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Thommy's Gewürzparadies Teil 2 Thommy's Gewürzparadies Teil 2

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Alt 21.10.2006, 18:10
Gast30
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Thommy's Gewürzparadies Teil 2

Senf

Was wäre wohl die heiße Wurst ohne Senf ? Für die meisten Geschmäcker ein wohl kaum nachvollziehbarer Gedanke und Speisesenf, mal scharf, mal weniger scharf und auch in seiner süßen Variante wird heutzutage nicht allein zur obligatorischen Wurst konsumiert. Seine zahlreichen Sorten bieten eine breite Palette an geschmacklicher Vielfalt und dementsprechenden Verwendungsmöglichkeiten. Jene Paste, die vorwiegend aus Senfkörnern besteht, ist nicht nur eine Würze zu Wurst und anderen Fleischwaren, sondern gilt zugleich als ein "gesunder Schlüssel" zum Appetit, denn die im Senf enthaltenen ätherischen Öle regen die Magensäfte und die Speicheldrüsen an, fördern die Tätigkeit von Leber und Galle und somit die Verdauung. Sie wirken weiter antibakteriell und stärken das Immunsystem des menschlichen Körpers.

So ist der Senf aus unseren Haushalten von Heute kaum mehr wegzudenken und man verwendet ihn zum Marinieren von Braten und Grillfleisch ebenso, wie zum Verfeinern von Saucen und als Würze zu Wurstwaren und Käse. Hierbei haben die unterschiedlichen Sorten längst eine gewichtige Bedeutung erlangt und so bietet der Lebensmittelhandel dem Verbraucher eine umfangreiche Auswahl an, was nicht allein für die Geschmacksvariationen gilt; auch seine Darreichungsformen und Packungsvielfalt ist inzwischen umfangreich geworden und es gibt ihn in Tuben, in Beuteln, in Kunststoffbehältern, Steinguttöpfen; vor allem aber in Gläsern und die angebotenen Mengen reichen von den Minieinheiten aus der Tüte für nur ein Gericht, bis hin zu Eimern für entsprechende Großverbraucher.

Mild wollen ihn die Einen - scharf wiederum die Anderen und der Senf ist somit durchaus Geschmackssache. Deutlich wird dies wie schon gesagt vor allem auch durch die angebotene Sortenvielfalt und sie wiederum findet in deutschen Landen einen höchst unterschiedlichen Anklang. So ist der "Mittelscharfe Senf" mit etwa 70% Absatzanteil ganz sicher der Beliebteste und im Westen, sowie im Norden der Republik wird eher scharfer Senf bevorzugt. Im südlichen Teil Deutschlands schätzt man hingegen eher die milden, bis hin zu süßen Sorten; so z.B. der bekanntermaßen "Süße Senf" zur bayerischen Weißwurstspezialität...
Wenn gleich die große Sortenvielfalt die unterschiedlichen Bedürfnisse der Verbraucher zufrieden stellen soll, bilden grundsätzlich betrachtet gerade mal Fünf Geschmacksstufen das eigentliche Fundament der gelbbraunen Würzpaste. So wird lediglich zwischen "scharf", "extra scharf", "mittelscharf", "mild" und "süß" unterschieden und jener überaus beliebte Senf, den man auch Mostrich, bzw. Mostert nennt, wobei im Rheinland jene Bezeichnung für alle Senfsorten gebräuchlich ist, was auf vergangene Kriegzeiten und die damals französische Besatzung zurückzuführen ist, kommt jedoch ausschließlich aus der französischen Senfmetropole Dijon, wo seit ca. 700 Jahren geschrotete Senfkörner mit Traubenmost angesetzt werden. Heute wird auch dort der Senf vorwiegend aus Senfkörnern und Wein, bzw. mit Brandweinessig hergestellt.

Die eigentliche Geschmacksrichtung des Senf wird aber vor allem durch die zugeführten Gewürze Kräuter, Salz und Zucker bestimmt - seine Schärfe hängt hingegen vom Senfkorn ab. So enthalten gelbe Senfkörner Sinalbinöl und die Schärfe der braunen Körner wird durch das Allyl-Senföl hervorgerufen, wobei die Dosierung dann die unterschiedlich geschmacklichen Abstufungen ermöglicht.

Sortenvielfalt

Milder Senf

Die gelbe Senfsaat ist der Rohstoff für den milden Senf, den man landläufig auch als "Delikatess- oder Tafelsenf" bezeichnet. Dieser eignet sich hervorragend für Senfsaucen und zu Würstchen...

