Ich finde das ist kein guter Vergleich. Im Prinzip hast du mit dem was du damit sagen willst Recht, denn es kann nicht jeder Arbeit haben und Arbeitszwang ist auch nicht richtig. Man kann nicht pauschal sagen, man solle den Arbeitslosen die nicht arbeiten wollen das Geld streichen.
Trotzdem fühlt man sich benachteiligt wenn man selbst studiert und jobbt und trotzdem weniger Geld im Monat hat als ein Arbeitsloser. Ich behaupte mal jeder Bettler auf der Straße bekommt mehr Sozialhilfe als ich im Monat verdiene, dazu bekommen sie von den Gemeinden hübsche Sozialwohnungen, während ich es mir nicht mal leisten kann, von meinen Eltern wegzuziehen. Für mich ist da das Maß einfach falsch. Eine Möglichkeit das zu ändern wäre zB strengere Eignungsprüfungen an Hochschulen, dadurch weniger Studenten, keine Studiengebühren mehr und dann den Arbeitslosen unter 30 ohne Kinder oder Krankheit keine Sozialwohnung mehr geben. So hätte der Staat schon einiges an Geld gespart.
Natürlich weiß ich, dass das nicht so einfach umzusetzen ist, aber es wäre zumindest mal ein Ansatz um mehr Gerechtigkeit zu schaffen.
Gestern im Bus hab ich übrigens eine von meiner alten Schule getroffen, die mir freudestrahlend erzählt hat, dass sie nun die 4. Ausbildung abgebrochen hat, weil ihr die Arbeit zu anstrengend war und dass sie und ihr Freund nun beide Arbeitslosengeld beantragen. Dann wollen sie nach Köln ziehen weil dort das Arbeitsamt nicht so "gemein" ist wie in Baden Würtemberg, denn hier muss man ja ständig Kurse besuchen und Minijobs machen, das ist ja so anstrengend und nutzlos, außerdem muss man mehr Formulare ausfüllen als in NRW und das ist ja auch wieder zu anstrengend.
Als ich das gehört habe, habe ich mich gefragt, wohin unsere Gesellschaft geht. Essen und Trinken gibts im Überschuss, es gibt sogar so viel dass gerade die armen Leute fett davon werden. Kleidung, Wohnung und Krankenkasse zahlt der Staat. Und selbst wenn man arbeitet hat man auch nicht mehr als die, die vom Staat leben. Kein Wunder dass viele nicht einsehen warum sie überhaupt noch arbeiten gehen sollen.
Nun,gut ich bin auch Student, wenn auch bald fertig. Vor dem Studium habe ich zwei Jahre gearbeitet (sprich auch Steuern für die bezahlt, die nicht arbeiten) und auch während des Studiums teilweise. Auch ich musste während meines Studiums eher einen bescheidenen Lebensstil führen. Und trotzdem wäre es mir im Gegensatz zu dir nie eingefallen, jemandem die Sozialwohnung oder gar dem Bettler auf der Straße die Sozialhilfe zu neiden. Wenn das bei dir so ist, musst du vielleicht einfach mal an deinem Charakter arbeiten. Neid ist eine unschöne Eigenschaft. Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich mich diesbezüglich nicht in Diplomatie übe.
Zur generellen Diskussion: Leider gibt es ja hier wenige, die mal auf grundsätzliche Fragen eingehen. Stattdessen wird der hundertste post geschrieben mit dem Tenor "Aber ich kenne auch jemanden, der keine Lust zu arbeiten hat...eine alte Schulfreundin ist so dreist..." usw. Und dass es Leute gibt, die ein Problem mit Alkohol haben, ist auch keine neue Erkenntnis.
Tatsächlich ist es so, dass in der Vergangenheit gerade die guten Sozialleitungen (und auch die Möglichkeit, sie ohne sich groß rechtfertigen zu müssen in Anspruch zu nehmen) zu einer guten Verhandlungsposition der Arbeitnehmer und somit auch zu guten Löhnen geführt haben. Gerade das untere Lohngefüge ist in den letzten Jahren unter Druck gekommen, weil der Druck auf Arbeitslose erhöht wurde, auch schlechte Jobs anzunehmen.
Arbeitslose und gering bis durchschnittlich verdienende Arbeitnehmer sitzen somit gewissermaßen in einem Boot. Auch wenn euch die Bildzeitung und irgednwelche Sendungen des Privatfernsehens, die ihr beim "durchzappen" schaut, was anderes erzählen.
