen zu viel Arbeit und zieht das Blut aus den Muskeln ab. Gegen einen süßen Riegel oder ein Stück Schokolade als Stärkung für die letzten Meter bis zum Gipfel hat der Experte hingegen nichts einzuwenden - im Gegenteil: Der Zucker liefere wichtige Kohlenhydrate. Auch ein Brötchen mit Quark und Marmelade ist laut Schröder echte Sportlernahrung. Sinnvoll zusammengesetzt sind nach Angaben des Ernährungsexperten die Energieriegel namhafter Hersteller. Ihr Vorteil ist ihre praktische Form: Sie überstehen auch mehrere Stunden im Rucksack oder lassen sich auf der Bike-Tour problemlos während der Fahrt essen. Nur bedingt für den Rucksack tauglich ist die Banane. «Ansonsten ist eine reife Banane von den Inhaltsstoffen her ideal», sagt Schröder. Auch Erdbeeren liefern Kohlenhydrate. Äpfel und Birnen dagegen erfrischen zwar, bringen aber kaum neue Energie. Vorsichtig sollte man mit Trockenobst sein. «Damit die darin enthaltenen Ballaststoffe aufquellen können, ziehen sie viel Wasser in den Darm», erläutert der Ernährungswissenschaftler. Und das verträgt nicht jeder. Auch Nüsse sollte man nur in kleinen Mengen knabbern: «Sie sind ein tolles Nahrungsmittel, enthalten aber sehr viel Fett», sagt Schröder. Damit der Körper unterwegs den ganzen Tag leistungsfähig bleibt, gehört außerdem reichlich zu trinken ins Gepäck. «80 Prozent dessen, was man ausschwitzt, sollte man schon während der Tour wieder aufnehmen», betont der Ernährungswissenschaftler. Je nach Intensität sind das 0,3 bis 0,5 Liter Flüssigkeit in der Stunde. Optimales Getränk ist für Schröder die Saftschorle, gemischt aus zwei Teilen Mineralwasser und einem Teil Apfelsaft oder einer Mischung aus Apfel- und Traubensaft. Das Wasser sollte möglichst viele Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium enthalten. Mangelt es ihm an Natrium, kann man mit einer Prise Salz «nachwürzen». Etwas Kohlensäure lässt den Sportdrink frischer schmecken. Tee lässt man ungesüßt, wenn der Proviant schon Zucker enthält, ansonsten verträgt er etwas Zucker. Nichts falsch machen könne man auch mit speziellen Sportlergetränken, «aber sie sind natürlich die teurere Variante», sagt der Ernährungswissenschaftler.
quelle: netdoktor.de