Hallo Somalikatze !
Was ist das eigentlich für eine interessant klingende Rasse !? Die Somalikatze...
Na wie auch immer - ich wollte nur den völlig richtigen Anmerkungen unserer Sun noch eine Kleinigkeit hinzufügen.
Die Banane als "Dickmacher" geistert immer wieder und mit schöner Regelmäßigkeit durch die bunten Gazetten - sehr zu Unrecht, wie Sun bereits ausreichend dargelegt hat.
100g dieser tollen Frucht liefern durchschnittlich 95 Kcal., was im Vergleich zu anderen Obstarten zwar relativ viel erscheint und gewiss sollte man es auch mit den Bananen nicht übertreiben, sollte ihren Genuss in den täglichen Energiehaushalt mit einrechnen, aber - und das wird halt oftmals hierbei übersehen, wenn die Leute eben nur auf den reinen Kalorienwert schauen - kommt es bei der Einlagerung in unseren Energiedepots vor allem auch darauf an, wie sich ein Lebensmittel genau zusammensetzt. Bezogen auf die Banane ist hierbei festzustellen, dass sie bei 100g gerade mal 0,1 - 0,2g Fett enthält. Die Banane besteht zu 74% aus Wasser. Dafür hingegen ist sie ausgesprochen reich an wichtigem Kalium (393mg), an Calcium (9mg), an Magnesium (36mg) und an Vitamin C (12mg). Weiter enthält die Banane gerade mal 23% Kohlenhydrate, 1% pflanzliches Eiweiß und zusätzlich noch 2,6% für unsere Verdauung wichtige Ballaststoffe. Ebenso finden sich diverse Spurenelemente, wie z.B. Selen, sowie Phosphor.
Reife Bananen - und hier muss ich unserer Sun ein ganz klein wenig wiedersprechen - eignen sich besser zum Verzehr, als noch nicht voll ausgereifte, denn die noch unreifen Bananen enthalten eine nur sehr schwer verdauliche Stärke, die dann beim Reifungsprozess zu Frucht-, Trauben- und Rohrzucker umgewandelt wird. Wegen ihres dann geringeren Stärkegehalts eignen sich reife Bananen dann z.B. auch besser als z.B. Krankenkost...
Ein Kaliummangel zeigt sich vor allem durch Muskel-, Nerven- u. Herzprobleme und auch hier kann die Banane vorbeugend wirken.
Wegen ihrer leichten Verdaubarkeit eignen sich Bananen ebenso bei der Behandlung von Gastrointestinalbeschwerden, wie z.B. bei Durchfallerkrankungen. Ebenso können Bananen wegen ihrer positiven Inhaltsstoffe - vor allem auch wegen ihres hohen Flüssigkeitsanteil gut gegen Verstopfungen wirken. In einigen Ernährungsmythen und in Ammenmärchen wird noch immer das Gegenteil behauptet und das ist Mumpitz ! Andere Früchte, die sich positiv auf den Darm auswirken, sind unter anderem Mangos, Feigen, Ananas und Papaya.
Eine Kleinigkeit noch und bitte nicht böse sein - liebe Sun...
Der glykämische Index (GI) unterteilt die kohlehydratreichen Lebensmittel nach ihrer Wirkung auf den menschlichen Blutzuckerspiegel. Er wurde - und das muss man hier an erster Stelle erläutern - zu Beginn der 80ziger Jahre im Rahmen einer Ernährung für Diabetiker entwickelt. Man wollte damals eine Möglichkeit schaffen, dieser Gruppe von Patienten eine spezifische Auflistung an die Hand zu geben, nach der Diese ihre spezielle Form der Ernährung im Rahmen eines diabetischen Ernährungsplanes aufbauen können. Schon zu Mitte der 70ziger Jahre entstand in Fachkreisen das Problembewusstsein, dass es zwar für alle Lebensmittel eine Unterteilung gemäß ihrer energetischen Stoffwechselwirkung gab (Kalorientabellen etc. p.p.), dass diese aber nur wenig Aussagekraft für Menschen hatte, die unter krankhaften Stoffwechselproblematiken bezogen auf ihren Blutzuckerspiegel litten. Für diese Menschen ist der energetische Brennwert eines Lebensmittels nämlich von weitaus kleinerer Relevanz, als eben die Auswirkung der Nahrungsmittelaufnahme auf den Blutzuckerspiegel, bei dem halt weniger das Fett, als mehr die Kohlenhydrate eine entscheidende Rolle spielen.
Um nun eine entsprechende Skalierung zu schaffen, brauchte man zunächst mal einen Referenzwert - eine Art von "Nullpunkt" - nach dem man sich schließlich ausrichten konnte. Hierfür wählte man die blutzuckersteigernde Wirkung von Traubenzucker und wies dieser den Wert 100 zu. Traubenzucker - auch als "Dextrose" bekannt, gilt als der wichtigste Energielieferant im menschlichen Organismus und z.B. die roten Blutkörperchen und z.T. auch das Gehirn beziehen aus ihm speziell ihren Hauptanteil an Energie. Ein GI von 50 sagt nun z.B. aus, dass der Blutzuckeranstieg, ausgelöst durch das mit diesem Wert versehene Lebensmittel, exakt die Hälfte des entsprechenden Glucoseanstieges ausmacht. Danach erhielten dann Lebensmittel, die zu einem schnellen und erhöhten Anstieg des Blutzuckerspiegels führten, einen hohen und im Gegensatz dazu die Lebensmittel, nach deren Genuss der Blutzuckerspiegel nur geringfügig ansteigt, einen entsprechend niedrigen GI-Wert. Leider sind die Heute allgemein kursierenden Listen mit Vorsicht zu betrachten, da man sich damals besonders in den Vereinigten Staaten nicht auf ein einheitliches Modell hat einigen können und dann Listen in dein Umlauf kamen, die den Referenzwert nicht beim Traubenzucker, sondern beim Weißbrot ansetzten. Wissenschaftlich betrachtet sind aber nur die vom Traubenzucker ausgehenden Tabellen von Relevanz und diese Sicht hat sich in der Zwischenzeit im Rahmen der speziellen Ernährungstherapie bei Diabetikern auch durchgesetzt.
Die Fructose, also der Fruchtzucker bildet darüber hinaus eine Ausnahme unter den Monosacchariden. Im Gegensatz zu den sonstigen Vertretern dieser Art, wie sie im Obst und auch im Gemüse vorkommen, ist sie aber zunächst einem Umwandlungsprozess in Glucose unterworfen und wird daher wesentlich langsamer verstoffwechselt, als Glucose in Reinform. Entscheidend ist auch hierbei die Art der Aufnahme - für Gewöhnlich enthält Obst und Gemüse nur einen äußerst geringen Fettanteil - dafür aber eine Vielzahl an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, sowie Spurenelementen. Darüber hinaus sorgen die ebenfalls enthaltenen Faserstoffe für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl, so das die Tatsache, dass es sich beim Fruchtzucker um ein Monosaccharid handelt, im wahrsten Wortsinn nicht ins Gewicht fällt. Ebenso sollte man nicht zuletzt in diesem Zusammenhang auf den Effekt der "Thermogenese" verweisen, der aufgrund der Inhaltsstoffe beim Obst und Gemüse als besonders signifikant zu bezeichnen ist. Der Anstieg des Insulinspiegels nach der Glucoseresorption führt zu einer Stimulation des sympathischen Nervensystems, in dessen Folge es zu einem Ansteigen der Energieverbrennung kommt.
Ich könnte das Ganze natürlich auch in einem Satz zusammen fassen : "Guten Appetit !!!"
lg Thommy...
