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Letzter Versuch vor einer Therapie Letzter Versuch vor einer Therapie

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  #1 (permalink)  
Alt 13.07.2008, 13:17
Kennt sich schon aus...
 
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Letzter Versuch vor einer Therapie

Hi,

ich weiß selbst nich genau, warum ich nu hier rein schreibe - aber irgendwo muss ich es loswerden - und ich hoffe irgendwie auch auf Tips, Erfahrungen oder ähnliches.

Also ich habe meine Ernährung ja jetzt schon seit 3 Jahren umgestellt. Habe auch über 40 kg abgenommen. Aber jetzt habe ich das Problem, dass ich eine Essstörung habe.
Ich kann jetzt nicht genau sagen was für eine Art Störung ich habe. An einem Tag fresse ich alles in mich rein von Hamburger über Pizza zur Lasagne - alles wasa viiiiel Fett oder viel Zucker hat. Am nächsten Tag esse ich nichts weil ich einen Eckel habe und meine Mutter musste mich teilweiße schon zwangsernähren. Ich bin jetzt nur zu dem Entschluss gekommen, etwas ändern zu müssen - weil mir mein Körper langsam zeigt wie scheiße er es findet.

Meine Schilddrüse habe ich damit schon geschrottet, daher ist auch mein Kreislauf oft im *****. Aber zur Zeit ist es echt schlimm. Ich kippe ohne Grund einfach zusammen (normaler weiße nur, wenn ich aufstehe oder von hellen in dunkle Räume laufe) z.B. letztens im Kino: wir haben uns die Katren gekauft sind noch raus gegangen eine rauchen und auf einmal wurde mir schlecht und ich habe garnichtsmehr gesehen. Ich bin zwar nicht richtig umgekippt - aber wenn mein Freund nich da gewesen wäre, läge ich auf dem Boden. Ich bin generell seit ein paar Monaten sehr schlapp, bin total übermüdet. Ich gehe jeden Tag um 22 Uhr ins bett - mehr schlafen kann ich nicht - ich schlafe shcon jeden Tag im Zug ein.

Noch zu meiner Ernährungsumstellung. Ich habe mit 16 einfach Probiert mich gesund zu ernähren. Da ich aber nicht eine Leben lang auf mc donalds, döner und co. versichten konnte habe ich einen "Sündentag" eingeführt. Einmal die Woche darf ich essen was ich will. Ohne diesen Tag hätte ich es auch nicht lange ausgehalten aber genau dieser Tag ist nun mein Problem. dieser Tag wird jetzt so ausgeweitet wie ich will und das ist falsch. und an den restlichen Tagen an denen ich normal essen sollte eckelt mich alles an. Es ist nicht so, dass mir gesundes Essen nicht schmeckt - ich weiß ja das fettarmes Essen auch schmecken kann. Aber ich eckel mich einfach nur, wenn ich daran denke! Ich weiß selbst nicht warum.

Ich habe mich nu eine letzte Chance gegeben. Ich habe bald 5 Wochen Urlaub - da habe ich genügend Zeit mich auf mich, meinen Körper, Sport etc. zu konzentrieren - wenn es dann nicht klappt möchte ich zu einer Psychotherapeutin.
__________________
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  #2 (permalink)  
Alt 13.07.2008, 13:55
Wohnt hier
 
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Ich finde es gut, dass du die Notbremse ziehen willst und etwas dagegen unternehmen möchtest.
Ich selbst hatte sowas nie und kann deshalb wohl keine Tipps geben.

Die einzigen Dinge die mir einfallen:
Isst du ansonsten auswegogen und nimmst genug Nährstoffe zu dir?
Und auch genug an Kalorien? Wie hast du denn abgenommen?


Ist jetzt vielleicht eine blöde Frage, aber BRAUCHST du diesen Fresstag wirklich 1x die Woche? Bei mir ist es auch manchmal so, dass ich mir sage "Den Schokoriegel esse ich, damit ich nicht wieder Heisshunger bekomme", obwohl ich in diesem Moment echt gar kein Verlangen danach habe und es eigentlich sein lassen kann.

