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  1. #19
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    Ich will das ja auch erst dann machen, wenn mein Zielgewicht erreicht ist und ich nicht noch weiter abnehmen will. Das der Wert von Futtern hoch gehalten wird mag zwar sein, aber nicht mehr im Sinne von täglicher ungesunder Nahrungszufuhr, sondern im Sinne eines Highlights, das man sich nur einmal pro Woche gönnt. Essen soll eben kein stupider mechanischer Prozess sein, sondern man sollte es wirklich in vollen Zügen geniessen.

  2. #20
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    Zitat Zitat von heinz2404 Beitrag anzeigen
    Essen soll eben kein stupider mechanischer Prozess sein, sondern man sollte es wirklich in vollen Zügen geniessen.
    Bleibt die Frage, was Essen so wichtig macht, dass man es zum Highlight erklären muss . Ich kann nur immer wieder davor warnen, sich mit Essen zu belohnen oder es als besondere Gönnung zu betrachten.

    Das macht nämlich im Umkehrschluss den Rest des Lebens ein Stück weit zum Verzicht. Und das ist ein Zustand, den kein Mensch dauerhaft aushält. Wenn man dauernd in dem Gefühl lebt, sich etwas vorzuenthalten, was man sich dann an einem besonderen Tag "gönnt", wird das mit absoluter Sicherheit früher oder später dazu führen, dass man unzufrieden wird und schließlich den Verzicht beendet.

    Stattdessen immer alles genießen, aber so planen, dass die Mengen dennoch jeden Tag in einem gleichmäßigen guten Kalorienrahmen sind, ist dauerhaft sehr viel zuträglicher.

    Aber letzten Endes muss da jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Ich bedaure nur all die Jahre, in denen mir genau die von dir propagierte Lebensweise immer nur mehr Übergewicht beschert hat.

    Loma
    Nur Prinzessinnen richten ihr Krönchen. Königinnen ziehen ihr Schwert.
    Startgewicht am 15.9.2016: 105kg
    Ziel erreicht am 15.09.2017 mit 58kg
    Abnahme insgesamt: 47 Kilo
    Aktuelle Challenge: Gewicht zwischen 58 und 59,9 halten

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  3. #21
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    Zitat Zitat von Paloma Beitrag anzeigen
    Bleibt die Frage, was Essen so wichtig macht, dass man es zum Highlight erklären muss .
    Dann hast du offenbar noch nie was Leckeres gegessen . Mir ist nicht ganz klar, worauf du hinaus willst. Soll ich jeden Tag ein Krümelchen Sahnetorte essen, anstatt mir einfach an einem speziellen Tag mal ein normales Stück zu gönnen? Was man da eher durchhält und was man eher als Verzicht empfindet, scheint mir doch zumindest höchst subjektiv.

  4. #22
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    Zitat Zitat von bjoe Beitrag anzeigen
    Dann hast du offenbar noch nie was Leckeres gegessen . Mir ist nicht ganz klar, worauf du hinaus willst. Soll ich jeden Tag ein Krümelchen Sahnetorte essen, anstatt mir einfach an einem speziellen Tag mal ein normales Stück zu gönnen? Was man da eher durchhält und was man eher als Verzicht empfindet, scheint mir doch zumindest höchst subjektiv.
    Irgendwie hast du, glaube ich, nicht richtig gelesen, was sie geschrieben hat. Sie schrieb ja, dass man sich durchaus täglich etwas Leckeres nehmen kann, sofern es in den Kalorienrahmen passt.
    Aber diese Labels " was gönnen", "highlight", "darauf freuen" und welche abgeewandelten Formulierungen auch immer hier noch zu finden sind...die sind doch das Problem. Dadurch wird das Essen von gewissen Dingen auf einen Sockel gehoben, zu etwas deklariert, auf das man 6 Tage die Woche verzichten MUSS, um es sich dann eeeeeeendlich zu gönnen...und dadurch bekommt das ganze eine Bedeutung, die dem Essen eigentlich nicht zukommen sollte. Denn so lecker manche Dinge auch sind, es sind letztlich doch nur Nahrungsmittel...sie sollten weder Belohnung noch Trost, Einsamkeitskiller, Zeitvertreib oder sonst etwas sein.
    Unterhalte dich mal mit Menschen, die ihr Leben lang normalgewichtig und nicht essgestört gewesen sind...die werden dir sicher nicht erzählen, dass sie sich 6Tage lang darauf freuen, etwas bestimmtes zu essen. Die essen es eben, wenn ihnen danach ist, ganz normal. Es passt dann eben aber auch in ihren Kalorienrahmen (denn sonst würden sie ja zunehmen).

