Sodele, jetzt sollte ich mich langsam mal wieder melden, sonst denkt noch jemand, ich wäre ausgestorben.....
Aber irgendwie war hier die letzten Tage die Hölle los. Na so ne ganz kleine Hölle zumindestens

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Zitat:
Zitat von EinMensch
*schonmaldenKnebelbereitleg*
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Versuchs mal 
.....
..... Angefangen hats Ende voriger Woche. Da kündigte sich unerwarteter Besuch an, der auch für eine Nacht bei uns zu nächtigen gedachte. So einfach von heute auf morgen.
Ansich ist sowas ja nix schlimmes, sondern eher sehr erfreulich. Aber so ganz so einfach war das dann doch nicht....
("wie sag ich das jetzt bloß, ohne gleich ganz doof dazustehen...?")
Also...das war so....
ich erzähl einfach von Anfang an, wie es war:
Ein paar Tage, bevor ich hier auf dieses Forum gestoßen bin, hatte ich einen meiner berüchtigten "Anfälle". Meist beginne ich dann, irgendwas in der Wohnung umzuräumen, anders zu stellen, umzudekorieren, komplett zu zerlegen und wieder zusammenzubauen... das Übliche halt. Männe meint dann meistens nur
"Ach, isses wieder soweit?" und ergreift die Flucht. Versteh ich gar nicht?
Aber dieser letzte "Anfall" hatte so gar nichts mit
"schöner Wohnen" oder so zu tun. Es war eher ein Akt der puren Verzweiflung. Es war nämlich mein Kleiderschrank, der umgebaut werden sollte...
Ich bin ja vom Sternbild her "Sammelratte".
D.h. alles, was irgendwann mal in meinen Besitz gekommen ist, brauchbar erscheint, angenehmen Stoff hat, nicht kaputt ist oder voller Erinnerungen steckt (mal übertrieben gesagt:
"Weißte noch?,... damals... an dem See .... da hatte ich dieses T-Shirt an...") - ich find noch tausend Gründe mehr... - alles das hat es jedenfalls ziemlich schwer, jemals wieder die Freiheit zu erlangen. "
Man könnte es schließlich noch mal irgendwann gebrauchen!:neutral:"
Also jetzt bitte nicht denken, ich hätte noch meinen ersten Strampelanzug !!!
So schlimm ist das wirklich nicht - aber mein erstes Paar Kletterschuhe (total zerrammelt, aber hängen schließlich Erinnerungen dran) oder ein lommeliges total bequemes Sweat-Shirt (ca. 11. Klasse - und meine Mutter haßte es

) sind da dabei.
Natürlich hatte ich schon ab und an umgeräumt und auch schon mal kistenweise weitergegeben - aber es kommen ja schließlich auch ab und an ein paar Klamotten dazu.
Bloß, irgendwann war der Zeitpunkt gekommen, da auch das bequemste Sakko wurstig aussah.
Vielleicht kennt ja der eine oder andere diese Frustation, wenn man in den Schrank greift und alles, was man anziehen will, zu eng, zu klein, zu gespannt, zu unbequem zu ... zu ist? Man will abends mal weggehen, weil man zu Freunden eingeladen wurde, und alles, was man aus den Schubladen rauszieht, paßt nicht mehr.
"Dabei hatte ich die Bluse doch letztens noch an? Da spannten die Knöpfe aber noch nicht?" Nach dem 3. oder 4. unpassenden Teil war dann bei mir regelmäßig jegliche Vorfreude auf den schönen Abend verflogen, und meist wollte ich dann nur noch in irgendeine Ecke, und alleine sein.
Dem Drama wollte ich ein Ende machen!
Also konsequent alles rausschmeissen, was mich rein optisch in eine Presswurst verwandelt. Und nein, auch nicht die Sachen aufheben, die ja eventuell, vielleicht, wenn der Mond mal schief steht, doch noch irgendwann mal passen könnten.
"Das wird ja eh nie wieder was"
Das hieß dann: wirklich
alles anprobieren (nicht nur rannhalten) und hart aussortieren.
Danach sah mein Kleiderschrank seeehr aufgeräumt auf. Seeehr seeehr deprimierend seehr aufgeräumt.....
Und noch viel schlimmer; Alles, was noch drin hing, hätte man mit
"Kartoffelsack in bunt" oder
"für den Garten sind die noch gut genug" beschreiben können. Ich mein, daß das
"kleine Schwarze" nicht mehr paßte,
das war mir eh klar. Aber meine Lieblingsklamotten? Meine Lieblingshose? Mein Lieblingshemd?
Mit dem, was ich dann noch zur Auswahl hatte, sah ich aus, wie meine eigene Mutter!?! Nichts gegen meine Mama, das ist die
liebste beste Mama der Welt... aber doch nicht klamottentechnisch (schnüff). Ich war jedenfalls
nicht sehr glücklich. Und Schlafzimmer, Flur, Büro sahen aus, wie nach einem Bombenanschlag...
Die folgenden Tage in meinem Leben sind ja bekannt:
Rumkränkelei - Arzt"drama" -
Naschkatzen finden - lesen - lesen- lesen...
trinken - lesen - essen probieren - lesen usw.
Die Stoffhaufen wurden zwar zwischendurch mal etwas zur Seite geschoben,
aber noch nicht weggeworfen... 
. Da glimmte ja neuerdings so ein Fünkchen Hoffnung hoch....
"Vielleicht könnt ich ein paar Sachen doch aufheben, die ja eventuell, vielleicht, wenn der Mond mal schief steht, doch noch irgendwann mal wieder passen könnten? "
"Aber jetzt gleich schau ich da nicht nochmal alles komplett durch. Mir steckt ja die schlechte Laune von damals noch in den Knochen."
Als sich nun aber eingangs erwähnter Besuch ankündigte, mußte was passieren,
und zwar schnell! -
Power-Working war angesagt. Büroputzing, Staubwisching & -sauging und Essenvorkoching stand schließlich auch noch auf dem Plan....
Hab`s geschafft und es wurde ein ganz toller Abend zusammen.
Und weil Aufräumen ja auch Spaß machen kann, und Staubwischen in Extremsituationen die Sinne vernebelt hab ich:.... [neben der nun auch plötzlich anstehenden Büromehrarbeitszeit, dem notwendigem Fremdlesen in einem anderen Forum, dem trotzdem regelmäßigem abendlichen Spazierenwandern mit Männe, dem Bekannte Besuchem und helfem, dem Garten "Not"entunkrautem, dem Wäschekorbwegbügelm, dem noch mehr Büroarbeitem, dem Sport zumindestanfangenwollem .....]
mindestens 7,5 kilo weniger Papier in meinen Regalen.
Weil. Nämlich.

Ich habe angefangen, endlich meine Studienunterlagen mal auszusortieren und wegzutun .
"Erwähnte ich schon, daß ich Sammelratte bin?...."
Die ersten
7,5 Kilo freiwillig weggeschmissen (danach war die blaue Tonne voll).
Ich bin ja soo mächtig stolz auf mich.
Eigentlich versteh ich noch immer nicht so richtig, wo die ganze Energie plötzlich herkommt, aber ich ahne es.
Ich wünsch allen eine gute Nacht
geTuem
[PS.: Ach so. Die ganzen Klamotten hab ich erst mal in große Beutel gestopft und gleichmäßig in vorhandene Leerecken verstaut. Die schau ich frühestens in 12 Wochen noch mal genau an.

]