Du mußt wirklich erst richtig wach werden. Ganz sicher haben die dummen Hühner nicht Dich gemeint, außer sie waren neidisch.
Ich sehe keinen Grund warum man über Dich lachen sollte.
Wahrscheinlich mußt Du lernen aus der Angriffsposition in einen entspannten Zustand zu gelangen, und nicht zu lauern welcher Angriff gerade kommen könnte. Beziehe das Lachen oder Tuscheln nicht auf Dich, da gibt es nicht den geringsten Angriffspunkt.
Schau Dir mal täglich alte Fotos und neue von Dir an. Gehe schoppen, kaufe tolle Sachen in schönen Größen oder probiere sie nur aus Spaß an, das hilft Dein verschobenes Bild von Dir im Kopf wieder zu richten.
Übe ein Gang mit stolz erhobenem Kopf, geradem Rücken, Bauch fest und leichtem Hüftschwung, das hebt die Laune und das Selbstbewußtsein. Und macht Neidern mundtot.
Wofür ein Schild umhängen? Man sieht doch nicht dass Du mal mehr warst. Du bist hübsch, hast ein offenes Gesicht und Du bist schlank. Fertig! Deppen beachtet man am Besten überhaupt nicht.
Liebe Grüße
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Ändere Dein Leben, sonst ändert es Dich!
Geändert von Suppengemüse (16.02.2009 um 12:23 Uhr).
Mir geht es ganz genau so! Früher da war mir alles sowas von egal. Ich wusste ja das ich dick bin, aber gejuckt hat es mich kein bisschen. War viel selbstbewusster und bin auch öfters weggegangen, was jetzt gar nicht mehr so ist. Alle anderen gehen feiern und ich hocke lieber zu Hause vor dem Fernsehr rum. Mir ist schon bewusst das ich abgenommen habe, man kann ja auch schon was sehen. Ziehe endlich wieder die Gr. 42 an anstatt Gr. 46...
Irgendwie kann ich das nicht so erklären was in mir vorgeht. Ist halt schwierig. Kann aber die Honey verstehen!
[quote=EinMensch;2492595
Kann es sein, daß sie es aus Rücksicht nicht sagen? Vielleicht möchten sie nicht eingestehen, daß sie vorher zwar gesehen haben, daß Du dicker warst, Dich aber, egal ob dick oder dünn, einfach als FREUNDIN wahrnehmen?
[/quote]
Hey, so habe ich das noch nie gesehen, ist aber interessant. Weil man es einerseits als Kompliment sagt "Wooow, du hast super abgenommen, siehst echt toll aus usw!" aber andererseits bedeutet das auch, das die betreffende Person es eben vorher nicht war (und das sagt man ja eigentlich nicht) und das ist auch irgendwie unangenehm!
...Je besser ich mich selber fühler, desto schlimmer ist es für mich, in irgendeiner Art und Weise auf Ablehnung zu stoßen. Ich dachte immer, dass wenn ich fast am Ziel bin, es sicher anders sein wird, aber irgendwie lachen immer noch manche Menschen...
Hallo!
Ich glaube daß unsere Denkweise schon in jüngster Kindheit beeinflusst wird.
Wir werden eigentlich von der Grundschule an dazu erzogen immer noch höhere Ziele anzustreben. Alles andere wird häufig mit Stillstand suggeriert. Wenn wir ein Ziel erreicht haben, müssen wir das nächste suchen. Anstatt daß wir lernen uns anzunehmen wie wir sind.
Sollte nicht ein Ziel im Leben sein anzukommen bei uns selbst? Mit Freude uns zu sehen und uns selbst mal auf die Schulter zu klopfen und sagen ---Klasse!
Dürfen wir nicht stolz sein auf uns?
Wir unterliegen häufig schon im Kindesalter einem Erwartungsdruck. Wie oft müssen sich Eltern anhören: „Also mein Kind kann/konnte schon früh krabbeln/früh sprechen, ist seinem gesamten Reifungsprozess voraus, blablabla. Wie und Ihr Kind kann das noch nicht
—na ja, .... wird schon“
Wie oft erfragen Eltern bei Klausuren nach dem Gesamtdurchschnitt.
