Mir gehts auch so. Früher wenn ich Stress hatte, hab ich alles in mich "hineingestopft". Mir gings dann den Abend ganz gut als ich Naschisachen gegessen hab, aber am anderen Morgen kam dann das schlechte quälende Gewissen.
Mensch, ich hätte nicht gedacht, dass es soviele Gleichgesinnte gibt.
Mittlerweile mache ich ganz viel Sport und das baut Stress ab. Jeder muss seine eigene Methode finden um Stress abzubauen bzw. über die Naschisachen hinweg zukommen.. wie z.b ein schönes Bad mit Duftkerzen genehmigen, oder ein Saunabesuch, Solarium usw.
Mir geht es ganz genau so. Ich versuche es mal zu beschreiben:
Ich stehe morgens auf und alles klapp diättechnisch super, die Mittagspause auf Arbeit überstehe ich auch problemlos aber dann...
...ich komme gegen 5 Uhr nach hause. Und, kennt ihr das Gefühl, wenn es in der Magengegend kribbelt, immer dann wenn man sich überlegt sich etwas schönes zu kaufen oder wenn man auf ein Konzert geht und weiß, dass man seinen Lieblingsstar endlich sehen wird. Dieses Kribbeln der freudigen Erwartung...
Das habe ich wenn ich daran denke etwas leckeres (meist ungesundes) zu essen. Für mich ist es auch diese Freiheit, die ich dann haben will. Dieses trotzige Gefühl, dass ich mir doch nichts verbieten lasse.
Sonst bin ich dann joggen gegangen, aber wenn ich um 5 nach hause komme, ist es schon dunkel und da hab ich Angst übers Feld joggen zu gehen und das Wetter ist ja momentan auch echt bescheiden. Und weil ich Zeitarbeiter bin hab ich im Moment auch nicht das nötige Geld für das nahe gelegene Fitnessstudio.
Die Fressanfälle haben bei mir also auf jeden Fall auch was mit Frust zu tun, denn seit ich nicht mehr joggen gehe (und danach war ich IMMER sehr glücklich) habe ich 5 Kilo zugenommen und bin seeeehhhhr frustriert.
Liebe Grüße
Katea
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"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier" (Mahatma Gandhi)
Ich beschäftige mich derzeit intensiv mit diesem Thema und war erstaunt, dass es hier im Forum sogar so einen Thread mit so viel Feedback gibt !
Ich musste für mich ebenfalls zugeben, dass ich damit ein wirklich großes Problem habe. In den letzten Wochen hat mein Alltagsleben sehr darunter gelitten - ich fühlte mich meinen FAs ausgeliefert. An einem Tag schöpfe ich Kraft und glaube auf dem Weg der Besserung zu sein, am nächsten bin ich wieder total down und schaffte es nichteinmal mit einem gesunden Frühstück zu beginnen. Letztlich kam mir immer öfter der Gedanke "wozu noch kämpfen, nach ein paar Tagen hast du sowieso wieder einen FA".
Erst gestern habe ich mich endlich dazu durchgerungen, nach einem Psychotherapeuten zu suchen. Nachdem ich ein paar Absagen bekam "ich nehme keine AOK-Patienten" habe ich endlich eine Therapeutin gefunden die schockiert gefragt hat "Ach gott, wieso sollte ich keine AOK Patienten nehmen?" Sie war total symphatisch und gleich besorgt, als ich ihr gesagt habe, dass ich wohl eine Essstörung habe. Doch leider muss ich bis Januar auf einen Termin warten. Ich freue mich allerdings schon darauf. Ich bin mir sicher, sie kann mir helfen die Ursprünge meiner FAs zu und andere Lösungen für meine Bedürfnisse zu finden.
Noch am selben Tag habe ich mich mit allerlei Büchern aus der Bib eingedeckt - zum Thema "Essen als Ersatz für..." oder "Die heimliche Sucht unheimlich zu essen". Ich bin begeistert! Diese Bücher sprechen all das aus, was ich schon immer befürchtet habe.
"Essen als Ersatz für Liebe, als Trost, als Strafe."
Nicht alle hier erleben FAs in so einem Ausmaß. Doch auch bei mir hat es langsam angefangen. Und meine Geschichte soll diejenigen ermutigen, die vllt in einer ähnlichen Situation sind wie ich.
Doch folgende Frage stelle ich an euch ALLE - denn ich kann sie mir nicht selbst beantworten:
Angenommen, wir haben FAs weil wir uns alleine fühlen oder nicht geliebt fühlen. Wie können wir dann das Gefühl befriedigen, ohne zu essen? oder oder ??
Euere Beiträge sprechen mir aus der Seele!
Bei mir ging es beim Essen von großen Mengen Süßigkeiten auch um eine Ersatzhandlung, denke ich.
Es ging mir gar nicht um den Genuss und Geschmack, sondern teilweise nur um das Gefühl, also die Sensation, die z.B. ein Löffel Nutella im Gaumen auslöst oder dieses Gebritzel wenn man eine Packung Knisterkugeln von Milka isst oder dieses Cremige wenn man ganz viel Schoki auf einmal isst.
Und es ging mir darum, ganz viel Schoki auf einmal essen und nicht zunehmen zu können, und damit irgendwie im Mittelpunkt zu stehen und ein bisserl zu "provozieren"...
Nur dass letzteres irgendwann nicht mehr funktioniert hat und ich tatsächlich 13 kg zugenommen habe- anfangs ganz schleichend und unmerklich...
Ich weiß ganz genau was du meinst!!!
Du sprichst mir quasi aus der Seele. zB jetzt in der weihnachtszeit. Ich kann einen Schokoladennikolaus nicht nur den kopf abbeißen. ICH ESS DEN GANZ! Egal ob hunger oder nicht!
