nachdem ich nun einige Zeit stille Mitleserin war, habe ich mich endlich einmal angemeldet und freue mich nun schon auf eure Unterstützung
Die habe ich nämlich dringend nötig. Dabei geht es gar nicht so sehr um mich (ja, ich möchte dennoch auch abnehmen ), sondern um meine Tochter.
Sie ist erst 13 und leidet sehr unter ihrem Übergewicht. In meinem Profil habe ich ihre Daten angegeben - sie wiegt mit nur 1,64 cm ganze 80 kg und wird in ihrer Schule fürchterlich gemobbt. Fast traut sie sich gar nicht mehr in den Unterricht.
Doch nun möchte ich ihren Kilos den Kampf ansagen. Daher stelle ich mich jeden Abend hin und koche für sie leckeres und vor allem gesundes Essen. Und für den Schulalltag schnippele ich ihr eine gesunde Obstauswahl.
Nun zu meinem Problem: Sie bringt die Obstbox fast jeden Tag wieder voll zurück und dazu hat sie noch einige Süßigkeiten im Rucksack, die sie dann alle in kürzester Zeit verdrückt.
Ich weiß nun einfach nicht, wie ich sie zu gesünderem Essen überreden kann. Bei Marktjagd habe ich jetzt diesen Schoko-Shake entdeckt: Eiweiß-Diät Shake Den gibt es wohl auch noch in anderen Geschmacksrichtungen. Meint ihr, ich kann sie damit von den Süßigkeiten abbringen?
Ich bin gegen Shakes allgemein, und sowieso bei Jugendlichen!
Mit dem Trinkzeugs kann sie nicht lernen vernünftig und ausgewogen zu essen...
Setz Dich mal mit ihr zusammen, sie MUSS mitmachen, sonst wird das nix... Sie soll ja auch nicht GAR nichts Süßes mehr essen, lieber bewußt ein Riegel oder sowas am Tag...
Bekommt sie "nur" Obst mit in die Schule? Mager belegte Brote wären nicht schlecht zum Sattwerden...
Hallo Gabi,
der BMi stimmt nicht. Ein Kind im Alter deiner Tochter wird nicht nach BMI gemessen sondern Körpergröße in cm - 100.
Hast du schon mal mit dem Kinderarzt gesprochen?
Leidet wirklich deine Tochter unter ihrem Gewicht?
Also meine Erfahrung mit meiner Nichte war, dass ihre Mutter sich einbildete das Kind leidet unter ihrem Übergewicht, also wurde das Kind seit dem Kindergarten einer Diät nach der anderen unterzugen (Trennkost, Powerkid usw.). Meine Nichte ging dann zu Oma und Opa und schlug sich den Bauch voll. Das Ergebnis 94 kg mit 9 Jahren.
Irgendwann gab meine Schwägerin auf.
In der Pupertät ( so mit ca. 15) fing meine Nichte von sich aus an gesünder zu essen und heute mit fast 17 hat sie eine top Figur.
erstmal finde ich es super, dass du deiner Tochter helfen willst! Das ist nicht unbedingt selbstverständlich.
Nun ist 13 natürlich ein echt schwieriges Alter ... Ich schreib mal stichpunktartig, wie es bei mir aussah zu der Zeit und was mir - vielleicht - geholfen hätte.
Ich war mit 13 nicht wirklich übergewichtig, habe aber extrem ungesund gegessen und ab 14 hatte ich mehr oder weniger stark ausgeprägte Essstörungen (mit hungern und bulimischen Phasen).
Ich hätte - mal abgesehen von meinen Hungerphasen - auch jede Obstbox wieder mit nach Hause gebracht. Von meiner Kindheit an war ich sehr mäkelig - "krüsch", wie man in Hamburg dazu sagt - und hätte eigentlich den lieben langen Tag nur Süßkram essen können.
Ich musste mir über mindestens 10 Jahre hinweg das gesunde Essen antrainieren - das braucht also wirklich viel Zeit und Gewöhnung (und mit viel Zeit meine ich eben vielleicht sogar mehr als nur Wochen und Monate).
