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  1. #1
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    -17kg, UHU - und ich kann mich nicht freuen

    Hallo,

    ich war lange nicht mehr hier. Aus Stress und anderen Gründen. In der letzten Zeit habe ich allerdings das Gefühl, dass ich Menschen brauche, die mich vielleicht verstehen können.

    Ich kämpfe seit Jahren gegen die Kilos. Vor zwei Jahren lag mein Höchstgewicht bei über 116kg, dann ging es runter, wieder hoch, wieder runter, wieder hoch, usw. Mal ging das gut mit dem Abnehmen, mal nicht, mal schlug das Schicksal zu, mal die Arbeit, mal die physischen Bedingungen.
    Seit Anfang des Jahres habe ich nun wieder knapp 10kg abgenommen, meinen Körperfettanteil von 40% auf 35% reduziert, heute Morgen sagte die Waage: UHU.

    ...nur freut mich das nicht. Ich dachte immer, wenn ich dann endlich nur noch zweistellig wiege, dann freue ich mich total. Oder wenn ich wieder eine 46 trage. Oder wenn ich wieder joggen kann. Oder oder oder ... Aber das stimmt nicht. Ich fühle mich nicht besser. Offenbar sieht man rein gar nicht, dass ich abgespeckt habe. Und ich schaue in den Spiegel und denk mir: Schön, dass es jetzt weniger ist, aber fett bin ich immer noch.

    Hinzu kommt, dass ich mittlerweile kein Essen mehr auf dem Tisch sehe, sondern nur noch Nährwertangaben, und nichts mehr esse, was mir wirklich, wirklich, wirklich schmeckt. Bei meinem Mann ist vor ein paar Monaten Diabetes Typ-II diagnostiziert worden - seitdem gibt es noch nicht mal mehr "richtige" Nudeln oder Brot. Wenn ich vorher nur grob Kalorien und ggf. Fett überschlagen habe, muss ich jetzt bei ALLEM, was ich koche, auch noch Kohlenhydrate und Zucker wissen und berechnen. Und damit fällt so viel Essen flach, das mir vorher schlicht und ergreifend geschmeckt hat. Ganz davon abgesehen, dass meine Schwiegermutter mich dafür verantwortlich macht, dass ihr Sohn krank ist. Schließlich habe ich ja immer gekocht und bin ja selbst so fett.
    Wenn ich dann mal Nudeln kochen darf, dann Vollkorn - und Gott, ich hasse Vollkornnudeln und Vollkornbrot, mir schmeckt es nicht und das ändert sich seit Jahren einfach nicht. Es gibt nur noch LowCarb-Essen und ich kann keine Eier, Nüsse (mochte ich noch nie, zwänge sie mir jetzt als Müsli-, Brot- und sonstigen Ersatz rein) und gekochtes Gemüse mehr sehen. Mittlerweile wird mir übel, wenn ich nur daran denke.

    Wenn ich mich darüber mal hinwegsetze, habe ich sofort ein so schlechtes Gewissen, berechne wie viel Sport ich nun machen muss, um das wieder abzutrainieren, und dass ich das bloß nie wieder tun darf. Und ich finde, dass das nicht so weiter gehen kann.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nur noch um des Abnehmens Willen abnehmen will. Ich hatte mir mal gedacht, dass ich mit weniger Gewicht dann endlich wieder joggen kann - aber ernsthaft: Das geht jetzt auch.

    Das Aussehen war mir nicht vordergründig wichtig, auch wenn ich das ulkigerweise oben genannt habe. Stattdessen stehe ich jetzt vor dem Spiegel und denke mir: Prima, die nächste Jeans wirft Falten, das nächste T-Shirt sitzt wie ein Sack. Mein Mann fragte mich gestern, warum ich mich eigentlich schlecht dafür fühle, dass nun wieder neue Hosen und Oberteile kaufen muss, schließlich bin ich ja eine Frau und Frauen lieben Shoppen ja so wahnsinnig... ja, weiß ich nicht. Wenn ich das wüsste, wäre ich weiter.
    Und gleichzeitig denke ich mir, dass alles ohnehin noch nicht genug ist. Mindestens 25kg liegen noch vor mir...

    Ich weiß nicht, was ich tun soll. Weitermachen? Aufhören? Alle Nährwertangaben zukleben? Meinem Mann mitteilen, dass er den LowCarb-Kram fortan allein machen muss? Heimlich essen?
    Ich weiß es nicht. Wirklich nicht.

    LG Crassula
    Geändert von Crassula (24.04.2017 um 12:37 Uhr) Grund: Fehler

  2. #2
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    Im schönen Siebengebirge :)
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    Ich kann dich irgendwie verstehen.
    Mir geht es ein bisschen wie dir.
    Ich habe jetzt ein bisschen mehr als 30KG abgenommen, die Klamotten sitzen größenteils wie Säcke, den UHU werde ich wohl auch bald sehen.
    Aber es ist jetzt nicht so, dass ich voll am ausrasten bin vor Freude.
    Mich nervt das mit den Klamotten eher gewaltig.
    Klar ist es toll kleinere Größen zu brauchen, aber ich bin trotzdem noch dick, da fehlen auch noch so um die 25 KG (mindestens).