Mittelscharfer Senf

Dieser enthält gelbe, als auch braune Senfsaat und ist in einem Grundprinzip der erstgenannten Sorte zuzuordnen - besitzt aber, wie bereits Eingangs erwähnt den höchsten Marktanteil in Deutschland.

Scharfer und extrascharfer Senf

Scharfer, bzw. extrascharfer Senf schmeckt durch seinen beinahe ausschließlichen Anteil brauner Senfsaat derart konzentriert und mit ihm lassen sich sehr gut Saucen würzen. Außerdem passt er zu sehr fetten Fleischzubereitungen, zu Marinaden und zu Käse.

Düsseldorfer Senf

Eine extrascharfe Spezialität nach besonderer Rezeptur, die nur und ausschließlich von Herstellern aus dem Düsseldorfer Raum angeboten werden darf ! Früher war z.B. der "Düsseldorfer Löwensenf" der Inbegriff für eine extra scharfe Senfkomposition und in der Zwischenzeit gibt es aber auch diesen in unterschiedlichen und leicht abgeschwächten Variationen. Eine spezielle Rezeptur aber verleiht diesem Senf noch immer und in allen Varianten einen ausgesprochen eigentümlich leckeren Geschmack.

Dijon-Senf

Auch jene Senfspezialität aus der französischen Senfmetropole Dijon zählt vom Prinzip her zu den extrascharfen Kompositionen; wird aber ebenfalls in zahlreichen und sehr unterschiedlichen Variationen angeboten. Bei seiner Herstellung sind jedoch traditionelle Rezepturen zwingend vorgeschrieben, sowie eine ausschließliche Verwendung brauner, sowie schwarzer und nicht entölter Senfsaat, die man zuvor durch Mahlen und Absieben von ihren Schalen befreit. Der Dijon-Senf wird bei seiner Herstellung schließlich mit Wein, bzw. Brandwein versetzt und schmeckt darum sehr fruchtig, womit er nicht allein in der französischen Küche eine besondere Beliebtheit genießt.

Rotisseur-Senf

Dieser entsteht aus grober Vermahlung der Saat und er ist mittelscharf und würzig pikant. Auch bei starker Erhitzung behält der Rotisseur-Senf sein unverwechselbares Aroma und aus diesem Grund eignet er sich auch hervorragend als Grillsenf.

Süßer Senf

Ihn nennt man auch "Weißwurstsenf" und er wird sowohl als braunen, als auch aus gelben Senfkörnern hergestellt. Diese werden hierbei aber nur grob vermahlen, wodurch der Senf eine gewissen Körnigkeit erhält. Durch zusätzliches Rösten erzielt man seinen leichten Karamellgeschmack und der zugeführte Zucker gibt der Sorte seine zusätzliche Süße. Ähnlich wie beim "Düsseldorfer Senf" dürften aber nur Hersteller aus dem Münchener Raum ihn als "Echten bayerischen Weißwurst-", bzw. "Münchener Weißwurstsenf" anbieten.

Grill-Senf

Neben dem Rotisseur-Senf schmeckt diese Senfspezialität durch seine zusätzlichen Gewürze wie z.B. Paprika besonders pikant. Er passt sehr gut zu Geflügel, Fleisch oder Würstchen aus der Pfanne und vom Grill.

Kräuter-Senf

Der Kräuter-Senf gehört zu den milden, bzw. mittelscharfen Sorten und die in ihm enthaltenen Kräuter machen ihn besonders für Fleischgerichte wie Frikadellen und Hackbraten zur passenden Würze.

Estragon-Senf

Er ist meist mittelscharf und wie es der Name schon verrät mit Estragon pikant zubereitet. Damit passt er gut zu Wurst aller Art, zu Schlachtplatten und zum Abschmecken entsprechender Saucen.

Meerrettich-Senf

Dieser scharfe, bzw. extrascharfe Senf erhält seine ganz besondere geschmackliche Note durch den Zusatz von Meerrettich und er verfeinert Saucen und passt sehr gut zu kalten Platten, sowie zu gekochten Eiern.

Diät- oder Reformsenf

Reformsenf, der auch als Diätsenf vertrieben wird, gehört wiederum zu den milderen Sorten und wird mit Zitronensaft und Kräutern, statt mit Essig und scharfen Gewürzen hergestellt.

