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29.05.2008, 18:35
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Naschkatzen Goldi
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Nein, ich glaub ich habs verstanden 
Danke für die Erklärung 
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Sportduell: 140/120
letzte Woche: 0/120
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29.05.2008, 18:36
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Zitat:
Zitat von Jupi
genauso ist das beid em mädel, das ich kenne auch so^^.
Sie sagt ja auch ganz klar, die kannd avon soviel essen, wie sie will, sie könne sich ja insulin spritzen, und dann nimmt se ab -.-
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Was m.E. Blödsinn ist. Man nimmt von hohen Blutzuckerwerten ab, was tierisch ungesund und gefährlich ist (nennt man inzwischen mit Modenamen "Diabulimie"), aber von Insulin hält man das Gewicht (weil Insulin sozusagen der Schlüssel ist, um die Energie aus dem Blut in die Zellen zu transportieren), kann aber auch zunehmen. Als "Gesunde" hab ich 54kg gewogen, als Diabetikerin inzwischen 69kg, was auch mit dem Diabetes zu tun hat, ich esse nämlich viel weniger als damals, aber ich bin älter und das Insulin "hilft" meinem Körper alles zu verstoffwechseln.
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29.05.2008, 18:43
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Zitat:
Zitat von Dani
Nein, ich glaub ich habs verstanden 
Danke für die Erklärung 
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Gern, ich "kläre gern auf"; weil mir das als Diabetikerin das Leben leichter macht, wenn mehr Menschen mehr wissen.
Und nochmal grob, die 2 häufigsten Typen von Diabetes:
Typ 1 (ich z.B.) haben gar kein eigenes Insulin mehr, vermutlich aufgrund einer Kombi aus Gendefekt und Virus, müssen IMMER Insulin spritzen, dürfen alles essen, sind oft normalgewichtig, würden ohne Insulinspritzen sterben.
Typ 2 (früher Altersdiabetes genannt) haben noch Insulin, aber zuwenig für ihre Bedürfnisse (man kann auch sagen, dass manche immun gegen ihr eigenes Insulin sind), manche oder viele haben Übergewicht, je nach Schweregrad machen sie Diät (mit festgelegten Essensmengen), nehmen Tabletten und/oder spritzen Insulin. Wer kein Insulin spritzt, muss noch mehr auf sein Essen achtgeben.
Für beide gilt, dass sie sich normal (im Sinne von Gesund) ernähren sollten. Schwierig ist es nur mit Getränken (Cola, Fanta, Saft, alles was zuckerhaltig ist) und sowas wie größeren Mengen Weißbrot oder Gummibärchen. (in Maßen statt in Massen darf man das auch). Wenn man dagegen Unterzucker hat (Hypoglykämie), was durch viel Bewegung oder zuviel Insulin passieren kann, braucht man grade Zucker (Kohlenhydrate) und da ist die "Medizin" eben Cola oder Saft oder die Gummibärchen. Im Fernsehen/Film wirds oft verkehrt dargestellt, dass die Diabetiker umfallen und der große Retter spritzt Insulin und sie stehen wieder auf, eigentlich ist die Wahrscheinlichkeit des Gegenteils fast 100% (ab ganz extrem hohen Werten kann man aber auch das Bewusstsein verlieren), nämlich dass der Diabetiker Unterzucker hat und daher umgefallen ist, dann spritzt der Arzt eine Zuckerlösung. Man sollte NIE einem bewusstlosen Diabetiker etwas einflößen, wenn er noch ansprechbar ist, ist Cola oder Saft oder Traubenzucker eine gute Maßnahme.

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29.05.2008, 19:02
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Ist öfters hier...
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Danke Felicitas, dass du das alles so lieb erklärst. Für Außenstehende ist das immer ein großes Mysterium und irgenwie nicht nachvollziehbar, wann wer jetzt warum spritzt oder doch ne Pumpe hat oder eine Diät befolgt..
Ich hab seit neustem zwei Diabetiker in der Klasse und hab mich da auch mal schlaugemacht, weil es einfach sehr interessant ist. Ich hab aber immer Angst, dass ich ihnen auf den Schlips trete, wenn ich da _nochmal_ was frage und gerne was wissen möchte.. ich weiß ja nicht, ob es ihnen unangenehm ist, darauf angesprochen zu werden. :/
Also.. die Kalorien kann man sozusagen gar nicht "wegspritzen", hab ich das richtig verstanden? Denn der normale, gesunde Körper regelt das mit dem Insulin ja auch von alleine, so dass es grad alles zusammenpasst. Wie würde sowsa denn funktionieren wollen (außer, wenn man mit Absicht zuviel/zuwenig Insulin spritzt)
Noch eine Frage zu BE: Muss man, wenn man eine Pumpe hat (Typ1 dann, richtig?), trotzdem noch BE zählen oder macht man das nur, um einen groben Überblick zu behalten? Weil man misst ja dann Blutzucker und spritzt sich dann soviel, wie man braucht - egal, was man gegessen hat.
