Die eigentliche Empfehlung lautet: "Esse den Mittelwert aus Tagesbedarf und Grundbedarf!"
Der Trick mit dem Sport ist der:
Fallbeispiel: GU 1500 kcal
Tagesbedarf ohne Sport (750kcal): 2250 kcal
Ernährungsempfehlung zur Abnahme: 1875 kcal = (2250+1500)/2 Defizit: 375 kcal
Tagesbedarf mit Sport: 3000 kcal = (2250 + 750)
Ernährungsempfehlung zur Abnahme: 2250 kcal = (3000+1500)/2 Defizit: 750 kcal
Die Empfehlung "Esse die halben Sportkalorien" kommt daher, dass wenn man den Sportbedarf zum LU hinzuaddiert und dann den Mittelwert mit dem GU berechnet, die Differenz zur sonstigen Empfehlung immer die Hälfte der zusätzlichen verbrauchten Kalorien entspricht.
Also hier: 2250-1875 = 375 = 750/2.
Und es gibt diese Empfehlung nur, weil man davon ausgeht, dass Sport nicht täglich betrieben wird, sondern nur an einigen Tagen. Um jetzt die arme Kundschaft nicht damit zu nerven, jeden Tag ihren Leistungsumsatz neu zu berechnen, kommen diese komischen Zusatzregeln auf.
Es ist wie immer mit solchen Faustregeln: sie sollen helfen richtig zu rechnen, ohne dass man verstehen muss, wieso. Problem ist halt, wenn die Leute anfangen darüber nachzudenken und von der Faustregel auf tatsächliche Zusammenhänge rückschließen wollen.
Haha, das wird ja jetzt eine lustige Diskussion hier. Ich denke durchaus gern darüber nach, welchen Sinn solche Ernährungsempfehlungen haben
Also ich ziehe die Sportkalorien deswegen von meinen gesamt gegessenen Kalorien ab weil ich denke:
Ob man nun 200 Kalorien weniger isst oder 200Kalorien mehr beim Sport verbraucht ist für den Körper das gleiche.
Im Endeffekt sind es einfach 200Kalorien, die entweder für den Sport aufgewendet werden mussten und daher nicht zur Deckung des sonstigen Bedarfs zur Verfügung stehen
oder 200Kalorien die nicht gegessen wurden und daher nicht zur Verfügung stehen.
Deshalb glaube ich, dass es im Prinzip für den Körper das gleiche ist, ob ich
1100Kcal esse oder
1500Kcal und noch 400kcal beim Sport verbrauche
Wenn mein GU bei 1300Kcal liegt, hat der Körper in beiden Fällen 200kcal zu wenig, um diesen GU zu decken,
entweder weil er die Kcals nicht bekommen hat
oder weil er sie für was anderes (den Sport) verwenden musste.
Ist das nun verständlich geworden, wie ich es meine?? Ich sehe irgendwo schon den Sinn in Deneks Darlegung. Trotzdem finde ich, dass meine Argumentation doch im Prinzip logisch ist.
Wenn ich jetzt diese ganze Sache weiterdenke, scheint es mir sogar viel sinnvoller, doch lieber einfach 500kcal vom Gesamtumsatz abzuziehen als zwischen Grund- und Gesamtumsatz zu essen. Denn sonst muss ja der eine Körper mit 700kcal Defizit pro Tag auskommen, während andere vielleicht nur ein viel stoffwechselfreundlicheres Defizit von 300kcal pro Tag hat.
Und 700kcal Defizit ist sicher viel ungünstiger für den Stoffwechsel als 300kcal, auch wenn der Mensch effektiv vielleicht damit trotzdem etwas mehr essen darf als der mit den 300kcal.
1) Oder ist es denn so, dass der Körper die zugeführten Kalorien immer automatisch zuerst zur Deckung des Grundbedarfs hernimmt? Und bei zusätzlichen Anstrengungen wie Sport usw. sowieso immer gleich Fett verbrennt?