Ich errinere mich gerade an eine Situation wo wir eine neue Dozentin bekamen die in ihrer Antrittsrede sagte, also ihr solltet immer daran denken wenn ihr eine mal eine schlechte Klausur schreibt, ist das Leben nicht gleich zu Ende,--- eine 2 ist auch toll!!! (Ehem, wie bitte???)
Was daraus resultiert ist, daß wir in Umkehrschluss wenn wir die Ziele die uns auferlegt oder die wir uns selbst gesetzt haben nicht erreichen, glauben nicht gut genug zu sein, nicht ausreichend gegeben haben.
Und dieses Verhalten prägt uns in unserem Leben und damit auch unsere Selbstanschauung. Natürlich müssen wir sehen, wenn wir Gesundheitsgefährdend übergewichtig sind und entsprechend reagieren. Du hast ein gesundes Gewicht erreicht.
Ich will das alles nicht pauschalisieren. Ich beobachte das bei anderen und bei mir.
Wenn mir gesagt wird, du hast aber toll abgenommen, denke ich—ja schlimm, daß ich überhaupt soviel abnehmen musste. Und außerdem reicht das ja noch gar nicht, schließlich bin ich immer noch im Übergewicht. Im Grunde genommen, finde ich aber nur eine Million Gründe, weswegen ich immer noch nicht „genüge“.
Du hast klug abgenommen, du hast eine Anorexia überlebt. Du hast einen guten soliden Beruf. Du hast einen Freund der Dich liebt. Du hast eine WHG die Du finanziert. Du bist intelligent. Du gehst auf die Sorgen anderer Menschen ein. (nagut, du hast grad keinen Fernseher, aber ....)
Du hast SO viel erreicht in Deinem Leben.
Vielleicht ist das schwierigste Ziel im Leben: anzuhalten, dieses zu ertragen, (während man das Gefühl hat, die ganze Welt bewegt sich, außer ich), zu reflektieren und dann zu sehen wie weit wir schon gekommen sind um dann zu sagen. Großartig!
viele Grüße
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Diätpause von März - April
Geändert von mandarine mit schale (16.02.2009 um 13:54 Uhr).
Ach Mensch, ihr schreibt alle so liebe und tolle Sachen, ich komm mir irgendwie immer dämlicher vor mit meinen "Sorgen".
@mandarine:
Du hast vollkommen Recht mit dem, was du sagst. Wie soll man einem selbst genügen, bei den ganzen Ideal-Vorstellungen? Damit meine ich nicht nur das Gewicht, auch alles andere. Ich spende von meinem mikrigen Gehalt zum Beispiel jeden Monat insgesamt 50 Euro an diverse Tierschutz- und Kinderhilfsorganisationen. Aber anstatt das ich sage "Schön, du hilfst, weil du es kannst" frage ich mich jeden Tag "Warum kaufst du nicht weniger ein und spendest einfach 50 Euro mehr?" Und würde ich das tun, würde es wieder nicht ausreichen. Dann würde ich mich sicher fragen, warum ich überhaupt etwas esse und warum ich nicht gleich mein ganzes Gehalt spende, statt so selbstgefällig zu sein. Und als ich letztens mit meiner Freundin im Tierheim war, habe ich mich gefragt "Warum nimmst du nicht auch noch eine Katze mit, ob zwei oder drei ist doch egal". Ich weiß, dass es nicht egal ist, denn alleine die Impfungen meiner beiden Kater kosten über 150 Euro plus die ständigen Verletzungen und die 8wöchigen Wurmkuren, dazu noch das Nierenspezialfutter für den alten Felix. Aber ich denke mir, dass es gehen würde und wenn dann doch die vernunft siegt, dass ich es mir einfach nicht leisten kann, denke ich wieder und wieder, wie egositisch ich bin.