Zur generellen Diskussion: Leider gibt es ja hier wenige, die mal auf grundsätzliche Fragen eingehen. Stattdessen wird der hundertste post geschrieben mit dem Tenor "Aber ich kenne auch jemanden, der keine Lust zu arbeiten hat...eine alte Schulfreundin ist so dreist..." usw. Und dass es Leute gibt, die ein Problem mit Alkohol haben, ist auch keine neue Erkenntnis.
Entschuldige mal.... von der einen Seite wird vorgeworfen, hier würde verallgemeinert und gegen ALLE Arbeitslosen "gebasht"... und wenn man, um genau das nicht zu tun, von realen Beispielen berichtet, dann ist das auch wieder nicht richtig????
Es geht hier doch auch gar nicht um wahnsinige neue Erkenntnisse, sondern lediglich daraum, dass man von SOLCHEN Personen, wie sie beschrieben wurden, genervt ist... nicht mehr und nicht weniger...
Wenn du da ne Grundsatzdebatte draus machen willst, bitte, aber dann beschwer dich nicht, wenn keiner drauf eingeht, denn das war, glaube ich, nicht Sinn und Zweck dieses Threads (wenn ich mal für Jessi sprechen darf...)
__________________ **Was lange währt, wird endlich gut**
Entschuldige mal.... von der einen Seite wird vorgeworfen, hier würde verallgemeinert und gegen ALLE Arbeitslosen "gebasht"... und wenn man, um genau das nicht zu tun, von realen Beispielen berichtet, dann ist das auch wieder nicht richtig????
Es geht hier doch auch gar nicht um wahnsinige neue Erkenntnisse, sondern lediglich daraum, dass man von SOLCHEN Personen, wie sie beschrieben wurden, genervt ist... nicht mehr und nicht weniger...
Wenn du da ne Grundsatzdebatte draus machen willst, bitte, aber dann beschwer dich nicht, wenn keiner drauf eingeht, denn das war, glaube ich, nicht Sinn und Zweck dieses Threads (wenn ich mal für Jessi sprechen darf...)
Seh ich auch so. Ich finde es ist völlig in Ordnung wenn Leute anhand von Beispielen erzählen, dass es ihnen schonmal ebenso gegangen ist wie der Threaderstellerin und dass sie ebenfalls von dieser Art von Arbeitslosen genervt sind. Und es geht nur gegen diese eine Gruppe von Arbeitsunwilligen, nicht um Arbeitslose im allgemeinen.
Zitat:
Nun,gut ich bin auch Student, wenn auch bald fertig. Vor dem Studium habe ich zwei Jahre gearbeitet (sprich auch Steuern für die bezahlt, die nicht arbeiten) und auch während des Studiums teilweise. Auch ich musste während meines Studiums eher einen bescheidenen Lebensstil führen. Und trotzdem wäre es mir im Gegensatz zu dir nie eingefallen, jemandem die Sozialwohnung oder gar dem Bettler auf der Straße die Sozialhilfe zu neiden. Wenn das bei dir so ist, musst du vielleicht einfach mal an deinem Charakter arbeiten. Neid ist eine unschöne Eigenschaft. Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich mich diesbezüglich nicht in Diplomatie übe.
Das hast du missverstanden. Ich bin nicht neidisch auf Sozialhilfeempfänger, es geht überhaupt nicht um Neid. Das war ein Beispiel, welches ich angeführt habe um zu unterstreichen, dass der Staat auch Leuten die arbeitsunwillig sind ein angenehmes Leben ohne Einschränkungen oder Not ermöglicht und dass ich das irgendwo ungerecht finde gegenüber den Leuten, die sich einen abarbeiten um das selbe zu bekommen, was diejenigen die nicht arbeiten möchten auch kostenlos vom Staat haben.
Ich glaube die Grundsatzdiskussion zum Thema Sozialhilfe, Leben vom Staat und Arbeitslosigkeit im Allgemeinen verschieben wir in einen anderen Thread.
Seh ich auch so. Ich finde es ist völlig in Ordnung wenn Leute anhand von Beispielen erzählen, dass es ihnen schonmal ebenso gegangen ist wie der Threaderstellerin und dass sie ebenfalls von dieser Art von Arbeitslosen genervt sind. Und es geht nur gegen diese eine Gruppe von Arbeitsunwilligen, nicht um Arbeitslose im allgemeinen.
