Inzwischen hat mich das Verzicht-Fieber gepackt. Hatte letzen Donnerstag ein gutes Gespräch mit einem Arbeitskollegen. Eigentlich hatte ich ihn für einen ziemlichen Öko gehalten, unter anderem, weil er keinen Fernseher hat. Ich konnte mir das nie vorstellen - ABER - er hat mir plausibel erklärt, wieviel mehr Zeit er hat seit dem der Fernseher weg ist.
Also verzichte ich probehalber seit Donnerstag aufs Fernsehen und muss sagen - er hat recht. Es scheint fast als hätte mein Tag mindestens 4 - 5 Stunden mehr. Auch darüber langzeiterfahrungen in diesem Tread...
Das mit dem Fernseher kenne ich auch. Meist interessiert einen das, was da läuft sowieso nicht und man hat den Fernseher nur nebenbei laufen. Ich lasse auch manchmal ganz bewusst einen ganzen Tag den Fernseher aus und wundere mich immer wieder, wie viel Zeit man dadurch bekommt.
...seit ich wirklich den Willen habe abzunehmen fällt mir das Verzichten nicht mehr schwer. Ich esse kaum Süßigkeiten und auch die sonstigen Sünden lasse ich jetzt weg. Seitdem geht es immer leichter. Manchmal denke ich sogar, wenn ich jemanden exzessiv essen sehe: "wie kann der nur." dabei habe ich früher genauso gegessen
Ich esse jetzt viel viel gesünder und meinem Körper tut das sicherlich gut. Ich denke schon dass es mit der Zeit sogar noch einfacher wird, zu verzichten, weil es dann zur Gewohnheit wird.
Und mit dem Fernsehen ist es dasselbe. Ich schaue seit ein paar Wochen nur noch bewusst Fernsehen. Meistens nur Grey´s Anatomy mit meinen Mädels und sonst ab und zu was interessantes mit meinem Freund. Das Leben ist viel schöner ohne das viele Fernsehen
Ist Verzichten ein Lernprozess??
Meiner Meinung:Ja
Durch meine jetztige Erkrankung muss ich vieles beim Essen weglassen, mal Essen gehen, geht garnicht.
Auch habe ich mir angewöhnt ab 17:00 nichtsmehr zu essen und eistens frühstücke ich am nächsten Tag auch nicht, sondern esse erst zu mittag-gegen 12:00. Der Körper meldet sich auch garnicht und verlangt Essen.
Man kann auf vieles verzichten, fällt anfangs schwer, da man es ja gewöhnt ist
__________________ Gewicht:20.03.2010: 77,8kg,Höchstgewicht:2.1.2005:98kg
Fastenzeitduell: Beginn 18.2/ Verzicht auch Süßigkeiten
Ich sitze nun hier, am Anfang meiner Ernährungsumstellung und kämpfe gegen meine Gelüste, und red mir immer wieder ein: "Verzichten ist gut, verzichten ist schön...".
Aber am Anfang ist es alles andere als schön... Meine Gedanken kreisen ständig um´s Essen, als ob nix anderes mehr zählt und ich durchforste ständig den Kühlschrank....
In ein paar Wochen oder vielleicht auch schon Tagen wird´s besser, das weiß ich, und bald kann ich´s mir gar nimmer anders vorstellen, dann wird das Verzichten gut und schön. Aber bis dahin ist es noch ein Stückchen Weg.
Ist Verzicht erlernbar? Ja, aber es tut anfangs richtig richtig weh!
Das ist ja mal ein interessanter Beitrag hier.
Ich glaube dass das abnehmen ganz stark von der Gedankenwelt beeinflusst wird.
Eben der berühmte "Klick", bei dem sich die Denkweise ganz massiv ändert, und plötzlich alles von selbst geht...
Bei mir hängt das ganze eher mit Konsequenz und Geduld zusammen.
In vielen Bereichen meines Lebens bin ich nicht konsequent, ich nehme mir Dinge vor, mache sie aber nicht, oder ich wechsle dauernd mein Hobby, weil ich nicht genug Geduld habe bei einer Sache zu bleiben.
So ist es beim Abnehmen auch - ich kann nicht durchhalten, bin nicht konsequent genug, ich nehme mir immer etwas vor und freue mich darauf, aber dann schaltet sich das Gehirn aus.
Ich merke wie mir dabei viele Bereiche in meinem Leben aus dem Ruder laufen, ohne das es jetzt besonders schlimm ist. Ich nehme mir vor zB zu lernen, tu es aber nicht. Ich nehme mir vor abends schwimmen zu gehen, mach es nicht.
Ich belüge und hintergehe mich dauernd selbst und habe noch nicht gelernt wie ich die Willenskraft aufbringen kann, wirklich das durchzuziehen, was ich gerne machen würde.
@ Kalypso - du sprichst mir aus der Seele, bin auch so ein unbeständiger Typ, Selbstdisziplin - was ist das? Fange auch alles mögliche an, und halte dann nicht durch....
da wär so ein obligatorischer Tritt in den Hintern jeden Morgen echt nicht schlecht!!!!
Ich denke, dass das Problem an der Sache auch ist, dass man halt nicht nur einen Tag wirklich konsequent durchhalten muss, sondern wirklich über einen längeren Zeitraum, evtl. ein Jahr oder länger.
In einem Jahr passiert so viel. Dinge ändern sich. Es kommen einem Feiern dazwischen. Man will sich doch mal für andere Erfolge mit Essen belohnen usw.
Ich bin auch nicht wirklich der konsequenteste Mensch und fange auch tausend Sachen an und bringe selten etwas zu Ende.
Beim Abnehmen habe ich mir jetzt vorgenommen immer von Tag zu Tag zu gucken, dass ich abends mit mir zufrieden bin. Wenn mal ein Tag nicht so gut lief wird der abgehakt. Am nächsten Tag nehme ich mir wieder vor Neuem vor, den Tag gut zu Ende zu bringen. Im Kalorienrahmen zu bleiben.
Mir hilft das sehr. Ich denke nicht mehr so oft daran. "Oh nein, ich muss noch mind. ein Jahr durchhalten und muss mich am Riemen reißen!"
Vielleicht hilft das auch jemanden von Euch! Ich würds mir wünschen!
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Neustart 2010 mit 76,5 kg • Ziel bis Ende des Jahres sind 68 kg
aktuell: 75,8 kg
Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern (Aristoteles)