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29.05.2008, 19:58
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Das klingt wirklich nicht gut, denn wenn sie nichtmal ihren Diabetes irgendwie halbwegs auf die Reihe bekommt...
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29.05.2008, 20:21
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Naja, aber immerhin ist sie in einem Alter, in dem sie schon selbst mitdenken kann und mögliche Folgen ihres Umgangs mit dem Diabetes abschätzen kann.
Schlimm finde ich es bei einem Schüler von mir, 5. Klasse, der wirklich ständig zwischen massivem Über- und Unterzucker schwankt, dessen Mutter ihn schonmal zum Bus brachte und erzählte, dass sie morgens die Langzeit-Spritze (hab das Fachwort grade gelesen und schon wieder vergessen, sorry) vergessen hätten... DAS finde ich extremst verantwortungslos von den Eltern, schließlich kann man von einem 11-jährigen Knirps noch nicht wirklich erwarten, dass er immer selbst dran denkt. Klar, er muss lernen, damit umzugehen, aber die Eltern müssen hinterher sein und sich drum kümmern, solange er zu jung ist, das allein im Griff zu haben...
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29.05.2008, 20:27
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Zitat:
Zitat von Tina75
Naja, aber immerhin ist sie in einem Alter, in dem sie schon selbst mitdenken kann und mögliche Folgen ihres Umgangs mit dem Diabetes abschätzen kann.
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Falls sie wirklich psychisch krank sein sollte, dann kann sie das nicht. Denn, wenn sie mit sich und dem Leben klar käme, dann würde sie sich doch anders verhalten. Entweder sie begreift ihre Situation nicht oder sie ist so krank, dass sie nicht dagegen an kommt?
Zu Deinem anderen Thema, faszinierend, dass es neben völlig übertrieben hysterischen Eltern auch das Gegenteil gibt. Echt schlimm, das Kind kann Folgeschäden bekommen, wenn sie seine Krankheit so "behandeln".
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29.05.2008, 20:41
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Ja, stimmt schon, bei echten psychischen Problemen kann sie sich natürlich auch nicht wirklich selbst drum kümmern...
Ja, bei solchen Eltern bleibt mir regelmäßig die Spucke weg - in dem Fall scheint den Eltern jegliches Bewusstsein für die Risiken zu fehlen. Der Kleine war auch mit uns auf Klassenfahrt, was für den verantwortlichen Kollegen Stress pur war, weil die Werte ständig Achterbahn fuhren, abends immer VIEL zu niedrig waren, sodass der Junge dann dringend noch irgendwelchen Süßkram (Vollkorn wäre für die Nacht, glaub ich, sinnvoller gewesen, weil es länger anhält, oder?!?) essen musste...
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29.05.2008, 21:02
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Zitat:
Zitat von Tina75
Der Kleine war auch mit uns auf Klassenfahrt, was für den verantwortlichen Kollegen Stress pur war, weil die Werte ständig Achterbahn fuhren, abends immer VIEL zu niedrig waren, sodass der Junge dann dringend noch irgendwelchen Süßkram (Vollkorn wäre für die Nacht, glaub ich, sinnvoller gewesen, weil es länger anhält, oder?!?) essen musste...
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Ich glaub, ich hätte das Jugendamt verständigt, was die Eltern machen, grenzt doch an Körperverletzung, oder?
Bei Unterzucker MUSS man was "Süßes" essen, langfristig ist aber dann Joghurt, Vollkornbrot oder Schokolade besser, es sei denn, der Blutzucker steigt Nachts sowieso an. Da gehört immer soviel Info zu, zu wissen, was das Problem ist...
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29.05.2008, 21:08
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Naja, "bis jetzt" ist er ja noch nie umgekippt - wurde allerdings schon einige Male von der Mutter abgeholt, wenn die Werte zu heftig wurden. Eigentlich kümmern sie sich ja, aber eben nicht wirklich sorgfältig. Oder kann es sein, dass er wirklich einfach solch ein extremer Fall ist, dass die richtige Einstellung fast unmöglich ist?!? Gibt es das?!
