Können Medikamente (Psychopharmaka) die Abnahme so extrem beeinflussen?
Tja, diese Frage beschäftigt mich jetzt schon seit längerer Zeit. Ich fange vielleicht mal mit der Vorgeschichte an, zum besseren Verständnis!
Im Januar 2007 hab ich zum ersten Mal bewusst abgenommen, habe viel Sport getrieben, mich gesund ernährt und da meine Patentante WW gemacht hat, bin ich da auch mal so mit eingestiegen (nicht zu den treffen, zum einen war ich da erst 16 und zum anderen sind die Preise für ne Schülerin doch viel zu hoch) und habe damit ganz gut gelebt Innerhalb weniger Monate konnte ich so fast 16kg abnehmen!
Ich konnte das Gewicht von 54kg (bei ner Größe von 1,60m ja doch recht gut) für einige Zeit problemlos halten, doch Ende des Jahres habe ich stressbedingt innerhalb 4 Wochen knapp 15kg zugenommen. Ja, es mag sich total bescheuert anhören, mit 17 so gestresst zu sein , aber ich hab mir da wohl einfach zu viel zugemutet und hab nicht auf meine inneren Alarmsignale gehört.
Ein paar Kilos konnte ich dann mit viel Mühe wieder runtertrainieren, es fiel mir damals aber schon viel schwerer als beim ersten Mal.
Im Laufe des darauffolgenden Jahres (das war also letztes Jahr) ging es mir aber mit der Zeit immer schlechter und seit letzten Dezember nehme ich täglich ein Antidepressivum. Meine Ärztin hat mir gleich gesagt, dass es dadurch zu einer Gewichtszunahme kommen kann, aber das war ja erstmal zweitrangig, ich war erstmal froh um die Wirkung des Medikaments und da waren mir die Nebenwirkungen erstmal egal.
Naja, ich habe dadurch wieder etwas zugenommen, aber durch Sport und Ernährung schaffe ich es immer wieder, ein halbes bis ganzes Kilogramm abzunehmen. Die Woche drauf ist meistens das Abgenommene oder sogar noch mehr wieder auf den Rippen. Die Schwankungen bekomme ich aber überhaupt nicht in den Griff. Ich muss zugeben, dass ich ab und an "Fresstage" habe, aber da ich dreimal die Woche Kampfsport mache, kann ich das eigenltich doch ganz gut ausgleichen (es sind ca. 330 Minuten die Woche, zusätzlich dann noch am Wochenende walken) und ich kann mir einfach nicht erklären, wie es zu keiner richtigen Abnahme kommen kann!
So, jetzt meine Frage: kann es wirklich sein, dass Medikamente die Abnahme so stark beeinflussen? Ich habe mal im Internet etwas recherchiert und da sogar davon gelesen habe, dass man für 10kg etwa ein Jahr einplanen mus! Ich weiß aber auch nicht, was man von diesen Angaben halten kann und ob das wirklich so stimmt! :?
Ja, je nach AD kann es sein, mit der Zunahme von 10kg, meist pendelt es dann aber auch irgendwann ein.
Oder du besprichst mit dem behandelnen Artz nahc Alternativen, denn die gibt es
Ist die Zunahme eine Nebenwirkung, die mit gewünschten Wirkung gegenrechnen musst, was ist wichtiger.
Ist micht immer einfacher. Gerade in einer Deperssionsteckend ist das Abnehmen nun ja auch kein Kin derspiel..
Besprich es mit deinem Arzt und hoffe drauf, dass er dir da kompetent zur Seite steht.
Magst du schreiben was und in welcher Dosis er es verschrieben hat?
Hast du es schon genommen? Was machen die ersten Nebenwirkungen?
ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ich mit Psychopharmaka immer super zunehme und danach nach dem Absetzen immer ewig brauche, diese Kilos wieder abzunehmen.
So in der Größenordnung, nehme in 8 Wochen 15kg zu und brauche 1 Jahr, um das wieder abzunehmen. Ich hasse diese Nebenwirkung einfach. Wenn ich was nehmen muss, kann ich gleichzeitig noch nicht mal mit Sport das Gewicht halten geschweige abnehmen....
Ich weiß, dass mir da wohl ein Arzt eine bessere Auskunft geben könnte, aber ich hoffe auch einfach auf Erfahrungen von anderen Ich glaube nämlich, dass meine Ärztin nicht sehr begeistert sein würde, wenn ich sie jetzt fragen würde, ob es da nicht ne andere Möglichkeit gibt, mit der ich nicht so viel zunehme. Sie hat mir mal gestanden, dass sie eine Zeit lang geglaubt hat, dass ich Magersüchtig sei! Ich war mal ziemlich dünn, aber ich habe immer sehr gesund gelebt in der Zeit und meine Eltern haben auch wirklich danach geschaut, dass ich nicht zu wenig esse. Ich hab mir ja immernoch Döner, Pizza und Süßkram vom Bäcker gegönnt, nur eben nicht mehr so viel
Meine Ärztin weiß halt, wie es mir noch vor ein paar Monaten ging und sie wird mir deswegen wohl die Hölle heiß machen, wenn ich das Zeug absetzen oder austauschen will nur wegen dem Abnhemen..
