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20.09.2007, 10:06
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Ist öfters hier...
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Ich kann dich gut verstehen. Mir geht es da genauso. Bei mir ist es auch weniger der Geschmack, sondern das Vollstopfen an sich! Ich habe wärend meiner FAs schon Sachen gegessen.... ihbäh!
Bei mir hat das verschiedene Gründe. Zum einen gibt mir die Esserei ein Gefühl der Sicherheit, besonders wenn ich mir über meine Zukunft und mein Leben allgemein Sorgen mache, das Wetter dazu noch total schmuddelig ist und ich Alleine bin ist die Warscheinlichkeit relativ groß, dass ich einen FA bekomme.
Dazu kommt, dass das Essen die Gefühlsleere für kurze Zeit füllt. Mir war in der vergangenen Zeit so langweilig, ich hatte wenig Kontakt zu anderen Menschen, wollte eigentlich vieles machen, habs dann aber doch lieber "auf morgen verschoben". Außerdem fehlen mir richtig gute Freunde, mit denen ich über alles reden kann. Meine beste Freundin ist nämlich vor einem halben Jahr umgezogen und seit dem reden wir nicht mehr so oft miteinander.
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2069 von 40076km gesportelt
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21.09.2007, 19:18
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Der Geist ist willig...
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Zitat:
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Zitat von asieslavida
Eine ganze Tafel schokolade reinzustopfen, das ist sozusagen ein selbsterlaubter kontrollverlust.

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@asieslavida: Ja, ich sehe das ganz genau so wie du, es geht ja meist gar nicht um den Geschmack, sondern um dieses Gefühl "heute geht es mir schlecht, ich musste die ganze Zeit machen, was andere von mir wollten, also mache ich jetzt etwas, was eigentlich verboten ist". Wie als kleines kind, wenn man die Kekse von der Schwester aufgenascht hat, weil sie einen geärgert hat.  Mit dem Unterschied, dass heute nur man selbst die negativen Folgen spürt
Jedenfalls ist das bei mir so.
Außerdem hat man auch das Gefühl, dass es dazu gehört, zu essen, wenn man nicht gut drauf ist. Machen die ja im Fernsehen auch so: Setzen sich auf die Couch, holen die Riesenpackung Eis aus dem Kühlschrank und heulen ganz furchtbar. Also macht man es am Ende einfach nach, weil es sich so schön dramatisch anfühlt...
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21.09.2007, 20:46
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Ich versteh dich total gut ... Ich hab dsiese Woche erst noch "  eine komplette " Tafel schhokolade gegessen danach fühlte ich mich irgendiwe total erbährmlich weil ich wusste das ich gegen meine Diät vertoßen habe ... Ok daraufhin war das Abendessen dan gestorben aber nungut ... ja ich vermisse auch das gefühl nicht darüber nachzudenken was ich grade esse und wieviele Kalorien das hat ... einfach mal wieder hemmungslos essen. Aber sind wir doch mal ehrlich in Wirklichkeit wollen wir das doch alle nicht da wir das Ergebnis zu gut kennen.
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BMI U 30 ich komme :P
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22.09.2007, 22:48
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Ist öfters hier...
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Da hast Du Recht.
Wenn ich überlege, wie oft ich Unmengen Süßkram (v.a. Kekse und Schokolade) in ich reingestopft habe... kein Wunder, dass ich davon zugenommen habe.
Das Problem ist halt auch, dass man all zu schnell wieder in alte Muster zurückfällt. Und das möchte ich natürlich auf keinen Fall!!!
Das diese "Sehnsucht nach dem sich vollfressen" irgendeine psychische Ursache hat, ist mir auch klar. Aber bisher konnte ich das Ganze nicht gut genug (be-)greifen... ich würde es gerne analysieren, durchschauen, verstehen... denn nur so kann ich wohl langfristig solche Aktionen vermeiden. Jetzt während der Diät geht es ja ganz gut, aber wenn diese strenge Selbstkontrolle langsam nachlässt... naja.
Wollen wir nicht so schwarz sehen.
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23.09.2007, 09:10
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Der Geist ist willig...
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Mir geht es ähnlich und ich sehne mich oft danach, mal ganz ungehemmt über alle Stränge zu schlagen und wirklich nur zu essen was ich will. Sei es ein Croissant mit Butter zum Frühstück, zum Mittag mal eine riesen Portion Nudeln mit Sauce oder was Fast Food mäßiges und dann abends zum krönenden Abschluss noch den Pizza-Service anrufen und während der Wartezeit schon mal Schoki und co. in sich hinein stopfen zu können.
