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  #11 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 13:35
Benutzerbild von Pummelfeela
Kennt sich schon aus...
 
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hihi bin heut bissle durch n wind
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erfolgreich abnehmen
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  #12 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 13:39
Benutzerbild von Nina1208
Naschkatzen Goldi
 
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ich hab auch schon drüber nachgedacht.
ich denke, der *normalsterbliche* denkt bei richtig magersüchtigen, genauso wie bei menschen die sich selbst verletzten, an ... härte und irgendeinen schmerz der da sein muss der so schlimm ist dass man den schlimmsten hunger lieber hinnimmt und akzeptiert.
da denkt man eben an stärke und härte. und dass der geist des betroffenen stärker sein muss als die bedürfnisse des körpers.
und durch das dünne fragile aussehen hat man mitleid, und auch ein bisschen achtung vor der willensstärke, die ja vermeintlich da sein muss.
leider haben die meisten nicht genügend einsicht, um zu sehen dass der betroffene im extremfall einfach nicht mehr anders kann. das hat mit willensstärke oder schmerzresistenz nichts mehr zu tun, das ist genau umgekehrt, dass derjenige einfach nicht mehr kämpfen kann für das normale. weil es eben ein kampf ist.
genauso ist es mit extrem übergewichtigen. aber das versteht ein *normalsterblicher* nicht. da denkt man eher an gehenlassen, an schwachen willen, an faulheit und trägheit.

krankhaft ist beides.
aber ich glaub magersucht wird mehr als krankheit wahrgenommen.

ein grund dafür ist vermutlich auch, dass bei übergewichtigen die grenze nicht so leicht auszumachen ist, wo die krankheit beginnt.
viele übergewichtige sind einfach wirklich faul, denen schmeckts zu gut.
aber manche übergewichtige sind eben wirklich schon seelisch krank. nur ist der unterschied nicht immer zu bemerken. und dann neigt man dazu, alle dicken in einen topf zu werfen.
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Blöd kannst sein wie'st willst, nur zu helfen musst dir wissen.
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  #13 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 13:42
Benutzerbild von Lorian
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Zitat von Nina1208 Beitrag anzeigen
ein grund dafür ist vermutlich auch, dass bei übergewichtigen die grenze nicht so leicht auszumachen ist, wo die krankheit beginnt.
viele übergewichtige sind einfach wirklich faul, denen schmeckts zu gut.
aber manche übergewichtige sind eben wirklich schon seelisch krank. nur ist der unterschied nicht immer zu bemerken. und dann neigt man dazu, alle dicken in einen topf zu werfen.
Ich glaub, das ist ein wichtiges und gutes Argument, warum das so unterschiedlich gesehen wird. Ganz dünn, ist halt immer krank, ganz dick KANN krankhaft sein, wird aber eher als faul und willenlos betrachtet.
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  #14 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 13:45
Benutzerbild von TorturedHeroine
Spitzen Naschkatze
 
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Zitat:
Zitat von herbstfang Beitrag anzeigen
und dickere menschen brauchen erst einen bestimmten BMI, ehe sie z.b. eine magenverkleinerungs-OP von ihrer krankenkasse bezahlt bekommen ....manchmal habe ich das gefühl, dass übergewichtige menschen sich allein um ihr problem kümmern müssen bzw. geld ausgeben müssen für "freundliche hilfe" wie bei WW oder verschiedenen diäten oder fitnessstudios..
Mal abgesehen, von allem anderen, was du so geschrieben hast: Magersüchtige brauchen auch häufig erst einen bestimmten BMI, bevor sie einen Therapieplatz bekommen. Für eine Normalgewichtige mit einer Essstörung interessiert sich nämlich niemand. Egal wie sie psychisch leidet.
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Alles was nach uns kommt ist quasi Immobilie. Und alles was vor uns kommt sind unverantwortliche Raser, die ihre Gesundheit zugrunde richten.


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  #15 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 14:29
Naschkatzen Goldi
 
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Zitat von Nina1208 Beitrag anzeigen
ich hab auch schon drüber nachgedacht.
ich denke, der *normalsterbliche* denkt bei richtig magersüchtigen, genauso wie bei menschen die sich selbst verletzten, an ... härte und irgendeinen schmerz der da sein muss der so schlimm ist dass man den schlimmsten hunger lieber hinnimmt und akzeptiert.
da denkt man eben an stärke und härte. und dass der geist des betroffenen stärker sein muss als die bedürfnisse des körpers.
und durch das dünne fragile aussehen hat man mitleid, und auch ein bisschen achtung vor der willensstärke, die ja vermeintlich da sein muss.
leider haben die meisten nicht genügend einsicht, um zu sehen dass der betroffene im extremfall einfach nicht mehr anders kann. das hat mit willensstärke oder schmerzresistenz nichts mehr zu tun, das ist genau umgekehrt, dass derjenige einfach nicht mehr kämpfen kann für das normale. weil es eben ein kampf ist.
genauso ist es mit extrem übergewichtigen. aber das versteht ein *normalsterblicher* nicht. da denkt man eher an gehenlassen, an schwachen willen, an faulheit und trägheit.

krankhaft ist beides.
aber ich glaub magersucht wird mehr als krankheit wahrgenommen.

ein grund dafür ist vermutlich auch, dass bei übergewichtigen die grenze nicht so leicht auszumachen ist, wo die krankheit beginnt.
viele übergewichtige sind einfach wirklich faul, denen schmeckts zu gut.
aber manche übergewichtige sind eben wirklich schon seelisch krank. nur ist der unterschied nicht immer zu bemerken. und dann neigt man dazu, alle dicken in einen topf zu werfen.
noch nie so gesehen, find ich sehr überzeugend.
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  #16 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 14:44
Benutzerbild von butterflymam
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Herbstfang!

