Danke Summerbreeze1981, Sabia Swarovski, Squadplay, sleepwalker1303 und Persephone256 für’s Lesen, für eure Antworten und eure kraftspendenden Worte!

Es hat mich in meinem Entschluss gefestigt, auf Abstand zu gehen.
Abstand und nicht Kontaktabbruch, weil ich immer noch nicht den Gedanken loslassen kann, dass es vielleicht für mich ertragbar wird und ich in den wenigen kurzen Situationen gelassen bleiben kann, sofern man sich nur selten sieht (ein, höchstens dreimal im Jahr).
Sollte das nicht klappen, werde ich dort ebenfalls einen Schlussstrich ziehen.

Weit weg von zuhause wohne ich nicht, etwas über 100km. Da der Kontakt über WhatsApp und die Telefonate irgendwann überhandnahmen, wären selbst 1000km keine Entfernung gewesen.
Mittlerweile beschränke ich den Kontakt da auf das Nötigste. Mir geht’s jetzt auch schon viel besser. Ich habe gefühlt mehr Luft zum Atmen und diese Heißhungerattacken brechen gar nicht mehr aus. Ohne diese ständige Kritik im Nacken, sinken auch die Angst und diese Befürchtungen (ich bin komisch/peinlich/ungenügend, ich mache etwas falsch), wenn ich mich in neue soziale Situationen begebe.
Ich kann es gar nicht erwarten, nach meinen Abgaben für die Uni endlich wieder zum Sport zu gehen und diesmal auch meine Erfolge zu genießen !

Nach dem wochenlangen schlechten Gewissen, das nun immer weniger wird, habe ich überhaupt bemerkt wie viel Zeit so ein Tag überhaupt hat; Zeit, in der ich mich immer mit anderen beschäftigt habe.
Mit Sicherheit war mein Klammern an den kaputten Verhältnissen auch die Angst davor sich mit mir selbst zu beschäftigen, weil ich mir ‚gar nicht eingestehen wollte/sehen wollte, dass ich wirklich so ein riesiger Fehler bin‘. Davon habe ich allerdings noch nichts bemerkt. Klar, jeder hat Fehler und Eigenheiten, aber dieses schlechte Selbstbild war einfach nur übertrieben.