2) Oder ist es nicht viel eher so, dass der Körper das, was gerade an zugeführten Nährstoffen da ist, einfach für das verbraucht, was gerade ansteht , egal ob das nun die Beinbewegung beim Joggen ist oder die Aufrechterhaltung der Nierenfunktion?
Bei Punkt 1 wäre es nämlich egal, wieviel Sport man macht, man bräuchte die Sportkalorien dann eigentlich gar nicht aufessen.
Bei Punkt 2 dagegen ist es so, wie ich es am Anfang dargelegt habe - ein zusätzliches 700kcal-Defizit durch Sport sind 700kcal, die dann (auch) für die Deckung des Grundbedarfs fehlen!
Vom LU 500kcal abziehen kann man machen, wenn der LU mehr als 750-1000kcal über dem GU liegt. Vorher ist die Rechnung zu knapp. Und da das in den meisten Fällen nicht so ist, wird diese Regel auch seltener empfohlen.
Mir war auch schon klar, wie Du das gerechnet hast. Und es beinhaltet auch eine gewisse Logik.
Zitat:
Oder ist es nicht viel eher so, dass der Körper das, was gerade an zugeführten Nährstoffen da ist, einfach für das verbraucht, was gerade ansteht , egal ob das nun die Beinbewegung beim Joggen ist oder die Aufrechterhaltung der Nierenfunktion?
Was Muskeln angeht, werden neben der Fettverbrennung zuerst hauptsächlich die Glykogenspeicher im Muskel verbraucht und das, was eben gerade im Blut ist. Das sind die am schnellsten anlieferbaren Energieträger.
Leeren sich die Glykogenspeicher, wird vermehrt auf den Fettstoffwechsel zurückgegriffen. Der ist aber nicht sonderlich schnell weshalb schließlich auch wichtiger Proteine des Muskels selbst zur Energieerzeugung herangezogen werden.
Es kommt eben darauf an, wann man Nährstoffe zu sich nimmt. Vor dem Sport sollte man Kohlenhydrate, nach dem Sport Eiweiß und Kohlenhydrate zu sich nehmen.
Wenn der Körper die Nährstoffe, die er am notwendigsten braucht im richtigen Moment auch bekommt (nämlich bei "Spitzenlast"), kann er für den Rest der Zeit die Nährstoffe so verwenden, wie es am sinnvollsten ist.
Also, um es auf den Punkt zu bringen: Du hast Recht, wenn Du sagst, dass der Körper das nimmt, was gerade da ist. Wenn man aber dafür sorgt, dass in dem Moment in dem Du Sport machst, genug Nährstoffe dafür zur Verfügung stehen, ist der negative Effekt auf den Gesamthaushalt nur sehr gering.
Du kannst natürlich auch die ganzen Sportkalorien aufessen. Aber dann hast Du für das Kaloriendefizit nichts getan
also ich kann immer viel essen halte mich aber zurück.könnte zum frühstück mittag und abendweise immer richtig viel essen...aber ich versuche es und meist ist mein hunger auch nur der appetit auf irgendwas.Gestern abend nachdem ich von der Arbeit kam,hatte ich auch noch Appetit aber ich hab mich einfach anderweitig beschäftigt,telefoniert,im netz gesurft und dann bin ich bald schlafen gegangen...
Dazu kann ich noch beisteuer, dass Sun mir empfohlen hat meine Sportkalorien nicht aufzuessen. Ich esse um die 2100kcal. Also Mitte zwischen GU und GesU. Wenn ich Sport mache hab ich jedoch nicht mehr hunger sondern nur mehr Durst. Sun meinte, dass ich solange ich "nur" 40 min joggen gehe oder "nur" 1h Stepp-Aerobic mache meine Sportkalorien nicht zusaätzlich essen brauche. Ich solle es einfach als zusätzliches Defizit sehen und fertig.
