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Alt 07.07.2007, 11:51
Benutzerbild von Emily
Kennt sich schon aus...
 
Registriert seit: 01.03.2005
Beiträge: 424
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Immerzu an Essen denken

Hallo da draußen! Ich muss heute auch mal hier was schreiben.
Also von meinem Gewicht her liege ich ja im Normalbereich. Aber ich fühle mich eigentlich fast immer unwohl. Seit einem Alter von 15, also eigentlich mein halbes Leben, habe ich immer wieder zugenommen, abgenommen, zugenommen, abgenommen... nicht riesige Differenzen, aber so im Rahmen von bis zu 10 Kilo. Letztes Jahr hatte ich ca.59 Kilo, womit ich mich auch recht wohl fühlte, jetzt waren es grade wieder 65 Kilo, womit ich mich total mopsig fühle, auch wenn das Gewicht noch im Normalbereich liegt. Wenn ich dann Fotos von mir sehe, finde ich, dass ich total aufgedunsen aussehe.

Aber mal ganz davon abgesehen denke ich eigentlich immer an Essen. Ich esse für mein Leben gern, am liebsten warme Mahlzeiten. Ich bin Vegetarierin, esse auch viel Gemüse, ernähre mich aber nicht immer so gesund, wie ich es gerne möchte.
Das Problem warum ich immer wieder zunehme, sind nicht so sehr Chips und Schoki. Ich komme ganz gut klar, ohne Süßes im Haus zu haben. Aber wenn ich dann meine Mahlzeiten koche (ich wohne derzeit über die Ferien mit meinem Freund zusammen) , dann kann ich riesige Portionen essen, ich ess halt einfach so gerne.

Also ich denke immer, was ich denn als nächste Mahlzeit essen könnte, was ich vielleicht heute abend koche, was morgen... ich überlege hin und her und plane Mahlzeiten.
Oft habe ich auf etwas Bestimmtes zu essen Lust, obwohl ich vom Kopf her weiß, dass ich schon genug gegessen habe. (Oder wenn ich zum Beispiel einfach Lust auf Essen habe, auch wenn ich absolut satt bin.) Ich kann dann stundenlang an dieses Essen denken (das kann auch einfach nur ein Käsebrot sein), bis ich mir irgendwann denke, dann esse ich es doch einfach, dann ist es ja gut und ich muss nicht mehr dran denken. Und wenn ich es dann gegessen habe, ist es aber nicht gut, denn dann kommt ja das schlechte Gewissen.

Die Gedanken an Essen sind echt immer da. Jetzt grad denk ich an das verspätete Frühstück (Freund ist grad Brötchen holen) und mit den Gedanken bin ich aber auch schon bei dem Eintopf, den ich später kochen will.

Das kann doch echt nicht sein, dass man so dermaßen bestimmt wird von Essen! Ich weiß aber einfach nicht, wie ich das abstellen könnte.
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  #2 (permalink)  
Alt 07.07.2007, 12:40
Benutzerbild von hanni
Ist öfters hier...
 
Registriert seit: 21.06.2007
Ort: köln
Beiträge: 291
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Du könntest ziemlich schnell in eine Essstörung reinrutschen, du solltest vielleicht mal mit Deinem Arzt darüber sprechen.
Ansonsten kannst Du Dir auch anonym bei Beratungsstellen und im Internet hilfe holen, das ist eine Selbsthilfesite: http://www.magersucht.de/

Pass auf Dich auf, liebe Grüße
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make my day
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  #3 (permalink)  
Alt 08.07.2007, 11:17
Frischling
 
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Beiträge: 86
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liebe emily,
da das sich das ganze bei dir nicht nur über monate und jahre, sondern fast schon über einen viel längeren zeitraum hinzieht, liegt die vermutung nahe, dass mehr dahinter steckt, als einfach nur 'n paar pfunde zuviel. an deiner stelle würde ich vielleicht versuchen, die ursache dafür zu finden. die kann wirklich vielseitig sein - und muss nicht mal direkt was mit deiner figur zu tun haben. 'essstörungen' (will dir keine unterstellen) können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und einen individuellen charakter haben. wenn du also so darunter leidest, kann ich dir eine beratungsstelle (findest du über's internet) empfehlen. ich war selber mal dort, weil meine freundin an bulemie leidet, und hab ganz positive erfahrungen gemacht. man kann sich einfach mal alles von der seele quatschen und fühlt sich verstanden.
liebe grüße & alles gute
milena
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  #4 (permalink)  
Alt 08.07.2007, 16:33
Ist öfters hier...
 
Registriert seit: 24.06.2007
Ort: Schweiz
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Anthya eine Nachricht über ICQ schicken
Hey mir geht es so ähnlich. Ich habe mich eigenltich schon immer zu dick gefühlt, das fing allerdings bei mir schon mit 12 an, da hatte ich aber absolut Normalgewicht, wollte aber natürlich möglichst gar kein Fett auf den Rippen habe, jede Rundung war mir zu viel. Auch bei mir sprang das Gewicht immer hin und her. Ich war durchschnittlich so 57 kg, wollte immer unter 50 kg wiegen, da ich das Gefühl hatte, dass ich dann dünn wäre. Einmal hab ich auch soweit abgenommen, habe den ganzen Tag nur Müsli gegessen und hab auch gut 8 kg in 3 Wochen verloren. Meine Tage blieben schon aus und kamen dann dafür um so heftiger. War in null komma nix wieder drauf und ich breiter trotz gleichem Gewicht Ich hatte mir vorgenommen: NIE über 60 kg. Wenn ich bemerkt habe, dass ich mich der 60 annäherte, hab ich sofort angefangen weniger zu essen, bis das Gewicht wieder im akzeptablen Bereich war. Immer mal wieder hab ich auch versucht abzunehmen, was ich aber nach spätestens 1 Woche wieder aufgegeben habe So war ich eigentlich immer schlank, aber fühlte mich immer zu dick. Bis vor 2 Jahren war ich auch noch auf meinen 57 kg und dann hab ich mich mal n Zeitchen nicht um meine Figur gekümmert und so 15 kg zugenommen Erst konnte ich es noch akzeptiere, es war zwar immer in meinem Hinterkopf: Hey jetzt aber vorsichtig, aber wie schon immer hab ich mir was vorgenommen, und es dann nicht umgesetzt. Bis ich dann mal richtig in den Spiegel schaute und bemerkte, dass ich in meinen Kleidern wie ne gepresste Wurst aussehe. Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass ich irgendwie das Gefühl habe, dass ich nie wirklich zufrieden sein werde mit meiner Figur. Es ist echt deprimierend.