Gesehen habe ich die Sendung leider nicht.
Ich seh es aber nicht so eng, das die Magersüchtigen eher "bemitleidet" werden und die übergewichtigen eher ich sag mal "belächelt" werden.

Das einzige was wirklich untergeht bei einem übergewichtigen ist eben das psyschiche.
Das es oft ein immer wiederkehrender Teifelskreis ist aus dem es schwer ist rauszukommen.

Auch ich habe als Kind viel zu viel süßes,fettes aber auch vor allem große Portionen bekommen.
Hinzu kommt dann das ich den Teller immer aufessen musste und ich wohl zum trösten süßes bekam...

Folglich habe ich meine Probleme damit etwas auf den Teller zu lassen, stopfe alles in mich hinein, fühle nicht mehr wann ich eigentlich satt bin....wenn ich schlecht drauf bin fängt dann das Frustessen an...
Dann kommt kommt der Teufelskreis, ich habe ein schlechtes Gewissen wegen des Frustessens, fühle mich schlecht und fang gleich wieder damit an....das geht manchmal Wochen bei mir so

Das trügerische ist unser Unterbewußtsein, es macht genau das was wir eigentlich nicht wollen.
Das ist ein neuer Aspekt den ich vorher nicht beachtet habe.
Man muss erstmal wieder lernen sich selbst zu mögen und zu akzeptieren...


Auf jeden Fall bin ich auch sehr froh das es dieses Forum gibt, ich hab hier schon so viele liebe Menschen kennengelernt und es tut gut sich mit jemanden der auch diesen Kampf kämpft auzutauschen.
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  #17 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 16:03
tomoyo
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ich muss sagen, dass ich manche ansichten hier ganz schlimm finde... magersucht und fettsucht sind für mich gleichwertig schlimme essstörungen und einige versuchen hier es so darzustellen, als sei die eine kranheit sozusagen "besser" als die andere ...

im übrigen finde ich auch nicht dass magersüchtige mehr bemitleidet werden, IM GEGENTEIL!!!
bevor bei einer guten freundin von mir magersucht diagnostiziert wurde, haben alle immer nur gesagt "iss doch mal, du hast kaum was auf den rippen" als dann fest stand, dass sie magersucht hatte, stieß das nicht etwa auf verständinis oder mitleid (wie es hier alle bezeichnen) sondern auf unverständnis und auch ein bisschen spott, nach dem motto "die muss doch einfach nur essen, dann ist sie wieder okay" und "das ist doch keine krankheit, ich nehm die einmal mit zu mäcces, dann gehts ihr wieder gut"

erst als es zu spät war, wurde ihre krankheit akzeptiert... da hatte sie auch schon mehrere gescheiterte klinikaufenthalte hinter sich, was wiederrum niemand verstand... weil man ja "einfach nur" essen muss...

daher denke ich dass beide krankheiten bzw alle essstörungen in unserer gesellschaft nicht akzeptiert oder bemitleidet werden, werder fettsucht NOCH magersucht!!!
magersüchtige sollen essen und dicke sind halt faul und selbst schuld an ihrem übergewicht... das ist doch die meinung der allgemeinheit...

in wahrheit sind beide krankheiten sehr ähnlich... oft sind es dieselben ursachen und die folgen gleichen sich auch etwas (stoffwechselprobs,herzattacken, tod, ... ) nur die einen sind dabei zu dick, die anderen zu dünn... im prinzip ist es dieselbe krankheit!!! und keine davon stößt im alltag auf verständnis, also versucht bitte nicht es so darzustellen, als sei magersucht die "schönere" essstörung, die ja überall anerkannt wird und gegen die man vorgeht ...
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  #18 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 16:22
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Zitat von tomoyo Beitrag anzeigen
ich muss sagen, dass ich manche ansichten hier ganz schlimm finde... magersucht und fettsucht sind für mich gleichwertig schlimme essstörungen und einige versuchen hier es so darzustellen, als sei die eine kranheit sozusagen "besser" als die andere ...
Da muss ich widersprechen. Es ging gerade nicht darum, was besser oder schlechter ist, sondern dass Adipositas von der Gesellschaft im Prinzip gar nicht als Krankheit wahrgenommen wird.
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  #19 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 16:25
tomoyo
Gast
 
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Zitat:
Zitat von Lorian Beitrag anzeigen
Da muss ich widersprechen. Es ging gerade nicht darum, was besser oder schlechter ist, sondern dass Adipositas von der Gesellschaft im Prinzip gar nicht als Krankheit wahrgenommen wird.
hast du meinen post gelesen?
außerdem ist es doch quasi eine diskussion nach "der besseren krankheit" wenn du sagst, dass nur die eine als solche wahrgenommen wird
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  #20 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 16:30
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Zitat von tomoyo Beitrag anzeigen
hast du meinen post gelesen?
außerdem ist es doch quasi eine diskussion nach "der besseren krankheit" wenn du sagst, dass nur die eine als solche wahrgenommen wird
Doch doch, ich habe Deinen Post gelesen. Und auch ich denke (weiß aus persönlicher Erfahrung), dass es bei vielen magersüchtigen Leuten spät erkannt wird, und es oft ein harter und langer Weg ist, bis sich jemand mit wirklicher Fachkompetenz einer solchen Person annimmt.

Und noch mal Nein, zu der "besseren Krankheit". Es geht um die ANERKENNUNG von Adipositas als Krankheit. Dies tut die Gesellschaft nicht. Die Anerkennung von Magersucht & Co. als Krankheit ist durch die Medien (siehe u. a. jetzt Beckmann) eher gegeben, als bei Adipositas.
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