Ok – ich geb zu, der Titel ist etwas schockierend, DOCH ich frage mich nun ernsthaft ob eine Diät, depressiv machen kann. (?) Natürlich kann das eine Diät an sich nicht, weiss ich ja selbst. Allerdings habe ich nun Angst, dass die Diät das ` Fass zum überlaufen` bringt. Bei mir ist das momentan eine ziemliche Zwickmühle, damit ich nicht noch lange um den heissen Brei rede, werd ich euch mal meine Situation schildern:
Ich – 18 Jahre – war bisher eigentlich immer ein pummliges, glückliches Kind. Ich begann vor zwei Jahren meine Lehre und fand mich da schnell zurecht. Immerhin bin ich offen, rede viel und hab keinerlei Probleme damit, Leute kennenzulernen. Als ich in die Lehre kam, ass ich irgendwie mehr und ungesünder. Durch das nahm ich relativ schnell relativ viel zu. Nun bin ich kurz vor schwerem Übergewicht und hab dann relativ schnell entschlossen etwas dagegen zu tun. Im September 08 hab ich mich dann in einem Fitnesscenter angemeldet und hab da meine Figur ETWAS geformt. Doch dann ging es nicht mehr Vorwärts (Anfang dieses Jahres). Kurz darauf hin hatte ich ne Infektion am Arm und konnte gar nicht mehr ins Fitness. Ich ass und ass und ass und nahm zu und zu und war wieder am Anfang. Dann machte ich ne kurze Pause (mit diäten) und dann war Februar.
Ich war Fett. Das war mein einziger Gedanke.
Nun geht es mir .. relativ schlecht. Mit 14 litt ich an Migräne. Das ganze beruhigte sich, doch seit Februar habe ich wieder schreckliche Migräneanfälle. Nicht nur das, es fällt mir auch extrem schwer, mich zu konzentrieren oder richtig abschalten zu können. (Ich besuche oft die Saune im Fitnesscenter als `Oase` doch irgendwie nützt nichts.) Richtig fremd ist mir das, an sich war –bin- ich immer ganz zufrieden. Nun habe ich allmählich Angst, dass sich das ganze ausbreitet. Seit zwei Wochen habe ich täglich schwere Kopfschmerzen und durchaus auch öfter Migräne. Meine Gedanken kreisen zum Grossteil des Tages nur um meinen dicken Bauch meine dicken Beine usw. … Seit .. *übeleg* Feburar bin ich am Diäten und bring das irgendwie nie richtig auf die Reihe. Niemand ausser ich selbst hat ein Problem mit meinem Gewicht und deshalb versteht das auch Niemand.
Kennt das Jemand? Depressiv ist vielleicht ein arger Ausdruck doch diese Stimmungsschwankungen, Migräne, nur ans Diäten denken, sogar etwas sozial abschirmen…
Ich weiss nicht genau, was ich mir von diesem Thema erhoffe. Natürlich weiss ich selbst, dass eine gesunde Diät gut ist und man sich ablenken sollte und nach draussen sollte usw.
Aber geht es Jemandem auch so? Ich hab bei „genervt“ Ecke schon einmal ein ähnliches Thema darüber aufgemacht, doch irgendwie Antworten da nicht so viel.
Klingt ja wirklich unschön, aber ich kann Dich zumindest teilweise beruhigen: Ich bin auch so. Wenn ich mal wieder anfange kürzer und gesünder zu essen, dann bin ich extrem empfindlich, was mich, meinen Körper und meine Umwelt betrifft. Ich schotte mich ab [teilweise weil es mir peinlich ist, teilweise weil ich den Versuchungen widerstehen will] und fast alles dreht sich um's Essen, aber bei mir hat sich das bisher immer wieder gelegt, wenn die ersten Kilos purzelten und sich das "Ey, immerhin tust Du was dagegen"-Gefühl positiv einstellte und dann ist es mir plötzlich egal, was andere denken und ich bin zufrieden mit mir und meinem Essverhalten.
Zum Thema Entspannung: Ausprobieren! Wobei entspannst Du Dich? Es muß nicht die Sauna sein, es kann auch eine Massage werden [zB auch ganz toll als Belohnung], es könnte ein Spaziergang in den Sonnenuntergang sein, es könnte ein Spiel oder stupide Zerstreuung wie TV gucken sein. Alles ist erlaubt. Am besten wäre natürlich Sport, denn da schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe
Wegen der Migräne würde ich mal zum Arzt gehen, denn das würde mir [ich bin allerdings auch völlig Migräneunerfahren] echt Angst machen :-|
"Depressiv durch Diät" müsste laut deinem Text doch eher "depressiv durch Zunahme" heißen oder habe ich dich falsch verstanden?