(Jetzt mal komplett von gesund oder ungesund abgesehn.)
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29.05.2008, 19:25
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Zitat:
Zitat von Viva
Danke Felicitas, dass du das alles so lieb erklärst. Für Außenstehende ist das immer ein großes Mysterium und irgenwie nicht nachvollziehbar, wann wer jetzt warum spritzt oder doch ne Pumpe hat oder eine Diät befolgt..
Ich hab seit neustem zwei Diabetiker in der Klasse und hab mich da auch mal schlaugemacht, weil es einfach sehr interessant ist. Ich hab aber immer Angst, dass ich ihnen auf den Schlips trete, wenn ich da _nochmal_ was frage und gerne was wissen möchte.. ich weiß ja nicht, ob es ihnen unangenehm ist, darauf angesprochen zu werden. :/
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Also ich glaub, wir Diabetiker sind da nicht anders als andere Leute, manchen mögen Fragen, andere weniger. Ich werd gern gefragt, das ist mir lieber, als wenn Leute ankommen und sagen "Du sündigst wieder, Du isst ja Kuchen" oder mit völlig falschem Kram ankommen. Lieber erklären und damit aufklären. Bevor ich Diabetes hatte, kannte ich auch nur den Typ 2 Diabetes meiner Oma...
Pumpen bekommen grundsätzlich, wenn überhaupt, nur Typ 1 Diabetiker von der Kasse, da Typ 2 Diabetiker noch eigenes Insulin haben (vielleicht gibts auch eine Ausnahme auf 100.000 Patienten...?). Tabletten bekommen nur Typ 2 Diabetiker und Insulin-Pens benutzen beide. Es gibt auch unterschiedliche Insuline, die man entweder "so zu Leben" (Basal) spritzt oder zum Essen (Bolus) und verschiedene Therapieformen.
Zitat:
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Also.. die Kalorien kann man sozusagen gar nicht "wegspritzen", hab ich das richtig verstanden? Denn der normale, gesunde Körper regelt das mit dem Insulin ja auch von alleine, so dass es grad alles zusammenpasst. Wie würde sowsa denn funktionieren wollen (außer, wenn man mit Absicht zuviel/zuwenig Insulin spritzt)
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Auch wieder Jein, aber im Prinzip gilt (bis auf total komplizierte Vorgänge, die ich auch nicht alle kapiere) NEIN (man "muss" bzw. "kann" sozusagen eigentlich auch für große Mengen Eiweiß spritzen, aber das variiert von Person zu Person). Aber die Kalorien kann man absolut GARNICHT "wegspritzen". Das wäre ja ein Traum, die Spritze gegen Kalorien.
Richtig, der gesunde Körper regelt das ganz allein und bis auf wenige Extremsituationen perfekt.
Mit dem Insulin regelt man nur den Blutzuckerspiegel, Essen (Kohlenhydrate) erhöhen den Blutzucker und der gesunde Körper schüttet die entsprechende Menge Insulin automatisch aus, der diabetische Körper nicht. Außerdem braucht der Körper auch eine Grundversorgen mit Insulin, um überhaupt zu funktionieren, das muss der Diabetiker (also Typ 1) auch spritzen.
Da aber noch gaaaanz viele andere Faktoren mit reinspielen, ist das mit dem BE-Mengen bzw. Insulineinheiten abschätzen so eine Sache, erstens ist das bei jedem unterschiedlich, dann spielen wirklich Sachen rein wie Art des Essens, Menge des Essens, Tageszeit, Zyklus (Hormonspiegel), evtl. Schwangerschaft, Krankheit/Infektion, Stress usw...
Eine Wissenschaft für sich, wo man ganz schnell daneben liegen kann. Ist der Blutzuckerspiegel zu hoch, spritzt man Insulin nach, ist er zu niedrig, nimmt man Kohlenhydrate zu sich.
Zitat:
Noch eine Frage zu BE: Muss man, wenn man eine Pumpe hat (Typ1 dann, richtig?), trotzdem noch BE zählen oder macht man das nur, um einen groben Überblick zu behalten? Weil man misst ja dann Blutzucker und spritzt sich dann soviel, wie man braucht - egal, was man gegessen hat.
(Jetzt mal komplett von gesund oder ungesund abgesehn.)
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Man muss immer noch zählen und rechnen, ohne gehts nicht. Inzwischen gibt es eine Pumpe, die zumindest den Blutzucker parallel misst und anzeigt, die bezahlen Krankenkassen aber so gut wie nie, ein Wunschtraum von fast allen Diabetikern.
