hey an alle! auf der suche nach ner neuen diätmethode bin ich auf das logiforum gestoßen. erst fand ich die idee und die begründung des konzepts auch ganz vernünftig, bis ich auf diesen artikel gestoßen bin:
Es gibt noch keine Studien, die das wissenschaftliche Konzept des glykämischen Index belegen. Ernährungsexperten stehen der Logi-Methode zudem skeptisch gegenüber, weil das Verhältnis von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett von den derzeitigen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) abweicht. Umstritten ist auch Worms Ratschlag, mehr tierische Lebensmittel, insbesondere Fleisch, zu verzehren. Die Stiftung Warentest bemängelt, dass ein Wochenspeiseplan etwa 25 Prozent Kohlenhydrate, aber 47 Prozent Fett enthält. Auch die durchschnittliche Cholesterinaufnahme sei zu hoch, so die Tester.
Ob die Logi-Methode als gesunde Dauerernährung geeignet ist, müssen wissenschaftliche Langzeitstudien erst noch zeigen.
In der Bewertung der Zeitschrift „Ökotest“ (Heft 02/2005) erreicht die LOGI-Diät gerade mal ein „befriedigend“. Der Grund: Die Nährstoffzusammensetzung ist zu fett- und eiweißlastig, die Rezepte sind aufwändig und erfordern überdies teure Zutaten. Vor allem Menschen mit Nierenschäden oder Gicht sollten diese Diät nicht wählen, empfehlen die Tester. Auch die Stiftung Warentest kommt in ihrem Diäten-Spezial (2005) zu dem Ergebnis, dass die Logi-Methode zum Abnehmen kaum geeignet ist und als Dauerernährung sogar kritisch ist.
was meint ihr dazu? gibt es denn inzwischen schon langzeitstudien dazu??? (will hier wirklich niemand die motivation verderben!!! versuche nur eine GESUNDE methode zum abnehmen zu finden....)
Auf arte gab es eine recht schöne Dokumentation dazu.
Ernährung ist eines der umstrittensten Themen, während die DGE immernoch eine kohlenhydratreiche und fettarme Ernährung predigt, ist es bei verschiedenen Instituten (teilweise universitär) ganz anders. Abgesehen davon steht bei Logi ja (im Gegensatz zu Atkins) das Gemüse im Vordergrund, was eindeutig gesund ist. Ob man munter fettes in sich hineinschlemmen sollte, ist natürlich fraglich, allerdings zählt hier - wie bei jeder Ernährungsmethode - auch der gesunde Menschenverstand mit rein.
Logi ist ja auch keine Diät in dem Sinne, sondern eben eine Ernährungsumstellung, die weitgehend (nicht komplett!) auf Kohlenhydrate verzichtet.
Die Cholesterinaufnahme ist zwar höher als bei normaler Ernährung, allerdings sinkt der Cholesterinspiegel der Person selbst.
So noch was zum Schluss: Man darf nicht übersehen, dass hinter sehr vielen Studien auch eine gewaltige Diät-Lobby steckt. Durch light-Produkte werden weltweit Milliarden verdient. Für diese Light-Industrie wäre ein Umdenken der Menschen ein großes Problem.
Hochloben will ich aber auch nichts - jeder muss seinen eigenen Weg finden und seine eigene Ernährungsform. Ich habs jetzt seit 2 Wochen mit Logi (allerdings nicht streng, mein Müsli am Morgen bleibt, und ein Bierchen am Abend auch ) versucht und muss sagen, dass ich nach anfänglichen Startschwierigkeiten doch sehr zufrieden mit meinem körperlichen Befinden bin
Viele Grüße
Kaffeetante
Ich bin durch meinen Arzt auf LOGI aufmerksam gemacht worden. Ich ernähre mich nun seit rund 2 Monaten auf diese Art und Weise und habe ohne Hungern fast 7 kg abgenommen. Falle in keine "Müdigkeits-Löcher". Habe generell mehr Energie als vorher. Vor LOGI war mein Nüchtern-Blutzucker erhöht, nach 3 Wochen LOGI war er schon niedriger. Am Freitag wird der Langzeitzucker erneut gemessen. Bin mal gespannt auf das Ergebnis.
Aber wie bereits gesagt. Jeder muß für sich selbst rausfinden, was zu ihm paßt.