Ich bin nur froh, dass ich nicht seine Klassenlehrerin bin und damit nicht ganz so oft die Verantwortung für ihn trage...
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29.05.2008, 21:18
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Es gibt schon so Fälle, wo der der Diabetes kaum bis garnicht einstellbar ist, in solchen Fällen werden manchmal sogar diese Pumpen mit kontinuierlicher Blutzuckermessung von der Kasse bezahlt. Im Wachstum kann es schonmal schwierig sein mit dem Blutzucker (oder als Frau mit Hormonschwankungen im Zyklus, da kann ich ein Liedchen von Singen).
Aber so absolut instabile Diabetespatienten sollen sehr selten sein, in den meisten Fällen liegt die schlechte Stoffwechsellage an Fehlern in der Behandlung.
Ein gewisser kleine Prozentsatz hat halt ziemlich problemlos tolle Werte, die Mehrheit hat mittelmäßige Werte, wenn man sich Mühe macht, und ein paar Pechvögel können sich auf den Kopf stellen und der Blutzucker macht trotzdem, was er will.
Aber grade bei einem Kind sollte man da hinterher sein, da der Junge noch sehr lange mit dem Diabetes leben muss. Wenn jemand fast immer Abends niedrige Werte hat, dann läuft was falsch. Wenn das stark variiert, muss man nach den Ursachen forschen. Aber das ist natürlich nicht Euer Job.
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29.05.2008, 21:38
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hm, heftig, was es da für unterschiede gibt...
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29.05.2008, 22:25
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Naschkatzen Goldi
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Zitat:
Zitat von Felicitas
Falls sie wirklich psychisch krank sein sollte, dann kann sie das nicht. Denn, wenn sie mit sich und dem Leben klar käme, dann würde sie sich doch anders verhalten. Entweder sie begreift ihre Situation nicht oder sie ist so krank, dass sie nicht dagegen an kommt?
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Also völlig unfähig ist man auch mit psychischer Krankheit, Störung oder Problemen nicht, seine Situation zu begreifen und sich dementsprechend vernünftig zu verhalten.
Gewisse Dinge werden je nach Erkrankung erheblich erschwert... aber oft machen psychisch Erkrankte auch die Erfahrung, dass ihre Unfähigkeit die Dinge und ihr Verhalten zu ändern, aus ihrer Angst davor resultiert, bzw sie gedacht haben, dass sie viel weniger schaffen und bewältigen können als sie in Wirklichkeit zu tun in der Lage sind.
Therapie und uU Medikamente sind da natürlich ein Hilfsmittel, auf das man zurückgreifen kann, um sich den Weg zu erleichtern.
Die Chancen aus dem Loch zu kommen stehen einfach besser. Aber man kann nicht generell sagen, ein Mensch, der psychisch angeknackst ist sei nicht in der Lage Verantwortung zu übernehmen (für sich selbst oder andere).
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass es für MICH erst der Schlüssel zur annähernden Heilung war, Verantwortung zu übernehmen. Sicher, ich habe und hatte Hilfe, aber ein gewisses Maß an Eigenleistung ist mMn echt wichtig um überhaupt therapierbar zu sein.
so, nur meine 2 €cents.
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29.05.2008, 22:40
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Zitat:
Zitat von pixienana
Also völlig unfähig ist man auch mit psychischer Krankheit, Störung oder Problemen nicht, seine Situation zu begreifen und sich dementsprechend vernünftig zu verhalten.
Aber man kann nicht generell sagen, ein Mensch, der psychisch angeknackst ist sei nicht in der Lage Verantwortung zu übernehmen (für sich selbst oder andere).
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Das habe ich nie so gesagt.
Ich habe auch vorsichtig geschrieben, dass es für mich alles so klingt, bei dem Verhalten dieses Mädchens. Denn offensichtlich ist sie nicht in der Lage (oder lügt die anderen an, wie ich auch geschrieben habe), mit ihrem Diabetes umzugehen. Hast Du denn überhaupt alles gelesen? Hast Du irgendwo die Wörter "alle" oder "generell" gefunden?
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