Hallo,
Ich habe gestern bestimmt 3 Stunden am PC verbracht und versuch mir hier tipps zu holen,
überall lese ich KALORIEN zählen, ja aber wie?
Macht Ihr das wirklich so das Ihr jedes Stück von irgendwas abwiegt und nach den Kalorien schaut?
Ich stelle mir das super komplieziert vor. Wenn ich z.B. einen Auflauf mache, müsste ich dann jedes einzelne Gemüse, Fleisch, Käse u.s.w abwiegen und aufschreiben und dann noch das fertige Gericht auf meinem Teller abwiegen denn ich esse ja nicht den ganzen Auflauf alleine. Oder bei Hähnchenbrust mit Kartoffenln und Salat, oder Suppen, da kommen viele verschiedene sachen rein, muss ich da wirklich alles einzeln abwiegen bevor ich es esse, oder gibt es da eine andere Regel?
Ich will wirklich abnehmen und ich will meine Ernährung umstellen, aber ich will nicht meine ganzen tage an einer Kalorientabelle verbringen. Es muss doch was einfacheres geben, denn es sollte auch Spass machen um durchzuhalten. Im Moment bin ich mehr verzweifelt als motiviert.
Ich freue mich auf eure Tipps und Anregungen.
gruß Annette
Hallo Annette!
Ich persönlich zähle nicht im herkömmlichen Sinne Kalorien. Habe mir etwas vom WeightWatchers Prinzip abgeguckt und zähle praktisch Punkte. Natürlich ist meine Methode nicht 100% genau, aber dadurch schaue ich bewusster auf das, was ich gerade esse!
Liebe Grüße
Ich kann dir fddb empfehlen, dort kann man relativ einfach alles aufschreiben, was man isst und das Programm hilft einem beim Zählen und Rechnen.
Wenn ich einen Auflauf mache, mache ich es so:
Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Käse und was halt rein kommt abwiegen. Dann weiß ich nach dem Kochen, mein Auflauf hat z.B. 2100 kcal.
Ich weiß aus Erfahrung, dass mein Freund ungefähr 1/3 mehr isst als ich, aber ich achte halt beim Essen ungefähr auf das Verhältnis, manchmal essen wir auch gleich viel. Und nach dem Essen schaue ich, wieviel vom Auflauf noch übrig ist, z.B. 1/4.
Dann rechne ich 2100 Minus dem Viertel, was noch da ist, macht 1575. Ich hab dann also ca. 675 gegessen und mein Freund 900 kcal.
Ist nicht ganz einfach, aber so weiß ich es halt ziemlich genau. Bei fddb findest du aber auch für alles Mittelwerte, wenn du es nicht soo genau nehmen willst. Ich würds gerade für den Anfang aber empfehlen.
Und hey, der Lohn für die Mühe ist schlank werden und bleiben, da kann man doch ein bisschen Zeit investieren! Bei mir sind das höchstens 15 min täglich, die ich mit Zählen, Rechnen und Notieren verbringe.
Am Anfang wirst du vermutlich nicht drum rum kommen, alles auszuwiegen. Aber nach ein paar Tagen hast du raus, wie viel in etwa zb. eine Paprikaschote wiegt, dein Stück Brot, dass du dir abgeschnitten hast, usw....
Man entwickelt ein Gefühl dafür, und obs dann nachher 10g mehr oder weniger waren, macht bei den wenigsten Lebensmitteln was aus.
Einzig Öl und Sachen, die für mich schwer schätzbar sind (z.B. Reis und Nudeln), wiege ich noch.
Bei zusammengekochten Lebensmitteln (Suppen), rechne ich mir die Gesamtzahl aus und teile dann durch die Portionen, die es ergeben hat und fertig. Gaaaaanz genau geht eh nicht, da sich auch der kcal-Wert von Lebensmitteln immer nur auf den Durchschnitt bezieht. Ein Apfel kann auch mal mehr oder weniger kcal haben.
fddb oder einen anderen Kalo-Rechner kann ich dazu nur empfehlen. Dort kann man dann auch seine oft gekochten Rezepte in Listen speichern und immer wieder abrufen.
__________________
Mein Esstagebuch 2012
Der Spatz kann nicht begreifen, warum der Adler höher fliegt als die Kirschbäume wachsen.
1. Ziel: U100 - erreicht am: - 2. Ziel: U90 - erreicht am: - 3. Ziel: U80- erreicht am: - Endziel: U75 - erreicht am: -
Hallo
Danke euch für die Antworten,
Ich habe das mit dem fddb mal ausprobiert, und manche gerichte einfach mal eingegeben die ich so koche, ich komme bei den meisten Gerichten nicht über 600kcal pro Portion, wenn das Frühstück und Abendessen dazu kommt, bin ich ca. bei 1200 bis 1400kcal am Tag. Mein pers. Tagesbedarf liegt aber bei ca 1600,
Jetzt bin ich ein bisschen verunsichert, normaler Weise müsste ich doch schon längst abgenommen haben bzw. überhaupt kein Gewichtsproblem haben.
