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Anfangsunsicherheit... Anfangsunsicherheit...

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  #1 (permalink)  
Alt 26.02.2009, 22:58
Ringelrike
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Anfangsunsicherheit...

Hallo ihr alle,

mich plagt eine große Unsicherheit: Ich war immer schon mollig, meine Mutter und meine Oma sind mehr als das und ich frage mich, ob ich mein Dicksein eigentlich wirklich dauerhaft ändern kann.

Ich habe zwar schon einmal abgenommen, sodass ich kein Übergewicht mehr hatte, aber ich hatte immer noch überall "Speck". Und denkt jetzt bitte nicht, das sei subjektiv und ich wäre perfektionistisch. Ich war sehr lange zufrieden damit. Also jedenfalls zufrieden genug. Ich habe gedacht, dass es auch praktisch ist, so ein "dickes Fell" zu haben.

Jetzt hat es mich gerade total gepackt und ich will es ändern. Aber geht das bei so jemandem wie mir eigentlich nachhaltig? Oder kann ich mir jetzt ganz viel Mühe geben, dann vielleicht wirklich mein Ziel erreichen, nur um dann doch ganz schnell wieder da zu sein wo ich jetzt bin - einfach, weil das so "gehört"?

Ich fühle mich schon lächerlich beim Schreiben dieser Zeilen, wo hier doch schon so viele so tolle Ergebnisse erreicht haben.

Aber versteht ihr? Mir fehlt diese Erfahrung, dass es auch bei so einer "immer dicken" nachhaltig geht. Könnt ihr mir mit Erfahrungen helfen?

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  #2 (permalink)  
Alt 26.02.2009, 23:58
Spitzen Naschkatze
 
Registriert seit: 06.12.2008
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 790
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Ich kenne dein Problem genau. Beim mir in der Familie sind auch alle etwas mehr auf den Rippen. Meine Oma, meine Mutter, Mein Vater,...
Ich war auch noch nie in meinem Leben wirklich schlank.

Vor paar Jahren hatte ich mal bis auf 68 kg abgenommen, der Speck wie du sagst war auch noch da. Aber ich habe keinen Sport gemacht, vor allem Übungen um Muskelmasse aufzubauen wäre wichtig gewesen. Ich schätze auch dass der großteil der Abnahme Muskelmasse war und die Fettmasse geblieben ist. Machst du in der Hinsicht Übungen?

Ich hab dann über die letzten Jahre verteilt wieder zugenommen, aber das hat andere Gründe.

Jedenfalls denke ich es ist durchaus möglich auch wenn man schon immer dick war dauerhaft abzunehmen. Du weißt ja nicht genau wieso deine Mutter und Oma beide dick sind. Teilweise werden es die Gene sein aber bestimmt auch das erlernte und beibehaltene Essverhalten.

Für den Fall das dich das noch anspornt. Eine Freundin von mir hat vor einigen Jahren auch von 133 kg auf 66 kg abgenommen, sie hält ihr gewicht bis heute und das obwohl sie auch immer dick war und ihre Mutter und Oma es auch sind. Sie hat zuerst mit Ausdauersport abgenommen und als es an die letzten 30 kg ging, fing sie an Übungen für den Muskelaufbau zu machen.
Sie ist für mich ein sehr großer Ansporn.

Also bleib am Ball und brich mit der Tradition des Übergewichts in der Familie, das ist das was ich vorhaben werde
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  #3 (permalink)  
Alt 27.02.2009, 19:04
Ringelrike
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Danke!

Ich habe deine Antwort den ganzen Tag immer wieder gelesen, hatte aber auf der Arbeit etwas Angst zu antworten...

Zu deiner Frage: Ich fange gerade erst an mit dem akkuten Abnehmen und habe bis jetzt schon mit Laufen und etwas Pilates angefangen. Ich habe aber vor mir noch extremere Kraftübungen rauszusuchen, damit auch die Arme was abkriegen.

Deine Antwort ist total toll und hat mir sehr viel Mut gemacht! Danke!
Ich werde das Abnehmen auf jeden Fall machen, aber...

Heute bin ich gerade total matschig im Kopf und mir wird schwindelig, wenn ich versuche die langen Essenspausen einzuhalten, die laut siS ja so wichtig sind. Ob man sich daran noch gewöhnt und das dann weg geht?
Ich arbeite halt viel mit dem Kopf (studiere und verdiene mein Geld mit einem PC-Job) und irgendwann ist der nur noch Suppe, wenn ich nicht spätestens alle drei Stunden was esse. Ich esse auch gar nicht so viel, weil ich dann satt bin (zwei große, dicke Scheiben Vollkornbrot mit dünn Käse zum Mittag heute), aber für mich lief es immer am besten über den Tag verteilt zu essen. Und jetzt das...

Wie ist das eigentlich? Man soll doch bei einer Diät nicht hungern. Das bezieht sich aber auf "auf Dauer" oder? Also irgendwann Hunger kriegen und den solange haben, bis man was isst, ist gut? Mir liegt das nicht so, weil ich dann wirklich oft zittere, mir schwindelig ist... Unterzucker eben. Weiß nicht, ob man sowas trainieren kann...?
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  #4 (permalink)  
Alt 27.02.2009, 22:05
Spitzen Naschkatze
 
Registriert seit: 06.12.2008
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Es freut mich dass ich deine Unsicherheit etwas beseitigen konnte.