Champagner-Senf

Für ihn werden grob gemahlene Senfkörner mit Champagner angesetzt. Er ist mittelscharf, schmeckt ausgesprochen aromatisch und passt gut zu Gegrilltem und zu Braten.

Bordeaux-Senf

Neben zahlreichen Kräutern wie z.B. Estragon enthält diese spezielle Zubereitung noch die Samenhülle der Senfsaat und ist deshalb sehr grobkörnig. Sein Geschmack ist eher würzig und gilt ähnlich wie in Deutschland der Süß- bzw. der Düsseldorfer-Senf, in unserem Nachbarland Frankreich als eine besondere französische Kreation.

Senf à l'ancienne

Eine sehr alte, ebenfalls französische Form der Herstellung von Senf und dem Versatz von Weißwein, die mit ganzen Senfkörnern hergestellt wird. Er schmeckt sehr mild und eignet sich hervorragend für Salatsaucen. Er schmeckt ebenfalls zu kaltem Braten, zu Eisbein und in dunklen Saucen...

Senfmehl

Senfmehl ist ganz einfach nur sehr fein gemahlene Senfsaat, entweder aus braunen oder gelben Senfkörnern, oder einer Mischung aus beiden. Senfmehl ist die Basis vieler Senfzubereitungen und eignet dich als Würzmittel für pikante Salate - passt aber auch zu kräftigen Hackbraten und zu Eierspeisen. Aber mit Vor- und Umsicht verwenden, denn Senfmehl kann u.U. ausgesprochen scharf sein und jedes Zuviel kann eine Speise für immer verderben !

Senf ist ganz Allgemein betrachtet außerordentlich lange haltbar und dennoch sollte man einige Tipps beachten, damit das Würzvergnügen nicht unnötig beeinträchtigt wird.

Licht, Luft und Wärme verträgt der Senf als Solcher nicht besonders gut und so können bei falscher Lagerung Färbung, Geschmack und Schärfe sehr beeinträchtigt werden. Ebenfalls kann Senf austrocknen und sein Aroma einbüßen. Die Hersteller versuchen zwar durch entsprechende Verpackung diesem Vorgang entgegenzuwirken und so halten gut verschlossene und noch nicht angebrochene Produkte gut und lange, nur sollten einmal angebrochene Gläser, Tuben, usw. auch stets wieder ausreichend verschlossen werden. Der beste Aufbewahrungsplatz für Senf ist schließlich auch der Kühlschrank und gut gekühlt kann er seinen speziellen und charakteristischen Geschmack auch für längere Zeit ohne Einschränkung bewahren.

In einer hiesigen Region, der Eifel, befinden sich zahlreiche kleine Senfmühlen, die man gerne auch besuchen, bzw. besichtigen kann und ein Besuch ist in der Tat sehr lohnenswert. In den meisten Fällen sind es sehr historische Anlagen und Fabrikationen und man hat nicht nur Gelegenheit, der interessanten Tätigkeit des Senfmüllers zuzuschauen und erhält so in die Herstellung einen höchst umfassenden Einblick, sondern man kann ganz frisch und sozusagen gleich vor Ort die leckersten Spezialitäten käuflich erwerben. Dabei ist es kaum vorstellbar, welche Sorgfalt jedem einzelnen Senfkorn zuteil wird, bevor es zur eigentlichen Verarbeitung kommt. Es wird gereinigt, gesiebt und durch einen Luftstrom von Spelzen, Staub und sonstigen Fremdbestandteilen gesäubert, doch damit noch nicht genug; in speziellen Poliermaschinen putzen rotierende Bürsten jedes Körnchen blank und erst danach beginnt die eigentliche Verarbeitung.

Um das Senfschrot zu gewinnen, wird die Saat zwischen Walzen zerquetscht und in einem schonenden Pressverfahren wird der Saat das enthaltene Senföl entzogen. Den so entstandenen Senfmehl gibt man in sogenannte Maischebehälter und gibt weiter, je nach Zubereitungsart und Rezeptur Essig, Kochsalz und Gewürze zu. Diesen Vorgang nennt man "einmaischen" und hierbei entwickelt sich wie beim Wein das eigentliche Bukett des späteren Senfs. Weiter wird je nach Art und Menge der Zutaten und dem Mischungsverhältnis der braunen und gelben Senfsaaten der Charakter der herzustellenden Senfsorte geprägt, doch Fertig ist der Senf auch an dieser Stelle noch lange nicht. Um eine gleichmäßige Verbindung zwischen dem ölhaltigen Senfmehl und den flüssigen Bestandteilen der Maische zu erzielen, muss diese anschließend nochmals vermahlen werden. Zum Schluss werden dann die rezeptspezifischen Zutaten untergemischt...