Ich habe schon oft Probleme mit meinem "Helfer-Syndrom" gehabt. Ich will alles ändern, was mir nicht gefällt und wenn ich es nicht schaffe, fühle ich mich schlecht. Aber jetzt schweife ich vom Thema ab, obwohl es im Grunde genau darum geht... man kann sich einfach nicht gerecht werden.Obwohl es so viele Menschen gibt, die mit sich völlig im Reinen sind. Sowas finde ich toll! Leute, die sich selber gefallen und darauf scheissen, was andere geben. So war ich früher auch, aber langsam weiß ich, dass dsa wohl wirklich nur das Schutzschild war.
Wie soll ich das machen? Ich steh vorm Spiegel und denke "Hier noch was weg und da noch n bisschen zu viel und so weiter". Im nächsten Moment denke ich "Mensch, die Hose ist auch schon wieder viel zu weit", aber ich schnalle es einfach nicht, dass ich zur Zeit mehr für andere Leute abnehme, als für mich selbst. Mir fehlen auch zur Zeit die Zusprüche der anderen Leute irgendwie, obwohl ich im Grunde kein Mensch bin, der soetwas braucht. Nur damals, als ich die ersten 20kg abgenommen hatte, kamen von allen Seiten Spüche wie "Wow, du siehst toll aus" und "Du hast schön abgenommen". Dann habe ich ca. 1 Jahr nicht mehr abgenommen, sondern mein Gewicht gehalten und jetzt, nachdem wieder 6 kg weg sind, kommt kein Zuspruch mehr. Ich weiß, dass es jetzt nicht mehr auffällt und ich frage mich auch geade, warum ich meinen scheiss Erfolg eigentlich immer von der Meinung anderer abhängig mache!
[quote=honey88;2493301]Ach Mensch, ihr schreibt alle so liebe und tolle Sachen, ich komm mir irgendwie immer dämlicher vor mit meinen "Sorgen".../quote]
...welche nicht in Anführungszeichen gesetzt werden müssen. Es sind Deine Sorgen und damit sind sie wichtig!!!!
ach honey..... ich würd so gern was sagen, was Dir wirklich hilft.
Aber zu Deiner Spendengeschichte: Du kannst nicht die ganze Welt retten, manchmal nur ein kleines Stück.
Und ja....viele von uns Übergewichtigen haben einen Schutzschild um sich rum. und nicht alles was Du früher von Dir gedacht hast, war nur ein Schutzschild. ich glaube, Du traust im Moment Deiner eigenen Wahrnehmung nicht.
Nimm doch bitte 2 Kilo zu!
ja ich mein das Ernst!
Kannst Du das noch, oder fängst Du an, Dich davor zu fürchten?
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und es klingt auch nicht verrückt, worum Du Dir Sorgen machst. ich finde, Du erklärst das ganz gut. Und es ist auch nachvollziehbar.
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Du kannst auch nicht alle Katzen aus einem Tierheim holen. Aber das weißt Du selbst.
Wenn die Welt mehr Menschen wie Dich hätte, die sich so viel Gedanken machen, wäre sie ein großes Stück besser. Aber nicht, wenn Du dabei kaputt gehst.
LG
__________________ Wenn wir an unsere Kraft glauben, werden wir jeden Tag stärker.
Ein Mensch erlebt den krassen Fall -es menschelt deutlich überall - und trotzdem merkt man weit und breit oft nicht die Spur von Menschlichkeit (Eugen Roth)
__________________ Wenn wir an unsere Kraft glauben, werden wir jeden Tag stärker.
Ein Mensch erlebt den krassen Fall -es menschelt deutlich überall - und trotzdem merkt man weit und breit oft nicht die Spur von Menschlichkeit (Eugen Roth)
Ja, irgendwie schon. Wenn man seine Empfindungen niederschreibt, dann merkt man zum Teil mal, worüber man sich eigentlich Gedanken macht.
Finds echt toll von euch, dass ihr alle so liebe Sachen schreibt und ich weiß auch, dass ich die Welt nicht retten kann. Ich muss vielleicht noch lernen, dass nicht alles so laufen kann, wie ich es gerne hätte.
Und mit dem Zunehmen hast du mir ne gute Frage gestellt....