Mein 1. Tipp wäre: Mit deiner Tochter durchzugehen, was Sie an gesunden Dingen wirklich gern isst. Bei mir wäre das z.B. gewesen: Frische Ananas und Mango, Beerenfrüchte, Obstsalat mit Nüssen, Vollkornbrot mit Nutella (wenigstens das Brot), Linsensuppe und Kartoffeln. Viel mehr vermutlich nicht, aber mir hätte es geholfen, wenn meine Mutter sich z.B. beim Kochen auf diese Sachen konzentriert hätte. Und dann kann man nach und nach mal versuchen, ein neues Gemüse "einzuführen".
2. Ich habe unglaublich viel Süßes gefuttert und meiner Ansicht nach sind die seelischen Aspekte sehr wichtig. WARUM isst man mehr als man braucht - mangelnde Disziplin greift meiner Meinung nach als Antwort nicht mal ansatzweise, gerade bei Leuten, die nicht nur ein bisschen, sondern eine Menge zu viel futtern.
Da deine Tochter in der Pubertät ist, bist du vielleicht nur noch in einem gewissen Rahmen der richtige Ansprechpartner (war zumindest bei mir mit 13 so). Aber vielleicht würde ihr hier eine Beratungsstelle helfen (vorausgesetzt sie will das) - also ein externer Ansprechpartner.
Das Problem ist, dass man als Tochter häufig das Essverhalten seiner Mutter übernimmt (ich kann mein Verhalten sogar bis zu meiner Großmutter zurückverfolgen - die hat sich zwar nicht erbrochen, aber bergeweise Abführmittel geschluckt) und mir fiel es ab einem gewissen Alter schwer, mit meiner Mutter über mein Essverhalten zu sprechen.
Tja, ich glaube, das wären die beiden wichtigsten Aspekte, die mir dazu einfallen: Langsame Ernährungsumstellung mit Konzentration auf das, was schon vorhanden ist (also das, was sie an Gesundem bereits mag) und mögliche Inanspruchnahme einer Beratung ... Damit meine ich übrigens nicht Therapie, sondern einfach jemanden, mit dem sie offen darüber sprechen kann (es gibt ja so Beratungsstellen ...).
Ich wünsch euch beiden ganz viel Glück und muss dir nochmal sagen, dass ich es toll finde, dass du dich so kümmerst!
sei mir nicht böse, aber das kann nur schief gehen . Sie muss es selbst wollen und bereit sein, etwas dafür zu tun, sonst stehst Du auf verlorenem Posten.
Schonmal im vorraus! Ich finde es gut, dass du deine Tochter unterstützen willst! Allerdings, wie schon erwähnt, muss sie es selber wollen. Hm und dass selber wollen ist nicht so einfach!
Mehr als daheim gesund zu kochen und ihr gesundes Essen näher zu bringen, kannst du nicht machen!
Du solltest sie aber auch nicht unter Druck setzen..
auch wenn da Kilos zu viel sind.. solltest du ihr zeigen dass sie dennoch ein hübsches Mädchen ist! Und ihr ihre positiven Eigenschaften vor Augen halten. Sie muss ihr selbstwertgefühl schritt für schritt entwickeln (; .. und ich weiß nicht ob dass nur durch eine Diät besser wird.
Hat sie denn wenigstens ein paar gute Freundinnen (:?
Dass sie einfach etwas unternimmt..
oder so. Manchmal bieten Krankenkassen ja auch bestimmte Kurse für jüngere an.
Zumindest gabs da welche von meiner.
Vorweg mal: Ich finde es toll, dass du deiner Tochter helfen willst, dass sie abnimmt und nicht mehr gemobbt wird.
ABER: Ich hatte auch mit 12-13 Jahren angefangen immer mehr süsses zu futtern und natürlich zuzunehmen. Ich wurde auch ne Zeit lang gemobbt in der Schule (Kleine Kinder können wirklich gemein sein). Und die folge war, dass ich mich immer mehr zurückgezogen habe. Von meiner Mutter wollte ich mir schon gar nicht helfen lassen, weil ich mir immer gedacht habe: DU wirst ja nicht gemobbt, DU bist ja nicht so dick/fett wie ICH. Und ich hab keinesfalls das Essverhalten meiner Mutter kopiert, denn die ist/war Normalgewichtig.
