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07.04.2006, 19:52
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Naschkatzen Goldi
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Registriert seit: 14.02.2006
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ist das schon der anfang einer eßstörung?
hallo an alle,
vorab, ich bin mir nicht sicher, ob das hier reingehört...also bei bedarf bitte verschieben.
ich weiß nichtmal, wo ich überhaupt anfangen soll
zur vorgeschichte: ich bin mittlerweile fast 24 jahre alt, und seid ich eingeschult wurde, habe ich das problem mit dem gewicht bzw essen. wie es vorher war, weiß ich nichtmal mehr. und eigentlich war ich , als ich eingeschult wurde, nicht dick oder mollig. normal schlank halt, wie bei kindern üblich. meine schule lag damals in einem anderen ort, somit waren meine schulfreunde auch immer schlecht zu erreichen für mich. bei mir im ort hatte ich keine freunde. somit saß ich immer viel zu hause rum, vorm fernseher oder sonstwo. und ich habe so ab der dritten klasse in etwa immernur gegessen. teilweise die ganze packung wurst zwischendurch oder maßig süßigkeiten.und damit setzte ich an. so war ich zwar nicht dick, aber doch recht proper. meine schulfreunde machten spitze bemerkungen und auch meine eltern ließen des öfteren kommentare bezüglich meiner figur ab. so ging daß, bis ich mit 14 aufs gymnasium kam. dort ging es weiter. nur ab diesem zeitpunkt traf es mich wirklich, was andere sagten. ich begann, mich fett zu fühlen. ich machte diäten hier und da, und wurde dann wirklich kräftig (jojo effekt). wog dann mit etwa 17/18 73 kg bei 1,63 körpergröße. dann kam der punkt, wo ich nix mehr aß, von jetzt auf gleich. das machte ich mal 6 wochen, dann mal 3 wochen, bis ich schließlich bei knapp 62kg ankam und mich wohl fühlte. ich aß ab da an wieder normal, nahm auch bis auf ein kilo, was mich nicht störte, nix zu.
jetzt kommt mein eigentliches problem. seit dem kann ich essen nicht mehr genießen. sobald ich mal ein burger esse oder sonstwas weniger gesundes, wo ich ansetzen könnte, überkommt mich ein ungemein schlechtes gewissen. das ist doch nicht normal?
mittlerweile mach ich ww, weil ich doch gern 55 kg haben möchte, allerdings bemerke ich jetzt nach 6 wochen, wie ich wieder ins nichts essen abrutsche. ich fühl mich mies, wenn ich meine punkte überschreite. ich knauser regelrecht an den punkten, nach dem motto, lieber zu wenig als zu viel. lieber gar nichts, als wieder irgendwas ansetzendes zu essen. irgendwie gerät wieder alles aus den fugen, aus angst, wieder zuzunehmen, verzichte ich auf manche mahlzeiten.
ich weiß auch nicht. sorry, wenn es irgendwie konfus klingt, aber zur zeit mache ich mir teilweise echt gedanken darüber, weil ich es nicht normal finde und nicht mein ganzes leben lang immer nur "essen" und "gewicht" im kopf haben will.
wollte daß nur mal loswerden. danke fürs lesen.
lg
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Also sprach Zarathustra: Gott ist tot .
-Nietzsche-
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07.04.2006, 21:01
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Moderator
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Registriert seit: 12.05.2005
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Re: ist das schon der anfang einer eßstörung?
Huhu Shinigami,
also ich finde das weder konfus, noch Eßgestört Ich glaube jeder der länger das Gefühl hat/te mollig/übergewichtig/dick zu sein, kennt diese Gefühle.... also mach Dich bitte deshalb nicht so verrückt, und kummer deswegen, schon garnicht
Wichtig aber, bei allem ist, daß Du Dir auch mal Sachen wirklich GÖNNEN kannst, GENIEßEN, selbst wenn man das in die Kategorie "Sündigen" schieben würde... erhalte Dir auf alle Fälle Deine Lebensqualität, und beschneide Dich nicht, indem Du Dir Vorwürfe für ein mal kcal-haltiges Essen machst, oder gar ganz darauf verzichtest... Gesunde Skepsis und "bremsen" ist immer gut... aber nur im Rahmen des Seelisch + Körperlich gesundem!
Weißt Du, DER MENSCH - das macht nicht nur der Hülle aus... sondern auch daß was Du an glücklich sein, fröhlich sein, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit uvm ausstrahlst Deshalb gönn Dir mit RUHIGEM GEWISSEN auch mal was gutes Freu Dich an Erfolgen, und an Disziplin, aber auch genauso an leckeren Sachen, die einem ab und zu sehr gut tun, und nach denen man verlangt...
Immerhin lebt man nur einmal, also sollte man das LEBEN dabei NICHT vergessen
Lieben Gruß
sun
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Tue Deinem Körper Gutes, damit Seele und Geist Lust haben darin zu wohnen!