Vielleicht kannst du dich ja an diesem Tag mit irgendwas anderem ablenken oder belohnen? Weil dass man 1 Tag in der Woche so dringend braucht an dem man maßlos fettiges essen in sich schaufelt finde ich schon sehr bedenklich. Dieser Heisshunger sollte eigentlich nicht aufkommen, wenn du ansonsten genug Nährstoffe zu dir nimmst.

Aber wenn es schon eine richtige Essstörung ist, dann hilft wohl auch eine gesunde Ernährung nichts, sondern nur eine Therapie.
__________________
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  #3 (permalink)  
Alt 13.07.2008, 14:14
Chan
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Wie meine Vorrednerin finde ich es auch sehr lobenswert, dass du von selbst zu dem Entschluss gekommen bist, dass sich etwas ändern muss - mit oder ohne Hilfe eines Therapeuten.

Sich einzugestehen, dass etwas falsch läuft und man das vielleicht nicht alleine hinbekommt, ist da schon mal ein erster, sehr guter Schritt!

Ich hab für mich selbst herausgefunden, dass ich mich mit mir selbst und dem Essen einfach auseinandersetzen muss, aber wirklich intensiv, sonst klappts gar nicht.

Ne Zeit lang hatte ich wirklich die Kontrolle über mich, wusste, was gut für mich ist und was nicht, und da hat es auch damit geklappt, mir hin und wieder was zu gönnen, ohne dass es in einen FA ausartet.
Nach nem... hm, nicht ganz kleinen Durchhänger bin ich jetzt wieder auf dem richtigen Weg - das kannst DU auch schaffen, da bin ich mir sicher!

Halt uns auf dem Laufenden, ja?
Viel Erfolg!
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  #4 (permalink)  
Alt 13.07.2008, 19:10
Kennt sich schon aus...
 
Registriert seit: 27.06.2005
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erstmal danke für lieben antowrten an beide

Zitat:
Zitat von Tatjana85 Beitrag anzeigen
Ist jetzt vielleicht eine blöde Frage, aber BRAUCHST du diesen Fresstag wirklich 1x die Woche? Bei mir ist es auch manchmal so, dass ich mir sage "Den Schokoriegel esse ich, damit ich nicht wieder Heisshunger bekomme", obwohl ich in diesem Moment echt gar kein Verlangen danach habe und es eigentlich sein lassen kann.
mh... so habe ich das noch garnicht gesehen. Aber ich hatte selbst an diesen tagen wo doch alles erlaubt war manchmal gedacht, dass ich es ja heute nicht so auskosten muss, Da genau diese Tage oft ausgeartet sind und da kamen bzw kommen die ausreden "ich darf ja nur heute!" Da kams schonmal vor, dass ich einen halben Maulwurfkuchen gegessen habe (der ist aber auch verdammt lecker! )

Wie gesagt, sobald ich urlaub habe kann ich mich wieder ein bisschen auf meinen körper konzentrieren (werds natürlich vorher schon probieren) und ich hoffe, dass ich das ganze hinbekomme.. mir fehlt meist einfach der appettit und dann kommt der eckel.
Habe meinem Freund jetzt erst von der Essstörung erzählt (jaja, sowas kann man gut vertuschen) und der hat gemeint, dass er mich so gut es geht unterstützen wird und mich noch öfters bekocht.
Das ist ja auch so komisch - wenn er was kocht dann ess ich das - schmeckt ja auch und er achtet auch auf die kalorien bzw. aufs fett... aber wenn er mich jetzt fragen würde, was ich essen will... damit wäre ivh zwei stunden beschäftigt - und das ist wirklich nicht übertrieben! Ich habe schon so manvhe stunden im Supermarkt verbracht.

und zu der Frage von Tatjana85... nährstofftechnisch. leider zu wenig. und das weiß ich auch - unteranderem weil ich ja schon mangelerscheinungen habe. Aber das liegt eben auch an der Essstörung. Ich erklär mal nen normalen Tagesablauf: Ich stehe recht früh auf, geh ins geschäft und zum frühstück gibts ein Laugenbrötvhen (ohne alles - mir schmeckt des so am besten). In der mittagspause kauf ich mit fast immer einen Salat (und den finde ich inzwischen so ecklig - da ich ihn jeden tag essen musss), ab und zu mal ein süppchen oder ein bisschen gemüse - kommt halt drauf an, was angeboten wird. Dann komm ich heim, mache meinen sport .. sport = eine stunde zeit zum überlegen, was ich essen könnte. Nach dem sport bin ich genauso schlau wie vorher also geh ich lieber eine rauchen als einzukaufen. so um 19 uhr merk ich dann doch, dass ich hunger habe - bin aber immernoch genauso schlau wie vorher und eckel mich: dann kommt die zwangsernährung: pasta!
Es gibt echt wochen, da gibts bei mir 4mal Pasta. Einfach weil ich irgendwas essen MUSS und mich eckel. Aber pasta is halt immer da.