Das Medikament, das ich nehme, heißt Mirtazapin. Anfang Dezember letzten Jahres habe ich es verschrieben bekommen und habe mit 30mg angefangen. Anfangs hatte ich mehr mit den Nebenwirkungen zu kämpfen als mit der gewünschten Wirkung, aber nach ein paar Wochen hat sich das eingependelt und außer der Zunahme hab ich sonst keine Nebenwirkungen gespürt und ich bin allgemein ruhiger und ausgeglichener geworden. Auch die Schlafstörungen gingen weg, nur musste ich mit der Zeit die Dosis doch erhöhen, weil die 30mg nicht ausreichend waren. Mittlerweile bin ich bei 60mg und so gehts mir eigentlich auch ganz gut, also was das Psychische betrifft!
oh je, du ärmste. das gräßliche zeigs hat mir mein arzt auch mal verschrieben. das hat mich zum einen immer furchtbar müde gemacht und in den wachphasen konnte ich nur noch ans essen denken. *grusel*
ich hab es nach kürzester zeit wieder abgesetzt, weil ich inerhalb kürzester zeit fast 5 kg zugelegt hab. danach hab ich mich nie wieder getraut nen antidepressivum zu nehmen!
ich würde an deiner stelle mit deinem arzt reden. erklär ihm, wie sehr die zunahme dich frustriert. mir wäre es da ehrlich gesagt egal, ob das meinen arzt freut oder nicht. ich würd mich ganz simpel weigern, ein medikament zu nehmen, was beim erreichen meiner ziele derartik kontraproduktiv wirkt!
Ja, es stimmt schon, im Grunde ist es ein Teufelskreis. Ich will abnehmen, geht aber irgendwie nicht, weil ich das Medikament nehm, ich nehm zu, und das deprimiert mich noch mehr. Dagegen aber wieder die Tabletten...
Das Problem ist, ihr wisst nicht, wie es mir vorher, ohne das Mirtazapin ging, ihr habt da wohl keine Vergleiche und aufgrund dessen, dass ich sehe, wie sehr mich das AD verändert hat (im positiven Sinne hauptsächlich), will ich es eigentlich nicht absetzen. Ich weiß nämlich gar nicht, ob ich ohne einfach so weitermachen kann wie jetzt.
Die ständige Müdigkeit ist mittlerweile vorbei, ich nehm abends gegen 20 Uhr die Tabletten und je nachdem, wie anstrengend der Tag war, bin ich zwischen halb neun und halb zehn so todmüde, dass ich da schon schlafen gehe und bis um 7 Uhr am nächsten Morgen durchschlafe. Mir gehen dadurch zwar ein, zwei Stunden zum Lernen flöten, aber das ist es mir ehrlich wert!
Ich hab meinem Freund schon erzählt, dass mich es ziemlich deprimiert, dass ich dadurch noch mehr zugenommen habe, aber er sagt mir dazu immer: er würd mich sogar mit noch 10kg mehr genauso lieben wie jetzt und er findet es wirklich wichtiger, dass es mir psychisch wieder besser geht, und da kommt es auf ein paar Kilo zuviel auch nicht drauf an.
Jaaa, super Mich baut es ja auch auf, dass er so hinter mir steht, aber ich bin trotzdem unzufrieden mit mir selber! Mir passen keine Klamotten mehr, wir gehen in vier Wochen nach Tunesien und ich hab keine Lust, mich vorher noch mit Klamotten einzudecken, weil ich das Geld grad nämlich eh nicht hab.
hm, vergleichen kann ich das wirklich nicht, ich habs immerhin schon wieder abgesetzt bevor sich überhaupt irgendeine wirkung (außer den massiven nebenwirkungen) zeigen konnte. glaube bei mir war auch die müdigkeit ausgeprägter als bei dir, denn ich war wirklich zu GARNICHTS mehr fähig außer fressen und schlafen.
aber ich würde an deiner stelle wirklich mal mit deinem arzt reden, ob man nicht nen anderes medikament probieren kann.
du hast schonmal ein ad gefunden, welches dir hilft, was ich sehr positiv finde, (klingt für mich, als wäre es das erste, was du probiert hast?) denn ich kenne leute, die haben über 10 verschiedene probiert, ehe sie überhaupt eines hatten, was ihnen geholfen hat.
ich meine... probieren, ob es nicht noch ein anderes medikament gibt, welches dir hilft könnte man ja. wenn sich keine alternative finden lässt ist das sehr schade, aber dann ist es immer noch früh genug, sich mit den nebenwirkungen einfach abzufinden.
und du kannst das ganze immerhin relativ entspannt angehen, mit dem gedanken im hinterkopf "wenn mir kein anderes ad hilft gibt es ja immer noch mirtazapin"
Hast du schonmal noch einer etwas längeren Einnahmezeit schonmal ein AD gewechselt? Das ist nicht so einfach! Ich müsste es erstmal ausschleichen, um dann vorsichtig mich wieder an andere ranzutasten. Naja und ich bin nicht mal mehr fünf Monate hier in Deutschland (geh ein Jahr ins Ausland) und da will ich jetzt nicht unbedingt noch groß Experimente anstellen :?