Das hast du missverstanden. Ich bin nicht neidisch auf Sozialhilfeempfänger, es geht überhaupt nicht um Neid. Das war ein Beispiel, welches ich angeführt habe um zu unterstreichen, dass der Staat auch Leuten die arbeitsunwillig sind ein angenehmes Leben ohne Einschränkungen oder Not ermöglicht und dass ich das irgendwo ungerecht finde gegenüber den Leuten, die sich einen abarbeiten um das selbe zu bekommen, was diejenigen die nicht arbeiten möchten auch kostenlos vom Staat haben.
Ich glaube die Grundsatzdiskussion zum Thema Sozialhilfe, Leben vom Staat und Arbeitslosigkeit im Allgemeinen verschieben wir in einen anderen Thread.
Die Arbeitnehmer, die wenig verdienen, würden auch wenig verdienen wenn die Sozialleistungen gekürzt werden beziehungsweise wenn der Druck auf Arbeitslose steigt. Tendenziell eher noch weniger.
Die Arbeitnehmer, die wenig verdienen, würden auch wenig verdienen wenn die Sozialleistungen gekürzt werden beziehungsweise wenn der Druck auf Arbeitslose steigt. Tendenziell eher noch weniger.
Die Leute die jetzt wenig verdienen, verdienen aber auch so wie es jetzt ist nicht mehr und wenn es mehr Sozialleistungen gäbe würde das für sie auch nichts ändern, so oder so.
Ein grundsätzliches Kürzen der Sozialleistungen funktioniert natürlich so nicht. Um mehr Gerechtigkeit zu schaffen muss weitaus mehr getan und geändert werden.
Ein Problem in manchen Fällen ist doch, dass man teilweise mehr Geld bekommt als Langzeitarbeitsloser als man in einem Job bekommen würde (und ich rede nicht von Minijobs sondern von Vollzeitkräften). Und das darf einfach nicht sein.
Meiner Meinung nach sollten für alle Bereiche Mindestlöhne eingeführt werden und bei einer ~40-Stunden-Woche muss dadurch dann mehr rumkommen (netto) als durch Sozialleistungen.
Ein Problem in manchen Fällen ist doch, dass man teilweise mehr Geld bekommt als Langzeitarbeitsloser als man in einem Job bekommen würde (und ich rede nicht von Minijobs sondern von Vollzeitkräften). Und das darf einfach nicht sein.
Meiner Meinung nach sollten für alle Bereiche Mindestlöhne eingeführt werden und bei einer ~40-Stunden-Woche muss dadurch dann mehr rumkommen (netto) als durch Sozialleistungen.
Der Meinung bin ich auch, dann wäre der Anreiz, vielleicht für mehrere wieder da sich arbeit zu suchen, und schließlich möchte man sich von dem Geld was man verdient auch was leisten können und nicht trotz einer 40 Stunden Woche am Existenzminimum leben.
Ich kenne mehrere "Sorten": die Leute, die abeiten wollen und nix kriegen, das sind ca. 25%, dann diejenigen die sagen, ach was würde ich gerne arbeiten, aber nur für 50000 € p.a. (ohne Ausbildung o.ä.) und ausserdem bin ich ja so krank/überfordert/whatever (sind ca. 50%) und der Rest sagt einfach ganz offen dass er "auf Arbeit keinen Bock hat und lieber feiern geht". Kenne ich alle aus meinem relativ breit gestreuten Bekanntenkreis. Und ich behaupte mal (auch deswegen, da ich mich mittlerweile mit sehr vielen Menschen über dieses Thema unterhalten habe), diese Verteilung ist durchaus allgemein übertragbar (und völlig unabhängig von einer Klassifikation nach Ausländer, Schul-/Studiumabbrecher oder alleinerziehnder Elternteile).
Und ich persönlich habe auch nix dagegen, diese 25% Bedürftigen zu unterstützen! Aber der Rest kann von mir aus auf der Strasse landen - wer nicht bereit ist, im Rahmen seiner Möglichkeiten was zu tun, für den muss ich auch nix tun. Das hat nichts mit "Sozialneid" zu tun sondern im Gegenteil mit sozialer Verantwortung. Wenn ich derlei Schmarotzertum nämlich toleriere oder unterstütze, bleibt nunmal eben weniger für die eigentlichen "Notfälle" übrig. Und wenn dieses soziale Gewissen kein normaler gesellschaftlicher Bestandteil mehr ist und man das noch nicht einmal mehr laut sagen darf, in welcher asozialen /dies ist wörtlich zu verstehen) Gesellschaft leben wir denn dann?!
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Erstes Ziel: UHU erreicht am 22.8.07
2. Ziel: U 95 kg erreicht am 6.12.07