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  1. #1
    Perfekteschwester Gast

    Bruder (13) ist zu dick

    Hallo,
    Ich mache mir Sorgen um meinen Bruder. In letzter Zeit isst erst fast die ganze Zeit viele Süßigkeiten und Fastfood (zu den geregelten Mahlzeiten dazu!). Unsere Eltern (und ich) haben ihn dazu getrieben, das zu unterlassen. Offiziell macht er das jetzt ja auch, aber ich sehe dass er regelmäßig Süßes unter seinem Bett hamstert um es in einer unbeobachteten Minute in sich rein zu stopfen. Das habe ich Mama gesagt, und die hat ihn mal gewogen: Er wog 86kg (1.65m groß)! Danach ist Mama mit ihm zum Arzt gefahren. Der Arzt sagt er müsse dringend zu einer Kur und mindestens 25kg abnehmen. Außerdem hätte er ein hohes Risiko in nächster Zeit an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken (Bauchumfang 119cm!). Gestern hat meine Mutter ihn wieder gewogen mit einem Schock-Ergebnis: 93kg!
    Das ganze Familienleben ist durcheinander, mein Bruder motzt nur noch. Er brauch dringend Hilfe, hat aber die besagte Motzerei an sich, so dass man nicht ruhig mit ihm reden kann. Wie sollen wir das machen, welche Kur ist empfehlenswert (eigene Erfahrungen?), wie sollen wir die Süßsachen aus dem Nahrungszettel streichen? Wie sollen wir mit der Schule damit umgehen? Ich bin einfach ratlos...

    Danke schon mal im Vorraus für die Hilfe

  2. #2
    Perfekteschwester Gast
    Ach ja, zu den Essgewohnheiten. Wir essen meistens zu geregelten Zeiten und auch meistens ausgewogen, d.h. mal Salat, Fleisch, mal Kartoffeln, mal Nudeln, Suppe, einfach alles. Mein kleiner Bruder isst da immer tatkräftig mit und ich hab mir früher eigentlich nie Gedanken über Übergewicht bei ihm gemacht. Geerbt hat er es jedenfalls nicht, sonst sind wir alle mehr oder weniger normal.

  3. #3
    Registriert seit
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    Ort
    im sonnigen Süden
    Beiträge
    4.944
    Also wenn ich an meine Jugend zurückdenke ( ich war damals BMI-technisch normalgewichtig bis leicht übergewichtig) und wenn meine Mutter mir dann gesagt hat "Kind, du musst abnehmen, hier guck mal, der Kurs wär doch was", da habe ich auch geblockt und auf stur gestellt.
    Es ist nicht schön, das von seiner Familie gesagt zu bekommen (auch wenn es der Wahrheit entspricht) und gerade als Teenager wird man dann halt schnell bockig. Insbesondere dann, wenn der Rest der Familie normalgewichtig ist - bei mir schrammen sogar alle an der Untergewichtsgrenze.... Das ist auch heute, wo ich zwar mit meinem Gewicht an sich nicht aber mit meinem Leben und mir im generellen sehr glücklich bin, immernoch ein doofes Gefühl.
    Die Fragen sind: Warum nascht er so viel? Was kompensiert er damit? Welche Möglichkeiten habt ihr als Familie, ihn beim Abnehmen zu unterstützen? Und zwar nicht nur "Kur", "ihm das Naschen wegnehmen" sondern vielleicht sowas in Richtung: Zusammen Sport machen, oder Hobbies finden, Ernährung verändern, etc. Wo hat er den ganzen ungesunden Kram her?

    Viele Grüße!
    97 (irgendwann 2013) - 94 (3.3.14) - U90 (31.3.14) - 89 - 88 - 87 - 86 - 85 - U85 Für's zweite

    Ich futter mich mit Hilfe von fddb schlank

  4. #4
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    Kiwiwe hat schon gute Anregungen gegeben. Wenn alle auf ihn einreden, dass er das lassen soll und er zu dick sei, dann ist doch klar, dass er auf stur stellt. Das hätte ich auch.

    Ich hab damals z.B. aus Langeweile und Einsamkeit (hatte wenige Freunde im direkten Umfeld) gefuttert. Schön auf dem Weg zwischen Schule und Bus Süßigkeiten gekauft und mittags wurde es gefuttert.

    Was ich mir damit angetan hab, hat mir aber nie jemand erklärt. Als ich schon dicker war, hab ich in einem Schuljahr sehr viel Sport gemacht. Danach völlig ausgepowert hab ich schon wieder zu Süßem gegriffen. Aber wieder: Ich hab instinktiv nach Energie gegriffen - nur es war die völlig falsche. Es hätte mir besser jemand mal erklärt, dass es normal ist nach dem Sport Hunger zu haben und dass ich für nach dem Sport mir ein Extra-Brot einpacken soll.

    Was ich versuche damit auszudrücken: Erklärt ihm, warum ihr Sorgen habt. Aber nicht mit sowas Abstraktem wie "erhöhtes Risiko für Diabetes". Damit dringt man selbst heute nicht zu mir durch. Vielleicht vertraut er sich ja dir als Schwester an, warum er so viel futtert.
    Mein Naschi-Quassel-Tagebuch: Aller guten Dinge sind 3 - auf zum Zielgewicht!
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  5. #5
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    1.525
    Die Kinderkrankenhaus hier auf der Bult bietet da speziell begleitete Langzeitprogramme für übergewichtige Kinder und Jugendliche an, inkl. Sport, Ernährungsberatung und Psychologen. Da wird die ganze Familie einbezogen.

    Vielleicht gibt es sowas ja auch bei Euch in der Nähe?

    Dein Bruder wird ja einen Grund haben, warum er auf einmal so viel isst. Wenn man den nicht findet, wird es schwer, das Essverhalten wieder zu normalisieren. Und wie die anderen gesagt haben nützt es nichts, ihm das Essen zu verbieten und Vorwürfe zu machen, wenn er nicht versteht, wieso das so schlimm ist.

    Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: Beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könne. (Friedrich Nietzsche)

    ...und manchmal ist man selbst dieser Mensch!

  6. #6
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    60
    Also meine Schwester ist auch stark übergewichtig, seit relativ jungen Jahren. Das Reden, Drohen hat rein gar nichts gebracht. Vielleicht macht ihm irgend ein Sport Spaß, damit er wenigstens fit bleibt? Ich finde es schon gut, sich Gedanken darüber zu machen, aber wenn die Person selber nicht abnehmen will, dann hilft nichts. Mit 13 ist er in einem Alter, indem sein Körper viele Veränderungen durchmacht. Thematisiert es nicht dsuernd, das ist anstrengend. Betätigt euch lieber sportlich mit ihm. Vielleicht regelt der nächste Wachstumsschub auch etwas

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