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26.07.2006, 07:00
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Frischling
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Registriert seit: 19.07.2006
Beiträge: 79
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von meinem Studium....
Vielleicht hat ja jemand einen guten Rat für mich 
Ich studier jetzt seit einem jahr Medizin und finde es offengesagt einfach nur grauenvoll.
Mich interessiert wenig von dem was wir machen wirklich und die Profs sind eigentlich alle nur arrogant und erklären uns im 10 Minutentakt dass man als Arzt sowieso am besten in die Forschung geht.
Die Klausuren hab ich zwar bestanden, aber ich setzte mich selbst so schrecklich unter leistungsdruch dass ich z.b. nichtmal mehr richtig schlafen kann.
Jetzt hab ich mir überlegt, das ich auf Lehramt wechseln könnte. Das würde auch bedeuten, dass ich näher bei meinem Freund wohnen könnte (keine 150 km mehr zwischen uns).
Aber ich hätte ziemliche Schuldgefühle deswegen, z.b. meinen Eltern gegenüber, weil ich dieses Jahr einfach 'vergeudet' habe.
Und ich würde eine Fächerkombi anstreben (Deutsch und Geographie) die nicht wirklich besonders gesucht ist.
Also frag ich mich die ganze zeit ob ich nicht bei Medizin bleiben soll (sicherer Job später) oder ob ichs nicht riskieren soll zu wechseln und vermutlich sehr viel glücklicher werden...
Liebe grüße, Nem
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26.07.2006, 07:05
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Naschkatzen Goldi
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Registriert seit: 02.01.2005
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Riskier es!
Meine beste Freundin hat sich nach 2 Jahren umentschieden. Zahnmedizin war aufgrund der Dozenten und Komilitonen nicht mehr das richtige. Sie hat sich dann an anderen Zahnis-Unis beworben, aber aus Platzmangel wurde sie nicht genommen.
Und nun wird sie Gesundheitswesen studieren.
Klar hat sie ein schlechtes Gewissen ihren Eltern gegenüber, Medizin ist ja nun mal nicht billig.
aber sie verstehen sie und unterstützen sie weiterhin.
Sie kriegt Bafög und will nun auch jobben, um ihren eltern nicht auf der tasche zu liegen ^^
Hör auf deinen Bauch!
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26.07.2006, 08:54
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Frischling
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Registriert seit: 19.07.2006
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Danke 
Grade tut mir wirklich jeder Zuspruch gut *seufz*
Denn ausser, dass sich mein Bild von Ärzten rapide verschlechtert hat, hat mir das letzte Jahr sehr wenig gebracht.
Ich hab auch die Hoffnung, dass ich nebenher Jobben gehen kann - das war genauso wie Freunde & Hobbies total unmöglich...
Liebe grüße, Nem
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26.07.2006, 09:13
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'morgen nemorah,
ich wollte auch medizin studieren. bei der entscheidung dagegen hat mir mein vater, übrigens ein arzt, massiv geholfen. er hats mir so erzählt:
das studium ist der einfachste teil des mediziner-lebens. sicher ist es viel, aber es gehr schließlich auch um die verantwortungsvollste tätigkeit überhaupt. nun, wenn das studium einmal geschafft ist, fängt diie hölle an. denn junge absolventen kommen ins reale leben, werden in krankenhäusern mit massiven mobbing konfrontiert, vor allem seitens des pflegepersonals (!!!), und müssen sich die launen der assistenz-, ober- und chefärtze gefallen lassen, rumbetteln für die faharztausbildungen, etc. sicher, es ist anders von haus zu haus, und insbesondere auch in den fachgebieten (chirurgie soll wohl am schlimmsten sein), aber das ist die grobe richtung. wenn man sich dann erstmal etabliert hat, fachlich und von der position her, kann man ein wenig aufatmen, und sich nicht nur ums bloße überleben kümmern, sonder auch um die karriere. also, wenn man meint, ca 15 jahre lang sich diese art des drucks antun zu können- bitte schön  .
was das wechseln angeht: das erste studienjahr kann man getrost als orientierungsphase verbuchen. sogar vom bafög her geht das so, glaube ich. wenn man frisch aus der schule kommt, hat man ja meist nicht richtig die vorstellung, was studieren überhaupt ist geschweige denn wie die einzelnen gebiete eigentlich aussehen. außerdem existiert unter studenten auch das sgn. "dritt-semseter-syndrom", wenn jeder an seiner entscheidung zweifelt, und alles andere lieber machen würde als das gewählte fach, das einen seiner illusionen geraubt hat
lange rede, kurzer sinn: überlege dir ganz genau, was du machen möchtest, wenn du dich für einen wechsel entscheidest. und auch solltest du dir sehr genau über die beweggründe für ein wechsel im klaren sein. dann werden es sicher auch deine eltern verstehen und dich weiter unterstützen.
lg,
vy
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26.07.2006, 10:23
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Frischling
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Registriert seit: 19.07.2006
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Danke für so ehrlich Worte Vyanne...