Ich denke was mir in dieser Zeit sehr geholfen hätte, wäre ein Gespräch gewesen mit einer Person die früher auch mal dick war. Das die einfach mal erzählt hätte wie das Leben so weiterverläuft wenn man nix macht.
Doch meine Mutter hat auch den Weg gewählt mit Diäten, ich hatte zwar erfolg und meistens auch 10kg runter, aber da war dann meist das doppelt wieder drauf. Heute (mit 19) weiß ich, dass es meine Mutter nur gut mit mir gemeint hat, aber damals dachte ich wirklich meine Mutter mag mich nicht so wie ich bin, sonst würde sich mich ja nicht ständig überreden wollen wie ich abnehmen könnte.
Also mein Tipp für dich wäre: Rede mit deiner Tochter was sie will, gib ihr auf jedenfall das Gefühl, dass du sie liebst, egal ob sie jetzt 80 kg wiegt oder nicht. Weil ihr könnt nur gemeinsam diesen Weg gehen, wenn deine Tochter nicht will, dann kannst du sie auch nicht dazu zwingen.
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen nahe legen, wie man sich fühlt wenn man 13 ist/war und übergewichtig.
Grundsätzlich finde ich es auch gut, dass du deiner Tochter helfen willst ABER, dieser Satz mit dem "ich Ihren Kilos..." da hab ich mich dran verschluckt... redest du auch mit ihr darüber, wegen dem Obst etc, warum hat sie Süßes dabei? Nimmt sie sich das selbst mit? Erstmal wichtig viel viel reden, motivieren etc. nicht einfach Ernährung umstellen, der erste Schritt MUSS von ihr ausgehen, wenn sie nicht mit macht, ist es scheinbar noch nicht "schlimm" genug!
Hallo Gabi.
Ich bin 17 und ich kann gut verstehen was ihr durchmacht.
Meine Mom hat selbst jahrelang versucht mit mir gemeinsam abzunehmen.
Ich glaube nicht das deine Tochter NICHT abnehmen will.
Es ist wirklich nicht schön wegen Übergewicht gemobbt zu werden, ich sag das jetzt aus eigener Erfahrung. KEINER will das.
Jetzt weiß ich, dass meine Mom nur das Beste für mich wollte und das sie die einzige war die bemerkt hat, wie sehr ich darunter gelitten habe.
Am Anfang wollte ich es mir nicht eingestehen, das ich übergewichtig war.
Es war mir peinlich vor anderen zuzugeben das ich etwas nicht essen kann/will weil ich auf einer Diät bin.
Ich wollte wohl einfach nur "normal" sein und mit meinen Freunden Pizza und Eis essen.
Meine Mom hat mir alles über Ernährung erklärt, wovon man viel und wovon man nicht so viel essen sollte, mir Alternativen zu Süßigkeiten gezeigt und vorallem es mir dann auch vorgelebt.
Was auch hilft (finde ich) ist es, einen Sport zu finden der einem Spaß macht und in dem man sich nicht mit anderen messen muss.
Mich hat es immer depressiv gemacht in einem Team auf der Bank sitzen zu müssen, oder immer zu verlieren.
Ich habe mich dann in einem Fitnessstudio angemeldet und Kurse wie Aerobic und Yoga mitgemacht. Da musste ich mich mir niemandem messen, habe aber meine eigenen Fortschritte gesehen.
Irgendwann habe ich angefangen ein Buch zu führen. Vorne habe ich mir meine Ziele und Motivation reingeschrieben, sowas wie: Im Sommer einen Bikini tragen zu können ohne sich zu Tode zu schämen, es allen zu beweisen die einen ausgelacht haben, nicht mehr in der Übergrößen-Abteilung einkaufen zu müssen... solche sachen halt. Und dann habe ich mein Gewicht, was ich esse und wie viel Sport ich gemacht habe eingetragen.
Alles was du tun kannst, ist sie über gesunde Ernährung aufzuklären, es ihr vorzuleben, sie zu motivieren, gemeinsam einen Sport zu finden (den vllt zusammen machen könnt) und immer für sie da zu sein.
Den Rest muss sie selbst schaffen.
Viel Glück!