Bin momentan gerade auf Krimis umgeschwenkt und ausgeliehen: von Henning Mankell, Lars Stiegson, Karen Slaughter, Tess Gerritsen.
Habe eigentlich nur auf der Rückseite geguckt, ob da wenigsten eine coole Frau als Detektivin, Polizistin mitmacht.
So nach und nach ist mir beim Lesen aufgefallen: alles ganz schreckliche grausige Frauen oder Mädchenmorde dabei.
Und dann bei Mankell und Slaughter auch noch ganz ähnliche Motivationen mit religiösen Hintergrund (Frauen sind schwach, treiben ab, müssen bestraft werden weil Gott will usw.).
Ja, irgendwie nervts mich. Und zieht mich runter. Ich weiß, dass der Frauenhaß und die Gewalt an Frauen immernoch politisch und gesellschaftlich hoch relevant ist.
Gerade deswegen möchte ich in einem Buch auch hin und wieder mal eine (gerechtere) Alternativwelt erfahren Mir gehts ja auch nur um das fiktive spannende. Aber es gibt doch noch 1000 andere Motive, die spannend darzustellen sind. (Z.B. Frauen als grausige Mörderinnen.)
Naja, ist nicht so ein lustiges Thema ich weiß, aber wenn man dann 4 Bücher zu hause liegen hat, und in allen 4en Frauen auf die gleiche Art und Weise umkommen (Vergewaltigung, religiöse Männermachtfantasien) - ja, dann ist das irgendwie ... mmmh, sehr Frau=immer Opfer-lastig.
Also von der Spannung sind die alle ja ganz toll und supergeschrieben, da sag ich nichts. So sollen Bücher sein.
Und wenn dann noch die Detektivinnen, Polizistinnen, Ermittlerinnen selber in der Vergangenheit mißbraucht worden, oder Männer haben die sie schlagen (in dem Buch von Karen Slaughter)... dann ist das irgendwie sehr einseitig. Bzw. eine sehr einseitige Charakterisierung, um die Figur interessant und mit Tiefe zu gestalten.
Oder lese ich die falschen Krimis?
Gibt es nicht was, wo eine coole Ermittlerin vorkommt, die einfach nur mal stark ist, aber trotzdem auch eine interessante Charakterisierung hat?
von Henning Mankell, Lars Stiegson, Karen Slaughter, Tess Gerritsen.
ich nehmen an du meinst Stieg Larsson? zumindest ist mir der andere nicht bekannt
hab grad überlegt, lese nämlich auch sehr viele krimis,
muss dir aber irgendwie recht geben.....
Wenns auch Thriller sein dürfen, könnte ich dir "Sorry" von zoran Drvenkar anbieten,
hier wird "gemischt" gemordet, und das Thema hat an und für sich auch nichts mit Frauen zu tun.....
Ansonsten, gerade bei weiblichen Autorinnen, gehts nicht nur um Frauenmorde! ("Liza Marklund" " Anne Holt")
Klappentexte verraten oft schon viel, einfach die auch gut durchlesen!
Nesbö hat auch einige, bei denen es nicht nur um "Frauen" geht, sondern auch um tiefgründigere Themen,
bei ihm empfiehlt es sich aber die ganze Reihe zu lesen, also ist da wahrscheinlich auch wieder was dabei was dir nicht so gefällt!
Wenn`s ne weibliche Heldin sein soll....Kathy Reichs hat eine...Temperance Brennan. Und abgesehen davon, dass sie trockene Alkoholikerin ist, ist das ihre einzige Leiche im Keller.
Und die Toten in den Büchern sind beider Geschlechter.
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Jup, die Kathy Reichs-Krimis mag ich auch sehr. Gibt übrigens auch die passende Serie dazu: "Bones". Da sind die Rollen allerdings vertauscht: eine Anthropologin, die Krimis schreibt, während Tempe Brennan in von einer Anthropologin geschriebenen Büchern auftritt.... *g* "Bones" ist auch von Kathy Reichs mitentwickelt worden, soweit ich weiß. Trotzdem sind die Bücher natürlich besser als die Serie... kann ja kaum anders sein. :P
Und ein ganz anderes Feld: die Krimis von Dick Francis. Spielen in England und haben in 90% der Fälle was mit Pferden zu tun (er ist ehemaliger Jockey), aber aus ganz unterschiedlichen Perspektiven - die mag ich auch sehr.
Viel Spaß beim Schmökern!
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*** Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. ***
Hm, aber die Rizzoli Reihe (und Maura Isles) von Gerritssen ist doch echt gut und die Frauen sind schon starke Persönlichkeiten. Zumindest fast immer.
Ich habe gerade die Taunus Krimis von Nele Neuhaus gelesen und dort ermittelt ein Duo (Mann und Frau - Bodenstein und Kirchhoff). Da gerät zwar auch die Frau in Gefahr, aber dafür ist sie irgendwie auch einen Tick cleverer und beide Komissare sind sehr sympathisch - zu empfehlen.