Ich beneide drum auch alle Stoffwechsel-Wunde,r die den ganzen Tag wirklich "fressen" können ohne zuzunehmen. Mein Mann ist ein solches Exemplar.
Ein Stück Schoki reicht mir nicht, in letzter Zeit wollte ich mir mal einen Kinderiregel gönnen, tat dies und er schmeckte garnicht so wie ich es erwartet hätte. Ich fand es nicht lohnend ihn zu essen und dann die Kalorienzahl in meine Tagesbilanz zu übernehmen. Ich war echt enttäuscht, dass es mich nun garnicht befriedigt hatte. Aber trotz des miserabeln Geschmacks hätte ich kein Problem gehabt, nun grad aus Frust die ganze Packung in mich hinein zu schauffeln.
Warum ich dieses Fressen brauche bzw. bisher gebraucht hab, weiß ich allerdings auch nicht. Grad am Wochenende hab ich besonders viel Lust auf solche Fressaktionen, vielleicht weil sich diese mein Mann ohne Reue genehmigen kann?
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Duell-Ticker bis zum 27.10.2007:
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04.10.2007, 15:58
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Ist öfters hier...
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Hey, der Titel Deines Threads hat mich an ein Buch erinnert, bei dem ich denke, dass es viell die Antwort sein könnte:
Geneen Roth "Essen als Ersatz". Ich habs gelesen und oftmals so ein aha-Erlebnis gehabt.
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01.11.2007, 12:30
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Als ich noch zu Hause gewohnt habe, da hat meine Mutter die Süßigkeiten "verwaltet". Wir hatten einen Schrank, da war das Zeug drin, aber wir Kinder druften da nicht dran! Sie teilte uns die Sachen dann zu z.B. 1 Tafel Schoki für 3 Kinder! Mein Taschengeld ging auch immer für Süßes drauf und das Schlimmste war für mich, wenn ich MEINE Süßigkeiten teilen mußte!
Als ich dann mit meinem Mann zusammenzog, hab ich immer totale Süßigkeiten-Fress-Orgien gemacht, wenn er beim Training war. In seinem Beisein konnte ich mich beherrschen.
Das ist heute immer noch so. Sitzen wir abends gemeinsam vor dem Fernseher oder sind wir auf einer Feier, kann ich hingebungsvoll 2 Stunden an einem Negerkuss schlecken (naja, übertrieben) oder sogar milde lächelnd sagen: ich mag gerade nichts Süßes (prust, lach). Bin ich allein, ist ne Packung mit 9 Negerküssen RATZFATZ leer. Das ist mir total peinlich, dieses heimliche Schlingen und dann so tun als könnte einen kein Wässerchen trüben. Fällt ihm natürlich auf, wenn er 2 Tage nach dem Einkaufen in die Schublade guckt, und da liegen nur noch seine Sachen drin.
Dünne Menschen haben dieses Prob irgendwie nicht, oder? Mein Mann ißt NIE ne ganze Tafel Schokolade oder ne ganze tüte Chips...
Ist es mangelnde Disziplin? Futterneid? Ein seelischer Mangel, den man so ausgleichen möchte? Ich mein, ich fühl mich nach der Fresserei ja nicht mal gut!
Wie man sieht, haben so einige dieses Problem...hat auch schon jemand ne Lösung?!
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01.11.2007, 13:17
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Kennt sich schon aus...
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Also erstmal wollte ich loswerden, dass ich diesen Thread absolut klasse finde... Zitronenbaby, du sprichst mir aus der Seele und es überrascht mich irgentwie, wie genau das hier alles auf den Punkt gebracht wird.
Gerade auch der Aspekt, wie man damit umgehen kann beschäftigt mich momentan besonders.
Ich sehe das auch als Problem, dass es zwar unbestreitbar eine Essstörung ist, aber es ist sicherlich nicht so stark, dass die Behandlung in die Richtung Magersucht, Bullemie gehen wird, denke ich...
Das Verhaltensmuster zeigt aber auf jeden Fall eindeutig Suchtcharakter, find ich. Man hat eine Zeit/Phase lang alles unter Kontrolle und dann kommt der Absturz in das alte "Suchtmuster".
Zitat:
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Zitat von mira175
Ein Stück Schoki reicht mir nicht, in letzter Zeit wollte ich mir mal einen Kinderiregel gönnen, tat dies und er schmeckte garnicht so wie ich es erwartet hätte. Ich fand es nicht lohnend ihn zu essen und dann die Kalorienzahl in meine Tagesbilanz zu übernehmen. Ich war echt enttäuscht, dass es mich nun garnicht befriedigt hatte. Aber trotz des miserabeln Geschmacks hätte ich kein Problem gehabt, nun grad aus Frust die ganze Packung in mich hinein zu schauffeln.
