ich weiß nicht, ob meine Frage hier an dieser Stelle im Forum richtig untergebracht ist. Ich hoffe trotzdem, dass mir der ein oder andere etwas zu meiner Frage sagen oder berichten kann.
Ich überlege neben meiner "Diät" eine Therapie zu machen, die mir helfen soll, meinem falschen Essverhalten und den Gedanken und Gefühlen, die damit zusammenhängen, auf die Schliche zu komme. Im Internet ist in diesem Zusammenhang oft von Verhaltenstherapie die Rede.
Meine Fragen: Was haltet ihr davon? Habt ihr so etwas schon mal gemacht und könnte davon berichten? Wie komme ich an die entsprechenden Therapeuten?
Mir ist nämlich in letzter Zeit eins klar geworden: Ich weiß sehr viel über gesunde und ausgewogene Ernährung und theoretisch müsste es mit dem Abnehmen eigentlich kein Problem sein. Aber mein Verhalten kommt mir dabei immer wieder in dir Quere, in dem ich dann z.B. in einer Kurzschlussreaktion mal eben eine Tafel Schokolade verdrücke, nur um mich hinterher dafür zu hassen! Also, wieso mache ich das???? Ich hatte gehofft mit Hilfe eine Therapie, mein Verhalten bewusster steuern zu können.
Es gibt viele Varianten einer "Essstörung" - ich kann nicht beurteilen, ob du auch in diese Kategorie fällst. Wenn ja, dann wäre das wirklich eine sehr gute Idee... berate dich doch einfach mal mit deinem Arzt oder mit der Krankenkasse... es wäre auch eine Überlegung, in welche Richtung du dich bei der Therapeutensuche begibst: Verhaltensthera vermutlich, vielleicht aber auch ne Gruppenthera. Adressen findest du wohl am besten übers Internet, wenn du die Therarichtung weißt, überleg dir, ob es egal ist, ob es ein Therapeut oder eine Therapeutin sein soll. Du hast 5 Probestunden, in denen du verschiedene Varianten bei einem oder mehreren Therapeuten ausprobieren kannst. Danach entscheidest du dich. Innerhalb dieser 5 Probestunden kannst du ohne Angabe von Gründen jederzeit wechseln. Es ist ja auch ne Frage des zwischenmenschlichen "Drahtes"...
Wenn du die Therapie auch selbst zahlen würdest kannst du ja ohnehin jederzeit bei irgendwem eine beginnen (ich geh aber mal nicht davon aus, dass du das möchtest.)
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Geändert von Grinsekatz (23.06.2009 um 15:58 Uhr).
Ich bin seit Anfang des Jahres in Therapie und schön langam geht es mir besser. Du darfst nur nicht denken dass du in Therapie gehst und sofort abnimmst. Da kommen so viele Dinge ans Licht. Oft geht es bei meinen Sitzungen gar nicht ums Essen. Ich habe gelernt dass ich mich selbst erst mal aufrichten muss und andere Probleme bewältigen muss bevor ich das mit dem Essen angehe.
Aber ich habe einen Anfang gefunden und 7 kg abgenommen und momentan geht es mir so gut dass ich denke ich schaffe jetzt auch die nächsten Kilos.
Ich habe mich damals im Internet wg einer Beratung bei Essstörung umgesehen und in Wien eine gratis Beratungsstelle gefunden. Dort hatte ich ein Gespräch mit einer Therapeutin die mir dann eine Kollegin empfohlen hat. Ich muss sagen, ich hatte das Glück dass es bei uns sofort gefunkt hat und wir auf einer Linie sind. Das ist ganz wichtig! Wenn du nicht in der 1. Stunde das Gefühl hast es passt, dann such dir jemand anderen.
Alles nicht einfach aber es kann ein guter Start sein.
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Neustart mit 91,2 kg - 02.03.2009, 1. Ziel: 85 kg - erreicht 10.04.2009, 2. Ziel: 79,9 kg, 3. Ziel: 75 kg, 4. Ziel: 69,9 kg,
5. Ziel: 65 kg, 6. Ziel: 59,9 kg, TRAUMZIEL: 55 kg
Zuerst die Therapie und während dieser dann die Abnahme. Auch gings in der Therapie nie um mein Gewicht oder das Abnehmen bzw die Ernährung, ich hatte an anderen Dingen zu knabbern und diese zu verarbeiten...das Thema abnehmen hab ich in der zweiten Hälfte immer mal wieder angeschnitten weil ich eben freudig meine Erfolge mitteilen konnte und meine Therapeutin das auch gut fand.
War eine tiefenpsychologische Therapie, wenn ich mich recht erinner, und ich würds, wenn ich jemals wieder in so eine Situation kommen würde (ich hoffs mal nicht), immer wieder machen.