    Die Situation mit deinem Mann tut mir leid.
    Also, dass dich das auch so sehr einschränkt.
    Die einzige Lösung wäre, dass du entweder doppelt kochst, oder du nur für dich und er für sich.
    Man kann ja auch eine Soße machen, die beiden schmeckt und für deinen Mann nicht schädlich ist, und du kochst ihm Vollkornnudeln und dir "normale" Nudeln dazu?
    Du kannst da ja eine leckere Gemüsesoße machen, von der du ganz viel nimmst und dafür von den Nudeln etwas weniger, somit musst du auch kein schlechtes Gewissen haben (was du ja eigentlich so oder so nicht haben solltest).

    Das waren jetzt nur Beispiele, viele Dinge sind variabel, vielleicht muss du einfach mal gucken, wie das für euch zum Einsatz kommen kann?

    Ich würde an deiner Stelle auf jedenfall weiter machen mit dem Abnehmen.
    Du hast doch schon so viel erreicht, und ja, 17 KG ist eine ganze Menge!
    Das schafft nicht jeder, darauf kannst du stolz sein!

    Vielleicht musst du dir auch neue Ziele suchen?

    Ich habe mir für mich z.B. überlegt, dass ich fitter werden möchte.
    Natürlich will ich auch den UHU haben und irgendwann so um die 70-80KG wiegen.
    Aber fitter zu werden wird bei mir in den Fokus rücken.

    Das Kommentar deiner Schwiegermutter finde ich übrigens mehr als bescheuert.
    Dich für die Krankheit deines Mannes verantwortlich machen, da macht sie es sich aber verdammt einfach!

    Anfangsgewicht - 133,3 Kg (Juni 2014 // BMI 45,0)
    Start 2018 -
    12.01.2018: 109,2 Kg |


    Zurzeit: 103,9 Kg ( 23.03.2018 )


  3. #3
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    Hallo!

    Ich finde es erstmal schade, dass du dich nicht freuen kannst endlich etwas Abgenommen zu haben. Es ist ja schließlich schon mal eine große Leistung soweit zu sein.

    Ansonsten kann ich dich verstehen! Es muss furchtbar sein, wenn das Essen nur noch ein Zwang ist und man es gar nicht mehr richtig genießen kann!
    Könnt ihr vielleicht getrennt Frühstücken? SO das dein Partner, dass ist was er mag und du das isst was du magst?
    Du bist ja nicht dafür veantwortlich was er sich in den Mund schiebst
    Nimm es dir auch nicht zu Herzen was die Schwiegermutter meint! Du kannst nichts dafür, dass dein Mann Diabtes hat. Du zwingst ihn schließlich nicht zum Essen und jeder ist für sich selbstverantwortlich!

    Ich finde gemeinsame Mahlzeiten wichtig, aber wenn du damit unglücklich bist, muss sich etwas bei den Mahlzeiten verändern.
    Gibt es Gerichte, die du für dich mit Weizennudeln machen kannst, wo dein Mann dann eben Vollkorn bekommt? Es ist zwar doppeltes kochen, aber vielleicht tut dir das gut, wenn es auch schmeckt.
    Grüße, das Schaf
    Ziele:
    Lake-Run 7km: 26.08.2018|U70 bis Jahresende|


  4. #4
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    Ich stimme den anderen zu, dahingehend, daß du für dich und dein Mann für sich kocht,
    es sei denn, du bist der Boss am Herd.

    Ansonsten habe ich den Eindruck, du könntest bereits essgestört sein. Das könntest du
    von einem Arzt testen lassen bzw. durch ein Gespräch klären.

    17 Kilo ist eine Menge Holz, daher kannst du voll stolz auf dich sein. Und an deiner Stelle
    würde ich weitermachen. Step by step und in einem moderaten Tempo.

    Alles Liebe von Sabia
    Sabia's Schrumpf-Tagebuch

    Gewichtsentwicklung:
    2015 = 140 kg > 126 kg
    2016 = Haltejahr
    2017 = 127 kg > 115 kg
    2018 = 115 kg > 109 kg





  5. #5
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    Hallo liebe Crassula,

    du musst nichts essen was dir nicht schmeckt. Wie versuchst du denn derzeit abzunehmen? mit Low Carb?

    Ich kann dir nur das Kalorienzählen empfehlen. Es löst zwar leider nicht dein Problem mit den Nähwertangaben, allerdings müsstest du auf nichts mehr verzichten. Du kannst alle Lebensmittel essen, die in deinen Kalorienplan passen und es gibt keine verbotenen Lebensmittel. In dem Zuge würde ich auch deinem Mann sagen, dass er sich tatsächlich um seine Ernährung selber kümmern sollte, schließlich geht es um eure Gesundheit. Oder vielleicht zieht er ja auch ggf bei einer Umstellung auf Kalorienzählen mit.

    Ich würde dir außerdem das Buch "Fettlogik überwinden" empfehlen Es könnte dich insgesamt motivieren und dir helfen und geht auch auf die Erwartungshaltung beim Abnehmen von wegen: "Dann wird alles besser" ein.


    Erfolg tritt ein, wenn deine Träume größer werden, als deine Ausreden.

  6. #6
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    Bei Diabtes ist es schon ratsam auf Kohlenhydrate und Zucker zu achten, da es sehr wichtig ist, dies im Blick zum haben. Diabtes heißt ja nicht ohne Grund "Zuckerkrankheit".
    Crassulas Mann wird daher nicht einfach auf Kalorien zählen umsteigen können.
    Grüße, das Schaf
    Ziele:
    Lake-Run 7km: 26.08.2018|U70 bis Jahresende|


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