Ich hoffe, dass jemand versteht was ich mein..
__________________
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  #5 (permalink)  
Alt 15.07.2008, 15:12
Judly
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Beiträge: n/a
Hallo erstmal,

ich möchte dir nur sagen das ist keine Essstörung. Du ekelst dich nur weil du an deinem "Fresstag" alles in dich reinstopfst was nur geht. Der Körper besser gesagt dein Geschmacksnerv kennt gute Geschmäcker nicht mehr. Dein Körper reagiert auf keinen Geschmack mehr. Der verlangt nur noch dass sein Gefühl von Lust gestillt wird.

Ein Essstörung hättest du wenn du so wie ich damals 4 mal am Tag auf die Waage rennst, anfängst dich am Tag 2 Stunden im Spiegel zu begutachten und dir selbst zu sagen wie fett du bist. Du nur noch Kalorien zählst. An gar nichts anderes denkst wie nur dich, nur du bist wichtig. Eine ES fällt den mitmenschen auf. Man redet ununterbrochen von Essen, hunger, Geschmack, Diät usw...
Man wird egoistisch, zieht sich zurück. Wenn ich zuviel gegessen habe habe ich gekozt. Ja leicht bulimisch war ich auch veranlagt. Ich habe am Tag 1 Apfel und 3 Knäckebrote gegessen das wars. Ich hab in nem halben jahr 24 Kilo abgenommen. (Nicht normal)...
Und als Essgestörte treibst du unmengen von Sport, grundsätzlich immer das doppelte an Kalorien verbrennen wie aufnehmen.

Und lass die Fresstage weg. ich habe es auch erst vor 2 Wochen kapiert wie kaputt ich mihc mache. Meine Nieren sind fast im Eimer und ich hätte draufgehen können, trotz übergewicht.
Esse jeden Tag einfach normal und gesund. Keine Fress- oder Fastentage einbauen. So fängt alles an. Und denke dran, Essstörungen enden von 3 Fällen in 2 Fällen tödlich.

Pass auf dich auf und frage mal Ernährungsberater was die meinen oder suche mal nach Psychischen Ursachen. Vielleicht hast du Probleme wo sich damit äußern und wenn ja bearbeite diese Probleme mit einem Psychologen.

Bei mir darfst dich auch immer melden.

Liebe Grüße
Julia
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  #6 (permalink)  
Alt 15.07.2008, 22:46
Kennt sich schon aus...
 
Registriert seit: 27.06.2005
Ort: Schwetzingen
Beiträge: 316
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hi judly,

mmh.. ich weiß nich genau ob mein verhalten jetzt als Essstörung zählt oder nicht. Auf jeden Fall habe ich kein normales Essverhalten - und selbst bei mir in der klasse merken alle, dass ich einfach nurnoch kaputt bin. Ich stehe morgens auf, dusche, steig in den zug schlaf da weiter, steig vom zug in die straßenbahn wo ich nochmal schlafen kann und dann im klassenzimmer gehts weiter bis der lehrer kommt. vor ein paar monaten war och noch der "morgen-muffel-schreck" da ich jedem ein ecklig fröhliches, munteres "Guten morgen" gegen den kopf gedonnert habe.
Ich bin zur zeit so kraftlos. Habe dann vorhin mit ner guten freundin geredet (einen ungüstigeren Zeitpunkt als die große pause kann man für so etwas glaube ich nicht finden!) und die hat gemeint, dass sie sich sorgen macht, da man bei mir teils schon die knochen sieht.. die sehe ich zwar auch - aber ich fühle mich einfach fett. Dann hat sie mich gefragt wie ich mich sehe und ich habe eben gesagt dass ich mich von der figur her so wie eine fühle, die wir beide kennen - und die ist eben sehr füllig. Und da hat die mich sowas von dumm angeguckt - angeblich liegen da welten dazwischen.