Sagen wir so, ich war so ein Wrack, ich konnte nicht mal mehr schlafen! Ich hab den Schlaf verweigert, weil ich keine Kraft und Nerven mehr für diese beschissenen Alpträume hatte. Ich hab im November/Dezember fast 3 Wochen am Stück keine einzige Nacht geschlafen! Bin nur auf dem Sofa rumgelegen, Licht und Fernseher waren 24 Stunden am Tag an, und ich konnte mich nicht mal mehr aufraffen, um was zu trinken oder essen! Ich hab zeitweise nicht mal ein Glas am Tag getrunken, dazu hätte ich ja aufstehen müssen...
In den nächsten drei, vier Wochen könnte ich wohl eh nicht wechseln, weil ich kurz vorm Abi stehe und so kurz davor nicht noch groß meine Zeit mit Medikamenten "verplempern" will... Vielleicht ist es jetzt verständlich, warum ich nicht unbedingt wechseln will?!
Und vielleicht hat ja noch jemand Tipps, wie es vllt. doch mit der Abnahme noch klappen könnte?
Ich habe vor ein paar Jahren auch ein Antidepressivum genommen (Cipralex) und dadurch auch an die 10 kg zugenommen, obwohl ich eigentlich viel weniger Appetit hatte und auch weniger gegessen habe. Ich habe es dann aufgrund der Nebenwirkungen (Libidoverlust) irgendwann abgesetzt und hart gegen die Entzugserscheinungen gekaempft. Das Gewicht habe ich jetzt trotzdem seit etwa 2 Jahren ohne das AD nicht verloren, auch mit Sport nicht (was ich sehr eigenartig finde)...
Ich hab mir damals uebrigens immer eingeredet, dass mir das total viel bringt und dann herausgefunden, wieviel es eigentlich kaputt gemacht hat. Heute nehme ich keines mehr und ich habe schwer mit meinen Depressionen und Panikattacken zu kaempfen, aber ich fuehle mich freier, selbststaendiger und ... mehr Ich.
Die Einstellung von Deinem Freund find ich uebrigens total toll
Hey ich wollt auch mal meinen Senf dazu beitragen=) grins
Alsooooo es gibt verschiedene Arten von AD´s. Zuletzt hab ich auch eins bekommen was mich eher ruhig gestellt hat.Wovon ich also nurnoch müde war und ans essen gedacht hab und somit ganz schnell 10 kg mehr auf der Waage hatte...Aber es gibt verschiedene Arten von AD. Hab mal gegoogelt und was kopiert:
Für die Praxis werden die Wirkstoffe auch nach dem Schwerpunkt
Wirkungsschwerpunkte
ihrer Wirkung zu unterteilt [L6]:
depressionslösende und stimmungshebende Antidepressiva, die weder merklich sedieren noch antriebssteigernd wirken ("Imipramin-Typ")
primär antriebssteigernde, aktivierende und depressionslösende Antidepresiva ("Desipramin-Typ")
primär sedierende, entspannende, angstdämpfende und depressionslösende Antidepressiva ("Amitriptylin-Typ")
Diese Einteilung ist deshalb so wichtig, weil es bei Depressionen unterschiedliche Erscheinungsbilder gibt. Manche Patienten sind unruhig, gespannt, fahrig oder klagend, während andere matt, kraftlos oder körperlich blockiert sind. Ängstliche und gespannte Depressive dürfen z.B. keine aktivierenden Antidepressiva erhalten, weil sonst die Unruhe noch weiter zunimmt, was die Gefahr der Selbsttötung erhöht. Auf der anderen Seite ist es verständlich, dass matte, kraftlose Patienten keine dämpfenden Medikamente erhalten sollten. Besonders schwierig ist die Behandlung, bei den Patienten, die nach außen eher energielos und müde wirken, im Inneren aber sehr angespannt und nervös sind.
Die Einteilung der einzelnen Medikamente ist oft nicht eindeutig möglich. Häufig ist das abhängig von der Dosierung. Hinzu kommt, dass einzelne Patienten zum Teil recht unterschiedlich reagieren. Ein an sich aktivierendes Antidepressivum kann dann plötzlich sedierende Eigenschaften zeigen. Die Zuordnung kann daher nur als grobe Orientierung dienen:
also ich hatte ein Amitriptylin Typ (Mirtazapin) und würde nun wechseln auf Fluoxetin da ich aktiv sein möchte den ganzen Tag über und als Nebenwirkung mal ausnahmsweise Gewichtsverlust bevorzuge..*lach*
Ich weiss nicht vllt konnte ich damit ein wenig helfen. Man sollte aufjedenfall nochmal zum Seelen Doc gehen und sich über alternativen Beraten lassen =)