Vorneweg: Ich bin mir nicht sicher, ob das was ich fragen will in diesen Bereich zählt...aber ich denke, was mit Psychologie hats zu tun. Wenns nicht passt, bitte verschieben!
Also, meine Frage: Warum lässt man es zu, wieder an Gewicht zuzulegen? Ich meine, wenn man 20kg abgenommen hat, dann sind die ja nicht plötzlich - quasi - über Nacht wieder drauf! Es läuft schleichend. Nun gehe ich davon aus, dass sich mindestens einmal die Woche gewogen wird. Zumindest bei denen, die abgenommen haben...auch wenn man nicht will, irgendwie ist es wie ein Zwang. Jedenfalls merkt man doch, dass da ein, zwei oder drei Kilo mehr stehen. Weshalb zieht man nicht schon dort die "Notbremse"? Warum wird zugelassen, dass das immer mehr wird?
Ich kenne das ja selbst von mir. Ist es Selbsttäuschung? Ach, das eine Kilo mehr...das ist ja nicht weiter schlimm. Und zack: schon sinds 7 mehr.
Gehts euch ähnlich? Wenn ja, habt ihr eine Erklärung?
Also ich selbst bin glaub ich in der Zeit, in der ich die 10 Kilo zugenommen habe, sehr selten auf die Waage gegangen. Das war so ein Zeitraum von 4 Jahren. Aber ich frag mich im Nachhinein auch, wie das passieren kann, warum man das einfach mit sich geschehen lässt. Ich meine, man merkt es ja vor allem an den Klamotten, die nicht mehr passen. Irgendwie scheint das ganze sooo schleichend vor sich gegangen zu sein, dass man das tatsächlich nicht wirklich registriert, oder verdrängt.
also ich habe meine 10 Kilo Zunahme komplett verfolgen können, denn ich bin jemand der jeden Tag auf die Waage steigt.
Warum ich nicht die Notbremse gezogen habe?! Das hat wohl nur einen Grund: "Der Geist war willig, das Fleisch war Schwach"
Ich hatte einfach nicht die Kraft mich in dem Moment aufzuraffen und eine Diät zu machen, denn die kostet ja einfach Willenskraft. Erst jetzt nach drei Jahre, jetzt fällt der Stress von meiner dualen Ausbildung von mir ab und siehe da, ich bin wieder ganz gut dabei mit der Diät.
Und diesmal ist es wirklich anders, ich versuche nicht abzunehmen, ich weiß einfach dass ich in einigen Monaten wieder Schlank sein werde
Das mit der schleichenden Zunahme kenn ich auch. Habe letztes Jahr 20 kg abgenommen und es haben sich langsam aber sicher 7 kg wieder angefressen. 2 davon sind zwar wieder runter... bei mir liegt es wohl auch daran, dass ich denke, ach das eine Kilo geht schon wieder weg, ab morgen ziehe ich es durch...aber ich ziehe es nicht durch So vergeht die Zeit und das eine oder andere Kilo wird einfach mitgenommen...mich ärgert das sehr, weil ich mich sooo schwach fühle.
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Liebe Grüße Jenny
Weiterhin gesunde und ausgewogene Ernährung ohne Diät
Hm, ja, das was ihr hier schreibt trifft auch auf mich zu. Das "morgen fang ich aber an" wird zu einem "übermorgen aber wirklich"....und so weiter und so fort. Die Frage ist eben, warum uns das so geht.
Das mit dem Stress ist ein gutes Argument, Caboose. Ich bin der typische "Frustfresser". Wenn ich Ärger habe, dann will ich mich nicht auch noch disziplinieren....Schokolade ist dann mein bester Freund
Aber wenn ich keinen Stress habe? Ich stelle im Moment zum Beispiel fest, dass es mir unheimlich schwer fällt mich an meine Vorsätze zu halte. Der Grund: ein Grill-, Geburtstags- und Vereinsfest nach dem andern. Da gibt es lecker Steak, Knoblauchbutter (leeeeeeeeeeecker!) und natürlich den bösen Alkohol.
Und am nächsten Wiegetag das böse erwachen. Als ob man das nicht selber gewusst hätte!! waaaaaaaaaa! Ich ärger mich so über mich selber...
Also ich habe, als ich von zu Hause ausgezogen bin, schön 5 kg abgenommen, und dann hat's immer geschwankt... im Sommer hoch, im Winter wieder runter, im Sommer hoch und so weiter. deswegen habe ich mich da nicht groß dran gestört. nur irgendwann bin ich dann auf 75kg hängen geblieben. Dann kam immer mal ein Kilo dazu, sodass ich irgendwann dauerhaft auf 78kg war.
Klamottentechnisch merke ich das nur, wenn ich im Spiegel sehe, wie mein Bauch vorsteht. Meine Hosen sitzen genau unter meinem Bauch, sodass dessen Umfang auf den Bund keinen Einfluss hat. und das Hosen nach dem waschen enger sitzen, ist normal, ob sie dann etwas mehr oder weniger zwicken merke ich kaum....