Ich hab leider niemand in der Familie der mir ehrlich sagen könnte wies aussieht, das kommt eben dazu -
niemand der einem sagt
Nach dem Physikum wirds besser / schlechter
Der Job ist toll/ doof
Gut, ich kenn auch keine lehrer, aber was die machen hab ich 13 Jahre lang gesehen 
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26.07.2006, 11:13
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Wohnt hier
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Registriert seit: 22.05.2006
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Beiträge: 1.803
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jetzt kannst du noch wechseln. mit jedem semester mehr wird es dir schwerer fallen. es ist doch im rinzip nur gut, dass es dir schon jetzt auffällt. ich würde mich fix für lehramt bewerben 
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Dance your cares away, troubles for another day! Let the music play, down at fraggle rock!
120/180 sportminütchen diese woche geschafft
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26.07.2006, 11:19
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Ist öfters hier...
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Registriert seit: 18.03.2006
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Noch eine, die dich in dem Schritt unterstützt: Riskier den Wechsel. Ein Jahr ist nicht viel vergeudet. Und es wird nach dem Physikum nicht besser. Ich sehe es an meiner Mitbewohnerin und ihrer kleinen Medizinstudentenwelt.
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26.07.2006, 11:21
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ich hab mir gerade noch mal mein post durchgelesen und festestellt, dass ich was vergessen habe:
nämlich dass dieser beruf auch sehr erfüllend ist und die äußere umstände da nicht so ins gewicht fallen.
aber man kanns halt *imho* nocht mit halbem herzen machen.
and btw: du willst wirklich auf lehramt, obwohl du 13 jahre lang sehen konntest, was die machen *vorurteile rauspack und wegrenn* 
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26.07.2006, 14:26
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Mach dir keinen Kopf wegen einem 'vergeudeten' Jahr! Jede Lebenserfahrung ist ihre Zeit wert, du hast nix vergeudet! Du sollst in deinem Leben einfach nur glücklich werden - also probier den Wechsel aus!
Mein Partner hat übrigens erst nach 10 Semestern frustriert sein Studium abgebrochen und macht jetzt endlich das was er machen möchte. Auch bei ihm sehe ich seine Studienzeit nicht als vergeudet an.
Also ich find eine solche Entscheidung nach einem Jahr absolut ok.
Wie schon Kira sagte: Hör auf deinen Bauch!
Ich wünsch dir viel Glück
Liebe Grüße
gingerbird
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26.07.2006, 14:41
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hi nem!
ich versteh dich so gut!!! hatte gerade die selbe entscheidung zu treffen - ich studiere jura, und hab das erste jahr fertig. mit dem studium hab ich keine probleme- den stoff beherrsche ich gut, aber das ganze drum herum (hochnässige vortragende, anzug bei den prüfungen ist "pflicht", sonst kommst du gar nicht durch, "gute" juristen müssen sich die wahrheit drehen können, wie sie es brauchen, usw.) da fühle ich mich nicht wohl, und es ist gar nicht meine welt.
ich hab mich entschlossen, jura zu schmeissen und psychologie (furchtbar überlaufen und ungewisse jobaussichten) zu studieren. ich mach das für mich, denn ich will nichts machen, - im schlimmsten fall ein leben lang - was ich nicht wirklich möchte. meine familie reagiert geteilt auf den entschluss, aber es ist ja mein leben, und ich sehe jura auch als erfahrungsschatz an - es war somit nicht verschwendet.
ich kann dir nur raten - hör auf deinen bauch! mach, was dir wichtig ist, denn letztlich kann niemand dein leben leben, und deine eltern, sollten, sofern sie dich lieben, froh sein, wenn du etwas studierst, was dich glücklich macht. leben heisst, erfahrungen zu machen - und eine solche hast du nun hinter dich gebracht. nicht mehr und nicht weniger....
ich wünsch dir noch viel erfolg (mit deinem lehramt)!!!
anne
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