(Sir Winston Churchill)
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07.04.2006, 21:30
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Also, ich würde mal sagen, schon ein bißchen "eßgestörrt", aber halt noch die "normale" Eßstörung von fast jeder (schätzungsweise zweiten) Frau. Kenn' unter meinen ganzen weiblichen Bekannten kaum eine, die ein wirklich normales Verhältnis zum Essen hat... Also, ich würde sagen, Du bist noch "normal eßgestört"  Wie ich halt irgendwie auch. Kaum einer hier im Forum wird schon ein total "normales" Verhältnis zum Essen haben und was heißt auch schon normal?
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10.04.2006, 15:46
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Wohnt hier
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Registriert seit: 08.03.2006
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Beiträge: 1.980
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Hallo Shinigami;
ich finde es schon schade, wenn Du aufhörst, das Essen zu geniessen. Nee, und das Thema Gewicht und Essen sollte bestimmt auch nicht Dein Leben auf lange Sicht bestimmen. Für mich liest sich das nun so, als wärest Du zumindest nicht immun für eine Essstörung, wobei ich Imb auch recht geben muss, dass wohl ziemlich viele Menschen kein gesundes Verhältnis zum Essen haben. Insofern bist Du also vollkommen "normal"
Gerade beim WW, was Du ja praktizierst, solltest Du doch eigentlich geschützt davor sein, Dir zu wenig Nahrung zu gönnen wegen der Mindestpunkte, die Du einhalten musst.
Ich selbst bin ja auch ziemlich konsequent dabei, was das betrifft, und schaue, jeden Tag Punkte einzusparen. Meistens verlebe ich den Tag mit ca 8-10 Punkten und muss dann abends schaun, wie ich auf meine Mindestpunktzahl komme. Der Hintergrund ist aber nicht, dass ich das Gefühl habe, das Essen wäre nicht gut für mich, bzw. ich würde zunehmen, wenn ich mir das genehmige, sondern weil für mich der Genussaspekt so wichtig ist, dass ich mir das Essen aufspare, bis ich Zeit zum Geniessen habe. Nur mit dem Problem, dass sich diese Zeiten kaum finden lassen und ich dann abends schaun muss, wie ich noch was verbrate.
Wie gesund oder krank Dein Essverhalten wirklich ist, musst Du für Dich entscheiden. Du siehst ja, wir haben alle unterschiedliche Meinungen dazu und können nur Anregungen geben, die Dich unterstützen, Deine Situation zu reflektieren. Wichtig finde ich für ein gesundes Essverhalten einmal, dass das Thema Essen langfristig nicht das Denken dominieren darf, klar es gehört da zu, ist existenziell fürs Leben aber darf nicht "alles" im Leben sein, dann dass man das Essen noch geniessen können muss und drittens, dass Du Dich und Deinen Körper magst, auch die eventuellen Speckröllchen und Macken, die vorhanden sein könnten.
__________________
Bis denn SIYA (nie mehr über 65 kg)
gesportelt bisher diese Woche: 180 Min.
Wochensoll: 240 Min.
Übertrag aus der vergangenen Woche: +/- 0 Min.
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15.04.2006, 14:44
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ich verstehe genau was du meinst. das problem ist halt, dass man den bezug zum essen irgendwie verliert. meine erste diät liegt bei mir auch schon einige jahre zurück, da war ich 16 und hab mich auch regelrecht heruntergehungert, seit dem hab ich ernorme probleme das essen zu genießen. für mich is essen irgendwie immer..ja so ne art feind, obwohl das schwachsinn ist. mittlerweile hat sich das allerdings wieder etwas gebessert, zur zeit sind nur fettige sachen und süssigkeiten die feinde die sich auf den hüften absetzten. als essgestört würd ich dich auf keinem fall bezeichnen. sobald man eine diät anfängt läuft man nun mal gefahr in eine essstörung hineinzurutschen. man muss halt wissen wo die grenzen sind. man setzt sich ja meistens ein zielgewicht das man erreichen möchte, hat man dieses allerdings erreicht, möchte man noch bissl was abnehmen und dann noch bissl und noch bissl..naja und das geht dann immer so weiter. ich hab mich an meinen hausarzt gewendet weil ich damit alleine nicht mehr klar gekommen bin. ich muss jetzt genau aufschreiben wann ich was esse und was ich esse und wieviel und werde alle vier wochen gewogen. is für mich eigentlich die beste kontrolle die es gibt.