Meerrettich

Der Meerrettich nimmt unter den Würzpasten eine ganz besondere Stellung ein und sollte hier nicht zuletzt wegen seiner Ähnlichkeit und der Verwandtschaft zum Senf nicht unerwähnt bleiben. Die Meerrettichstaude wird inzwischen in ganz Nordeuropa angebaut und ihre etwa 20 cm lange Pfahlwurzel enthält reichlich ätherische Senföle mit einem sehr brennend-scharfem Geschmack. Ganz frische Meerrettichwurzeln bekommt man aber nur während des Winterhalbjahres, doch immer im Handel findet sich geriebener Meerrettich in Tuben, bzw. in Gläsern. Man reicht ihn zu Würstchen, zu Fleisch und zu Fisch und benötigt die Paste ebenso zum Würzen von Saucen, Essig-Gemüse, Sahne, Butter und Mayonnaise. Tafelfertige Meerrettichzubereitungen können Essig, Salz, Zucker, Rahm, Zitronensäure und Salatmayonnaise enthalten.
Japanischer Meerrettich wird "Wasabi" genannt und man gewinnt ihn aus den extrem scharfen Wurzeln der Wasabi-Pflanze. Hierzulande kann man zumeist im Asia-Handel gebrauchsfertige Wasabi-Paste in Tuben oder kleinen Gläschen erwerben. Man erhält aber auch das grünliche Wasabi-Pulver, dass mit Wasser angerührt wird.
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Alt 21.10.2006, 18:14
Gast30
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Saucen und Pasten

Neben den klassischen Gewürzen, Kräutern und Würzmischungen kennen wir eine ganze Reihe bereits fertig zubereiteter Würzsaucen, die sich als separate Geschmacksbeigabe zu kalten und warmen Gerichten etabliert haben. Sehr viele von diesen, wie z.B. der Ketchup ist längst in den meisten Küchen ebenso vorrätig, wie Salz und wie Pfeffer. Andere wiederum, zumeist asiatische Pasten und Saucen dieser Art befinden sich zwar auf dem Vormarsch, müssen aber von Manchem zunächst noch entdeckt werden.
Unter Würzpasten als Solchen versteht man im Allgemeinen zu pastenartiger Konsistenz eingedickte und teilweise gewürzte Fleisch- oder Fruchtteile.

Mayonnaise

Die Mayonnaise wird aus einer Mischung aus Pflanzenöl und Hühnereigelb gerührt und kann neben diesen Bestandteilen Zucker, Kochsalz, Gewürze, Essig oder Zitronensaft enthalten. Aufgrund ihrer öligen Zusammensetzung hat die Mayonnaise einen ausgesprochen hohen Fettanteil von mindestens 80% und anderweitige Zubereitungen, wie z.B. die Salatmayonnaise kommen immer noch auf 50% und bei den fertigen Salatcremes sind es 25, zumeist aber bis zu 40% Fettanteil.
Gemäß dem gültigen Reinheitsgebot, was es nicht allein für Biere gibt und was gesetzlich vorgeschrieben ist, dürfen der Mayonnaise keine Verdickungsmittel wie Weizenmehl, Stärkearten, oder Gelatine zugesetzt werden; einzig bei den Salatmayonnaisen bestehen Ausnahmezulassungen und wird auf der Verpackung auf die Verwendung von frischen Eiern, bzw. Eigelb hingewiesen, darf diese Mayonnaise nur Eigelb, sowie Eiweiß von frischen, maximal 10 Tage alten Eiern, welche unmittelbar vor der Verarbeitung aufgeschlagen wurden, enthalten. Weiter ist jeder Zusatz von Farbstoffen nach deutschem Lebensmittelrecht verboten.
Bei den Salatmayonnaisen ist der Mindestgehalt an Eigelb jedoch nicht festgelegt; beträgt er allerdings mehr als 7,5%, so kann darauf in der Kennzeichnung hingewiesen werden.
Es gibt die Mayonnaise in Gläsern, in Beuteln oder Tuben, wobei vor allem die Beutelmayonnaisen unmittelbar nach dem Anbruch aufgebraucht werden sollten. Angebrochene Gläser sollte man am Verschlussrand sehr gut sauber halten, immer fest zugeschraubt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von maximal 3 Wochen aufgebraucht haben; ein Einfrieren von Mayonnaise ist nicht zuletzt wegen ihres hohen Ölanteils nicht möglich...