Ich hab gelesen du machst Sis. Ich mache Dinner Cancelling (wobei mir dass nur dabei hilft abends nicht Chips, etc zu knabbern ).
Ich könnte längere Abstände zwischen den Mahlzeiten auch nicht aushalten (ich studiere auch und muss mich viel konzentrieren), ich esse öfters kleinere Snacks vor allem Obst ist da eine gute Alternative.

Wenn du ein Hungergefühl hast solltest du auf jeden Fall essen, auch während der Abnehmphase. Wenn du Hunger unterdrückst ist die Wahrscheinlichkeit groß dass du kurze Zeit später einen Heißhungeranfall bekommst und unkontrolliert isst, das demotiviert nur.
Ich habe bereits beides gemacht Abnehmen mit Hunger (zumindest probiert) und wie jetzt ohne.
Mit Hunger hatte ich auch dass Gefühl dass sich auf der Waage bald nichts mehr getan hatte.
Du solltest aber lernen den Hunger von Appetit und Durst zu unterscheiden. Wenn du dich unterzuckert fühlst ist es aber definitv Hunger, dann auf jeden Fall eine Pause einlegen und sich einen Snack genehmigen.

Ich habe vor 2 Wochen mit Gymnastik daheim angefangen um ein bisschen was für die Muskeln zu tun. Ich will mich aber voraussichtlich im Herbst (weil ich dann Praktikum mache und Geld verdiene)in einem Fitnessstudio anmelden.
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  #5 (permalink)  
Alt 27.02.2009, 23:22
Ringelrike
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Hey,

nein, eigentlich "mache" ich kein siS. Ich habe mich damit auseinandergesetzt, weil meine Tante mir davon erzählt hat und ich ihr nicht geglaubt habe, das Kohlenhydrate zu irgendeiner Tageszeit ein Problem sein sollten. Zumal ich mich im größten Teil von Vollkornbrot ernähre und z.B. die DGE, mein Ernährungs-Brockhaus etc. damit völlig einverstanden sind.
Jetzt habe ich hier und auch von Freunden gehört, dass es funktioniert und auch die Theorie dahinter ein bischen nachvollzogen. Ich fands spannend, aber das ist so nichts für mich. Gerade so wie du sagst: Unterzucker geht gar nicht. Und ich kriege das sehr schnell.
Deswegen hatte ich überlegt, ob das trainierbar ist, weil die Welt um mich herum (mit Ausnahme meiner Mutter) damit keine Probleme zu haben scheint. Drei Stunden Vorlesung am Stück und davor eine Stunde in der Bahn auch nichts gegessen? Schockt die nicht. Ich zittere dann schon oft...

Wie meinst du das mit dem Dinner Canceling? Ich habe mal die Suche benutzt und dadurch herausgefunden, dass es verschiedene Meinungen über die Uhrzeit gibt, aber dass man prinzipiell 6-8 Stunden oder so vor dem Schlafen nichts essen sollte. Machst du das so? Sprich: Um fünf oder sechs tüchtig Abendbrot und dann halt nichts mehr? Oder wie meinst du das, dass es nur gegen den Knabberkram hilft?
Prinzipiell hört sich das aber viel besser an. Ist ja sowieso praktisch, wenn man noch laufen will oder so: früh was futtern für Energie, dann etwas verdauen und los geht's. Leider ist es ja jetzt immer schon so früh dunkel.
Und wenn ich es richtig verstanden habe, ist es nur wichtig, das so 3-4 mal die Woche zu machen? Ist sonst noch was zu beachten?
Ich stelle mir gerade vor, dass mir das auch deutlich mehr liegen könnte. Wenn ich es denn schaffe, so früh zu essen.

Danke für die gute Idee!

Ich war heute schon ein paar mal so fertig und einfach deine zwei Beiträge heitern mich immer wieder richtig auf und machen mir Mut.
Danke!
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  #6 (permalink)  
Alt 28.02.2009, 21:27
Spitzen Naschkatze
 
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Mit siS habe ich mich auch befasst, aber es ist doch nicht dass richtige für mich. Zum Teil auch wegen den größeren Abständen zwischen den Mahlzeiten.

Ich weiß dass es für DC verschiedene Meinungen gibt. Was mir am besten hilft ist wenn ich bis 17.00, allerspätestens 18.00 noch ein Brötchen oder Obst mit Quark zu Abend esse. Danach esse ich nichts mehr, ich trinke in dieser Zeit aber immer so 2 Kannen Tee Das hat sich automatisch ergeben.
Wegen den Knabbereien. Ich bin jemand der gerne beim Fernseh schauen oder neben dem PC was knabbert, also Popcorn, Salzstangen, Cracker... mittlerweile habe ich mich so eingestellt, dass die Küche ab 18.00 Tabu ist d. h. ich komme gar nicht mehr auf die Idee ich soll mir was holen und wenn nichts neben mir ist esse ich auch nichts
Ich mache dass an so 4-5 Tagen die Woche, an den anderen Abenden treffe ich mich meist mit Freunden, da ist es dann üblich dass man auch was isst.

