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Hallo Ihr,
wie gesagt, ich will keinen Verunsichern mit meiner Geschichte, aber letztendlich ist bei mir ja immernoch alles gut, obwohl ich mich jetzt seit Jahren damit rumschlage...
Vor 4 Jahren bekam ich einen Brief meiner damaligen Frauenärztin, ich solle mich einmal in der Praxis melden, was ich dann auch tat. Sie erklärte mir, dass nichts schlimmes sei, nur dass ich anstatt einmal jährlich alle 3 Monate zur Untersuchung kommen sollte.
Da ich jetzt allerdings niemand bin, der Arztbesuche mag und sich ständig davor drückt, bin ich erst nach 10 Monaten nochmals hin, ohne Termin. Das allerdings auch nur, weil meine Hausärztin mir die Pille nicht mehr verschreiben wollte, ohne dass ich vom FA untersucht worden wäre. An diesem Tag war meine Ärztin nicht da, da ich allerdings dringend die Pille brauchte, ließ ich mich von einem anderen Arzt (Gemeinschaftspraxis) untersuchen. Während der Untersuchung meinte er schon, ob schonmal etwas an meinem Gebärmutterhals gemacht wurde, was ich verneinte. Danach sah er sich meine Akte an und machte mir unmissverständlich klar, was ich hatte und erkärte mir die verschiedenen PAP-Stufen. Ich war damals so sauer, dass meine Ärztin das Thema so verharmlost hat und ich deswegen die ganze Sache nicht ernst genommen hab, dass ich zu diesem Arzt gewechselt bin, was sich bis heute als echter Glückgriff erwiesen hat.
In der Akte war damals schon von der Ärztin Pap IIId vermerkt...
Er hatte während der Untersuchung natürlich einen Abstrich und einen HPV-Test gemacht. Das Ergebnis kam eine Woche später: PAP IVa und HPV 16 + 18 positiv. Sofortige Konisation angesagt, da auch schon Veränderungen am Gebärmutterhals mit bloßem Auge zu erkennen waren.
Ich wurde von meinem Frauenarzt selbst in einer Tagesklinik operiert, war gar nicht schlimm, morgens operiert und nachmittags schon wieder zu Hause.
Das Ergebnis kam dann eine Woche später. Da mir alle erzählten, wenn das Ergebnis schlimm wäre, würde der Arzt sich vorher melden (was er nicht tat) führ ich frohen Mutes mein Ergebnis abholen: Sehr viel entferntes Gewebe, eindeutig bösartige Zellen gefunden und nicht alles im Gesunden entfernt, also die Schnittränder waren nicht sauber. Eine Welt brach für mich zusammen... ich fuhr nach Hause, total neben der Spur, meine Eltern setzten sich dann nochmals mit dem Arzt in Verbindung, der meiner Mutter erklärte: "Wenn wir noch 6 Monate gewartet hätten, dann wäre es zu spät gewesen, da der Krebs sehr aggresiv wäre"! Von einer weiteren Konisation wurde allerdings wegen meinem Kinderwunsch abgesehen, da bereits so viel Gewebe entfernt wurde, das dies hätte schwierig werden können... also weiterhin Untersuchungen alle 3 Monate... immer wieder PAP IIId.
Ich viel in ein tiefes Loch, was dazu führte, dass ich nach der Konisation meine Periode nicht mehr bekam, mein ganzer Körper war irgendwie außer Kontrolle... ich wurde immer dicker, usw.
Im letzten Jahr fing ich dann mit meiner Diät an. Nachdem ich ca. 20 kg abgenommen hatte, setzte meine Periode wieder ein, die allerdings durch die damalige OP nicht aus der Gebärmutter abfließen konnte, da der Gebärmutterhals zusammengewachsen war... weitere OP... danach... Pap II und HPV nicht mehr nachweisbar.
Ich war so glücklich, endlich wieder meine Periode und wieder PAP II. Alles schien gut zu werden....
Die OP und das gute Ergebnis ist inzwischen 8 Monate her. Die letzte Untersuchung war wieder mit dem Ergebnis Pap IIId, allerdings HPV immernoch nicht nachweisbar.
Ich bin allerdings immernoch am kämpfen...
In der Zeit hat mir der Krebskompass (Forum) sehr weitergeholfen. Es gibt sehr viele junge Frauen, die dieses Thema miterleben müssen und ein Austausch hilft sehr.
Falls Ihr noch Fragen habt, einfach fragen, ich helfe gerne...
Ich hoffe, ich habe jetzt echt niemanden verunsichert..
Viele Grüße
Biene
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Viele Grüße
Biene
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