Das ist glaube ich das fatale bei mir.
Oh ja, dieses "Es ist ja nur ein Kilo, das nimmst ganz schnell wieder ab"-Gefühl bzw. die Gedanken hatte ich auch ganz oft! Hab mir immer eingeredet die Kilos die ich vor kurzem zugenommen habe sind leichter abzunehmen als die, die ich schon länger mit mir rumschleppe...komische Logik.
Das mit dem Wiegetag kenn ich auch total, Balla!
Früher habe ich mich wie gesagt jeden Tag gewogen, dann habe ich bei meinem ersten Diät Versuch vor ein paar Wochen nur noch einmal pro Woche gewogen. Hatte aber bei mir den Effekt das ich eher mal gesündigt habe nach dem Moto "Ach, das fällt dann am Wiegetag gar nicht mehr auf, wenn Du sonst imemr brav bist". Na, das endete dann darin das ich eigentlich keine Diät mehr gehalten habe und natürlich sogar zugenommen habe.
Seitdem wiege ich mich eigentlich wieder täglich, klar gibt es jeden Tag Schwankungen im Gewicht, aber irgendwie hilft es mir mich daran zu erinnern das ich ja Diät halte. Und ganz ich bin immer Stolz wie Oskar wenn ich auch nur 100g abgenommen habe
beim Lesen Eurer Postings konnt ich nur zustimmend mit dem Kopf nicken.
Ich habe mich auch schon unzählige Male gefragt, warum ich nicht viel früher die Notbremse gezogen habe!!!
Offensichtlich war ich mit Blindheit geschlagen. Vor zwei Jahren hatte ich es sogar geschafft, mein aktuelles Gewicht zu erreichen. Warum habe ich da nicht weiter gemacht? Nein, ich speck gleich 13 kg noch drauf !!! Ausreden kennen wir ja alle: Morgen fange ich bestimmt an!! Nach Ostern, Weihnachten, Sommerfest blabla gehts los. Das bisschen Tiramisu kann doch nicht so schlimm sein!!! etc.
Ich wiege mich auch jeden Tag, um direkt zu merken, wenn s in die falsche Richtung läuft.
Ich will nicht mehr so einen Rückfall erleben!!!
Da ich ja schon ein extremes Schwergewicht war, hab ich mich schon ziemlich damit auseinander gesetzt ich hatte ich vor meinem Höchstgewicht ein paar Mal erfolgreiche Diäten gemacht und zwischendurch immer mal wieder 10 kg oder mehr abgenommen. Aber warum lässt man es zu? Ich denke der wesentlichste Punkt ist, dass das was die Gesellschaft uns einzutrichtern versucht zugegeben LEIDER nicht wahr ist. Man fühlt sich nur weil man "etwas" dicker wird nicht automatisch gleich unwohl. Wenn ich von mir persönlich ausgehe tatsächlich körperlich unwohl hab ich mich erst bei 120 kg und mehr gefühlt und das erreichen die Durchschnittsmoppel hier im Forum ja gar nicht erst.
Wann stört das Gewicht eigntlich:
wenn die Kleidung zu eng wird,
wenn man körperlich plötzlich total eingeschränkt ist (wie gesagt, das war erst als ich weit über 100 kg hatte)
wenn man von anderen Menschen schlechtes Feedback bekommt (egal in welcher Form, da reicht schon ein gehässiges "Na, wir haben aber auch ganz schön zugelegt was?"
uuuund, was wohl viele kennen: Man macht Fotos und fragt sich später warum überall da, wo man eigentlich selbst zu sehen sein sollte, dieses Fettmonster steht (das gewohnte Spiegelbild täuscht da immer)
Die Waage ist hingegen so ein neutrales Ding es steht ne Zahl da, aber es kneift nicht, niemand sagt was gemeines und sie zeigt keine Fettmonster, sie sagt nur ne Zahl und die ändert sich von Woche zu Woche eventuell nur so um ein paar Hundert Gramm die man ab der zu genommen hat... gewisse Gewichtsschwankungen gibts nunmal und auch wenn die Waage plötzlich wieder mehr anzeigt, wird man sich nicht sofort schlechter fühlen, es tut nicht weh und man merkt erstmal auch sonst keine Veränderung oder Einschränkung. Wenn ihr hingegen eure komplette Kleidung wegwerft, die ihr früher anhattet, als ihr dicker wart, werden euch 10 kg sehr wohl, sehr schnell auffallen, weil die "dünne" Kleidung sicher schnell eng werden wird und wenn sonst nix zum anziehen da ist, gibts nen recht eiligen Grund wieder dünner zu werden.
Ich zumindest hab hauptsächlich diesen Trick bis jetzt angewandt, sobald mir eine Kleidergröße gut passt, werden zu großen Stücke entweder von Oma kleiner genäht oder entsorgt, so gibts kein zurück und kein "Dann zieh ich halt wieder das alte an".