Danke für die sehr interessante "große" kleine Fettkunde

Überhaupt ein spannendes Thema, da Fett immer gern verteufelt wird, es aber nunmal auf die Art des Fettes ankommt.
Wie Lucy es schon angesprochen hat, sollte man sich des Zusammenspiels von Omega 3 zu Omega 6 bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren bewußt sein...
Ich versuche das mal mit eigenen Worten wiederzugeben, wie ich das verstanden habe:
Omega 3 und Omega 6 kann man quasi als Gegenspieler betrachten.
Beide steuern im Körper ettliche Funktionen.
Als Beispiel wirkt Omega 6 gefäßverengend, erhöht somit den Blutdruck und hat auch die Funktion Entzündungsprozesse im Körper hervorzurufen und zu steuern. Omega 3 wirkt praktisch entgegengesetzt, da sie die Gefäße und Arterien erweitert, flexibler macht und entzündliche Vorgänge verringert.
Natürlich wird auch die "böse" Omega 6 Fettsäure als essentielle Fettsäure vom Körper benötigt, z.B. Entzündungsprozesse sind manchmal nämlich auch nötig...
Aber das Problem ist das ungünstige Verhältniss zwischen Omega 3 zu Omega 6 bei der typischen Wohlstandernährung. Toll wäre ein Verhältniss von etwa 1:2 oder 1:3 (Omega 3 : Omega 6). Auch 1:5 wäre noch prima. Aber mit der hierzulande "durchschnittlich ungesunden" Ernährung liegt man irgendwo bei einem Verhältniss von 1:20 oder gar 1:25 !
Der extreme Überschuss an Omega 6 kommt somit mit all seinen ungünstigen Vorgängen zum tragen, das Ergebniss ist dann die ganze Angelegenheit mit den "Zivilisationskrankheiten"...Bluthochdruck, schlechte Blutwerte, choronale Erkrankungen, Herzprobleme, irgendwann Herzinfarkt, Alzheimer...die ganze Palette was man so kennt und hört.
Die Lösung dafür ist somit wohl das Verhältniss von Omega 3 zu Omega 6 zu verbessern...also die Omega 3 Zufuhr zu erhöhen und Lebensmittel mit viel Omega 6 einzuschränken oder gar wegzulassen.
Bei Omega 3 gab es übrigens noch verschiedene Sorten...(kopiere das mal aus wiki rein)
und die mit den richtig guten Wirkungen sind wo die EPA und DHA, welche vor allem in Fischen vorkommen. Die beste Wahl dafür ist wohl wirklich fetter Seefisch. Bin auch grad dabei davon mehr in meinen Speiseplan einzubauen...habe mich da für Hering und Makrele entschieden, da das auch preislich gut realisierbar ist (kleiner Geldbeutel), als Beispiel für Hering: Die Packung Matjes (250g Fischgewicht) für nur 99 cent in jedem Discounter, daraus mache ich dann immer lecker Heringssalat mit Apfel und Zwiebel...einfach aber lecker und ein guter Omega 3 Lieferant.
Die Alpha-Linolensäure ist die typische pflanzliche Omega 3 Fettsäure die wohl direkt si deutlich positiv wirkt wie die EPA und DHA, aber trotzdem den Vorteil bietet als Omega 3 Fettsäure das Verhältniss von Omega 3 zu Omega 6 zu verbessern. Den höchsten Anteil von dieser Alpha.Linolensäure findet man im Leinöl (hab mir ein Fläschchen bei ALdi mitgenommen, das schmeckt sogar, mache es nun immer in Salate rein).
Rapsöl und Walnussöl ist da wohl auch ne sehr gute Wahl...
Es gibt wohl auch Öle die ungünstig sind weil viel Omega 6...Beispiele sind da Sonnenblumenöl und Distelöl.
Auch in Fleisch und Eiern findet man Omega 3 und Omega 6, wobei da das O3:O6-Verhältniss ganz deutlich von der Haltung der Tiere abhängt, wie es Lucy schon angesprochen hat. Wildtiere haben z.B. generell ein günstiges Verhältniss, während Tiere aus Massentierhaltung ein sehr ungünstiges haben was wohl einmal am Futter aber wohl auch am Bewegungsmangel liegt. Tiere die dann "anständig gehalten werden, Auslauf haben, Gras fressen können, haben dann ein günstiges O3:O6 Verhältniss und sollten bevorzugt auf dem Teller landen. Da finde ich, ist weniger, gesünderes Fleisch kaufen sinnvoller, als fürs selbe Budget mehr, aber ungesünderes Fleisch im Discounter aus Massentierhaltung zu bekommen. Dasselbe ist es wohl bei Eiern. Die Eier aus Freilandhaltung haben ein sehr viel günstigeres Verhältniss (hab mir die Zahlen nicht gemerkt, aber war schon deutlich) als Eier von eingesperrten Hühnern.
Im Internet findet man so einiges darüber, auch Tabellen, in welchen Lebensmitteln wieviel Omega 3 und wieviel Omega 6 drin ist. Danach kann man dann gut ein wenig an seiner Ernährung schrauben und in eine gesündere Richtung gehen. Versuche da auch seit 2 oder 3 Wochen einiges umzustellen, vor allem mehr fetten Seefisch essen und Lebensmittel mit zuviel Omega 6 zu reduzieren oder zu streichen.
Das wars erstmal, mehr fällt mir dazu nicht mehr ein ^^
Vielleicht war ja was nützliches dabei...
MfG
Jörg