Ich hab mich erst heute wieder mit meinem Arzt über das Thema LOGI, Nährstoffzusammensetzung, Cholesterin unterhalten und warum so viele Ernährungsberater und die DGE immer noch auf den alten Nährstoffzusammensetzungen beharren und auf so einen Quark wie gesättigte Fette sind böse und verursachen Herzinfarkte und Nahrungscholesterin erhöht den Cholesterinspiegel ganz fürchterlich etc hinweisen. Ein sehr interessantes Gespräch. Er erzählte mir, dass die Leute, die in der DGE was zu sagen haben, meist jenseits der 60 sind und sich ihr ganzes Leben für eine kohlenhydratreiche, fettarme Ernährung ausgesprochen haben. Sie sehen von sowas wie LOGI ganz einfach ihr Lebenswerk bedroht und können es psychisch nicht zulassen, wenn Studien in eine andere Richtung weisen. Auch bei uns an der Uni wird das Althergebrachte oft noch gelehrt, weil auch die Profs oft nicht mehr die Jüngsten sind und nicht gewillt, ihre Ansichten zu verändern. Da werden dann selektiv Studien ausgewählt, die ins Bild passen. Und die öffentlichen Medien hören natürlich auf die DGE. Ob man so einen Artikel also allzu ernst nehmen sollte....
Danke für die Antworten, eure erklärungen klingen logisch ( was für ein wortwitz ). War die umstellung für euch den sehr schwer? hat es lange gedauert um sich daran zu gewöhnen? was hat sich für euch positives und negatives aus der methode entwickelt? vielleicht versuch ichs auch mal damit....
Die ersten zwei Wochen waren schwierig, ich musste erstmal von meiner Zuckersucht runterkommen, und wenn ich einmal von LOGI abweiche und Kuchen oder Nudelsalat bei Familienfeierlichkeiten esse, dann muss ich wieder ein paar Tage strampeln, um meine Gier in den Griff zu bekommen. Wenn man aber "drin" ist, ist es ganz einfach. Hinzu kommt, dass man bei LOGI ja auch durchaus Interpretationsspielraum hat, was und wieviel man von was essen oder trinken mag. Ich esse definitiv nicht soviel Nüsse oder Käse wie ich will, sonst hätte ich sicher nicht einen solchen Erfolg bei meiner Abnahme. Seit ich LOGI mache, bin ich auf jeden Fall satter und zufriedener als zuvor, hab keinen Heißhunger mehr, fühle mich psychisch stabiler und insgesamt fitter (was aber wahrscheinlich auch am Sport liegt) und habe nicht das Gefühl, irgendwas "durchhalten" zu müssen, es fühlt sich einfach ganz richtig und natürlich an, wie ich mich ernähre. Ich verlasse mich allerdings nicht nur auf LOGI, sondern überwache zusätzlich meine Kalorienaufnahme. Probier's ruhig mal aus!
Ach, bevor ich's vergesse: Seit ich nicht mehr rauche, die Ernährung umgestellt hab und Sport mache, war ich nicht mehr krank, obwohl ich sonst jede Erkältungswelle mitgemacht hab. Ich fühl mich viel gesünder und robuster. Hat sicher was mit der großen Menge Gemüse zu tun, die ich verdrücke. Netter Nebeneffekt von LOGI!
Ich hatte die ersten Tage mit etwas Schwindel zu kämpfen. Auf die Schokolade und den Kuchen konnte ich gut verzichten. Auch durch das viele Gemüse am Abend wurde ich total satt. Das war eigentlich meine größte Befürchtung, denn meine oft einzige Mahlzeit am Tag bestand zuvor aus dem Abendessen. Meist sehr wenig bis kein Gemüse, dafür KH satt. Und ca. 1 Std. nach dem Essen war ich gierig nach Schokolade. Das war sofort weg. Habe nun Schokolade mit 70 % Kakao daheim, falls es mich doch mal überkommt. Muß sagen, mir ist nur danach, wenn ich sie sehe. Morgens hatte ich nie gefrühstückt. Konnte vor 15 Uhr gar nichts essen - glaubte ich. Damit hatte ich meinen Stoffwechsel total herunter gefahren. Mittlerweile habe ich morgens wahnsinnig Hunger. Ich esse morgens meist Quark mit Beeren. Das macht pappsatt. Etwa 4 Std. später gibts dann mal ein wenig kalter Braten, Hühnchenbrust kalt o. ä. mit Gurke, Tomate und/oder Kohlrabi. Das hält dann auch super bis zum Abendessen an.
