Hallo Wuschl!
Ich hab hier fasziniert mitgelesen - auch Tuckers Beitrag. Tatsächlich kenne ich so etwas Ähnliches auch von mir.
Als ich seinerzeit permanent zugenommen habe, war da immer so eine Stimme, die mir sagte, das sei doch egal, eher im Gegenteil: gut, denn so würden mich sicher die Männer in Ruhe lassen. Ich brauchte das alles nicht mehr, diese Beziehungsschwierigkeiten. Ich
wollte nicht attraktiv gefunden werden, glaube ich.
Dann ging es mir psychisch irgendwann besser, ich habe mein Abnehmvorhaben gestartet und es lief auch zuerst richtig gut. Zwischen Sommer letzten Jahres und Frühjehr dieses Jahres habe ich nach und nach 12 kg abgenommen. Das ist ein langer Zeitraum und es ging auch nicht stetig bergab, sondern eher in Wellen. Ist aber egal; es hetzt mich ja keiner.
Nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich wieder in kleinere Kleidergrößen reinpasse, wo ich keine Zelte von Pullovern mehr anziehen muss, um alles zu verstecken, und wo mir wirklich nur noch vier, fünf Kilo fehlen zu meinem Zielgewicht. Aber ich komm und komm seit Monaten nicht weiter! Immer wieder nehme ich ab, wiege ein Kilo weniger - und dann mache ich mir alles wieder zunichte, indem ich doch wieder Süßigkeiten einkaufe oder Bier (das bei mir immer Hunger verursacht), oder beides. Und wenn ich einmal anfange, wird bei solchen Heißhungeranfällen auch gegessen, was ich im Haus habe.
Warum mache ich das? Eure Beiträge haben mich jedenfalls nachdenklich gemacht.
Will ich vielleicht mein Zielgewicht unbewusst gar nicht erreichen? Wovor aber habe ich Angst? Keine Ahnung!
Bisher habe ich einfach immer gedacht, dass wir Menschen offenbar die leidige Tendenz haben, uns eher zugrunde zu richten als gut mit uns (und unserem Planeten) umzugehen. Aber ich habe noch nicht wirklich danach geforscht, was in meinem speziellen Fall
mich daran hindert, mich so zu ernähren, dass ich mein Wunschgewicht erreiche, mich körperlich wohlfühle und dann auch
schöner fühle!
Ein seltsames Phänomen, aber sehr tröstlich, dass auch andere das kennen!
Ich werde mir jetzt auch mal diese Literatur zu Gemüte führen. Beim Thema "Hypnose" bzw. Entpannungs-CDs war ich bislang immer sehr skeptisch, aber wieso nicht ausprobieren?
Wichtig ist sicherlich, dass man sich seiner eigenen psychischen Mechanismen erst einmal bewusst wird. Wenn man sie "entlarvt", kann man sie auch überwinden, denke ich.