Ich mag momentan die Krimis von Karen Rose. Okay, da ist auch immer irgendwie "Liebe" mir dabei, aber die Bücher finde ich sind gut geschrieben. Es ist keine Serie im eigentlichen Sinn, aber eigentlich kommt immer die spätere Hauptfigur in einer Nebenrolle schon mal in einem früheren Buch vor. so gesehen gehören meist zwei oder drei Bücher zusammen, wobei die eigentliche Geschichte immer abgeschlossen ist. Und da sind entsprechend ganz unterschiedliche Hauptfiguren. Allerdings auch Frauen Opfer.
Das Buch das ist gerade lese hat eine Frau als Mörderin die sich in einem Frauenhaus versteckt....
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Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage und nicht dafür, was andere verstehen und daraus machen.
Bin momentan gerade auf Krimis umgeschwenkt und ausgeliehen: von Henning Mankell, Lars Stiegson, Karen Slaughter, Tess Gerritsen.
Habe eigentlich nur auf der Rückseite geguckt, ob da wenigsten eine coole Frau als Detektivin, Polizistin mitmacht.
So nach und nach ist mir beim Lesen aufgefallen: alles ganz schreckliche grausige Frauen oder Mädchenmorde dabei.
Und dann bei Mankell und Slaughter auch noch ganz ähnliche Motivationen mit religiösen Hintergrund (Frauen sind schwach, treiben ab, müssen bestraft werden weil Gott will usw.).
Hm, Mankell hab ich persönlich noch nicht gelesen. Aber welches Buch Von Slaughter hast Du gelesen... "Gottlos"? Bei den anderen, die ich von ihr gelesen hab, erinner ich mich jetzt nicht an eine ähnliche Motivation.
Zitat:
Ja, irgendwie nervts mich. Und zieht mich runter. Ich weiß, dass der Frauenhaß und die Gewalt an Frauen immernoch politisch und gesellschaftlich hoch relevant ist.
Gerade deswegen möchte ich in einem Buch auch hin und wieder mal eine (gerechtere) Alternativwelt erfahren Mir gehts ja auch nur um das fiktive spannende. Aber es gibt doch noch 1000 andere Motive, die spannend darzustellen sind. (Z.B. Frauen als grausige Mörderinnen.)
Wenn Du ne MörderIN haben willst, würde mir da spontan ein spannendes Buch von Joy Fielding einfallen... Allerdings wär bei dem Buch der Überraschungseffekt bei der Auflösung weg, wenn man schon vorher wüsste, dass ne Frau die Täterin ist, insofern macht's evtl. nicht so viel Sinn, wenn ich Dir den Titel sage (Ab gesehen davon, dass in dem Buch auch nur Frauen sterben)
Zitat:
Naja, ist nicht so ein lustiges Thema ich weiß, aber wenn man dann 4 Bücher zu hause liegen hat, und in allen 4en Frauen auf die gleiche Art und Weise umkommen (Vergewaltigung, religiöse Männermachtfantasien) - ja, dann ist das irgendwie ... mmmh, sehr Frau=immer Opfer-lastig.
Also von der Spannung sind die alle ja ganz toll und supergeschrieben, da sag ich nichts. So sollen Bücher sein.
Und wenn dann noch die Detektivinnen, Polizistinnen, Ermittlerinnen selber in der Vergangenheit mißbraucht worden, oder Männer haben die sie schlagen (in dem Buch von Karen Slaughter)... dann ist das irgendwie sehr einseitig. Bzw. eine sehr einseitige Charakterisierung, um die Figur interessant und mit Tiefe zu gestalten.
Hm, findest Du? Die zweite (eigentliche) weibliche Hauptperson in ihren Büchern ist doch auch eine recht interessante Figur (auch mit schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit, aber sie "tritt stark auf" (meiner Meinung nach)
Zitat:
Oder lese ich die falschen Krimis?
Gibt es nicht was, wo eine coole Ermittlerin vorkommt, die einfach nur mal stark ist, aber trotzdem auch eine interessante Charakterisierung hat?
Ich weiß nicht welche Krimis Du jetzt genau gelesen hast (vier sind ja nicht soo viele), aber die Autoren sind eigentlich schon richtig gut.
(Die einzige, die ich persönlich ein bissl schwierig zum Lesen finde, so vom Stil her, ist Kathy Reichs... aber die Hauptdarstellerin ist cool)
Wenn Du magst, kann ich am WE mal mein Bücherregal durchschauen, ob ich ein spezielles empfehlen kann, das keine klassischen schwachen Frauen in der Opferrolle hat. Soll's eher so psycho-thrillermäßig sein, oder magst Du auch eher klassische Krimis?