Zitat:
Schmeiß den ganzen Convenience Food Müll in die Tonne und kauf das Zeug nicht mehr.
Wenn du Nudelsuppe willst dann mach dir Nudelsuppe, wenn du Frühlingsrollen essen willst dann mach dir welche. Aber ohne Tütchen und Pülverchen und was auch immer.
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Ein guter Rat! Und zwei dabei, samt Aufmunterung:
1. Kämpf nicht an allen Fronten. Versage dir nicht die Lebensmittel, an denen dir wirklich liegt. Und lasse all die Lebensmittel weg, die du nur aus Verlegenheit isst. Statt Rumschoki zu essen obwohl sie nicht zu deinen Favouriten gehört, schmeiß das Zeug nächstes mal weg. Das sind 50 Cent und die Welt geht nicht unter! Geh stattdessen los und hol dir eine Tafel richtig teure Lieblingsschokolade aus dem Laden. Diese Verhaltensweise trainiert das Auswählen von Nahrung, das Genussprinzip und während du unterwegs bist, hast du Zeit, dich zu wappnen und eine Hemmschwelle aufzubauen. Und ein bißchen Energie verbraucht es auch.

Jeder Mensch liebt einige gesunde Sachen, zelebriere du einfach Obstsalate mit den Sorten, die du verträgst. Mit zwei drübergeraspelten Mandeln und Cremejoghurt. Oder einem Löffel Honig. Etc.
Wer keine Tomaten mag, der soll keine Tomaten essen. So sieht es aus! Man ist dann nicht befriedigt und holt die Seelen-Streicheleinheit oft verstohlen an was richtig Ungesundem nach.
Nicht mehr gegen den inneren Geschmack zu essen und trotzdem aus den Leckereien die gesünderen verstärkt zu wählen, das ist ein guter erster Schritt.
Du stehst in keinem Wettbewerb. Die Idioten dieser Welt nennen dich noch fett, wenn du 70 Kilo wiegst und andere lieben dich jetzt, also gibt es da keinen Countdown.
Jeder Tag zählt von vorne und es gibt nicht nur gelungen und misslungen, sondern auch "halbwegs gut durchgekommen heute".
Der zweite Punkt ist:
Kämpfe auch nicht gegen deine Ess-Situationen an. Wer einmal isst um sich zu trösten, der isst bis an den letzten Tag um sich zu trösten. Das ist auch nicht schlimm! Andere kaufen sich Handtaschen um sich zu trösten oder haben Sex. Auch das ist ok.
Entscheidend ist, zu wissen wann du wirklich was essen willst und dir das dann holst, wenn es dir optimal gut tut. Und dir Sachen auswählst, die zu 100% dem Genussprinzip entsprechen und nach Möglichkeit nicht zu gehaltvoll sind.
Wir sind keine Fakire, wir müssen nicht gegen unsere Natur ankämpfen. Also außer unsere Natur verlangt, öffentlich zu pinkeln, in dem Fall gibts sicher Profis die helfen.
Aber beim Essen wird es schwer genug, die kleinen Änderungen einzubringen, da kann man nicht sein ganzes Seelenleben von einem Tag auf den anderen "für immer" umkrempeln. Das wär auch unheimlich!
Also lass dir eine Vorlaufzeit, beobachte zb. mal 14 Tage warum du wann isst, ob grad ein Anruf war, dass du auf wen länger warten musst oder ob das Wetter sich ändert oder was der Stand deines Zyklus ist etc. Einfach so isst du nicht, isst keiner von uns, sonst wären wir alle nicht hier. Die Menschen die wirklich nur "einfach so" essen, muss man ab und zu dran erinnern, die nähmen auch Brei in Naapf.
Wir Naschkatzen haben denen was voraus, nämlich einen emotionalen Bezug zum Essen. Das kann Lebensqualität bringen, auch mit Pfunden.
Selbstgemachte Frühlingsrollen gelingen übrigens ungefähr nach dem vierten Mal und sind dann was, womit man vor seinen Freunden angeben kann.

Und man weiß genau was drin ist, nämlich weder Farbstoffe noch Zucker, der im Rezept gar nichts zu suchen hat oder Stabilisatoren, Geschmacksverstärker und Aromen aus irgendwelchen Cracklabors.
Die Nahrungsmittelindustrie will nur unser Bestes, und das sollen wir möglichst oft zu ihr hintragen. Und unsere Kohle können wir an besseren Lebensmitteln durchaus genussvoller ausgeben. Kauf dir mal einen Liter Biomilch mit natürlichem Fettgehalt. So habe ich angefangen, ich wollte damit meine Müllermilch verdünnen. Wenn du mir heute Müllermilch andrehen wolltest würde ich trocken lachen, die hat nach 4 Wochen so chemisch geschmeckt dass ich die richtige Milch damit gar nicht mehr verunreinigen konnte ohne zu schaudern.
Wenn ich was süßes will, koch ich mir einen Aprikosenpudding aus Pulver und frischen Früchten, mit Gewürz und Honig drin. Das bestellen Leute schon sabbernd bei mir.
Also, jetzt zum Trost: Verzweifle nicht und mach keinen Leistungssport aus deinem Wohlbefinden. Jede Kleinigkeit die dir gelingt, bleibt auf der Habenseite. Es geht beim Wohlbefinden nicht um Hüftjeans. Und bei der Gesundheit auch nicht.
Du machst wahrscheinlich keinen Sport, geh einfach einmal am Tag spazieren um den Block. Wenn dir das unangenehm ist, nimm eine Einkaufstasche mit dann siehst du aus, als hättest du ein Ziel und es wäre eine rein zweckmäßige Angelegenheit. Klein anfangen.
Oh Gott das war viel Text, entschuldigt!
Gruß vom Schnuffi