Zumindest bei mir war es so, dass nach und nach, nachdem sich viele andere kleine und große Probleme die sich aufgestaut hatten, in Luft auflösten, wesentlich entspannter und gelöster andere Problempunkte (wie z.b. das Abnehmen) angegangen werden konnten - und das dann auch mit Erfolg!
Vor allem fand ich eben gut, dass der Therapeut quasi immer dann eingegriffen hat, wenn meine Gedanken im Kopf zu wirr waren. Er hat mir andere Möglichkeiten und Seiten gezeigt und vorgeschlagen, andere Blickwinkel und so weiter...und damit konnte ich dann arbeiten um mein chaos an Gedanken und Gefühlen zu entwirren und wieder klar zu kommen. Also die meiste Arbeit hab ich selbst dabei gemacht, die Unterstützung (bzw. das Aufzeigen von Alternativen)war aber definitiv von großem Vorteil.
Hast du mit deinem Hausarzt schonmal drüber gesprochen? Vielleicht kann der dir eine Therapierichtung oder auch gleich einen Therapeuten vermitteln?
Edit: Ich seh grad - du bist ja Studentin. An deiner Uni gibts doch bestimmt auch ein psychotherapeutisches Beratungszentrum, das für euch Studenten da ist, was Probleme angeht, oder?
Da bin ich damals hingegangen als gar nichts mehr ging, und habe von dort auch Adressen bekommen von Therapeuten. Das war ganz praktisch, weil die Frau mit der ich da gesprochen hab schon in etwa einschätzen konnte welche Art von Therapie für mich gut wäre und mir dann auch gezielt Adressen vermitteln konnte.
__________________ Auf zum Endspurt!Das Ziel ist nah!
ich habe für mich festgestellt, dass sehr viel mit der Psyche zusammenhängt - zumindest wenn man sich mit dem Abnehmen schwer tut.
Ich bin inzwischen be einem Heilpraktiker der Hypnosetherapie macht - wir arbeiten als am Unterbewusstsein. Da kommt raus, dass mein "Übergewicht" auch eher eine Schutzpanzer ist und ich mich unbewusst gegen dessen Verlust wehre.
Da kann ich ews natürlich sehr lange probieren, wenn die Psyche noch nicht überzeugt ist.
Aber wir arbeiten dran.
LG
Frank
__________________ Mein Vorsatz für die Woche:
Bis Sonntag unter 133 kg!
ich habe mal eine therapie gemacht, um abzunehmen, aber konnte nicht zulassen, dorthin zu gehen, wo ich hin musste, um draufzukommen, warum ich zuviel gewicht habe. der therapeut damals meinte, dass das unterbewusstsein halt den schutz brauchte, bzw. ich vielleicht auch einfach platz einnehmen musste.
dann kam ein schicksalsschlag und ich hatte depressionen und war dementsprechend dazu genötigt (gottseidank) den sachen wirklich auf den grund zu gehen. letztendlich weiss ich, dass mein übergewicht aus vielen verschiedenen gründen da ist, ich es aber loswerden will, und dementsprechend gehe ich es jetzt mal an.
eine therapie hat immer nur dann sinn, wenn man wirklich dazu bereit ist, etwas ändern zu wollen. aber wenn du das wirklcih willst, dann mache es, unbedingt. SCHADEN (der diät) wird es sicher NICHT.
also ich war gestern wieder beim Heilpraktiker zur Hypnosetherapie.
Da sich bei mir mit der regelmässigen Bewegung schon einiges getan
hat es aber noch beim Essen hakt war das das Thema der gestrigen Sitzung.
Und ich muß Euch sagen ich konnte danach gestern nichts mehr essen!
Und heute morgen mit dem Frühstück habe ich mir auch total schwer getan.
Da ich gesternd dank meines persönlichen Motivators Daniel (mein 10 jähriger Sohn)
noch beim nordic walken war, war mein Gewicht heute morgen 600g niedriger
als gestern: 103.5 kg
LG
Frank
__________________ Mein Vorsatz für die Woche:
Bis Sonntag unter 133 kg!
Konntest du dich denn bereits für eine Therapie entscheiden? Ich selber dachte auch, dass mit einer Verhaltenstherapie das Problem zu bekämpfen sei. Die Therapeutin hat mich bei den Probestd. dann aber abgelehnt, weil das Problem schwerwiegender ist und ich lieber eine tiefenpsychologische Therapie machen soll. Bei einer Verhaltenstherapie geht es darum, verkehrte Verhaltensweisen zu verbessern. Bei einer tiefenpsychologischen Therapie beschäfftigt man sich aber mehr mit dem eigentlichen Problem und arbeitet die Vergangenheit auf. Ich selber bin nun auf einer Warteliste für solch eine Therapie, leider sind solche Wartezeiten meistens lang. Ich muss ca. 6 bis 12 Monate warten.