Zum Wochenende gibts statt gekauftem Kuchen entweder Joghurt oder Quark mit Obst, oder ich backe selbst was. Habe mir Sukrin (als Zuckerersatz) und Kokosmehl zugelegt. Das Sukrin ist super. Wie Zucker nur ohne Kalorien und KH. Mit dem Kokosmehl habe ich noch nicht gebacken. Das kommt noch.
Ich war vorher die totale Couch-Hockerin. Den Tag über sitze ich 9 Stunden im Büro + Fahrt zur und von Arbeit nochmals rund 2 Std. Vor LOGI bin ich abends heim gekommen und wollte auf meine Couch. Nach den ersten paar Tagen mit Schwindel und Müdigkeit am Abend hat sich das schlagartig geändert: Ich brauche Bewegung. Wenn ich nur ein wenig spazieren gehe, das reicht. Aber Arbeit, Herd und Couch, das geht gar nicht mehr. Da fehlt was. Auch im Büro muß ich zwischendurch immer mal ein wenig hin und her gehen oder freiwillig Besorgungen machen. Danach war mir vorher absolut nicht.
Ich kann sagen, dass ich mich rundum fitter und wohler fühle. Ich glaube, die Gewichtsabnahme ist da nur eine Nebenwirkung.
Nur das Rauchen, das konnte ich mir noch nicht abgewöhnen. Glaube, das ist auch schwieriger für mich, als die Ernährung. Aber das schaff ich auch noch irgendwann.
@Schokonase: Das mit den vielen Infekten ist mir auch bestens bekannt. Ein Kolleg brauchte nur einmal zu nießen, schon schrie ich: "Infekt, bitte zu mir!" Die letzte Erkältungswelle ist gerade vorbei. Dieses Mal hats mich absolut verschont. Hatte immer sehr mit den Nebenhöhlen zu kämpfen. Im Winter wegen Wetter, im Frühjahr wegen Pollen. Bislang so gut wie keine Probleme seit etwa Mitte März und das obwohl die Birken in voller Blüte standen. Nun bin ich mal auf den nächsten Winter gespannt.
Meine LOGIsche Ernährung werde ich auf alle Fälle weiter beibehalten, ob ich nun weiter abnehme, oder nicht. Für mich ist es DIE Ernährung.
Er erzählte mir, dass die Leute, die in der DGE was zu sagen haben, meist jenseits der 60 sind und sich ihr ganzes Leben für eine kohlenhydratreiche, fettarme Ernährung ausgesprochen haben. Sie sehen von sowas wie LOGI ganz einfach ihr Lebenswerk bedroht und können es psychisch nicht zulassen, wenn Studien in eine andere Richtung weisen.
....ähm, und LOGI Leute können dann damit umgehen, wenn Studien ihre "Erkenntnisse" in Frage stellen? Ich meine, der Vorbehalt der "ideologischen" Voreingenommengheit funktioniet nun mal zweigleisig.
Zitat:
Da werden dann selektiv Studien ausgewählt, die ins Bild passen.
Und das machen Logi-Anhänger nicht?
Zitat:
Und die öffentlichen Medien hören natürlich auf die DGE. Ob man so einen Artikel also allzu ernst nehmen sollte....
Darum ist es eine gute Idee, sich nach Möglichkeit an Quellen zu orientieren die keiner ernäherungsideologischen Ecke zuzuordnen sind, also rein wissenschaftliche. Tut man das, obwohl das oft gar nicht so leicht ist, kommt man auf das Ergebnis, dass bislang KEINE Diätmethode signifikant besser als eine andere ist, wobei anzumerken ist, dass "Low carb" Varianten ja in den USA sehr beliebt sind, dort aber im Schnitt bislang nicht unbedingt zur Verschlankung der Bevölkerung beigetragen hat.
Es läuft letzten Endes immer auf das Kaloriendefizit raus. Kulturell bedingt scheint es manchen einfacher, auf die eine Energiequelle zu verzichten als auf die andere. Während es in den USA eher undenkbar ist, das Nationalheiligtum "Rindfleisch" zu bannen, wollten die Europäer nicht auf ihr sakrosanktes Brot, insbesondere das noch heiligere Vollkornbrot, verzichten. Darum wird in den USA tendenziell eher Carb Verzicht gepredigt und in Europa eher Fett(Fleisch) Verzicht. Hochkalorisch ist erst mal beides und wenn man eines davon weglässt wird man abnehmen. Welche Verzicht-Variante tatsächlich gesünder ist, darüber kann man streiten bis der Arzt kommt.