Selbst messen, Insulinmengen abschätzen und spritzen kann noch keine computergesteuerte Pumpe, man muss selbst denken und mithalten. Aber zumindest die Grundversorgung (Basal) kann man programmieren.
Man misst vor dem Essen den Blutzucker, schätzt die BE und spritzt für die BE-Menge (+ evtl. Splitten, verlängerter Bolus) und hofft, dass es passt. Manchmal gehts eben völlig daneben.
Noch ein Tipp, jedenfalls ist das bei mir so, mich macht es echt wahnsinnig, wenn ich Unterzucker habe (Hypo) und jemand um mich in Panik ausbricht, als Diabetiker kennt man das und weiß im Normalfall, wie man reagieren muss. Wenn mich jemand gut kennt und meine individuellen Symptome (von Zittern über Schwindel zu Sehstörungen oder Aggressivität oder fehlende Konzentration) und mir unauffällig einen O-Saft bringt, bin ich dagegen dankbar. Leute mit "oh mein Gott, fällst Du jetzt um" sind sehr kontraproduktiv. Man will auch nicht als "krank" behandelt werden, wir Diabetiker sind eingeschränkt gesund, müssen halt auf einige Sachen achten, aber im Alltag ist es meistens kein Problem. Außer man gibt uns statt Cola light normale Cola und der Blutzuckerspiegel explodiert förmlich oder wir haben Unterzucker und müssen einem Bus hinterher sprinten.
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29.05.2008, 19:40
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dann hab ich nochma ne frage:
Oft kommt dieses mädel 2 stunden zu spät zur schule, eigentlich ejden tag.
SIe sagt immer, sie war unterzuckert.
Kann man deshalb jeden tag 2 stunden rbauchen um das wieder hinzubekommen?
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29.05.2008, 19:44
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Zitat von Jupi
dann hab ich nochma ne frage:
Oft kommt dieses mädel 2 stunden zu spät zur schule, eigentlich ejden tag.
SIe sagt immer, sie war unterzuckert.
Kann man deshalb jeden tag 2 stunden rbauchen um das wieder hinzubekommen?
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Hm, ich finds merkwürdig. Es ist unrealistisch, aber ich kanns nicht ausschließen, sie weiß offenbar sowieso nicht viel über den Diabetes (oder erzählt absichtlich etwas falsches). "Normalerweise" gehen Unterzuckersymptome nach Kohlenhydratzufuhr innerhalb von 10-15 Minuten (spätestens) wieder weg, ich hatte bisher 3-4 Ausnahmen, wo ich wirklich bis zu einer Stunde dachte, ich kippe um und der Blutzucker nicht wieder auf normale Höhe wollte.
Es klingt schon nach Ausrede. Aber es kann auch sein, dass sie schwer einstellbar ist und wegen einer Hypo (also Unterzucker) nicht alleine aufwacht, was aber extrem besorgniserregend und gefährlich wäre. Sagen die Lehrer nichts? Wenn ich die Lehrerin wäre, würde ich mich informieren (auch einfach für den Fall, dass sie im Unterricht umfällt), wie es mit Diabetes aussieht.
Ich würde fast sagen, sie hat ernsthafte Probleme, mit sich und mit ihrer Krankheit.
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29.05.2008, 19:46
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wenn ich das mal sagen darf, die hat irgendwie nen psychischen knacks...
und obwohl ich nichts mit ihr zu tun habe erzählt sie mir sachen, von denen ich agr nichts wissen möchte Oo, wenn ihr evrsteht, was ich meine^^.
Echt evrdammt komisch.
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29.05.2008, 19:51
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Zitat von Jupi
wenn ich das mal sagen darf, die hat irgendwie nen psychischen knacks...
und obwohl ich nichts mit ihr zu tun habe erzählt sie mir sachen, von denen ich agr nichts wissen möchte Oo, wenn ihr evrsteht, was ich meine^^.
Echt evrdammt komisch.
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Das kann schon sein, es klingt auf jeden Fall so. Einige Studien haben ergeben, dass Diabetiker oft Despressionen haben. Armes Mädchen. Aber man (Du) kannst vermutlich bei dem Stadium und dem Verhalten nicht viel helfen.
Ich überlege grade, ob es sinnvoll wäre, mal mit der Lehrerin/dem Lehrer zu sprechen, damit der/die Kontakt zu den Eltern oder das Gespräch mit ihr sucht. Das könnte zwar auch nach Hinten losgehen, aber falls der Lehrer/die Lehrerin nett ist und Du das unauffällig machst und nur weil Du Dir Sorgen machst, fände ich das u.U. richtig.
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29.05.2008, 19:53
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unser lehrer hat wohl schon mti den eltern egsprochen und sie zieht wohl bald in eine eigene wohnung, hat sie erzählt, aber wer weiß , ob das stimmt...
naja, anscheinend wohnt sie ins eltsamen familienverhältnissen
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