Hallöchen Ihr Lieben,
beim Durchlesen der verschiedenen Threads unter LOWFAT 30 ist mir immer wieder aufgefallen, daß sich sehr oft die gleichen Fragen oder Verwirrungen zur LOWFAT Ernährung auftun. Vorallem zur LOWFAT 30 Ernährung
*denke* ein eigener "Thread" hierfür ist übersichtlicher und grade "Anfänger" oder noch "Unentschlossene" ("wie will ich mich Ernähren und wie funktioniert was") haben so eine bessere Übersicht

mir scheint als würde oft die verschiedenen Varianten - (30% und Gramm / Punkte durcheinander geworfen)
Also generell gibt es
verschiedene LOWFAT - Ernährungen viele basieren auf LOWFAT 30 ...
Als 1. die
LOWFAT30 - Ernährung :
(ich zitiere mal die
www.lowfat30.de - weil tipperfaul *schäm* )
"Bei LOW FETT 30 geht es um eine moderate Fettreduktion in der Nahrung: Maximal 30% (daher die 30!) der Kalorien sollen aus Fettkalorien stammen " "LOW FETT 30 basiert auf der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, man solle nicht mehr als 30% der täglichen Kalorien aus Fett zu sich nehmen. Kombiniert mit viel Gemüse, hochwertigen essentiellen Fetten, Mineralwasser und Bewegung wird der Grundstein für eine ausgewogene Mischkost und eine köstliche und gesunde Ernährung gelegt."
(Einfaches Rechenbeispiel - bitte nicht so wenig kcal als Grundlage sehen!

Das heißt: z.B. wenn man täglich 1000 kcal zu sich nimmt sollten die Fettkalorien nicht mehr als 300 pro tag von diesen 1000 sein! Jetzt zum rechnen... am besten mit einem Fettrechner... oder halt den Taschenrechner zücken... als Anhaltspunkt wird normalerweise 1 gr. Fett mit 9 kalorien berechnet... (in Wirklichkeit sind es 9,3 kalorien

aber wir wollen ja nicht kleinlich sein und runden ab

)
Die Formel:
Gramm Fett x 9 kcal x 100 : Gesamtkalorien = % kcal aus Fett
Eine häufige Falschinterpretation ist jedoch, das man alle Lebensmittel mit weniger als 30 % Fett essen darf, egal wie oft und viel pro Tag ( das wär ja auch zu schööön