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Diese Aussage finde ich zum Beispiel bezeichnend. Es schmeckte nicht!
Die erste Zigarette schmeckt auch nicht! Aber dann ist der kleine Sucht-Teufel wieder erwachet... und dem ist es Sch**egal wie das schmeckt!
Also in diesem Fall sehe ich eindeutig das "pushing" durch den Zucker als Auslöser.
Der andere Fall ist das "sich vollfressen wollen"
Da bin ich auch noch nicht wirklich auf den Punkt gekommen, wie das Verhaltensmuster ausgelöst wird...
Ich habe schon einige Mahlzeiten für mich entdeckt, die mich satt und zufrieden machen und super gesund sind.
Dadurch habe ich nicht das Gefühl etwas zu vermissen.
Die einzige Schwierigkeit ist halt von der Einstellung und vom "wollen" her dabei zu bleiben und nicht in die alten Gewohnheiten zu verfallen.
Ich habe mir vorgenommen alle Situationen hinterher immer zu analysieren, bei denen ich suchtartig gegessen habe und mir hinterher Lösungen überlege, wie ich das nächste Mal in der Situation besser handeln könnte.
Klar hat man immer die Angst, dass in der Situation der Kopf doch wieder ausschaltet bzw. man doch wieder eine Ausrede findet, um den schön zurechtgelegten Plan nicht durchführen zu können.
Tja 
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01.11.2007, 13:43
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Spitzen Naschkatze
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also ich muss sagen ich kann auch alles total nachvollziehen!
dieses gefühl des einfach fressen,fressen,fressen aus den verschiedensten gründen, die nie was mit hunger zu tun haben.
es is das essen an sich, also das gefühl WÄHREND des essens das man haben will. das gefühl danach ist einfach nur negativ. und daraus resultiert dann, dass ich noch mehr essen will um den innerlichen stress abzubauen obwohl mir schon schlecht is usw...
ich weis auch, dass ich damit versuch einfach irgendwas psychisches auszugleichen, aber ich bin noch nicht drauf gekommen was es ist. irgendwie hilft es mir mich abzulenken...
und mit den süßigkeiten ist es total verschieden bei mir. es teilt sich in mehrere phasen ein, die dann immer so ein paar wochen oder sogar 1 oder 2 monate dauern o.ä.
manchmal bin ich total streng am abnehmen und schaffs auch mir mal ein stückchen schoki zu gönnen ohne die ganze tafel aufzuessen usw und bin insofern zufrieden mit meinem essverhalten. bis dann irgendwann die phase kommt, wo ich mir denke "wozu das alles? ich will nicht mehr" diese innere leere oder unzufriedenheit/einsamkeit sonst irgendwas - und die veranlasst mich dann dazu wieder so richtig loszufressen 
das geht dann meistens wieder ein paar wochen so, oder es gibt wochen da ess ich nur heimlich und in gegenwart andere bleib ich bei meinem "nein, danke ich mag nix davon haben (haha - guter witz)"
is irgendwie total frustierend!
vor allem weil ich mir denke, dass spontane esser, also leute die sich nicht um ihre essgewohnheiten gedanken machen, diese probleme nicht haben!!
sie haben einfach andere methoden gefunden um verschiedene gefühle auszugleichen oder stress abzubauen.
und genau DAS würd ich auch sooo gerne können 
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man lebt wofür man sterben würde...
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01.11.2007, 13:44
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Loony: magst du dann mal erzählen, was bei deiner Analyse rausgekommen ist?
Natürlich frage ich mich nach nem Anfall: "mußte das jetzt sein? Du hättest dir doch auch einen Quark mit Himbeeren zusammenrühren können, der ist auch süß und lecker...oder ein bißchen Apfelkompott..."
Mach ich aber nicht! Es muß die Schokolade sein oder die Kekse! Ich wüßte gar nicht wie ich das analysieren soll...
Ich bin in Behandlung, weil ich jahrelag ne Panikstörung hatte. Bei meiner 1. Therapeutin haben wir ein Jahr lang immer die Angstsituationen anlysiert - ohne Erfolg. Ich hab da dann abgebrochen. Mein jetziger Therapeut hat mir schilcht und einfach erklärt, was in meinem Kopf bei Angst vor sich geht und wie ICH selbst was dagegen tun kann. Ich bin seitdem angstfrei.
Wenn ich nächste Woche wieder hingehe werde ich ihn mal drauf ansprechen, was in meinem Kopf passiert, wenn ich einen Fressanfall habe. Das muß doch das gleiche Muster sein...
Oh, ich muß sagen, dieser Thread hat mir schon sehr geholfen. Danke!
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