Hallo - Ihr Lieben...
Beim Metformin handelt es sich um einen Wirkstoff, der z.B. beim Diabetes mellitus Typ 2, also der nichtinsulinabhängigen Zuckerkrankheit Verwendung findet. Ebenso setzt man ihn bei Stoffwechselerkrankungen ein, bei denen Letzterer nicht allein durch angemessene Ernährung und körperliche Aktivität zu beeinflussen ist - also ausgeprägter Adipositas, um nur ein Beispiel zu benennen...
Es gibt noch einige andere Antidiabetika, bzw. reine Resorptionshemmer, wie z.B. Glibenclamid und/oder Acarbose, doch das nur am Rande.
Das Wirkprinzip von Metformin liegt in einer Hemmung der Glucoseaufnahme im menschlichen Darm, sowie in einer Stimulation der Glucoseaufnahme in den Muskelzellen, wobei auch die Fettspeicher abgebaut und die Blutfette abgesenkt werden, was jedoch nicht bedeutet, dass es sich hierbei um eine Abnehmpille handelt ! Neuere Studien belegen eine Wirkung beim "polyzystisches Ovarsyndrom" - einer durch hormonelle Störungen hervorgerufene Erkrankung des weiblichen Organismus, deren Auslöser ein erhöhter Anteil an männlichen Hormonen sein kann...; signifikant ist hierbei eine ausgeprägte Insulin-Resistenz und oftmals ebenfalls Adipositas...
Bei einem echten Insulinmangel ist Metformin jedoch kontraindiziert und hier muss gespritzt werden. Ebenfalls darf Metformin nicht eingesetzt werden bei Patienten mit Herz- oder Niereninsuffizienz und auch strenge Fastenkuren sollten bei gleichzeitiger Einnahme von Metformin nicht unternommen werden, da es hierbei leicht zu einer körperlichen Übersäuerung mit Milchsäure kommen kann. Tritt unter Metforminsubstitution eine Schwangerschaft ein, so sollte der Wirkstoff ebenfalls abgesetzt und durch Insulingabe ersetzt werden.
Wie Kaloria bereits beschrieben hat, kommen als Nebenwirkungen vor allem gastrointestinale Beschwerden zum Tragen, wobei man jedoch noch anmerken sollte, dass bei starken Durchfällen und eventuellem Erbrechen das Metformin ebenfalls abgesetzt werden muss. Ansonsten kann es zu einer erheblichen Störung des Salzhaushaltes durch den Verlust an Flüssigkeit kommen, so das der Wirkstoff seine erhoffte Wirkung ohnedies nicht mehr entfalten kann. Auch hier müsste dann eventuell an eine Umstellung auf Insulingabe gedacht werden und eine weitere mögliche Nebenwirkung liegt in einer selten auftretenden Laktatazidose, bei der es zu einem Abfall des pH-Wertes im Blut und so ebenfalls zu einer deutlichen Übersäuerung des Blutes kommen kann.
Zitat:
Metformin "sensibilisiert" deine Zellen und macht sie aufnahmefähiger für Insulin. Körpereigenes Insulin wird besser verwertet und es verhindert vielleicht das Insulispritzen. Ausserdem hilft es beim Abnehmen, es ist aber kein Appetithemmer.
Du scheinst schon ein metabolisches Syndrom zu haben, als Folge des Übergewichts, das ist nicht schön, kann aber von dir noch beeinflusst werden. Gewichtsabnahme ist angesagt, ist schwer, aber der einzige Weg.
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Richtig - die Gewichtsabnahme ist sicherlich erschwert, aber dennoch nicht unmöglich. Eine ausgewogene, gesunde und fettreduzierte Ernährung ist ausgesprochen hilfreich, wobei man hier auch besonderen Augenmerk auf die Kohlenhydrate legen sollte; vor allem auf die Mono- und Disaccharide. In dem Zusammenhang möchte ich auf einen Thread verweisen, in dem ich gerade Letztere genauer dargestellt habe, wobei ich mich dort natürlich nur ganz allgemein mit den Kohlenhydraten beschäftige und bei entsprechenden Erkrankungen naturgemäß besondere Regeln und Vorkehrungen zu gelten haben. Hier wird Dir Dein Arzt ganz sicher aber hilfreich zur Seite stehen...
http://diaet.abnehmen-forum.com/htop...enhydrate.html
lg Thommy...