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21.04.2006, 18:14
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lieber weniger als zuviel......
hallo Shinigami,
deine geschichte ähnelt sehr meiner geschichte: ich habe genauso in der pubertät bewußter die reaktionen der anderen wahrgenommen und mich dann auch davon beeinflussen lassen - empfand mich als zu dick und aß dann deshalb nur noch fettarmes zeug und trieb wahnsinnig (2-3 Stunden) viel Sport was dazu führte, dass ich innerhalb eines monats 10 kilo runter hatte. schön und gut, aber ich hatte genug abgenommen (bei 1.72 wog ich damals 60 kg) und hätte ruhig aufhören können.
aber die angst zuviel zu essen, ließ mich weiterhin wenig essen. das führte dazu das ich im essen rumstocherte und alles super oft kaute und widerwillig runterschluckte und so wurde ich noch dünner und wog dann auch bald nur noch 55. meine damalige klassenlehrerin ist mein essverhalten im schullandheim aufgefallen und hat mich mal beiseite genommen und mir erzählt, dass das nicht mehr gesund wäre und das ich schauen sollte, nicht richtig krank zu werden. sie hat mich überzeugt und so langsam aß ich auch mehr und entkam meiner magersucht.
etwas widerwillig und mit dem unangnehmen gefühl das sie mich zum dicker werden verleitet, was ich ja überhaupt nicht mehr sein wollte, aber ein anderes gefühl in mir (die einsicht denke ich) hat mich trotzdem zum mehr essen gebracht. ich nahm zwar wieder zu und erreichte so meine 62 kilo, aber ich behielt das gewicht auch über jahre.
Also, ich würde nicht unbedingt sagen, dass dein essverhalten falsch wäre, zumal du ja einen vernünftigen weg gewählt hast mit den ww, aber zu sehr knaussern solltest du nicht, nicht so, dass du zu wenig zu dir nimmst (diättechnsch weniger ja, aber nicht zuuuuuu wenig) denn damit nimmt man leicht und schneller ab, aber da du jetzt auch älter bist und dein stoffwechsel sich auch ändert, es nicht mehr so sein wird, dass du trotz nicht diät essen weiter schlank bleibst, der jojo effekt wird dann wahrscheinlich einsetzen.
also, wollte dir nur deutlich machen, dass man da leicht reinrutschen kann, zumal du ja non stop an "was darf ich essen und nicht" denkst.
lenke dich lieber ab mit dingen die dir spaß machen, so wird dein kopf auch davon erleichtert und halte dich bei mahlzeiten an die richtlinien der ww, dann wird das auch gut klappen.
Viel Erfolg wünsche ich dir und bei Fragen stehe ich dir gerne zur verfügung --> bin ja wie beschrieben von magersucht betroffen gewesen und habe später auch eine freiwillige therapie zu esströrungen besucht, die mir auch sehr geholfen hat.
P.S: mein heutiges gewicht erlangte ich durch faulheit und durch stress im studium und weil ich mich selbst in dieser zeit vernachlässigt habe und das bewußt (bin der typ "prüfungen, lernstress nebenher essen für konzentration) und möchte jetzt diese kilos wieder loswerden.
Liebe Grüße[/b]
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21.04.2006, 19:46
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Hallo,
*seufz* Bin ich froh, von ähnlichen geschichten zu hören....lesen.
Meine ist genauso...nur dass ich nach der Magersucht in ne Fresssucht geraten bin.
Bei über 100 kg hab ich dann die Bremse gezogen....aber Essen geniesen? Ne, niemals...
Ich esse nichtmal in der Öffentlichkeit (nicht mal einen Apfel oder so) und schäme mich, wenn ich mit etwas zum essen über die Straße laufe...das wird in der Regel sofort in der Tasche "versteckt".
Die Frage mit der Essstörung....nein ich glaube nicht, dass das eine wirkliche Störung ist. Eher eine Schädigung aus dem bisherigen Essverhalten heraus...
Aber dem ganzen können wir ja durch unsere jetzige Ernährungsweise entgegenwirken....zumindest hoffe ich es!
Grüßle,
Schelmchen
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21.04.2006, 19:58
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Zitat:
also, wollte dir nur deutlich machen, dass man da leicht reinrutschen kann, zumal du ja non stop an "was darf ich essen und nicht" denkst.
lenke dich lieber ab mit dingen die dir spaß machen
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Und was ist wenn einem das Abnehmen Spaß macht?
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21.04.2006, 20:03
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hallo Mjau,
genau DAS ist das Problem...wenn du klasse abnimmst, fällt man nämlich in eine Art Rausch. Zumindest wars bei mir so. Ich fand jeden Tag OHNE essen klasse.....
So, ich verabschiede mich für heute......
Grüßle,
Schelmchen
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21.04.2006, 22:14
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Frischling
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Registriert seit: 09.02.2005
Ort: München
Beiträge: 84
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halli hallo!
ich finde es toll, dass du so viel abgenommen hast. aber schade, dass du den genuss verloren hast und auch vielleicht nicht soo gesund abgenommen hast...
vielleicht solltest du dein ziel von 55kg erstmal loslassen und dich erstmal mit deinem jetztigen gewicht & körper abfinden und lernen zu akzeptieren. denn du hast ja ein super gewicht!! mit 55kg hättest du ja auch schon a bissal untergewicht... nimm dich so an wie du bist und hau mal wieder rein. halt dich gfit. mach sport. vielleicht fühlst du dich dann auch mit 60kg gut. ich beneide dich auf jeden fall!!
viel erfolg!!
lg shaki
__________________
poco a poco ...
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