Die Remoulade bildet eine eigene Zubereitungsform der Mayonnaise und wird mit Kräutern und Gemüse, wie z.B. Pfeffergurken, sowie Kapern versetzt angeboten.

Bei der Aioli handelt es sich um eine spezielle Zubereitung aus Knoblauch, Eigelb, Senf, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft. Diese Mischung schmeckt herrlich zu gegrilltem Fleisch, zu Fisch, gekochten Eiern und Gemüse.

Zum Schluss sollte an dieser Stelle noch das Sandwich Spread Erwähnung finden, bei dem es sich im Grunde um einen eigenen Brotaufstrich aus fein gehacktem Gemüse, Kräutern und Oliven handelt und jene "Mayonnaise-Sandwich-Cremes" gibt es in der Zwischenzeit in zahlreichen geschmacklichen Noten. Mit Champignons, mit Oliven und Tomaten, mit Avocado, Basilikum, Paprika, Meerrettich, Bärlauch, Nüssen, Kürbis usw. Auch auf Tofubasis sind solche Zubereitungen erhältlich...

Würzsaucen

Ketchup

Bei allen Arten von Ketchup wird als Grundzutat zumeist zweifach konzentriertes Tomatenmark verwendet und die unterschiedlichen Rezepturen sind ausgesprochen vielfältig. Bei den Gewürzen variieren Zucker, Essig und Spezialgewürzmischungen je nach Hersteller und so gibt es neben dem Tomatenketchup z.B. Curry-Ketchup, Gewürz- und Zwiebel-Ketchup usw.

Saucen auf Tomatenbasis

Hier spielen neben den Tomaten ebenfalls die Gewürze die eigentliche Hauptrolle; so z.B. Chilis bei der Chili-Sauce, bzw. grüne Pfefferkörner bei der Pfeffersteak-Sauce. Es kommt halt ein wenig darauf an, wofür, bzw. für welchen Anlass man die Sauce letztlich verwenden möchte.

Emulgierte Saucen

Eine der bekanntesten Saucen dieser Gattung dürfte wohl die "Cumberland-Sauce" sein, die aus einer Mischung von Johannisbeergelee, Südwein, Ingwer und Orangenschale hergestellt wird und es gibt noch eine Vielzahl weiterer Kreationen, wie z.B. Mangosauce, Knoblauchsauce, Cocktailsauce, Currysauce, Honig-Senf-Dill-Sauce, bzw. Steak-Senf-Sauce...

Relishes

Hierbei handelt es sich um Saucen auf der Basis von Gemüsestückchen und Gewürzen. Bekannt ist z.B. Barbecue-Relish mit süß-sauren Relish-Gurken, bitterfreien Schälgurken und Gemüsepaprika. Relish-Zubereitungen lassen sich jedoch auch aus zahlreichen anderen Gemüse herstellen und jede von ihnen ist in der Lage, geschmacklich harmonierende Speisen entsprechend abzurunden. Es gibt sie süß-sauer, süß-pikant, oder auch scharf-pikant, usw.

Chutneys

Chutneys kennt man vornehmlich aus der Indischen Küche und mit ihnen werden pikante, dickflüssige Saucen bezeichnet, die neben Gewürzen, Kräutern und Gemüse vor allem Früchte enthalten. Am bekanntesten dürfte das Mango-Chutney sein, welches man aus Mangofrüchten, Zucker, Salz, Chili, Knoblauch und Ingwer herstellt. Ebenso aber gibt es Tomaten-, Apfel-, Aprikosen-, Zwiebel-Chutneys und sie passen sehr gut zu Fleisch und Geflügel; zu Fonduegerichten und zu Reis.
Chutneys gibt es im Lebensmittelhandel überall fertig zu kaufen; man kann sie aber auch sehr leicht selber zubereiten und diese Zubereitung entspricht ungefähr dem Einkochen, wobei neben den erwähnten Gewürzen noch Wasser zugesetzt wird.