Vor einer Klausur esse ich 2 fette Schalen Cornflakes und fühl mich super gut.
Nur dann wenn ich am nächstens Tag sehe wie sich das auf meine Figur auswirkt könnte ich heulen.
Du bist echt nicht alleine. Ich hab auch schon überlegt ob das irgentwie eine Essstörung ist . weil wenn ich keine diät mache dann esse ich einfach wild was mir vor die nase kommt.
Normales Essverhalten kenn ich gar nicht.
was machen wir denn da??
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Don't worry ne happy - aber behalte deine Ziel in den Augen
Also wenn das wirklich so viele betrifft, sollte man vllt wirklich mal ein paar Lösungsmöglichkeiten posten!
Wie hier schonmal erwähnt wurde, hilft mir zum Beispiel absolute Abstinenz von Schoki & co! Aber für mich persöhlich ist das keine Lösung für die Ewigkeit! Außerdem ist ein Rückfall dann meist besonders krass!
Auch das tägliche kleine Stück Schocki ist wohl für Leute mit FA's nicht zu empfehlen (kann ich aus eigener Erfahrung sagen)!
Sehr gut finde ich die "Schlank-im-Schlaf-Methode", weil man da durch die 5 Stunden Abstand eigentlich kein Appetit auf Süßes hat!
Alles schön und gut... aber ein Rückfall ist trotzdem meist unvermeidbar! Was kann man nun in so einer "ich-möchte-alles-essen-was-mir-in-die-Hände-kommt-Phase" machen?
Hände irgendwo anketten?
Habt ihr vllt noch ein paar gute Ergänzungen?? Ist ja bei jedem ein bisschen anders!
boah krass! ich versuch mir grad vorzustellen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich fa-gelüste hätte und meine hände angekettet wären! diese esssucht ist echt was total heftiges und kommt sicher einer sucht nach anderen genuss- bzw. sogar giftmitteln recht nah.
ich habe in letzter zeit fast alles, was ich so erfolgreich und vernünftig abgenommen hatte, wieder zugenommen, weil ich meine lebenssituation mit essen zu bewältigen versuche. mir geht es eigentlich ganz gut, aber es hat sich viel verändert, ich bin viel allein, es ist kalt, ich habe viel stress... es ist bei mir auch so wie katea es beschreibt. den ganzen tag läuft es super und abends kann ich mich nicht mehr zurückhalten, wahrscheinlich WEIL es den ganzen tag so gut lief.
ich habe fürs frühstück zerealien für mich entdeckt und bin ein echter fan davon geworden. nur dumm, dass die packung cornflakes (u.ä.) auch abends im schrank steht und sich nur allzu gut für einen kleinen fa am abend eignet.
es ist wirklich das trotzige, gedankenlose hineinschaufeln von möglichst süßen, breiigen speisen, wie eben z.B. cornflakes oder weetabix mit milch oder aber scheibenweise brot mit margarine und marmelade.
es erschreckt mich dann immer selbst, wie viel und schnell ich esse. eigentlich vor allem schnell. und: bis es nicht mehr geht.
in den letzten tagen hatte ich das erschreckend oft und habe mich schon vor mir selbst fast geekelt. ich habe mir jetzt ganz fest vorgenommen, das zu ändern und es heute auch geschafft. jetzt bin ich wieder motiviert. ich will doch eigentlich gesund und ausgewogen essen.
ich bin sogar schon so weit, dass es mir fast wichtiger ist, ein gesundes essverhalten zu erlernen, als abzunehmen.
so... das jetzt mal von meiner warte...
mein tip ist: leckere dinge kalorienmäßig mit einplanen und sich (abends) ruhig auch was gönnen und laaaaangsaaaaam geniiiiieeeeßen, oft kauen und mit einer schönen großen tasse tee abschließen und dann:
ch bin sogar schon so weit, dass es mir fast wichtiger ist, ein gesundes essverhalten zu erlernen, als abzunehmen.
soll iih dir was sagen ??
so ging es mir auch!
ich kam zu dem punkt wo ich einfach nur noch normal essen wollte
und siehe da ich hatte abgenommen .. wo ich mir keine gedanken mehr ums abnehmen gemacht habe
sondern versucht habe mich so zu aktzeptieren wie ich bin
habe von 73 bis 66 kg abgenommen
und dann aufeinmal hat mich wieder der teufel geritten .. ich denke nur noch ans abnehmen, mit fa's
und bin bei 65 stecken geblieben .. hätte ich blos nicht angefangen mir wieder übers abnehmen gedanken zu machen
Bei mir sind es auch meist die Abendstunden, die alles zunichte machen was man tagsüber richtig gemacht hat. Ich frühstücke gern - gehe also nicht hungrig aus dem Haus. Mittags gibt's meist auch gute Sachen (außer ich bin in der Uni), aber wenn ich dann abends Zuhause bin, dann überfällt es mich--> da stopf ich alles in mich rein, als ob es keinen morgen gäbe. Und ich weiß, dass es kein richtiger Hunger ist.
voilà - mir ist es grade wieder passiert. dabei hatte es so gut angefangen. unglaublich, erst habe ich ganz normal gegessen und dann sind meine mitbewohner aus dem haus gegangen und ich habe eine riesige schüssel aller möglichen verschiedenen cornflakes gegessen. jetzt bin ich total voll und habe das gefühl, da ich jetzt eh schon weit über meinem kalorienpensum bin, kann ich (muss ich) gleich weiter essen, obwohl ich gar nicht mehr kann.
ich bin verzweifelt. warum krieg ich das nicht in den griff?
ich habe so angst, jetzt immer weiter zuzunehmen. wollte doch vor weihnachten schön aufpassen, damit ich in mein neues kleid passe...