)! Also immer die sich gesetzte Grenze der Kalorien mit berechnen - so klappts dann auch und als Richtlinie damit man in der von sich gesetzten "Grenze" bleibt und es viel einfacher macht Lowfat30 Produkte mit einbeziehen...... Auch ein weiterer IRRTUM bei LOWFAT-ERNÄHRUNGEN - "Süße Sachen sind ja oft Fettfrei und können bedenkenlos mitgemapft werden"
Als
2. FETTPUNKTE zählen:
Die Methode ist meiner Ansicht nach die "einfachere", basiert aber auch auf LOWFAT30 nur wird hier halt etwas einfacher mit Gramm gerechnet 1 Gramm Fett = 1 Fettpunkt. (Vorsicht es gibt "unechte" Methoden die mit irgendwelchen Punkten gerechnet wird - frag mich da mal jemand nach den Formeln)... Fakt ist bei der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. empfohlenen FETTPUNKTE-Ernährung steht 1 Gramm Fett für 1 Fettpunkt!!!
Und so funktioniert es:
Auch hier basiert die Ernährung auf einer fettreduzierten Nahrungsaufnahme
Jedes aufgenommene Gramm Fett zählt dabei als ein Fettpunkt - mit entsprechender Nährwerttabelle (kann die von BCM empfehlen) hat man sehr schnell raus was wieviel Gramm Fett hat vorallem das was man auch gerne ist, diese "Methode" geht sehr schnell in Routine über und man braucht keinen Taschenrechner! Am Anfang ist es aber Sinnvoll sich genau zu notieren was - und wieviel Fett davon - man gegessen hat...das man sich in dem gesetzten Rahmen bewegt...
Fettgramm zählen ist ebenfalls eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.
Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sollte das Ergebnis bei Jugendlichen und Erwachsenen mit überwiegend sitzender Tätigkeit (Schwangere und Stillende ausgenommen)in den folgenden Grenzen liegen:
Alter / Gramm Fett p. Tag
15-18 Jahre
Männer von 100 - 117 g
Frauen von 80-93 g
19-24 Jahre
Männer von 72-87 g
Frauen von 61-73 g
25-50 Jahre
Männer von 67-80 g
Frauen von 56-67 g
51-64 Jahre
Männer von 61-73 g
Frauen von 50 - 60 g
65 Jahre und älter
Männer von 53-63 g
Frauen von 47 - 57 g
An den jeweils unteren Grenzen orientiert, kann man in aller Regel mittel- bis längerfristig sogar eine sehr langsame, dafür aber umso nachhaltigere Gewichtsabnahme verzeichnen. (Nach einer gewissen Vorlaufzeit ca. 1 kg pro Monat - also gesundes Abnehmen pur, nur man braucht halt etwas Geduld)
Natürlich kann man auch die untere Grenze gerade wenn man schnell Gewicht verlieren möchte herrunter setzen, z.B. auf 30 - 40 gr. - ich würde aber auf alle Fälle empfehlen, sich die Meinung einer Diät/Ernährungsberaterin oder des Hausarztes zu Rate zu ziehen, denn jeder von uns ist doch individuell seis jetzt an Körpergröße - Alter - Gesundheitsprobs - Vorbelastungen etc.....
Info: Die Fettpunkte/Gramm Methode hat NICHTS mit den Waight Watcher Punkten pro Portion zu tun!!!
Für LOWFAT Ernährung gilt generell:
Auch wenn bei der LOWFAT Ernährung in erster Linie auf den Fettverbrauch geachtet wird, sollte natürlich trotzdem klar sein, dass man sein Augenmerk auch auf eine möglichst ausgewogene Ernährung richten sollte. So ist Fett nicht gleich Fett und Kohlehydrate sind nicht gleich Kohlehydrate.
Der Konsum von Fett sollte beispielsweise nicht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren -wie sie etwa in Frittierfett und tierischen Fetten enthalten sind- bestehen. Stattdessen sollten sich die aufgenommenen Fette etwa zu gleichen Teilen aus gesättigten, einfach ungesättigten (z.B. im Olivenöl) und mehrfach ungesättigten (z.B. im Sonnenblumenöl) Fettsäuren zusammensetzen.
Kohlehydrate sollten nicht in erster Linie aus Süßwaren, sondern eher aus Getreideprodukten, Obst und Gemüse (z.B. Kartoffeln) kommen.
Wer zum Beispiel den ganzen Tag über Cola oder Limo trinkt, nimmt damit zwar kein Fett zu sich, er sorgt aber dafür, dass dem Körper sehr viel leicht umsetzbare Energie zugeführt wird. Wird nun noch gleichzeitig über die Nahrung Fett aufgenommen, so wird dieses nicht sofort umgesetzt, sondern stattdessen als Reserve in den Körper eingelagert. Sehr viel Süßes ( ich sag nur Gummibärchen - die haben doch garkein Fett

) - verschlechtert also -wie Alkohol (ein absoluter Fettabbaublocker! )- die Fettpunktebilanz auf indirekte Weise. Wer statt Cola oder Limo - Gemüsesäfte bzw. -schorlen trinkt, tut seinem Körper allemal etwas besseres. Generell gilt: Viel trinken, am besten Wasser, kalorienarme Getränke und Tee.
Für die Nahrung insgesamt sollte gelten, dass die in ihr enthaltenen Energie zu etwa je einem Drittel aus Fett, Kohlehydraten und Eiweiß stammt.
"Sport bzw. mehr Bewegung" sollte man hierbei auch nicht vergessen, und wenns nur regelmäßige Gartenarbeit ist
*puhh* Tippermarathon...
*achja* ... Die Frage "FUNKTIONIERTS"??? kann ich mit einem ganz klaren JAAAAHAAA beantworten! Nicht nur die Kilos purzeln, sondern es hat klasse Nebeneffekte - die Cholesterienwerte z.b. das ganze körperliche Wohlgefühl... usw. usw... ich kann nur ganz arg von dieser Ernährungsumstellung schwärmen und möchte sie nicht mehr missen.
Ich wünsche jedem von Euch tolle ERFOLGE - viel Gesundheit und Durchhaltevermögen für die Wahl Eurer gewählten Ernährung...
Liebe Grüße
sun