Tabasco-Sauce

Tabasco-Sauce besteht aus dem Extrakt mexikanischer Chilis unter Zugabe von Salz und Weinessig; sie ist ausgesprochen scharf und sollte daher nur tropfenweise Verwendung finden. Ihr Geschmack und ihre Schärfe passt sehr gut zu Salaten, zu Saucen, Suppen und Eintöpfen. In der Zwischenzeit gibt es aber auch etwas mildere Varianten aus grünen und somit nicht ganz so scharfen Chilis.

Worcestershire-Sauce

Jene berühmte, englische Würzsauce aus Malzessig, Sojabohnen, Zucker, Tamarindenmus, Sirup, Salz, Chilis, Nelken, Sherry und zahlreichen weiteren Zutaten sollte man ebenfalls nur sehr umsichtig und am günstigsten tropfenweise für Ragout fin, für Suppen, Saucen, Fleisch- und Fischspeisen verwenden.

Sojasauce

Sojasauce ist im Grunde aus der asiatischen Küche allseits bekannt und aus dieser auch nicht wegzudenken. Sie hat ihren Ursprung im ostasiatischen Raum und wird aus der eiweißreichen Sojabohne hergestellt. Es gibt zahlreiche Variationen, die von der jeweiligen Herkunft abhängig sind; in der chinesischen Variation ist die Sojasauce eher dickflüssig und von leicht salzigem Geschmack. Etwas dünner und eher süßlich schätzt man sie in der indonesischen Küche. Japanische Sojasauce ist sehr dünnflüssig und eher würzig-aromatisch im Geschmack. Ganz hervorragend aber passen die Sojasauce-Zubereitungen zu fernöstlichen Suppen, Fleisch-, Geflügel-, Wild- und Fischgerichten. Ebenso schmeckt sie lecker zu Gemüse, Teigwaren und Reis - verleiht diesen eine ganz spezifische Note, kann aber eine Speise auch unangenehm überlagern, wenn sie nicht sparsam genug dosiert worden ist - also vorsichtig - gell...

Süß-Sauer-Sauce

Diese Geschmacksrichtig ist und Mitteleuropäern auch eher aus der asiatischen Küche ein Begriff und alle Saucenzubereitungen dieser Art enthalten neben Stärkesirup noch Maisstärke, Zucker, Ananas, Tomaten, Chili usw. je nach Rezeptur. Sie verleiht allen süßsaueren Gerichten, z.B. Huhn, Reis, usw. die erforderliche Geschmacksnote...

Fischsauce

Ebenfalls eine Sauce, die vornehmlich in der asiatischen Küche Verwendung findet und dort zum Würzen einen unentbehrlichen Rang einnimmt. Ihre Bestandteile sind ausschließlich Wasser, Anchovis, Salz und Zucker.

Austernsauce

Eine Austernsauce gehört ebenfalls in zahlreiche asiatischen Gerichte; ist für mitteleuropäische Gaumen jedoch durchaus leicht gewöhnungsbedürftig im Geschmack. Ihre Bestandteile sind Austernextrakt, Zucker, Salz, Sojasauce, Mehl und Stärke...

Würzpasten

Tomatenmark

Tomatenmark wird ganz einfach nur aus reifen Tomaten hergestellt, die man passiert und eingedickt hat und es ist einfach, doppelt, oder dreifach konzentriert erhältlich. Fertiges Tomatenmark aus der Dose enthält keine Schalen und keine Kerne und ist nicht gewürzt.

Suppenpasten

Bei den Suppenpasten handelt es sich um eingedickte Fleisch- oder Hühnerbrühen, welche man zudem mit Fett, Gewürzen, Gemüse- und Kräuterauszügen angereichert hat. Des weiteren enthalten sie Kochsalz und andere geschmacksverstärkende Würzen, wobei sie auch in Würfelform, gekörnt, oder als Instantpulver erhältlich sind. Ganz ähnlich verhält es sich bei den Gemüsehefebrühen; diese aber enthalten statt des Fleischextraktes mindestens 10% Hefeextrakt. Auch sie sind als Paste, in Würfelform, oder granuliert auf dem Markt.

Ajvar

Hierbei handelt es sich um eine Spezialität aus dem Balkanraum und diese Paste besteht aus geschmorten, pürierten Paprikaschoten, welche man sehr stark reduziert hat und die anschließend pikant gewürzt auf den Markt kommen. Ajvar schmeckt sehr gut zu Gegrilltem, sowie pur als Brotaufstrich.

