Ich glaube, ich habe erkannt, warum meine bisherigen Abnehm-Versuche immer gescheitert sind...aber wie ich das Problem lösen kann, weiß ich nicht. Vielleicht habt ihr einen Tipp für mich.
Ich habe jetzt bemerkt, daß ich mir selbst innerhalb meines Abnehmens immer viel zu viel Streß und Druck mache. Ich setze mich selbst unter einen enormen Erfolgsdruck, dem ich nicht standhalten kann. Und meine Gedanken kreisen nur noch um das Thema Essen, um "gute" und "böse" Lebensmitte, um meine nächste Sporteinheit, um mehr Bewegunt...wenn ich dann mal was esse, was nicht so toll ist oder eine Sporteinheit auslasse, dann habe ich ein tierisch schlechtes Gewissen, mache mir selbst Vorwürfe und habe Angst, wieder zu scheitern. Dazu kommt, daß ich schon mehrere Male versucht habe, abzunehmen und dies immer groß herumerzählt habe. Jeder hat mir dann Mut gemacht und mich angespont. Dann habe ich abgebrochen...und ich habe Angst, daßmir mittlerweile keiner mehr zutraut, daß ich überhaupt durchhalten könnte, weil sie denken, daß ich es eh nicht packe...was natürlich noch mehr Druck auf mich erzeugt...das ist irgendwie wie ein Teufelskreislauf!!!
Hat jemand von euch, etwas erfahreneren Abnehmern, vielleicht einen Tipp, wie ich mir diesen Druck vom Hals schaffen kann und wie ich es fertigbringe, nicht nur Ständig ans Essen und ans Abnehmen zu denken...
Das klingt ja schon krass bei dir. Vielleicht solltest du das Abnehmen an sich nicht mehr als Kampf, sondern als Geschenk sehen. Also bitte nicht falsch verstehen, aber jeder kleine Erfolg ist doch toll! Ich weiß ja nicht, mit welcher Methode du bislang versucht hast, abzunehmen, aber es war bestimmt die Falsche. Klar - Disziplin gehört dazu, aber nur in einem gewissen Rahmen. Wenn man morgens schon aufsteht und denkt "Scheiße, wieder ein Tag Diät vor mir" oder so, dann macht es keinen Sinn. Stell deine Ernährung so um, dass alles zum Selbstläufer wird. Klingt jetzt komisch, kommt auch nicht so rüber, wie ich es meine. Im Rahmen einer Ernährungumstellung kannst du dir auch problemlos ab uznd zu was Süßes gönnen, dass ist ja der Sinn daran. Irgendwelche Diäten, in denen mir vorgeschrieben wird, was ich wann zu essen habe, würden für mich garnicht in Frage kommen.
Irgendwann macht es KLick und dann geht es von alleine. Ich habe während meiner Ernährungsumstellung wirklich kaum solche Gedanken gehabt wie du. Womit hast du es denn bislang probiert? Ich habe mir jetzt deine Profildaten nicht angesehen, wieviel möchtest du denn abnehmen? Mit dem Sport ist das eine heikle Sache. Klar, es ist auf jeden Fall super, wenn man von Anfang an Sport macht. Aber ich persönlichn kann sagen, dass ich erst nach den ersten 10 -15 kg damit angefangen habe. Irgendwann kam die Lust, sich zu bewegen.
Weißt du, das Problem ist, daß ich mir immer selbst zuviel Druck mache. Ich mache LowFat 30; und da kann ich mir ja durchaus mal eine Nashcerei leisten. ABer dann denke ich mir immer, wenn du das jetzt nicht ißt, dann kannst du noch mehr abnehmen...wie gesagt, ich mache mir selbst einen so enormen Druck, dem ich fast nicht standhalten kann. Mit dem Sport ist es genauso. Jeden Tag, wo ich mal nicht irgendwas sportmäßig mache, mache ich mir Vorwürfe. Ich muß wohl einfach lernen, es lockerer angehen zu lassen und auch andere Sachen als wichtig zu sehen. Das Essen und das Abnehmen darf nicht den obersten Stellenwert haben, sondern, daß ich mich wohlfühle und mein Leben genieße. Das ist momentan mein oberstes Ziel. Und ich habe ja im Grunde gute Erfolge beim Abnehmen, diese Woche waren es 2,1kg...also geht es doch...danke für deine liebe Antwort!!!!!!!!!
Ich hatte dasselbe Problem auch, als ich letztes Jahr die Ernährungsumstellung angefangen hatte. Ich hab schon morgens ans Essen gedacht und lag abends im bett und hab drüber nachgedacht, was ich am Folgetag essen darf. 1,2 Tage gings dnan mal gut und dann drehte sich wieder alles nur noch ums Essen. Und eigentlich wars dann klar, dass ich das nicht lange durchhalte. Ich war hier im Forum dann auch ziemlich aktiv, was die Gedanken ans Essen und Abnehmen dann noch mehr verstärkt haben.
Eine Lösung dafür hab ich nicht, denn ich hab mir dann irgendwann auch gesagt, ich lass mich nicht irritieren udn ess auch mal was, was eher nicht in meinen Plan passte. Die Folge war, dass ich ruckzuck wieder in meinem alten essverhalten war und nun erneut anfange, abzunehmen, das aber mit guten 5 kg mehr...
