Hallo, Ihr Lieben!
Ich bin schon eine ganze Weile stille Mitleserin und hab mir hier so manchen Tip geholt. Nun würde ich mich gern ausführlich vorstellen.
Ich habe eine sehr lange Diät-Historie hinter mir.
Eigentlich bin ich seit meinem dritten Lebenstag auf Diät. Das war noch im Krankenhaus, wo ich nachts keine Flasche mehr bekommen habe, weil ich rasant zugenommen hab.
Meine Mutter hat es dann gut gemeint und mit mir immer wieder Diäten ausprobiert und auch so auf meine Ernährung geachtet. Trotzdem wurde ich immer dicker.
Wir haben Ernährungspläne vom Arzt bekommen, Trennkost gemacht, Akkupunktur beim Arzt - nix half. Und wir waren diszipliniert!
Nach der Akkupunktur (ca. 13 Jahre alt, 110kg, frustrierter Teenager) hatte ich den Kaffee auf, hab die Waage verweigert und Frustfressen betrieben. Mit 18 hatte ich dann 138kg, und hab mit gesunder Ernährung und Vollwertkost 25kg abgenommen.
Dann stagnierte es. Habe alles versucht. Low Fat, Low Carb, Fitness-Studio, "Abnehmen mit Genuss" von der AOK. Das alles brachte immer nur eine Bewegung von 2-3 kg. Zwischen 21 und 30 schwankte mein Gewicht zwischen 110kg-120kg. Unter die magische Marke von 110kg kam ich aber nie.
Ich bin über einen Zeitraum von 2-3 Jahren wirklich 2-3mal wöchentlich für 2,5-3h ins Fitness-Studio gegangen. Nix passierte. Hab mir dann einen Personal Trainer genommen. Der sagte nur, "Ich versteh das nicht, Du machst alles richtig".
War dann beim Heilpraktiker für eine Stoffwechselanalyse. Auch das half nix, obwohl sie sagte, dass es IMMER funktioniert. Ich betone nochmal, dass ich alles über längere Zeiträume und disziplinert versucht habe.
2008 bekam ich dann Morbus Hodgkin, das ist Lymphdrüsenkrebs. Die Cortison-Behandlung, die ständige Übelkeit, gegen die nur anessen half, und das Selbstmitleid warfen mich jetzt wieder zurück auf 138kg.
Der Krebs ist besiegt, die Kilos bleiben.
Sport ist momentan schwierig für mich, da meine Energie noch nicht richtig zurück ist. Ich kann nur Sport machen, wenn ich danach nicht arbeiten muss. Beides schaff ich nicht.
Außerdem bin ich seit Oktober fast ständig krank, weil mein Immunsystem im A.... ist.
Seit Januar versuche ich mich nun mit "Schlank im Schlaf". Mein Freund macht mit, und obwohl er immer wieder mal sündigt, nimmt er ab und ich nicht.
Ich fühle mich aber gut mit dem Programm, habe keinen Heisshunger. Und da ich eh keine anderen Optionen mehr weiss, bleibe ich erstmal dabei.
Das Einzige, was nervt, ist, dass ich immer wieder unter Verstopfung leide... Aber das scheint vielen so zu gehen.
Wenn ich es schaffe, werde ich zum nächsten Vortrag von Dr. Pape fahren. Auf Emails antwortet Insulean ja leider nicht...
Außerdem hab ich nun meiner Hausärztin mein Leid geklagt, die zum Glück verstanden hat, dass ich kein Cola/Chips-Kind war und auch sonst wirklich alles versucht habe. Sie hat mich zum Endokrinologen überwiesen, wo ich im Juni einen Termin habe. Vielleicht findet der was raus.
Meine Schilddrüse bin ich übrigens schon seit 2005 los, da waren (gutartige) Knoten drin. Ich bin aber gut eingestellt. Eine Unterfunktion ist es also sicher nicht.
Wie gesagt, ich bleibe jetzt erst mal bei SiS. Vielleicht bewegt sich ja doch noch was. Mein Stoffwechsel arbeitet laut Heilpraktikerin eh nur zu 30%, vielleicht braucht er länger, um zu kapieren, was ich von ihm will.
So nun ist es richtig lang geworden, aber ich musste mal jemandem mein Leid klagen.
LG
Tanja