__________________
Start Februar 2009 mit 119 kg
Erstes Ziel U100: erreicht am 12.9.09--Zweites Ziel 95kg (BMI<30): erreicht am 30.10.09---Drittes Ziel U90 (BMI<28 ): erreicht am 18.01.10 ---Vierte Ziel U85:erreicht am2.10.10 Abnehmpause im Jahr 2010: Jetzt starte ich wieder durch!
Dazu kann ich noch beisteuer, dass Sun mir empfohlen hat meine Sportkalorien nicht aufzuessen. Ich esse um die 2100kcal. Also Mitte zwischen GU und GesU. Wenn ich Sport mache hab ich jedoch nicht mehr hunger sondern nur mehr Durst. Sun meinte, dass ich solange ich "nur" 40 min joggen gehe oder "nur" 1h Stepp-Aerobic mache meine Sportkalorien nicht zusaätzlich essen brauche. Ich solle es einfach als zusätzliches Defizit sehen und fertig.
Jep, ich glaube, wenn man wirklich viel Sport macht und am Tag mal 500 kcal dadurch verbraucht, sollte man das schon beachten. Aber sonst..
Ok also ich mache es jetzt einfach so, dass ich es ab ner gewissen Grenze aufesse. Vielleicht so alles über 300kcal oder so. Aber derzeit ist ja viel Sport dank Stress eh nicht drin.
Also um jetzt mal auf den Beitrag von shivamonxx einzugehen: Das mag ja schön und gut sein, wenn man sich dann diszipliniert zurückhält. Das geht vielleicht auch mal ein paar Wochen oder bei großer Disziplin sogar Monate gut. Aber will/kann man das sein ganzes Leben so machen?
Bei mir ist nämlich jetzt schon klar, dass ich auch mit 1800kcal nicht jeden Tag richtig glücklich wäre... siehe 3200kcal vorgestern... DA war ich dann natürlich satt und auch den nächsten Tag nicht so hungrig. Und ich meine selbst wenn ich jetzt diszipliniert jeden Tag wieder 1500kcal esse, brauch ich fast fünf Tage, nur um das auszugleichen und nicht insgesamt zuzunehmen! Und wer weiß wann der nächste Stress und Frust kommt und ich mich wieder nicht mehr unter Kontrolle habe...
Wie soll das enden??
Derzeit versuche ich mich flüssig zu ernähren also fettarme Milch und Gemüsesuppe. Hat bis jetzt immer ganz gut geklappt (ok, habs noch nie länger als 3 Tage gemacht), der Vorteil ist jedenfalls, dass man nicht unbegrenzt viel essen/trinken kann bei einer Mahlzeit. Ist natürlich wichtig, dass man nicht ständig daheim hockt und an den Kühlschrank geht. Frag mich, ob das eine längerfristige Lösung sein könnte oder zumindest für 2 Mahlzeiten täglich? Werde es jetzt erst mal ausprobieren und hier ein wenig berichten.
Ok also ich mache es jetzt einfach so, dass ich es ab ner gewissen Grenze aufesse. Vielleicht so alles über 300kcal oder so. Aber derzeit ist ja viel Sport dank Stress eh nicht drin.
Also um jetzt mal auf den Beitrag von shivamonxx einzugehen: Das mag ja schön und gut sein, wenn man sich dann diszipliniert zurückhält. Das geht vielleicht auch mal ein paar Wochen oder bei großer Disziplin sogar Monate gut. Aber will/kann man das sein ganzes Leben so machen?
Bei mir ist nämlich jetzt schon klar, dass ich auch mit 1800kcal nicht jeden Tag richtig glücklich wäre... siehe 3200kcal vorgestern... DA war ich dann natürlich satt und auch den nächsten Tag nicht so hungrig. Und ich meine selbst wenn ich jetzt diszipliniert jeden Tag wieder 1500kcal esse, brauch ich fast fünf Tage, nur um das auszugleichen und nicht insgesamt zuzunehmen! Und wer weiß wann der nächste Stress und Frust kommt und ich mich wieder nicht mehr unter Kontrolle habe...