Ich hoffe, dass für mich die Formula-Diät ein besserer Weg ist (zu Beginn), aber ich zähle nebenbei auch schon wieder die kcal und schreibe alles auf, was ich esse... -.-
Aber mit deinen 2,1 kg liegst du mehr als gut im Rahmen, da kannst du dir sicherlich mal was gönnen. Hast dus schonmal mit einem festen Schlemmertag in der Woche versucht?
Ich hab wie wohl die meisten hier auch schon mehrere Versuche hinter mir. Erfolglos natürlich.... Diesmal - also ich will es nicht raten weil ich nicht weiss ob es wirklich für jeden gut ist - habe ich es gar niemandem erzählt. Mal hab ich den verdonnert zum schwimmen mitzukommen, mal den, mal ist der zum spazieren mitgegangen, mal der andere... und und und... Ich hab es einfach nie zum Thema gemacht und für mich war es das beste was mir passieren konnte. Wenn man nämlich nicht dauernd angesprochen und angeglotzt wird hilft das ungemein. Dann denkt man selber nämlich auch weniger häufig daran und dann macht man intuitiv das richtige
Ich hab es diesmal auch keinem erzählt. Nur mein Mann weiß Bescheid, meine Kinder...klar, die kriegen es ja mit und sollten mich idealerweise unterstützen, was sie auch supermäßig machen. Und meiner Mutter habe ich Bescheid gegeben, weil wir dort öfter mal essen und sie für mich extra LowFat kocht. Aber sonst weiß niemand Bescheid;das senkt den Druck schonmal.
@Shahziya, ja, mit dem Schlemmertag habe ich eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht, weil der Samstag meist der Tag ist, an dem wir mit der Famlie was unternehmen und uns dann auch mal was gönnen. Und das möchte ich mir selbst nicht nehmen. Das letzte Mal, als ich gescheitert bin, passierte das eigentlich auch nicht wegen meinem Schlemmertag, sondern eher, weil mein Streßpegel wieder so zunahm und ich ein totaler Streß-Esser bin. Ich muß dazu sagen, daß ich zwei kleine Kinder habe und meine kleine Tochter ADHS hat und zeitweise wirklich super anstrengend und schwierig ist. Und eine solche superstressige Phase hat mich damals aufgeben lassen...
Vielleicht versuchst du es einfach mal für 2 Wochen oder so, dich zwar kalorienarm zu ernähren, aber nicht jedes Lebensmittel in "gut" und "schlecht" einzustufen. Könnte ja sein, dass du so den Einstieg wieder findest und das alles etwas lockerer angehen lässt.
Ich ess ja auch gern bei Stress und hab bisher keine Lösung für gefunden.
Ich versuch es jetzt wirklich, lockerer zu sehen. Ich ernähre mich gesund, vielseitig und fettarm, aber wenn ich mal Lust auf ein Eis habe, dann gönn ich es mir und nehme mir fest vor, kein schlechtes Gewissen zu haben. Denn mein Leben findet jetzt schon statt und nicht erst, wenn ich 15 Kilo abgenommen habe...und wenn ich wieder in mein altes Schema verfalle, dann ermahne ich mich selbst...ich möchte einfach Spaß am Leben haben und so langsam, aber stetig meinen Körper verändern, aber ohne alles zu verbissen zu sehen...
Na ja, die Gedanken beschäftigen sich schon mehr mit dem Essen als vorher, besonders wenn Süßigkeiten in Reichweite sind. Bisher konnte ich da aber erfolgreich widerstehen.
Allerdings hat sich die Zeit, die ich mir für das Essen nehme, enorm verlängert. Kann schon sein, dass das Abendessen 90 Minuten dauert mit Salat, evtl. Suppe und was sonst noch ansteht. Ich esse viel langsamer, gesündere Sachen und ich merke auch wenn ich satt bin. Nicht mehr reinschaufeln wie früher und am Ende noch ne Tafel Schokolade oben drauf...
Da ich den Tag über sehr wenig esse, bleiben für abends meist noch 1200-1400 Kalorien übrig, die ich oft nicht mal schaffe, weil ich schon vorher pappsatt bin. Mittags kann ich nicht viel essen, sonst werde ich hundemüde. Also wird das meiste auf abends verlegt, dann habe ich am meisten Zeit dafür und kann es genießen.
Es ist schon frustrierend, wenn man einige Diätanfänge hinter sich hat und immer wieder gescheitert ist. Ich bin die klassische Jojo-Diätlerin. Diesmal habe ich auch niemanden verraten, dass ich abnehmen will. Ich habe Aschermittwoch angefangen und meinen Verzicht auf Süßes mit der Fastenzeit begründet, die wir jährlich immer zu mehreren mitmachen. Da brauchte ich nicht so viele Begründungen. Inzwischen stehe ich dazu, dass ich weiter abspecken will. Da höre ich natürlich viele Kommentare: Willst Du jetzt gar nichts mehr essen? Du bist ja eine Spaßbremse etc. Das lässt mich kalt, denn es geht ja um meinen Körper.
Ich wünsche allen weiterhin viel Erfolg.
lg Lisa
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"Nichts kann je so gut schmecken, wie das Gefühl, schlank zu sein!"