Wenn der Körper sich aus deiner Sicht zum Negativen verändert, du dich unwohl fühlst etc. kann das natürlich sein. Aber was auch immer der Auslöser ist..wenn es wirklich schlimmer wird, solltest du nicht zögern, zum Arzt zu gehen und ihm das zu schildern. Lieber ein Gang zu viel als zu wenig. Sobald du darunter leidest und wenn es von alleine nicht besser wird, ist das die beste Möglichkeit.
@Tira: Wegen der Migräne bin ich schon lange in Behandlung. MRI Untersuchungen usw. kommt hoffentlich bald was brauchbares dabei heraus.
@felice: Nicht unbedingt. Beim der Diät – auch wenn ich Gewichtsverlust hab – zieht mich das irgendwie runter. Ich will mehr und mehr und fühl mich net besser. Naja, es sind ja auch erst einpaar Kilos, ich seh das mal nicht soo schwarz.
Also wg den Kopfschmerzen ist schonmal gut das du zum Arzt gehst. Die häufigkeit ist nicht mehr normal. Trinkst du genug? Ich vergesse immer das Trinken weil ich selten durst habe, bekomme dann aber gegen Abend immer Kopfschmerzen davon.
Wie alt bist du denn? Wenn sich deine Gedanken nurnoch um das eine Thema kreisen und es nichts mehr anderes gibt solltest du evtl mal ein Thermin bei einem Psychologen vereinbahren der sich auf "Essgestöhrte" (böses wort ) spezialisiert hat. Nur zum Versuch.
Mein Bruder hat das parralel zur Umstellung gemacht und hat super Erfahrungen damit gemacht
Ja, ich trinke genug (: habe eigentlich auch selten Durst, aber kontrolliere wegen der Migräne, dass ich genug trinke. Momentan bin ich noch 18 Jahre. An einen Psychologen hab ich eigentlich noch nicht gedacht, ich bin einfach völlig deprimiert, da es mit meiner Diät nicht klappt. Diese Woche habe ich allg. sehr wenig (zu wenig) gegessen. Die Migräne hindert mich irgendwie daran und ich habe irgendwie 300-400 Gramm abgenommen, das ist doch echt nicht normal?
Was isst Du denn so? Migräne, depressive Verstimmungen und so können auch von einem Mange kommen... Diese Erfahrung hab ich selbst schon gemacht...
Ich würd mir mal Blut abzapfen und nen großes Blutbild machen lassen... Und eventuell mal auf Zucker testen lassen...
Dann solltest Du versuchen, Dich nicht zu sehr auf die Abnahme zu versteifen... Du weisst ja, je weniger Du isst, desto weniger nimmst Du ab... Und wie gesagt kannst Du von Mangelernährung nicht nur körperlich sondern auch psychisch krank werden
@Adhira: Essen? Ungesund. Meine Arbeitszeiten können die Zeitspanne von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr nehmen. Manchmal beginne ich früh am Morgen, teilweise erst gegen Abend und oft den ganzen Tag. Habe unregelmässig Mittag und wenn ich um 21 Uhr zuhause bin hab ich totalen Hunger weil ich um 12 oder 13 Uhr zuletzt was gegessen habe.
DOCH ich frage mich nun ernsthaft ob eine Diät, depressiv machen kann. (?) Natürlich kann das eine Diät an sich nicht, weiss ich ja selbst.
ich behaupte einfach mal, dass eine schlecht durchgeführte Ernährungsumstellung sehr wohl zu Depressionen führen kann.
Depressionen hatte ich noch nie, aber sämtliche Symptome, die durch zb. zu wenig Kohlenhydrate auftreten können - erschöpft, ausgelaugt, müde, antriebslos, kraftlos, unkonzentriert, eingeschränkte Lernfähigkeit usw.
das halte ich für die besten Vorraussetzungen für schlimmeres wie zb. auch Depressionen. und sei es nur, dass es solche Dinge dramatisch verschärft.
im Prinzip hast du dir die Antwort auch schon selbst gegeben:
Zitat:
@Adhira: Essen? Ungesund. Meine Arbeitszeiten können die Zeitspanne von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr nehmen. Manchmal beginne ich früh am Morgen, teilweise erst gegen Abend und oft den ganzen Tag. Habe unregelmässig Mittag und wenn ich um 21 Uhr zuhause bin hab ich totalen Hunger weil ich um 12 oder 13 Uhr zuletzt was gegessen habe.
20.04.2009 14:21
also lies dir das mal durch und kuck, was davon auf dich zutrifft.
dann wirst du vermutlich schnell feststellen, was dein Problem ist:
Ja, das kenn ich auch, Kopfschmerzen wegen zu wenig Kh´s...
Hast Du denn keine Möglichkeit, auf der Arbeit was zu essen? Auch wenns nur ne kleine Zwischenmahlzeit ist, aber dieses Hungern ist ja echt quälerei... Und bringt natürlich auf Dauer auch nix fürs Gewicht. Die Erfahrung hab ich auch schon machen müssen.
Musst es ja nicht übers Knie brechen, aber versuch wirklich mal, langsam Deine Ernährung zu "optimieren"...