Ich bin angreifbarer durch das Gewicht, fühle mich aber auch irgendwie geschützter. Vielleicht hab ich so eine Art Schutz um mein "inneres Kind" angelegt, denn das wurde nie geschützt und hat nicht bekommen, was es brauchte.
Außerdem fresse ich oft meine Wut in mich hinein. Ich hab so viel unterdrückte Wut in mir, das ist kaum zu glauben. Ich arbeite daran, diese Wut auf dem Crosstrainer rauszulassen statt in mich reinzufressen. Gar nicht so einfach....
Ich bin angreifbarer durch das Gewicht, fühle mich aber auch irgendwie geschützter. Vielleicht hab ich so eine Art Schutz um mein "inneres Kind" angelegt, denn das wurde nie geschützt und hat nicht bekommen, was es brauchte.
Außerdem fresse ich oft meine Wut in mich hinein. Ich hab so viel unterdrückte Wut in mir, das ist kaum zu glauben. Ich arbeite daran, diese Wut auf dem Crosstrainer rauszulassen statt in mich reinzufressen. Gar nicht so einfach....
Wow, du hast ja so Recht. Ich sehe mich in deinen Worten und auch deinen Gefühlen.
Ich kann sagen, dass mein Schutzpanzer aus mehreren Gründen besteht, und umso mehr ich über mögliche Gründe nachdenke, desto mehr werden es. Das innere Kind ist bei mir auch der Fall. In meiner Kindheit war ich oft alleine, wurde irgendwie zu schnell erwachsen, nur weil meine Freundinnen es wurden und ich immer "die Kleine" war. Und ich fühle mich nicht wirklich erwachsen, sondern eher verspielt.
Unterdrückte Wut ist traurig, ich abe oft Mitleid mit mir selber deswegen. Wenn ich versuche meiner Wut Luft zu machen, fange ich beim Reden oft an zu Weinen, weil es mich sehr verletzt, und wenn ich die Wut reinfresse und nichts sage, dann verletzte ich mich selber indem ich z.B. mehr esse oder, ja es ist leider so, meine Arme kratze (nicht schneide!).
Manchmal tut das Leben verdammt weh.
Und selbst wenn ich auf dem Crosstrainer trainiere, wrde ich noch wütender, weil ich merke wie pummelig und unsportlich ich bin.
Ich habe eher das Gefühl etwas rausschreien zu wollen, wahrscheinlich, weil es mir immer verboten wurde.
(Was mir auffällt...dass Abnehmen auch sehr tiefgründig sein kann)
ich kenn den Schutzpanzer auch gut!
Kann mich euch nur anschließen. Wenn man dünn ist, wird man die ganze Zeit dumm von der Seite angemacht ( merk ich sogar jetzt schon mit 10 kg weniger ), man muss zu seinen Problemzonen stehen, wenn man dick ist, ist man schließlich eine einzige Problemzone und ein zu großer Busen etc. fällt gar nicht erst auf! Wenn man abnimmt, dann muss man sicher mit den seelischen Problemen genauso auseinander setzen wie mit seinem Körper.
hallo!
auch wenn dieses topic schon 'n bissl älter is, schreibe ich hier ma meine gefühle und erfahrungen nieder.
auch ich fühlte mich komischerweise nach meinem 10kg-abnehmerfolg irgendwie immer noch net so wohl.
komplimente und blicke der anderen waren mir unangenehm.
da ich sowieso nicht gerne im mittelpunkt stehe und wohl auch ein problem mit nähe habe, fühlte ich mich trotz immer schöner werdender figur immer verletzlicher und von den blicken der anderen durchbohrt.
hm, das führte mich wohl auch wieder zu meinem alten (fr-)ess-verhalten zurück, und habe jetzt wieder 6 kilo mehr auf den hüften.
doch fühle ich mich jetzt wohler? waren die blicke und sprüche der anderen der auslöser dafür?
ich weiss es nicht. das einzige was ich weiss ist, dass ich mich verändern muss-und zwar in meiner einstellung mir selbst und anderen gegenüber. ich muss offener und selbstbewusster werden, sonst fresse ich mir noch die restlichen kilos wieder drauf, und dann hab ich angst vor den blicken, die sagen "is die aba fett (geworden)".
das beste wäre: an gewicht abnehmen und an selbstvertrauen zunehmen!!!
mir geht auch es so, daß ich bei einer bestimmten Gewichtsmarke mich vollkommen nackt und ausgeliefert fühle, und dadurch habe ich schon einmal wieder unheimlich zugenommen.
Wenn ich zurückdenke, hatte ich ein sehr einschneidendes Erlebnis bei ungefähr diesem Gewicht, als es stetig bergauf ging. Als ich dieses Abnehm-Hindernis bei WW (Frau X bei Ihnen geht ja nichts mehr runter!) mal ansprach, kam mir nur ungäubiges Staunen entgegen. Und da glaubte ich wirklich an Einbildung meinerseits.
Ich bin selbstbewußt, lebe aber in einer Beziehung, in der ich mich mehr behaupten sollte, habe Angst vor dem Konflikt, will Harmonie, schlucke zuviel runter der Kinder wegen, gönne mir selbst wenig, weil meine Ansprüche wieder Unfrieden bringen, ich kehre mich eigentlich unter den Tisch.
Das wundert mich jetzt, daß ich meine Situation so klar beschreiben konnte, sonst habe ich immer nur wirre Gedanken im Kopf.
Loufetta
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u100=6.12.06 / Neustart am 29.12.2008 Unter 95 = 31.12.08
u95=20.02.07 / unter 90 = ?
u90=31.05.07 /
Ich kenne das Gefühl auch....je mehr ich abnehme, desto gleichzeitig wohler und unwohler fühle ich mich.
Wohler, weil mein Körper dünner und schöner wird, unwohler, weil ich mich ganz und gar schutzlos fühle. Ich habe Angst NICHT mehr bemerkt zu werden, irgendwie auch Angst, dass mir keiner mehr zuhört, wenn ich eine Standardfigur habe, dass ich meine Individualität verliere oder so.