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Alt 27.06.2009, 01:37
Der Geist ist willig...
 
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Wenn mans kann ist`s nicht schwer, ist nichts schwer

Hallo Zusammen,

ich glaube das ist ein Lied aus einer Operette... . Tja, wenn mans kann, ists nicht schwer, das mit dem Abnehmen und dem gesunden Essverhalten, wenn man es aber nicht kann, dann ist es ganz schön schwer. Schaffbar, aber auch schwer. Empfindet ihr das auch?

Wenn ich mir anschaue in welchen Stufen ich was gelernt habe, ist das ein ganz schön langer Weg.

Stufe 0: Unbewusstes Essen,
Folge: Übergewicht

Stufe 1: Einstieg mit WW in Eigenregie
positive Folge: Zunächst Gewichtsverlust, bewußtes Einbauen von Gemüse und Obst
negative Folge 1: Es bilden sich Lebensmittel heraus, die aufgrund zu hoher Punktzahlen kaum mehr mit in Betracht gezogen werden (nix gegen WW, mein Verhalten hatte sich aber relativ schnell dahingehend angepasst),
negative Folge 2: Alles was auf meinem Teller liegt, sind "meine" Punkte, die gebe ich nicht her, egal wie satt ich bin
negative Folge 3: Tagsüber Hunger, um abends sich bei einer Riesenportion einmal richtig satt essen zu können (auch nicht der Fehler von WW), aber einmal am Tag muss man doch "richtig satt" sein, und ja: Ich meine damit kurz vorm platzen, weil das eben für mich das Satt-Gefühl ist (leider). Dass ich mit den Sattmachern bei WW nicht so gut zurecht gekommen bin, muss ich wohl nicht erwähnen.

Stufe 2: Einstieg ins Kalorienzählen
positive Folge: Die verwendete Lebensmittelpalette weitet sich aus, auch weil ich "mehr" Kalorien zur Verfügung habe, als ich bei WW (bzw. mir mehr gönne).
negative Folge: Fettreiche Lebensmittel fallen komplett raus, da zu viele Kalorien,
negative Folge: Mit meiner Verteilung der Kalorien auf unendlich viel Gemüse kann ich wahrhaftige Riesen-Portionen verdrücken, an eine positive Entwicklung meines Satt-Gefühls komme ich damit auch nicht ran.

Stufe 3: Kalorienzähen mit Vorgabe, mindestes 30% der Kalorien aus Fetten zu beziehen
negative Folge: Nach sechs Monaten intensiver Beschäftigung mit meiner Ernährung fülle ich bei fddb.info immer noch fast täglich mein Esstagebuch aus, und zirkele so lange herum, bis meine Kalorienbilanz für den Tag so stimmt, dass mir das Fett nicht die Kalorien klaut, die ich für meine Riesen-Portionen brauche.

Nach 6 Monaten schaffe ich es also noch immer nicht so nach "Gefühl" zu essen, dass ich einschätzen kann, was zu viel oder zu wenig für meinen Körper ist. Nach 6 Monaten kann ich von dem Thema Kalorien, Nährstoffverteilung und Abnehmen immer noch nicht in dem Sinne loslassen, dass ich sagen könnte aus meinem Wissen ist eine natürliche Haltung geworden.

Ich habe immer noch Angst davor, Hunger haben zu müssen und esse deswegen alles, was ich mir zugeteilt habe, egal was der Magen sagt. Quasi als Hunger-Vorsorge. Ich esse immer noch zu schnell und häufg mit Stress im Bauch, so dass "Essen-Vernichten" ein quasi aggressiver Akt ist.

Ganz ehrlich: Nach einem halben Jahr hätte ich mir da mehr erwartet. Und es ist immer noch so ein weiter Weg zu lernen....Vieles ist ja auch schon passiert, aber manchmal bin ich mutlos und finde es ganz schön hart, was man alles lernen muss um irgendwann "einfach schlank" sein zu können.
Weil man eben so an das "Innere" rankommen muss, und alle "Programme", die ich bislang verfolgt habe, kommen eben da eben nicht ran, sondern bieten mir die Möglichkeit, eine Ausweichstrategie zu finden.

Könnt ihr das nachvollziehen, was ich meine? Findet Ihr eure Ernährungsumstellung auch in diesem Sinne "schwer"?

Phoenix_aus_der_Asche
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Alt 27.06.2009, 01:38
Der Geist ist willig...
 
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Sorry, ich habe meinen Beitrag nun zweimal hier reinbastelt (huch).
Ich erkläre mal diesen Strang hier als doppelt- und zum Löschen bereit,
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