Bei mir ist es leider auch so, dass ich fast den ganzen Tag nur ans Essen denke und jetzt wo ich WW mache erst recht. Ich könnte eigentlich immer etwas essen, ich denke, dass hat auch nichts mit Hunger zu tun, ich könnte einfach alles in mich hineinstopfen. Erst mal paar Chips, dann wieder was Süsses, dann wieder Chips, dann mal Aufschnitt usw. Teilweise hab ich auch gegessen, obwohl mir schon schlecht war, aber die Schoggi war ja so lecker und musste weg. Wenn ich so darüber nachdenke, hat das schon was Krankes an sich, denn teilweise hängte meine ganze Laune davon ab, ob ich das was ich wollte essen konnte oder nicht. Es ist auch noch heute etwas so, seit ich auf vieles verzichten muss, bin ich oft recht genervt und meine Laune ist oft aufm Nullpunkt, aber ich will es einach durchziehen, da ich eigentlich viel gesünder esse, als zuvor.
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  #5 (permalink)  
Alt 09.07.2007, 11:16
Benutzerbild von Emily
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Registriert seit: 01.03.2005
Beiträge: 424
Geschlecht:
Danke für eure Antworten! Also eine Essstörung habe ich definitiv, zumindest in dem wörtlichen Sinne, dass ich ein gestörtes Verhältnis zu Essen habe. Ich habe mir irgendwann, schon vor ein paar Jahrern vorgenommen, mein Gewicht einfach durch eine gesunde Ernährung und ausreiched Bewegung in Griff zu bekommen. Dabei rutsche ich dann aber immer wieder in alte Verhaltensmuster ab, und die alten Gewichtsschwankungen treten wieder auf.

Ich hatte auch im privaten Bereich viel zu verarbeiten in den letzten Jahren und im Moment viel Stress mit meinem Beruf (na gut, im Moment hab ich grade Ferien, aber wenn die vorbei sind). Kann schon sein, dass ich solche Dinge dann auf mein Essverhalten übertrage und praktisch so viel an Essen denke, um andere Dinge zu verdrängen.

@Anthya: Was du schreibst, kommt mir ziemlich bekannt vor! Ich hatte auch mal für mich die magische 60kg-Grenze, und wenn ich da drüber war, war das ganz schlimm. Nun ja, aber dann habe ich, wie schon geschrieben, im letzten Dreivierteljahr doch wieder ordentlich zugelegt, un d jetzt fühle ich mich wieder tierisch unwohl. Ich möchte eigentlich nicht sowas machen wie Punkte zählen, da ich denke, das würde mich noch stärker in zwanghaftes Verhalten drängen. Das darf ich jetzt noch, das nicht mehr usw. Ich denke, ich probiere es wieder, an meiner gesunden Ernährungsumstellung und Sport zu arbeiten. Ich bin so dermaßen faul geworden.


Warum ich diesen Thread auch aufgemacht habe, war, weil ich mal hören wollte, wie andere mit sowas umgehen, denn mir sind in diesem Forum schon öfter Aussagen von Abnehmenden aufgefallen, die schreiben, dass sie eigentlich dauernd nur an Essen denken. Vielleicht will ja noch der eine oder andere was dazu schreiben.
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  #6 (permalink)  
Alt 09.07.2007, 18:33
Ist öfters hier...
 
Registriert seit: 15.06.2007
Beiträge: 154
bei mir ist das phasenweise...
es gibt Phasen da denk ich sehr viel ans Essen und Phasen da denk ich gar nicht dran.
In den Phasen an denen ich oft ans Essen denke, überleg ich auch immer wieviel kcal bestimmte Lebensmittel haebn und was/wieviel ich gegessen habe etc. und stell mich auch recht oft auf die Waage...und dann gibts Phasen da denk ich nich wirklich dran und denk auch nicht dran, was ich ess. Und in den letzteren Phasen ess ich in der Regel weniger. Wenn ich nämlich immer ans Essen denk, komm ich auch auf so Gedanken, wie toll jetzt Schokolade wär und hol mir eine. Wenn ich nicht ans Essen denk, ess ich wenns was gibt bzw. wenn ich hunger hab, aber steh nicht auf und ho mir zwischendurch nicht.
Von daher ists-zumindest bei mir-total blöde ans Essen zu denken.
So Phasen, an denen ich viel ans Essen denk, werden z.B. durchs TV ausgelöst, wenn was über Abnehmen/Übergewicht kommt...danach denk ich dann immer extrem ans Essen...
Was auch eine komische Angewohnheit ist: Jedesmal wenn im TV jmd. auf die Waage stellt, sstell ich mich wenig später auch drauf!
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