Wie soll das enden??
Derzeit versuche ich mich flüssig zu ernähren also fettarme Milch und Gemüsesuppe. Hat bis jetzt immer ganz gut geklappt (ok, habs noch nie länger als 3 Tage gemacht), der Vorteil ist jedenfalls, dass man nicht unbegrenzt viel essen/trinken kann bei einer Mahlzeit. Ist natürlich wichtig, dass man nicht ständig daheim hockt und an den Kühlschrank geht. Frag mich, ob das eine längerfristige Lösung sein könnte oder zumindest für 2 Mahlzeiten täglich? Werde es jetzt erst mal ausprobieren und hier ein wenig berichten.
Solange du mit deiner Flüssignahrung immer noch an deine Kalorienmenge (zwischen GU und GesU) ran kommst ist alles in Ordnung.
Für mich persönlich wäre das nichts aber da muss ja jeder selsbt herausfinden was für ihn gut klappt.
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Start Februar 2009 mit 119 kg
Erstes Ziel U100: erreicht am 12.9.09--Zweites Ziel 95kg (BMI<30): erreicht am 30.10.09---Drittes Ziel U90 (BMI<28 ): erreicht am 18.01.10 ---Vierte Ziel U85:erreicht am2.10.10 Abnehmpause im Jahr 2010: Jetzt starte ich wieder durch!
Solange du mit deiner Flüssignahrung immer noch an deine Kalorienmenge (zwischen GU und GesU) ran kommst ist alles in Ordnung.
Für mich persönlich wäre das nichts aber da muss ja jeder selsbt herausfinden was für ihn gut klappt.
Da brauchst du keine Bedenken haben. MEHR zu essen/trinken war noch nie das Problem für mich, nur WENIGER...
gestern hatte ich zwar nur meinen Grundumsatz, aber da war ich auch noch vom Schlemmen am Vortag satt. Ab heute werde ich wieder versuchen, in etwa auf meine Kalorien zu kommen, also mindestens 1400 oder besser 1500.
So jetzt mal ein Zwischenbericht: Also ich halte mich nicht so streng an meine eigenen Vorgaben und esse nicht wirklich NUR flüssiges. Aber ich habe das Gefühl, je mehr ich auf festes Essen verzichte, um so besser klappt es.
Allerdings wenn ich statt Obst und Nudeln eher Eier und Putenbrust essen würde, wäre es vielleicht auch leichter.
Ich beobachte außerdem Vor- und Nachteile: Positiv ist z.B. dass besonders die Milch total schnell satt macht und oft könnte ich nach einem halben Liter schon aufhören. Andererseits ist das auch eine Gefahr: Man ist dann in der Gefahr, zu einer Mahlzeit zu wenig zu essen und kriegt dann aber nach kurzer Zeit schon wieder Hunger. Wenn man dann außer Haus ist und nichts essen kann, kann sich das schnell zum Heißhunger ausweiten. Oder - wenn man daheim ist - dass man dann irgendwie alle Stunde wieder was braucht, die Gedanken ständig beim Essen bleiben und irgendwann gar nicht mehr klar ist, ob man nun aus Hunger schon wieder ein Glas getrunken hat oder eher aus Langeweile.
Heute war ich in dieser dummen "außer Haus" Heißhunger Situation und war schon drauf und dran ein Baguette und eine Packung Käse zu kaufen. Gottlob gab es keine mehr beim Bäcker
Nach einem halben Liter Milch daheim ging es mir dann zum Glück wieder besser und ich hatte nur noch etwas Obst und eine kleine Portion Gemüsenudeln.
Puhh, noch mal gutgegangen...
Werde jedenfalls angewöhnen, mittags mindestens 500kcal zu essen, damit diese Heißhungersache nicht mehr so leicht aufkommt.