Aber mal abgesehen vom abnehm-sichtwinkel. Ich möchte einfach wieder normal essen können. Heute wars erste mal seit langem, wo ich wieder gelüste auf etwas "normales" hatte. Ein riesen griechischer salat mit brötchen. Naja - der Salat war irgendwie ecklig, was aber an meiner salat-dressing-kunst lag *g* War irgendwie ein gutes gefühl.
__________________
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  #7 (permalink)  
Alt 19.07.2008, 18:50
Liseberg
Gast
 
Beiträge: n/a
"mmh.. ich weiß nich genau ob mein verhalten jetzt als Essstörung zählt oder nicht. Auf jeden Fall habe ich kein normales Essverhalten - und selbst bei mir in der klasse merken alle, dass ich einfach nurnoch kaputt bin. Ich stehe morgens auf, dusche, steig in den zug schlaf da weiter, steig vom zug in die straßenbahn wo ich nochmal schlafen kann und dann im klassenzimmer gehts weiter bis der lehrer kommt. vor ein paar monaten war och noch der "morgen-muffel-schreck" da ich jedem ein ecklig fröhliches, munteres "Guten morgen" gegen den kopf gedonnert habe."


also wenn ich dir hier deine müdigkeitsgeschichte so lese, erkenne ich mich wieder, wenn ich eisenmangel habe.
dann sehe ich aus wie der tod (käsig und dunkle ringe unter den augen), bewege mich wie ein zombie und fühle mich wie kurz vor der gruft. arztbesuche sind nie ein spass, aber vielleicht ist es (noch) keine essstörung, sondern nur eine mangelerscheinung aufgrund deines sicherlich nicht perfekten essensstils.
hast du einen hausarzt, dem du vertraust? dann lass einfach mal schnell ein kleines blutbild machen und du bist schlauer!
wenn dabei nichts rauskommt kann er dir auch mit einer weitergehenden therapie helfen!

alles gute weiterhin!
m

Geändert von Liseberg (19.07.2008 um 18:55 Uhr).
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  #8 (permalink)  
Alt 15.08.2008, 22:18
Frischling
 
Registriert seit: 09.02.2007
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Ich kenn das nur zu gut. Es gab Zeiten, da esse ich 4 Wochen nichts, dann gibt es Tage, da ziehe ich total melancholisch durch die ganze Stadt und esse ALLES, was ich in die Finger kriege, das kann dann an einem Abend eine Pizza, Ein Menü bei Mc, Eis, Schokolade, Döner,Torte, einfach ALLES sein, alles, was ich sonst meide, hauptsache Zucker und Fett!!! Und es kostet, so ein Abend, das kann man sich nicht vorstellen. Ich bin völlig satt, aber ich esse, ich kann nichts süßes mehr sehn, aber ich esse die Torte usw...Ich empfinde das bei mir als autoagressiv, ich leider, wenn ich so fresse und es ist doch wie Selbstmord auf Raten, sowohl das eine, als auch das andere Extrem.
Bei mir weiss ich allerdings, wie das kommt, ich hatte lange genug eine ES und auch, wenn ich mir nicht mehr den Finger in den Hals stecke, das alte Denken taucht immer mal wieder auf.
Ich glaube eine ES beginnt schon viel früher, als manche Leute glauben und man hört ja ach imme rnur von den Extremfällen, esgestörtes Denken bzw. Verhalten fängt aber schon viel früher an und betrifft leider viel mehr Menschen, als man glauben will.

Bei dir hört sich das tatsächlich danach an, als ob es in so eine Richtng gehen könnte, aber hey, du hast früh erkannt, dass da was falsch läuft, nutze das, und ja, lass die fresstage weg, wenn du mal wirklich appetit hast, kannst du besser mal an einen gesunden Tag, eine Genießer-Einheit einbauen

Ich wünsch dir was!
Amneris
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If Life gives you lemons - make lemonade!!!
Ich habe es im Leben zu weit gebracht, als dass ich mich von einem Keks rumkomandieren lasse.

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