Was also mache ich falsch? Auf Süssigkeiten lege ich keinen Großen Wert, Kuchen esse ich vll. 1x im Monat, Fastfood auch 1x im Monat, Medikamete nehme ich auch keine. Ich trinke sehr, sehr wenig, aber daran kann das doch nicht liegen, oder?
gruß Annette
Trinken ist wichtiger als Du scheinbar denkst - der Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser. Wir brauchen Wasser als Zellbaustein, als Verdauungshelfer, als Transportmittel und so weiter. Du solltest dringend mehr Trinken, sonst schadest Du Deinem Körper und bremst die Abnahme aus.
Außerdem scheinst Du zu wenig zu essen. Der Körper befindet sich in einer Hungerphase, schraubt den Stoffwechsel runter und lagert jedes Gramm verfügbare Energie ein. Daher nimmst Du auch nicht ab, obwohl Du ein hohes Kaloriendefizit hast. Du solltest rund die Differenz zwischen Grund- und Gesamtumsatz essen, dazu noch die Hälfte von ersportelten Kalorien und nie, nie, niemals unter dem Grundumsatz!
Zum Thema Abwiegen: Da gewöhnt man sich sehr schnell dran. Ich wiege seit Dezember wieder ab und komme mir ganz komisch vor, wenn ich mal keine Waage da habe. Die meisten Sachen kann man ja auch verallgemeinern, da man meist die selben Sachen isst. Ich weiß zB auswendig, was eine Scheibe Brot, eine Scheibe Lachsschinken oder eine Scheibe Käse wiegt. Genauso nehme ich immer 125g Nudeln, 100g Müsli oder Ähnliches, dann muß ich nicht aufschreiben, sondern merke mir einfach, was ich hatte und kann später eintippen, was es gab. Das sind aber alles so Sachen, die jedem anders einfacher fallen und die man für sich selbst versuchen muss.
Hallo,
Auch Dir danke ich erstmal für die Antwort,
Das mit dem Trinken seh ich vollkommen ein,
Das mit dem mehr Essen ist ein bisschen komisch für mich, ich komme hierher um abzunehmen und mir wird gesagt du muss anstatt weniger, mehr essen. Also wenn das daran liegt, wird diese Diät nicht schwer, denn essen kann ich ganz gut.
Ich muss nur darauf achten mehr Gemüse und Obst am Tag einzubauen.
Na dann Guten Appetit
Gruß Annette
Nyah, ich stelle mir das immer wie einen Kamin vor. Ein Kamin kann nur verbrennen, wenn Du ihm ausreichend Holz gibst. Dann lodert und fackelt er. Wenn der zu wenig Holz hat, dann glimmt jedes Stück nur langsam vor sich hin und kommt nicht richtig in Fahrt. Ähnlich ist es mit dem Stoffwechsel. Er verbrennt nur bereitwillig, wenn er genug hat. Ein Ast mehr oder weniger fällt ihm dabei nicht auf [das ist das Kaloriendefizit zum Gesamtumsatz, das gesund und erfolgreich ist]. Und man würde auch kein nasses Holz oder Pappe oder so in den Kamin werfen, sondern nur gutes Holz, daher läuft auch der Stoffwechsel am besten, wenn man ihm das Maß an Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen und Nährstoffen gibt, dass er braucht.
Vielleicht hilft Dir das ja auch ein bisschen der Sache etwas näher zu kommen
Ja, das mit dem Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten muss ich auch noch lernen, in welchem Essen was drin ist. Ich weiß jetzt z.b das mann abends Eiweiß zu sich nehmen sollte, doch wenn ich nur einen Joghurt sehe, wird mir gleich schlecht, da werd ich mich durchlesen müssen was ich als Alternative essen kann. Brot werd ich auch von weiß auf dunkel umstellen, das ist kein Problem, Kaffe mit Magermilch, anstatt Kaffeeweißer, usw.
Mal gucken was ich nächste woche in die Gewichtstabelle eintragen kann.
Ach und noch eine Frage wie bekomme ich so eine schöne Tabelle als Anhang, wie viele von euch die haben?
Wenn du bei fddb eingibst, was du isst, siehst du automatisch, wie viel Eiweiß, KH und Fett du zu dir genommen hast. Dann musst du gar nichts "lernen".
Dass man ausreichend essen muss um abzunehmen, mussten viele hier erst lernen, aber wenn man es mal akzeptiert hat, funktioniert es super.
Ich esse jetzt mehr als früher und nehme stetig ab. Lies dich mal im Bereich "Stoffwechsel" ein, da wird dir das eine oder andere Licht aufgehen, wenn du es zulässt.