Guacamole

Bei Guacamole handelt es sich um ein Avocadopüree mit Essig, Olivenöl, Tomaten und Zwiebeln. Es ist mit Knoblauch, Chili und Koriander scharf gewürzt und schmeckt delikat als Dipp zu Tacos und als Brotaufstrich, sowie zu gegrillten Fleischzubereitungen.

Sardellenpaste

Die Sardellenpaste besteht aus mit Salz und Öl pürierten Sardellen und ist zumeist in Tuben erhältlich. Sie schmeckt sehr gut zu gekochten Eiern, zu Grillfleisch und Fondue, sowie auf Toast und zum Aperitif.

Olivenpaste

Eine Paste aus grünen und schwarzen Oliven, die man mit Salz und Olivenöl anrührt. Sie dienst zum Würzen von Suppen und Saucen - schmeckt aber auch zu Gegrilltem und als Brotaufstrich.

Tapenade

Die Grundzutat der Tapenade sind zwar auch Oliven - die Würze und der Name kommt jedoch von den enthaltenen Kapern (Tapeno). Neben Kapern und Oliven enthält die Tapenade noch Anchovis, Olivenöl, Knoblauch und Gewürze. Man unterscheidet zwischen grüner und schwarzer Tapenade; je nach dem, welche Olivenart verwendet wurde und die Paste schmeckt sehr gut auf Brot - passt aber ebenso hervorragend zu Nudeln, sowie zu Omelett und in die Füllung von Perlhuhn und Wachtel.

Miso

Bei Miso handelt es sich um eines der ältesten japanischen Gewürze; einer Paste aus Sojabohnen, Reis, oder auch anderen Getreide, Salz und Wasser. Man unterscheidet ungefähr 50 (!) unterschiedliche Sorten und grob kann man sagen, dass dunkles Miso mehr Salz enthält, als die hellen Varianten. Jene Paste wird traditionell sür Suppen, Saucen und Salatdressings verwendet...

Sambal

Sie ist inzwischen auch in unserer heimischen Küche durchaus zu Hause und bezeichnet eine scharfwürzige Paste aus zerstoßenem und mit Salz konserviertem spanischen Pfeffer, welche vor allem aber in der fernöstlichen Küche sehr häufig benutzt wird. Als besonders scharf gelten die Sorten "Sambal Oelek" und "Sambal Brandal"; etwas milder sind "Sambal Badjak" und das mit Zucker hergestellte "Sambal Manis". Die Sortenvielfalt ist also reicht umfangreich und so enthält "Sambal Oelek Trassie" als Zusatz noch Krabbenextrakt und "Sambal Nasi Goreng" gilt als Spezialzubereitung für das bekannte indonesische Reisgericht Nasi Goreng...
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  #3 (permalink)  
Alt 21.10.2006, 19:06
Sandkatze
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wo bekommt man denn so die olivenpaste? klingt nämlich toll.
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  #4 (permalink)  
Alt 21.10.2006, 22:05
Gast30
Gast
 
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http://www.gourmondo.de/search.jsp?s...all&aid=920001

...wäre jetzt eine Möglichkeit, wobei Olivenpaste auch im gut sortierten Supermarkthandel zu erwerben sein dürfte...

Natürlich kann man sie auch prima selbst herstellen...

Zutaten für ca. 6 Portionen :::

150g schwarze o. grüne Oliven (je nach Geschmack) - ohne Stein
2 eingelegte Sardellenfilets
1 getrocknete Chilischote
1 TL Zitronensaft
4 Knoblauchzehen
1 TL Rosmarin
1 TL Thymian
6 Blätter Salbei
1 EL Kapern
100ml Olivenöl
etwas Salz und etwas Pfeffer...

Zubereitung :

Die Sardellenfilets abspülen, trocknen und dann sehr klein schneiden; die Chilischote entkernen und dass Ganze mit den Oliven, den Kapern, den Kräutern, den Knoblauchzehen pürieren und hierbei nach und nach das Olivenöl einfliessen lassen. Hierbei soll eine sämige Paste entstehen...

Den Geschmack schliesslich mit dem Zitronensaft und etwas Salz und Pfeffer abrunden...

Wenn man getrocknete Kräuter verwendet, bitte von beiden nur die Hälfte nehmen...

lg Thommy...

P.S.: ...noch ein leckeres Rezept ::: http://www.marions-kochclub.de/forum-rezept/2932.htm
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  #5 (permalink)  
Alt 02.11.2006, 15:45
Kapputschino
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*hochschieb*
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