Hallo! Ich bin neu hier, habt bitte Nachsicht mit mir.
Nach einem Schlüsselbeinbruch konnte ich praktisch den ganzen Winter kein Sport mehr treiben. Vor dem Unfall habe ich 6 Jahre (davor kein Sport) auf eigene Faust regelmäßig MTB gefahren und 2-4 mal die Woche ca. 2 Stunden auf gleichbleibenden Strecken trainiert. Da ich mein Rad aufgrund eine länger dauernden Reparatur sobald nicht wiedersehen werde, habe ich mir am 30.3.2009 Laufschuhe (Neutralschuhe) und passende Funktionskleidung gekauft (bei Runners Point, incl. Laufbandanalyse, ) und bin gleich losgelaufen.
Am 1 Tag hatte ich mit sehr viel Mühe 4 km in einer 3/4h geschafft, danach brauchte ich aufgrund der starken Schmerzen in den Knien und dem Muskelkater in den Oberschenkeln 2 Tage Pause. Anschließend habe ich mich langsam aber kontinuierlich hochgearbeitet und hatte praktisch auch sofort nach dem Anfang keine Schmerzen mehr und vor allem sichtbare Erfolge bzgl. der Laufstrecke. Nach 4 Wochen habe ich ca. 16 km in 2h geschafft, das ist auch bis heute mein "Rekord". Seit 2 Wochen laufe ich nun immer die gleiche ca. 13,5 km lange Strecke (mit 2 mittleren Anstiegen) und bin damit recht glücklich. Normalerweise brauche ich dafür 90 Min., auf "Zeit" gelaufen 78 Min.
In den letzten 4 Tagen bin ich diese Strecke jeden Tag gelaufen und damit auch glücklich. Ich habe aber das Gefühl das ich ähnlich als beim Radfahren recht schnell an eine mir unüberwindbare Grenze gestoßen bin. Beim Radfahren war es so das ich mehr als 3h einfach nicht geschafft habe, danach bin ich "tot" vom Rad gefallen. Jetzt beim Laufen sind die 13,5 km in 78 Min meine Leistungsgrenze und ich habe das Gefühl das das auch recht lange so bleiben wird. Ob das nach der Trainingszeit schon eine annehmbare Leistung ist, mag ich kaum zu beurteilen. Ein Problem ist für mich auch das ich nichts zu trinken mitführen kann. Gibt es für Läufer Speziallösungen? Mit Getränkeversorgung, denke ich, könnte ich wohl länger laufen.
Mein Gewicht hat sich nach dem Unfall von ca. 76 kg recht schnell auf 82,7 kg (30.03.2009) gesteigert. Heute habe ich ein Gewicht von 77,6 kg, bei 187 cm Körpergröße. Ich bin jetzt 36 und Männlich.
Gehe ich die Sache zu schnell an, bzw. mache ich grundsätzlich etwas falsch? Ich fühle mich eigentlich recht gut dabei, habe aber jetzt das Gefühl das ich leistungsmäßig stagniere und nicht weiter komme. Kann es sein das ich meinen Körper durch das recht rasche vorgehen überfordere, bzw. nehme ich zu schnell ab? Einen wirklichen Trainingsplan habe ich nicht, hatte ich auch beim MTB nicht. Ich fahre/laufe am liebsten die gleichen bekannten Strecken, probiere selten was neues aus. Trainiert habe ich bisher immer so viel wie es mir "komfortabel" erschien. In letzter Zeit habe ich bewusst darauf geachtet weniger als in der Krankheitsphase zu essen, mir ging es vor allem um den Gewichtsverlust.