    Wenn man aber immer wieder dieses "etwas gönnen", Cheatdays oder was auch immer durchzieht, verliert das Essen nie diese krankhaft übergeordnete Bedeutung, die es für Übergewichtige nun mal aber hat. Zwangsläufig denkt man viel zu viel daran, wenn man verzichtet, bemüht sich, strengt sich an...und wenn dann der ersehnte Tag da ist, hat man die Befreiung und Erleichterung das Langersehnte und Vermisste wieder zu haben.
    Und je länger man das macht, umso schwieriger wird es werden, Essen endlich wieder so zu sehen wie man es eigentlich sehen sollte...als Nahrungsmittel und nichts weiter.
    Und solange Essen diesen hohen Stellenwert hat, wird der Verzicht darauf IMMER Kraft kosten...eine Kraft, die man i.R. einer persönlichen Krise, Frustration, Enttäuschung etc. irgendwann einmal nicht mehr hat und schon ist der Jojo da.
    Geändert von LivOnFire (22.08.2017 um 16:35 Uhr)
    Start am 09.07.17


    If you can’t handle me at my worst, then you sure as hell don’t deserve me at my best!
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  5. #23
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    Zitat Zitat von bjoe Beitrag anzeigen
    Mir ist nicht ganz klar, worauf du hinaus willst. Soll ich jeden Tag ein Krümelchen Sahnetorte essen, anstatt mir einfach an einem speziellen Tag mal ein normales Stück zu gönnen? Was man da eher durchhält und was man eher als Verzicht empfindet, scheint mir doch zumindest höchst subjektiv.
    Nein, du kannst auch jeden Tag ein Stück Sahnetorte essen, wenn dir danach ist. Dafür sparst du an anderen Mahlzeiten oder treibst vermehrt Sport, um den Gesamtumsatz zu erhöhen. Das einzige, was man tun muss ist, für sich abzuwägen, was einem wichtiger ist: Das Stück Sahnetorte und dafür vielleicht eine Mahlzeit weniger/ sparsamer oder eine Stunde zusätzlichen Sport - oder statt der Sahnetorte am Abend 1-2 Gläser Wein oder Bier - oder halt gesunde, ausgewogene Mahlzeiten.

    Letzten Endes tut man nichts anderes, als nach einem Futtertag weniger zu essen - nur dass man es im Vorfeld bewusst einplant. Und das macht dauerhaft durchaus einen Unterschied. Man ist wesentlich weniger in Gefahr zu sagen "Heute ist alles egal, ab morgen geht's ja weiter".

    Es gibt ziemlich viele hier im Forum, die in Sachen Abnehmen nie wirklich voran kommen, weil sie sich mit schöner Regelmäßigkeit nach ein paar Tagen Disziplin wieder vollstopfen. Danach fangen sie dann wieder von vorn an. Natürlich kann man so leben, aber es ist ziemlich anstrengend. Die meisten behaupten übrigens, sie würden auch an diesen Tagen nur "in Maßen" essen. Schaut man sich die Fortschritte bei der Abnahme an, sprechen die meist eine andere Sprache.

    Denn eigentlich hat man das Gefühl, permanent Verzicht zu üben. Trotzdem passiert auf der Waage nicht viel.

    Letzten Endes entscheidet jeder selbst, was er wann isst oder nicht. Und solange man damit Erfolg hat, spielt alles andere keine große Rolle.

    Meine persönliche Erfahrung: Ich habe vor etlichen Jahren genau auf diese Art und Weise erfolgreich abgenommen: Tagelange Disziplin, dann ein Fressflash, dann wieder Disziplin. Unterm Strich war die Kalorienbilanz trotzdem so, dass ich abgenommen habe - wenn auch langsam. Insgesamt habe ich über 30 Kilo verloren.

    Das Problem: Ich hatte nicht umgelernt. Mein inneres Programm sagte immer noch: "Unkontrolliert viel essen ist klasse". Ich war schneller wieder fett, als ich "Jojo" sagen konnte.

