Die DGE gibt nicht nur eine Lebensmittelpyramide an, sondern gibt auch sehr enge Grenzen für die (angeblich) optimale Makronährstoffzusammensetzung vor:
Der neue DGE-Ernährungskreis | Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
(unten auf der Seite)
Diese würden Herrn Atkins vermutlich in die Verzweiflung treiben, da viel zu kohlenhydratlastig.
Was der Autor des verlinkten Artikels meint ist, dass anstelle sich über die optimale Zusammensetzung von Makronährstoffen zu zoffen (die es nicht gibt), sich die DGE oder andere "Päbste" besser dafür einsetzten sollten und diskutieren sollten, wie man Menschen dazu bewegt, sich insgesamt gesund zu ernähren.
Wäre der Mensch wirklich so sensitiv im Bezug auf die Zusammensetzung seiner Nahrung, wie die DGE oder auch die Fettjünger behaupten, wären Europa und weite Teile der Welt heute unbesiedelt. Vergleicht man die Ernährung von Jägern und Sammlern (ja es gibt sie noch), dann wird man je nach Klimazone eine extrem große Bandbreite an Ernährungsformen finden, von überwiegend tierischer Kost bis zu überwiegend pflanzlicher Kost. Eins findet man aber nicht, Übergewicht und damit verbunden auch viele Wohlstandsleiden nicht. Warum? Weil diese Menschen natürliche, energiearme Lebensmittel konsumieren und sich ausreichend bewegen. Und ob ihr Eiweißkonsum nun bei 17, 25 oder 30 % der Kalorienzufuhr liegt, ist dabei wirklich nebensächlich.
Ich habe den Link gepostet, weil sich leider auch hier im Forum die Jünger beider Schulen immer wieder bekriegen und meinen die Wahrheit gepachtet zu haben.
Vielleicht könnte man diesen albernen Grabenkrieg beenden, wenn man einsieht, dass wir zum Glück ziemlich tolerant bezüglich der Zusammensetzung unserer Nahrung sind. Das ist doch eigentlich etwas, über das man sich freuen kann
