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Liebe Evanescence,
Ja, es gibt so viele, die noch so denken - aber in Therapie sind so viele, und es heißt ja nicht gleich, dass man aus einer gänzlich unglücklichen Familie kommt - ich liebe meine Eltern trotz allem und kann mit meiner Mutter (inzwischen) offen reden. Ich musste aber auch lange erklären, warum ich in Therapie bin (Mein Vater meinte immer ich sei doch "vernünftig" und brauche so was nicht..). Ja, wer in Therapie geht ist krank. Wer es nicht macht, so ist es leider, wird auf die Dauer noch kränker. Ich bin mir sicher, Du schaffst das. Toll ist es, so etwas hier im Forum posten zu können, ich wünschte, das hätte es zu "meiner Zeit" schon gegeben. Dann merkt man, man ist nicht allein mit seinen Problemen, ich finde das schon irgendwie beruhigend.
Ich finde es toll, dass Du z.B. das Kindertraining machst und im verein engagiert bist, dass hätte ich mich damals gar nicht getraut. Du bist stärker, als Du vielleicht denkst. Ja, ausziehen wäre wohl schwierig im Moment.. ich sehe eigentlich nur eine Möglichkeit: Ein langes klärendes Gespräch mit Deinen Eltern, ohne Vorwürfe deinerseits (um Streit zu vermeiden), in dem Du einfach nur sagst was Du fühlst und wie es Dir geht. Wenn das nicht funktioniert rede mal mit Deinem Hausarzt, der kann Dir hoffentlich weiterhelfen!
lg,
Navina
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