Ganz persölich bin ich grundsätzlich gegen Verzicht und die Entwicklung einer wie auch immer gearteten paranoia bestimmten Inhaltstoffen gegenüber, (was teilweise abstruse Blüten treibt) Von daher passt für mich persönlich immer noch die Regel von "allem etwas aber so, dass die Energiebilanz stimmt" am besten.
Was nutzt mir die ganze Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen, wenn ich damit nichts anfangen kann? Ich finde, jeder muß für sich selbst rausfinden, was für ihn das Beste ist. Ich bin sehr froh, dass mich mein Arzt auf die LOGI-Methode (NICHT LOGI-Diät) aufmerksam gemacht hat.
Durch die Diagnose Insulinresistenz ist es für mich das Beste Kohlenhydrate einzusparen, da diese den Blutzucker zu schnell ansteigen lassen was dazu führt, dass die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin produzieren muß. Bei Eiweiß geht der Blutzucker nicht zu schnell in die Höhe, was meiner Gesundheit zuträglich ist.
Ich sehe es auch so, dass man nur durch eine Kalorieneinschränkung abnehmen kann. Auch mit LOGI nehme ich nicht automatisch ab wenn ich Unmengen von Eiweiß und Fett in mich reinstopfe. Mag sein, dass es anhand der LOGI-Pyramide einfacher ist, da man dadurch eh mehr zu Gemüse und Salat greifen soll. Ich habe zu Anfang der Ernährungsumstellung auch ein sog. Ernährungstagebuch geführt um ein Gefühl dafür zu bekommen, was wovon in welchen Mengen geht.
Anastasia, ich bestreite nicht, dass dogmatische LOGI-Anhänger genauso ideologisch verquer argumentieren wie die Vertreter der alten Schule und dass sie genauso selektiv Studien heranziehen mögen, kann sein. Aber der Einfluss der DGE und der Leute, die die alten Ernährungsweisheiten predigen, ist einfach noch ungleich stärker. Wie immer wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen.
Ich hab auch gemerkt, dass es sehr schwierig ist, als Laie an die Basisinformationen ranzukommen, man weiß gar nicht wo man anfangen soll und es ist natürlich sehr zeitaufwendig.
Ich halte auch nix von Paranoia gegenüber Lebensmitteln. Wenn ich etwas nicht essen mag, dann liegt der Grund meist darin, dass ich weiß, wie ich mich hinterher damit fühle. Und ich hab nun mal die Erfahrung gemacht, dass es mir besser geht, wenn ich Kohlenhydrate einschränke, und zwar in vielerlei Hinsicht. Ich spüre meinen Körper besser und was er wirklich will und braucht. Ich werde nicht mehr so von Gier geleitet. Dabei bemühe ich mich, nicht auf alles zu hören, was der Worm sagt, weil er mir furchtbar unsympathisch ist und auch sehr dogmatisch rüberkommt. Jeder sollte herausfinden, was ihm am besten tut, und das dann leben.
Mich nerven nur die festgesetzten Strukturen, und wie schwierig es anscheinend ist, mal offen in eine andere Richtung zu blicken. Das ist ja nicht nur in der Ernährungswissenschaft so, sondern auch in vielen anderen Bereichen.
Für mich ist Ulrike Gonder eine sehr wichtige Quelle, weil ich bei ihr das Gefühl habe, dass sie offen ist und sich wirklich um die Fakten und nicht um Dogmata bemüht. Und auch sie, die keine dezidierte Ernährungsform vertritt, tendiert zu einer kohlenhydratreduzierten Lebensweise.
Und mein Arzt ist mir eine wichtige Quelle, weil er in der Szene sehr umtriebig ist und sich auskennt, ich vertraue ihm sehr, und er nimmt sich immer viel Zeit, um mir physiologische Vorgänge etc. zu erklären. Ich kann mir das alles nur so schlecht merken.
Übrigens empfinde ich es nicht als Verzicht, wie ich jetzt esse. Ich fühl mich sogar bereichert.