Ich finde DC hat halt den Vorteil des psychologischen Effekt, dass du einfach vermeidest abends noch aus Langeweile zu essen. Im Prinzip basiert diese Form der Abnahme auch wie jede andere Form nur darauf dass mein ein Kaloriendefizit hat.

Freut mich dass dich meine Beiträge aufmuntern
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  #7 (permalink)  
Alt 28.02.2009, 21:52
Ringelrike
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Hmm...

ich hab das alles so gestern abend noch mal überdacht und wenn sowas schon hilft, bin ich eigentlich wirklich auch schon seit Monaten dabei. Es geht halt sehr schleichend (mehrere Wochen keine Gewichtsveränderung), aber vielleicht pendelt sich das ja noch ein, wenn ich mich an den Sport richtig gewöhne.

Ich habe mal nachgeguckt: Laut der Grundumsatz-Tabelle hier im Forum darf ich am Tag 2587 kcal futtern. Mein Grundumsatz ist 1617 kcal. Bin mir jetzt nicht recht sicher, was das alles bedeutet. Habe mir letzte Woche eine Nährwerttabelle gekauft ("Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle") und kann laut denen 2300 kcal essen.

Habe heute mal mitgerechnet, weil ich mir darunter gar nichts vorstellen kann und bin auf 532 kcal zum Frühstück (11:30 - Müsli mit viel Obst und Soja-Milch) und 510 kcal zum "Mittag" (17:00 - Nudeln mit Pesto und Paprika) gekommen. Dann ist ja noch eine ganze Menge über? Klar, ich bin bestimmt noch eine Weile wach, aber selbst wenn ich noch eine dritte Mahlzeit dieser Art futtere, bin ich ja noch voll darunter.
Wie weit darunter darf man denn sein? Ich verstehe diese Werte noch nicht ganz genau...
Aber soweit unter der Zahl, die ich darf, macht schon Laune. Zumal ich echt die meiste Zeit satt bin. (liegt sicherlich am Wochenende...)
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  #8 (permalink)  
Alt 01.03.2009, 11:50
Spitzen Naschkatze
 
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Du musst Grundumsatz und Leistungsumsatz unterscheiden. Dein Grundumsatz ist das was dein Körper benötigt um die lebensnotwendigen Funktionen auzuführen und der Leistungsumsatz besteht aus deinem Grundumsatz zuzüglich der Kalorien die du durch deine tägliche Tätigkeit (auch Sport) verbrauchst.

Den Grundumsatz musst du mindestens, also die 1600kcal die du errechnet hast, musst du mindestens zu dir nehmen. Am besten noch 10 % über deinen Grundumsatz essen. Wenn du deinen Grundumsatz über längere Zeit nicht zu dir nimmst schaltet dein Stoffwechsel runter und der Körper fängt an das Fett zu horten für schlechte Zeiten. Irgendwann nimmst du dann gar nicht mehr ab sondern eher zu wenn du wieder ein bisschen mehr isst.
Die Abnahme die dir die Waage dann noch zeigt ist eher die Muskelmasse die der Körper abbaut, da diese im Ruhezustand mehr Energie benötigt als Fettmasse.

Beim mir geht es zur Zeit auch etwas langsamer voran, ich bleib aber weiterhin am Ball, Gewichtsstillstände können auch schon mal vorkommen da heißt es einfach dranbleiben irgendwann geht es schon weiter.
Ich habe ja schließlich auch nicht 500gr die Woche zugenommen da kann ich nicht erwarten dass ich soviel kontinuierlich abnehme.
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  #9 (permalink)  
Alt 01.03.2009, 16:37
Ringelrike
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Zitat:
Ich habe ja schließlich auch nicht 500gr die Woche zugenommen da kann ich nicht erwarten dass ich soviel kontinuierlich abnehme.
Das ist eine super Einstellung!

Ich denke ich werde mich jetzt an den Grundumsatz nach DGE halten - das sind 1900 kcal am Tag. Und solange ich unter 2300 bleibe ist alles gut (es sei denn, ich mache wirklich doll Sport).

Ich bin gerade vom Laufen wieder da. Habe mich hinterher ganz ausgiebig gedehnt und will mir jetzt eine Kartei mit Dehnübungen anlegen, damit ich das auf einen Blick habe und mir die jedes Mal neu zusammenstellen kann. Ich denke alle kann man eh nicht jedes Mal machen.
Heute habe ich aber alle geschafft. Dann geduscht (sauber werden warm, dann kalt, dann warm, dann kalt) - ich fühl mich pudelwohl!

Jetzt suche ich mir noch Übungen für Krafttraining raus und das Leben ist schön.

Ach so: Weißt du, wie das nach dem Sport ist? Man soll nicht gleich was essen, oder? Oder ist das ein Mythos? Und wie ist es mit schlafen? Ich fühle mich gerade so nach einkuscheln und freuen...
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