    Das ist diesmal anders. Ich habe meine Einstellung zum Essen komplett verändert. Genuss habe ich nicht weniger - eher im Gegenteil. Allerdings gehören Döner, asiatische Fressbuffets, Süßkram und Fertigfutter nicht mehr zu den Dingen, die ich darunter verstehe. Und das macht einen entscheidenden Unterschied.

    Loma
    Nur Prinzessinnen richten ihr Krönchen. Königinnen ziehen ihr Schwert.
    Startgewicht am 15.9.2016: 105kg
    Ziel erreicht am 15.09.2017 mit 58kg
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    Aktuelle Challenge: Gewicht zwischen 58 und 59,9 halten

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  6. #24
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    Zitat Zitat von LivOnFire Beitrag anzeigen
    Unterhalte dich mal mit Menschen, die ihr Leben lang normalgewichtig und nicht essgestört gewesen sind...die werden dir sicher nicht erzählen, dass sie sich 6Tage lang darauf freuen, etwas bestimmtes zu essen. Die essen es eben, wenn ihnen danach ist, ganz normal. Es passt dann eben aber auch in ihren Kalorienrahmen (denn sonst würden sie ja zunehmen)
    Ja und so hats bei mir nicht funktioniert, also musste ich einen anderen Weg finden, sind nun mal nicht alle Menschen gleich. Womit wir uns sicher einig sind, ist die Tatsache, dass Essen nicht die Form von Belohnung, Trost, Einsamkeitskiller und Zeitvertreib einnehmen darf, aber deswegen die Cheat Days derart zu verteufeln, halte ich für deplatziert. Ich will NIEMALS IN MEINEM LEBEN die Einstellung haben, dass Essen nur Nahrungsmittel sei und nichts weiter. So könnte ich niemals genug Begeisterung aufbringen, um laufend leckere und linienverträgliche Mahlzeiten zu erfinden und zuzubereiten. Ich zieh das Ganze jetzt auch schon über ein Jahr durch. Wär schön, wenn ich in dieser Zeit niemals Krisen, Frustration und Enttäuschung erlebt hätte. Aber so war es natürlich nicht.

    Zitat Zitat von Paloma Beitrag anzeigen
    Nein, du kannst auch jeden Tag ein Stück Sahnetorte essen, wenn dir danach ist. Dafür sparst du an anderen Mahlzeiten oder treibst vermehrt Sport, um den Gesamtumsatz zu erhöhen. Das einzige, was man tun muss ist, für sich abzuwägen, was einem wichtiger ist: Das Stück Sahnetorte und dafür vielleicht eine Mahlzeit weniger/ sparsamer oder eine Stunde zusätzlichen Sport - oder statt der Sahnetorte am Abend 1-2 Gläser Wein oder Bier - oder halt gesunde, ausgewogene Mahlzeiten
    Und ich habe für mich abgewogen, normalerweise gesunde und ausgewogene Mahlzeiten zu essen und mir hin und wieder mal einen Tag mit Pizza und Sahnetorte zu gönnen.

    Zitat Zitat von Paloma Beitrag anzeigen
    Das Problem: Ich hatte nicht umgelernt. Mein inneres Programm sagte immer noch: "Unkontrolliert viel essen ist klasse".
    Das ist dann allerdings nicht das Problem des Systems, sondern der Umsetzung. Cheat Day heisst nicht, dass man unkontrolliert viel essen soll, sondern dass man sich IN VERNÜNFTIGEM MASSE die Dinge gönnt, die man sonst nicht mehr isst. Mein inneres Programm sagt: "Unkontrolliert essen ist sowieso nicht gut und ungesundes Essen muss immer die Ausnahme bleiben." Ja, manchmal hab ich ein Fressflash, das haben auch Normalgewichtige. Das sind dann halt selbst unter den Cheat Days noch die Ausnahmen.

    Tut mir sorry wenn ich bisschen kratzbürstig geworden bin. Ich mag es euch beiden von Herzen gönnen, wenn ihr den Weg gefunden habt, der für euch stimmt. Aber ich bin halt auch nach wie vor der Meinung, dass mein Weg für mich der richtige ist und der widerspricht nun mal so einigem von dem was ihr geschrieben habt. Wobei ich den Eindruck habe, dass wir auch ein Stück weit aneinander vorbeireden.

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